In dieser packenden Episode von "Mit ADHS vom Axiom bis zur Synapse" erzählen Gordon, Michael, Ralf und Nadine, was es wirklich heißt, mit ADHS zu leben – in allen Facetten. Die vier teilen, wie sie zu ihrer Diagnose kamen, welche Kämpfe sie im Alltag austragen und wie ADHS ihren Blick auf sich selbst und die Welt geprägt hat.Gordon bringt uns mit seinem Weg in der ambulanten Pflege zum Schmunzeln und Staunen. Trotz ADHS hat er eine bewundernswerte Struktur in seinen Alltag eingebaut und sogar eine Smart-Home-Lösung entwickelt, die ihn unterstützt, seine Routinen einzuhalten. Doch wie er sagt, bringen auch kleine Herausforderungen im Alltag ihn oft an seine Grenzen – besonders, wenn es um das Dokumentieren kleiner Details bei seinen Patienten geht. Die wertvolle Verbindung zu seinen Patienten, die er aufgrund seiner Empathie pflegt, zeigt, wie er trotz ADHS etwas Besonderes schafft.
Michael hingegen spricht offen darüber, wie das Aufwachsen mit ADHS ihn geprägt hat. Seit der Kindheit kämpft er mit Prokrastination, Flüchtigkeitsfehlern und der Unfähigkeit, Projekte abzuschließen. Doch mithilfe von Medikamenten und Unterstützung hat er Strategien gefunden, sich besser zu organisieren und den Alltag zu bewältigen. Er beschreibt anschaulich die Herausforderungen, die ADHS in seinem Berufsleben mit sich bringt, und wie wichtig ihm der Austausch mit Gleichgesinnten ist, um Verständnis und neue Perspektiven zu gewinnen.
Ralf bringt eine völlig neue Perspektive ein. Nach einem schweren Zusammenbruch vor zehn Jahren, ausgelöst durch exzessives Suchtverhalten und eine traumatische Kindheit, begann er eine intensive Reise der Selbstfindung. Während dieser Jahre wurde ihm und seinem Neurologen zunehmend klar, dass Ralf – neben anderen Diagnosen – auch ADHS hat. Als erneut berufliche Schwierigkeiten auftraten, ließ er sich schließlich auf ADHS testen, was die Vermutung bestätigte. Ralf hat im Laufe der Zeit viele Medikamente ausprobiert, nimmt heute jedoch lediglich eines zum Schlafen und setzt vor allem auf die Akzeptanz seines ADHS, um im Alltag zurechtzukommen. Seine ehrliche Art, wie er von diesen Erfahrungen spricht, zeigt, dass es manchmal weniger um das Bekämpfen der Symptome geht, sondern um die Annahme seiner eigenen Geschichte und Persönlichkeit.
Nadine gibt schließlich Einblicke in die ADHS-Diagnose ihrer Tochter, die sie dazu brachte, sich selbst zu hinterfragen. Erst spät erkannte sie, dass ihre Herausforderungen auf ADHS zurückzuführen sind, und die Diagnose hat sie zu einem neuen Verständnis ihres Lebens geführt. Sie erzählt bewegend, wie es sich anfühlt, endlich die Ursachen für jahrelange innere Kämpfe zu kennen, und wie sich das positiv auf ihren Alltag auswirkt.Diese Episode ist ein intensiver, offener Dialog über die Bewältigung des Lebens mit ADHS. Die persönlichen Geschichten und authentischen Einblicke der vier zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich das Spektrum von ADHS ist und welche Hürden, aber auch welche Stärken es in den Alltag bringt. Eine inspirierende und tiefgründige Episode, die bewegt und jeden Hörer anregt, den Podcast weiterzuverfolgen.
Diese Episode ist ein fesselnder und ehrlicher Dialog über ADHS, der zeigt, wie unterschiedlich die Reise mit ADHS sein kann. Die vier inspirieren durch ihre Offenheit und ihren Humor und laden die Hörer*innen ein, die vielen Facetten von ADHS und ihre eigene Sicht darauf neu zu betrachten. Ein Muss für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und inspirierende Impulse mitnehmen möchten.
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