• Essay | Was Ungewissheit mit deinem Nervensystem macht | Stephen Porges | Polyvagaltheorie | (19:16 Min)
    Sep 17 2026

    Mit klopfendem Herzen saß ich Dr. Stephen Porges gegenüber, dem Begründer der Polyvagaltheorie, den ich für einen früheren Wurzeln & Flügel Onlinekongress interviewen durfte. Obwohl mein Kopf wusste, dass keine Gefahr bestand, reagierte mein Körper anders. In dieser Essay-Folge schaue ich mit dir an, warum unser Nervensystem Ungewissheit oft als Bedrohung liest, und wie du deine eigenen Nervensystemzustände besser erkennen kannst.

    In dieser Folge:

    • Die Polyvagaltheorie einfach erklärt: vorderer und hinterer Vagusnerv, Sympathikus

    • Mein Interview mit Stephen Porges: was Ungewissheit im Nervensystem auslöst und wie wir damit umgehen können

    • Drei Nervensystemzustände zum Wiedererkennen: Sicherheit, Mobilisierung, Rückzug

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    Mehr Unterstützung für dein Nervensystem: mein Onlinekurs „Verbunden & Gelassen: Regulation des Nervensystems" → https://www.annafienbork.de/regulation-nervensystem

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    Worum es heute in der Tiefe geht

    Unser Nervensystem ist ständig auf Empfang für Signale von Sicherheit oder Bedrohung. Ungewissheit gehört für die meisten von uns zu den Signalen, die als Gefahr gedeutet werden, auch dann, wenn objektiv nichts Bedrohliches im Raum ist. Ich erzähle dir von meinem Interview mit Stephen Porges, dem Begründer der Polyvagaltheorie, und davon, wie meine eigene Nervosität vor dem Gespräch genau das gezeigt hat: mein Kopf wusste, dass ich sicher bin, mein Körper reagierte trotzdem.

    In dieser Folge bekommst du eine kompakte Einordnung der Polyvagaltheorie (vorderer und hinterer Vagusnerv, Sympathikus), einen Einblick in das damalige Interview mit Porges, und wir schauen gemeinsam darauf, warum frühe Bindungs- und Trennungserfahrungen, etwa im Kontext von Adoption, unser Nervensystem besonders wachsam für Ungewissheit machen können.

    Drei Nervensystemzustände zum Wiedererkennen

    Am Ende der Folge beschreibe ich drei Grundzustände, aus denen dein Nervensystem heraus agieren kann:

    • Sicherheit und Verbindung: präsent, offen, ruhiger Atem

    • Mobilisierung bei Bedrohung: Kampf und Flucht, aber auch die leisere, nach innen gerichtete Form als innere Anspannung oder Selbstkritik

    • Immobilisierung bei Bedrohung: Rückzug und Schutz, Erstarrung, innere Taubheit, wenn Kampf oder Flucht keine Option sind

    Nimm dir gern einen Moment und spüre nach:

    • In welchem Zustand befindest du dich gerade?

    • Woran erkennst du das, an deinem Atem, deiner Muskelspannung, deinen Gedanken?

    • Was würde dir jetzt helfen, dich ein Stück mehr in Richtung Sicherheit zu bewegen?

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    Links und nächster Schritt

    Onlinekurs: „Verbunden & Gelassen: Regulation des Nervensystems"
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    Wurzeln & Flügel Online-Tage vom 23.-29.10.26: mit 21 Interviews, praktischen Übungen und 8 Online-Live-Abenden für Gemeinschaft und zur Regulation deines Nervensystems:
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    19 Min.
  • Kurzimpuls: Wo das Licht eintritt | Rumi | (5:12 Min)
    Sep 3 2026

    Manchmal öffnet sich gerade dort, wo es am meisten wehtut, auch ein Zugang zu etwas Neuem. Ein Zitat von Rumi bringt das für mich sehr genau auf den Punkt.

    Er sagt: „Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eintritt."

