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Von: Psycho-Vision
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Über diesen Titel

Fortbildungen für Psychotherapeuten - wir reden darüber! Jeden Donnerstag eine neue Folge mit News aus der Forschung und Psychotherapie.Psycho-Vision
  • Wenn die Realität verschwimmt: Psychotherapie bei Psychosen im Alter
    Feb 12 2026

    Psychotische Störungen im höheren Lebensalter sind weitaus seltener als Demenz oder Depressionen, doch für die Betroffenen und ihr Umfeld sind sie eine enorme Belastung. In dieser Folge beleuchten wir ein oft vernachlässigtes Feld der Gerontopsychiatrie: die Behandlung von Schizophrenie, Wahnsyndromen und Halluzinationen bei Senioren.


    Wir gehen der Frage nach, warum so wenige ältere Menschen den Weg in eine Psychotherapie finden, obwohl moderne Ansätze – von der kognitiven Verhaltenstherapie bis hin zu tiefenpsychologischen Modellen – wirksame Hilfestellungen bieten. Erfahren Sie mehr über das Phänomen des „Kontaktmangelparanoids“, die Bedeutung lebensgeschichtlicher Traumata und warum der Körper im Alter oft zum Schauplatz psychotischer Krisen wird. Ein tiefgehender Einblick in die therapeutische Arbeit, bei der Vertrauensbildung und das Verständnis für die subjektive Welt der Patienten wichtiger sind als die bloße medikamentöse Symptombekämpfung.Quelle: Lindner, Reinhard (2022): Zur Psychotherapie der Psychosen im Alter. In: Psychotherapie im Alter, 19. Jahrgang, Heft 2, S. 137–149

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    16 Min.
  • Die Kehrseite der Couch: Wenn Psychotherapie Nebenwirkungen hat
    Feb 5 2026

    Jede wirksame Behandlung birgt Risiken – das gilt für die Chirurgie ebenso wie für die Psychotherapie. In dieser Folge beleuchten wir ein Thema, das in der Forschung lange Zeit vernachlässigt wurde: die unerwünschten Wirkungen der „Sprechtherapie“.


    Basierend auf aktuellen Analysen des Universitätsklinikums Jena diskutieren wir, warum das ethische Grundprinzip „nil nocere“ (nicht schaden) in der psychotherapeutischen Praxis eine zentrale Rolle spielen muss. Studien zeigen, dass bei mehr als jeder zehnten Therapie Nebenwirkungen auftreten. Wir untersuchen, was das für Patienten bedeutet und warum eine transparente Aufklärung über Risiken die Autonomie stärkt und die Abbruchraten senken kann.


    Themen dieser Folge:

    Das Spektrum der Nebenwirkungen: Von der Verschlechterung sozialer Beziehungen und beruflichen Problemen bis hin zu neuen Symptomen oder schweren psychischen Krisen.

    Die Frage der Ursache: Wie unterscheidet man zwischen notwendigen therapeutischen Belastungen, wie der Konfrontation mit Ängsten, und tatsächlichen Behandlungsfehlern?

    Impulse für die Praxis: Warum Therapeuten bereits in der Ausbildung für negative Effekte sensibilisiert werden sollten und wie Berichtssysteme zur Qualitätssicherung beitragen können.


    Ein fundierter Einblick in die psychotherapeutische Forschung, der zeigt, dass Transparenz und eine offene Fehlerkultur die Basis für eine vertrauensvolle Behandlung bilden.


    Quelle: Rosendahl, J., Klatte, R., Frenzl, D. et al. Contextualizing the negative effects of psychotherapy. Nat Rev Psychol 4, 559–575 (2025).

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    14 Min.
  • Glücksspiel – Sucht, Zwang und die Psychologie der Verstärkung
    Jan 29 2026

    Ist pathologisches Glücksspiel wirklich immer eine reine Sucht? Oder handelt es sich oft eher um eine Zwangsstörung, die ganz andere Ursachen hat?


    In dieser detaillierten Audio-Analyse tauchen wir tief in die klinischen Erkenntnisse von Prof. Dr. Iver Hand ein und beleuchten ein faszinierendes psychologisches Modell.


    Wir erklären den entscheidenden Unterschied zwischen „positiver“ und „negativer“ Verstärkung. Ihr werdet erfahren, warum es wichtig ist, zwischen dem „Action-Sucher“, der den Nervenkitzel will, und dem „Vermeidungsspieler“, der vor Ängsten und Depressionen in das Spiel flieht, zu unterscheiden.


    Diese Episode hinterfragt traditionelle Therapieansätze: Warum ist die strikte Forderung nach Abstinenz für manche Betroffene kontraproduktiv? Und warum müssen wir zuerst verstehen, welche Funktion das Spielen für die Seele hat, bevor wir es erfolgreich behandeln können?


    Hört rein für einen fundierten Einblick in die Mechanismen von Verhaltensexzessen, die weit über das bloße Gewinnen von Geld hinausgehen.


    Quelle: Hand, I. (2004). Negative und positive Verstärkung bei pathologischem Glücksspielen: Ihre mögliche Bedeutung für die Theorie und Therapie von Zwangsspektrumsstörungen. Verhaltenstherapie, 14, 133–144

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    17 Min.
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