    In diesem Kurzimpuls geht es um:

    • Warum Licht und Schmerz gleichzeitig wahr sein dürfen

    • Warum dieser Satz nur im Rückblick gilt – und in der akuten Krise wie eine Bagatellisierung wirken kann

    • Eine Frage zum Nachspüren, welche Wunde in deinem Leben im Rückblick auch Licht durchgelassen hat

    Ein kurzer Impuls zum Innehalten, ohne dass du etwas lösen musst. Einfach ein Moment, um Schmerz und Licht beide da sein zu lassen.

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    Worum es in der Tiefe geht – die lange Version

    Es gibt Momente, in denen wir uns eine Zukunftsversion von uns selbst vorstellen, in der endlich alles gut ist. Doch Veränderung entsteht nicht durch die Bewegung weg von uns, sondern durch die Wunde hindurch.

    Rumis Satz erinnert uns daran, dass Licht durch die Wunde eintritt. Für den Anteil in uns, der eine Verletzung ursprünglich erlebt hat, gibt es in diesem Moment aber kein Licht, sondern nur Schmerz, vielleicht Hilflosigkeit. Und das darf so stehen bleiben, bezeugt und gehalten werden, bevor überhaupt von Licht die Rede sein kann.

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    Reflexionsfrage aus der Folge

    Gibt es eine Wunde in deinem Leben, durch die im Rückblick auch Licht eingetreten ist? Und kannst du gleichzeitig den Teil in dir ehren, der diese Wunde ursprünglich erlebt hat, ohne von ihm zu verlangen, darin heute schon etwas Gutes zu sehen?

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    Wenn du neugierig bist, wie ich dich ein Stück deines Weges begleiten könnte, buche dir gerne ein kostenfreies Kennenlerngespräch: https://meet.brevo.com/anna-fienbork/kennenlerngesprach

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    5 Min.
  • Essay: Mitgefühl und wenn die Liebe dir schriebe | Elizabeth Gilbert | (16:33 Min)
    Aug 20 2026

    Was, wenn du der Kritik in dir, dem Groll, der Scham nicht mit Kampf begegnest, sondern mit Mitgefühl? In dieser Essay-Folge geht es um Selbstmitgefühl und um eine berührende Übung, die ich von Elizabeth Gilbert, der Autorin von „Eat, Pray, Love", gelernt habe: Briefe von der bedingungslosen Liebe an dich selbst.

    In dieser Folge:

    • Warum Selbstmitgefühl kein Freifahrtschein ist, sondern ein Herzensraum für echte Veränderung

    • Elizabeth Gilberts „Letters from Love" und eine alltagstaugliche Anleitung für deinen eigenen Brief

    • Zwei persönliche Briefe von der Liebe, die ich mit dir teile

    Mehr zu Elizabeth Gilbert und „Letters from Love": elizabethgilbert.substack.com

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    Worum es heute in der Tiefe geht

    Selbstmitgefühl heißt nicht, uns aus der Verantwortung zu stehlen. Es heißt, dem, was in uns unangenehm ist, mit Verständnis zu begegnen, statt es zu bekämpfen. In dieser Folge nehme ich dich mit zu der Frage, was eigentlich passiert, wenn wir ein Gefühl wie Groll oder Scham wegdrücken, statt uns ihm zuzuwenden, und wie sich dieses Gefühl wandeln kann, wenn wir es mit Neugierde statt Urteil betrachten.

    Von dort aus führt mich der Weg zu einer Begegnung, die mich sehr geprägt hat: einem Podcast-Interview mit Elizabeth Gilbert, in dem sie von ihren „Letters from Love" erzählt, Briefen, die sie seit über 15 Jahren an sich selbst schreibt, im Namen der bedingungslosen Liebe.

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    Übung aus der Folge: Ein Brief von der Liebe

    1. Stell dir vor, es gäbe eine große, bedingungslose Liebe, die dich genau so liebt, wie du bist.

    2. Stelle ihr die Frage: „Liebe Liebe, was möchtest du mich heute wissen lassen?"

    3. Halte inne und schreibe assoziativ, was dir als Antwort einfällt. Es darf sich auch rein fiktional anfühlen.

    4. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Du musst nichts „channeln" oder eine bestimmte Stimme hören.

    Du kannst diese Übung auch nur innerlich machen, morgens beim Aufwachen, mit einer einfachen Bitte wie: „Bitte liebe mich, halte mich, hülle mich ein in deine Liebe."

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    Links & nächster Schritt

    Mehr über mich: annafienbork.de

    Kostenfreie HerzMeditation 1 x im Monat live per Zoom: annafienbork.de/herzmeditation

    Elizabeth Gilberts Anleitung für „Letters from Love" → elizabethgilbert.substack.com/p/how

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    17 Min.
  • Kurzimpuls: Wir können uns nicht verändern, wenn wir nicht da landen, wo wir gerade wirklich sind | Dami Charf | (4:03 Min)
    Aug 6 2026

    Manchmal wollen wir uns verändern, ohne je wirklich un uns gelandet zu sein. Die Traumatherapeutin Dami Charf lädt uns mit einem einfachen Satz dazu ein, diese Reihenfolge umzudrehen.

    Sie sagt: „Wir können uns nicht verändern, wenn wir nicht da landen, wo wir gerade wirklich sind."

    In diesem Kurzimpuls geht es um:

    • Was es bedeutet, wirklich da zu landen, wo wir gerade sind

    • Warum die Bewegung „weg von uns" echte Veränderung verhindert

    • Eine Frage zum Nachspüren, in welcher Gefühlslandschaft du gerade stehst

    Ein kurzer Impuls zum Innehalten, ohne dass du etwas verstehen oder lösen musst. Einfach ein Moment, um bei dir zu landen.

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    Worum es in der Tiefe geht – die lange Version

    Es gibt Momente, in denen wir uns eine Zukunftsversion von uns selbst vorstellen, die wir erreichen müssen, um endlich glücklich zu sein. Doch genau in dieser Bewegung, weg von uns, hin zu jener vielleicht hehren Zukunftsversion, können wir uns selbst nicht umarmen. Wir kommen nicht in uns an.

    Dami Charfs Satz erinnert uns daran, dass Veränderung erst dann möglich wird, wenn wir zuerst da landen, wo wir wirklich sind. Nicht wo wir sein sollten. Nicht wo wir bald sein wollen. Sondern genau hier.

    Diese Landung fühlt sich nicht immer angenehm an. Manchmal ist es eher eine Bruchlandung. Und wenn wir uns dann einfach hinsetzen und beginnen zu benennen, was wir gerade fühlen, denken oder empfinden, dann ist genau das Balsam für unser Sein.

    Woher das Zitat stammt

    Dami Charfs Worte stammen aus einem sehr lebendigen Interview, das ich mit ihr für meine Wurzeln & Flügel Online-Tage Ende Oktober geführt habe. Darin geht es um eines der am meisten missverstandenen Gefühle: Wut. Dami erklärt, warum Wut ursprünglich ein kurzer, gesunder Impuls zum Grenzensetzen ist, und wie daraus durch frühe Ohnmachtserfahrungen etwas anderes werden kann, nämlich Rage, die im Körper stecken bleibt. Ein Gespräch, das Mut macht, alten Überlebensmustern mit mehr Verständnis zu begegnen.

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    Reflexionsfrage aus der Folge

    Wenn du jetzt gerade bei dir landest, was nimmst du wahr? Welche Gefühlslandschaft ist gerade dein Landeplatz? Schau's dir einfach an. Sei damit, für einen Moment.

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    Wurzeln & Flügel Online-Tage vom 23.-29.10.26: www.annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026


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    4 Min.
  • Adoption, Bindungstrauma und das Gefühl der Wurzellosigkeit
    Jul 16 2026

    In dieser Folge geht es um Adoption und frühes Bindungstrauma und die Spuren, die sie hinterlassen können. Du musst übrigens nicht selbst adoptiert sein, um dich vielleicht in diesem Beitrag wiederzuerkennen: Immer wenn wir als Baby oder Kind nicht ganz sicher ankommen durften, ob durch Trennung nach der Geburt, einen Krankenhausaufenthalt oder eben Adoption, prägt uns das.

    In dieser Folge:

    • Warum Adoption aus traumasensibler Sicht ein einschneidendes Ereignis ist, ganz unabhängig davon, wie liebevoll die neue Familie ist

    • Typische innere Muster wie das Gefühl, sich beweisen zu müssen oder niemals ganz dazuzugehören

    • Ein Gedicht aus der Perspektive des inneren, weggegebenen Kindes

    • Der Zusammenhang zwischen früher Bindungserfahrung und Nervensystem

    Bindungstrauma-Vertiefung: Ende Oktober lade ich dich zu den kostenfreien Wurzeln & Flügel Onlinetagen ein, mit berührenden Interviews rund um Bindungstrauma und mehr innere Sicherheit → annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026

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    Worum es heute in der Tiefe geht

    Adoption wird oft als reiner Glücksfall hingestellt, ein Kind findet neue Eltern und “alles ist gut”. Was weitaus zu wenig Raum bekommt, ist die andere Seite: Adoption ist ein einschneidendes, frühes Ereignis, das etwas in uns prägt. In dieser Folge schaue ich auf das, was diese frühe Erfahrung im Inneren auslösen kann, das Gefühl, sich ständig beweisen zu müssen, niemals ganz dazuzugehören oder sich anpassen zu müssen, um bloß nicht wieder weggeschickt zu werden.

    Ich beschreibe auch, was ich die tiefste Ebene einer Adoptionswunde nenne: das Gefühl, im Grunde nicht gewollt und fast wie ein Fehler zu sein. Das mag heftig klingen, aber diese Gefühle liegen meist tief unter der Oberfläche. Der Weg zu diesen verborgenen Gefühlen führt über kleine, achtsame Schritte, über das Erkennen eigener Muster, aber auch über das Anerkennen der eigenen Stärken, denn beides gehört zusammen.

    Ein zentraler Gedanke der Folge: Schon während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren werden wir tief geprägt, auf eine Weise, die wir bewusst oft gar nicht erinnern können. Und doch tragen wir diese Erfahrungen in uns. In einem Gedicht über Adoption kannst du vielleicht erspüren, was unter den Worten liegt.

    Am Ende weite ich den Blick nochmal bewusst: Alles, was hier beschrieben ist, kann auch Menschen betreffen, die nicht adoptiert wurden, etwa durch eine frühe Trennung von der Mutter im Krankenhaus. Es geht letztlich immer um dieselbe Frage: Wie sicher haben wir uns als Baby und Kind in der Welt gefühlt?

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    Weiterführend: Wurzeln & Flügel Onlinetage

    Ende Oktober lade ich dich zu meinen kostenfreien Onlinetagen „Komm nach Hause zu dir, Bindungstrauma erkennen und mehr innere Sicherheit finden" ein. Dort erwarten dich berührende und tiefgehende Interviews rund um genau dieses Thema.
    → annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026

    Ein kleiner Hinweis: Für die Kongressseite durfte ich wunderschöne Illustrationen einer Künstlerin verwenden, ein Besuch auf der Seite lohnt sich also auch optisch.

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    annafienbork.de

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    12 Min.
  • Kurzimpuls: Flucht vor dem Schmerz oder Suche nach Freude? | Sigmund Freud | (5:39 Min)
    Jul 2 2026

    „Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden, als Freude zu gewinnen." Ein Satz von Sigmund Freud, der im ersten Moment überraschen oder wie ein Widerspruch wirken kann. In diesem Kurzimpuls lade ich dich ein, diese Worte nicht sofort zu bewerten, sondern erstmal wirken zu lassen und ehrlich hinzuschauen: Wo in deinem Leben dient das Streben nach Freude vielleicht dazu, einem tieferen Schmerz auszuweichen?

    Dieser Kurzimpuls beleuchtet:

    • Was Freuds Zitat meinen könnte

    • Den Unterschied zwischen Freude um ihrer selbst willen und Freude als Ablenkung

    • Warum Hinwendung zum Schmerz der Anfang von Heilung ist

    Ein kurzer Impuls, der dich einlädt, mit Neugierde statt Urteil auf dein eigenes Streben zu schauen.

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    Worum es in der Tiefe geht – die lange Version

    Das obige Zitat von Sigmund Freud kann im ersten Moment widersprüchlich klingen, denn wir tun doch so vieles, das uns wirklich Freude macht: Zeit mit Freunden, ein gutes Buch, Bewegung, eine harmonische Beziehung. Also streben wir doch sicherlich mehr nach Freude, als uns damit zu beschäftigen, Schmerz zu vermeiden – oder? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

    Denn manchmal nutzen wir Freude, Erfolg oder Beschäftigung, um genau nicht fühlen zu müssen, dass tief in uns ein Schmerz liegt. Dann geht es nicht mehr um die Freude an sich, sondern darum, etwas zu überlagern, zu vermeiden, nicht hochkommen zu lassen. Das ist kein Vorwurf, dieser Schutzmechanismus hat uns oft lange gute Dienste geleistet.

    Und gleichzeitig gilt: Je mehr wir bereit sind, uns auch unseren schmerzlichen Gefühlen zuzuwenden, so wie wir es bei einer Wunde am Knie tun würden, reinigen statt ignorieren, desto heller und freier kann auch die Freude in uns werden.

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    Reflexionsfragen aus der Folge

    Nimm dir gern einen Moment Zeit und spüre nach:

    • Machst du dir dein Lieblingslied an, weil du dich freudig bewegen willst, oder um dich von einem schmerzlichen Gefühl abzulenken?

    • Strebst du nach Harmonie in einer Beziehung, weil dahinter eigentlich Angst vor Konflikt steckt?

    • Suchst du Erfolg oder eine gute Leistung, um nicht zu fühlen, dass sich etwas in dir im Kern nicht gut genug anfühlt?

    Es gibt kein Richtig oder Falsch. Nur ehrliches Hinschauen.

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    Kostenfreie HerzMeditation, einmal im Monat live: http://annafienbork.de/herzmeditation

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    6 Min.
  • Essay: Nähe wollen, Nähe fürchten: was dein Nervensystem damit zu tun hat | (13,52 Min)
    Jun 18 2026

    Wir sehnen uns nach echter Verbindung, und sobald sie näherrückt, ziehen wir uns zurück. In dieser Podcast-Folge schaue ich mit dir auf dieses Paradox: warum dein Nervensystem Nähe gleichzeitig als Sicherheit und als Gefahr abspeichern kann, und was deine frühesten Bindungserfahrungen damit zu tun haben.

    In dieser Folge:

    • Warum wir Nähe wollen und sie im selben Moment fürchten können

    • John Bowlbys Konzept der sicheren Basis und was Bindung mit Sicherheit zu tun hat

    • Was in deinem Nervensystem passiert, wenn frühe Nähe nicht sicher war

    • Schutzstrategien wie Rückzug, Klammern oder Humor erkennen

    • Reflexionsfragen, um deinem eigenen Muster näherzukommen

    Vertiefend dazu meine Mai-Folge: „Was dein Nervensystem mit Heilung zu tun hat" → [Link einfügen]

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    Worum es in der Tiefe geht

    Auf die Frage, ob wir Nähe wollen, würden die meisten von uns spontan mit Ja antworten. Und doch passiert es oft: Sobald echte Nähe entsteht, geht der Vorhang zu. Wir ziehen uns zurück, finden den anderen plötzlich nicht mehr so sympathisch oder haben keine Zeit mehr. In dieser Folge schaue ich auf dieses Dilemma und seine Wurzeln in unseren frühen Bindungserfahrungen.

    John Bowlby beschreibt die „sichere Basis", die wir als Kinder brauchen. Wenn aber genau die Menschen, die uns Sicherheit geben sollten, selbst zur Quelle von Gefahr werden, lernt unser Nervensystem etwas Kompliziertes: Nähe ist das, was wir am meisten brauchen, und das, wovor wir uns schützen müssen. Das braucht übrigens keine offensichtliche Vernachlässigung, schon das Gefühl, mit bestimmten Emotionen nicht gehalten worden zu sein, kann reichen.

    Ich gehe außerdem darauf ein, warum unser Nervensystem auch bei eigentlich sicheren Menschen Alarm schlagen kann, was die Traumatherapeutin Janina Fisher dazu sagt, und welche oft unbewussten Schutzstrategien, vom Rückzug bis zum Klammern, hinter der Angst vor Nähe stecken können.

    Reflexionsfragen aus der Folge

    • Wann merkst du, dass dir Nähe „zu viel" wird, und gehst du auf Abstand? Wie machst du das?

    • Auf welche Weise hält dein Nervensystem Menschen auf Distanz?

    • Welche Menschen oder Situationen fühlen sich für dich sicher genug an, dass du Nähe zulassen kannst?

    ***

    Links

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    Wenn dich Bindungstrauma und Nervensystem interessieren, dann trage dich gerne schon jetzt für meine Online-Tage Wurzeln & Flügel “Komm nach Hause zu dir – Bindungstrauma verstehen und innere Sicherheit finden” Ende Oktober 2026, für 0€ an: https://www.annafienbork.de/wurzeln-und-fluegel-tage-2026
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    14 Min.
  • Kurzimpuls: Atme ein, um dich zu beruhigen. Atme aus, um zu lächeln. | Thich Nhat Hanh | (2 Min)
    Jun 4 2026

    Manchmal sind es die ganz einfachen Dinge, die uns am tiefsten erreichen. In diesem Kurzimpuls lade ich dich mit wenigen Worten von Thich Nhat Hanh zu einer kleinen Atemübung ein, einem Moment, in dem du zur Ruhe kommst und dir ein leises Lächeln schenkst.

    Dieser Kurzimpuls beleuchtet:

    • Wie ein bewusster Atemzug dich beruhigen kann

    • Wie aus dem Ausatmen ganz sanft ein Lächeln entstehen darf

    • Wie du mit dieser kleinen Übung dein Nervensystem regulierst und dich mit dir selbst verbindest

    Ein kurzer Impuls zum Innehalten und Nachspüren – ohne Druck, einfach, um einen Moment ganz bei dir zu sein.

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    Worum es in der Tiefe geht – die lange Version

    Manchmal sind die ganz simplen Dinge mit die kraftvollsten. Genau dazu gehören für mich diese Worte von Thich Nhat Hanh:

    „Atme ein, um dich zu beruhigen. Atme aus, um zu lächeln."

    In diesem Kurzimpuls lade ich dich ein, diese Worte nicht nur zu hören, sondern wirklich auszuprobieren. Beim Einatmen darfst du dir vorstellen, du würdest wärmendes Sonnenlicht oder einen wohltuenden Duft in dich aufnehmen – etwas, das dich zentriert und beruhigt. Und beim Ausatmen darfst du ganz sanft ein Lächeln entstehen lassen, fast unsichtbar, während deine Mund- und Augenwinkel weich werden.

    Es ist eine kleine Übung, die du immer wieder in deinen Alltag holen kannst. Du schenkst dir damit kostbare Zeit des Verbundenseins mit dir selbst – und regulierst nebenbei auch noch dein Nervensystem.

    Reflexionsfragen aus der Folge

    Nimm dir gern einen Moment Zeit und spüre nach:

    • Wie fühlt es sich an, wenn ich bewusst einatme, um mich zu beruhigen?

    • Was verändert sich, wenn auf dem Ausatmen ein leises Lächeln entsteht?

    • Wo im Alltag könnte ich mir diese kleinen Atemmomente immer wieder schenken?

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    Mehr über mich: http://annafienbork.de

    Zur sanften Regulation deines Nervensystems: Selbstlernkurs „Verbunden & Gelassen: Regulation deines Nervensystems" Bis 11. Juni zum Sonderpreis von 111 € statt 148 € http://annafienbork.de/regulation-nervensystem

    Kostenfreie HerzMeditation 1 x im Monat live: http://annafienbork.de/herzmeditation

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    Dieser Podcast ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, hol dir bitte Unterstützung vor Ort.


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    2 Min.