Märchenpott Titelbild

Märchenpott

Märchenpott

Von: Christian Jenny und Elena
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Es waren einmal der Christian, die Jenny und die Elena. Die drei kennen sich schon sehr lange und sie haben eine Gemeinsamkeit: ihre Begeisterung für Märchen. Diese Begeisterung möchten sie hier mit euch teilen. Doch Märchen einfach nur zu erzählen, reicht ihnen nicht. Sie wollen darüber reden und zeigen, wie vielschichtig, komplex und zeitlos Märchen sind. Dazu unterteilen sie ihre Folgen in Märchenstunde und Märchenkunde. In der Märchenstunde sprechen sie euch ein Hörspiel ein. In der darauf folgenden Märchenkunde tauschen sie sich dann darüber aus und analysieren und diskutieren Aspekte zu einem bestimmten Oberthema. Dazu betrachten sie Märchenklassiker von ganz neuen Seiten und nehmen euch mit in (un-)bekannte Märchenwelten. Das ist mal lustig, mal nostalgisch, mal blutrünstig und auch mal kitschig – aber niemals altmodisch oder Kinderkram. Vielmehr geht es um Geschichte, Literatur, Popkultur samt Film und Fernsehen sowie die großen Themen der Menschheit – eben um all das, was in der scheinbar so simplen Textsorte Märchen steckt.Märchenpott Sozialwissenschaften Welt
  • Folge 130 – Märchenstunde: Das Märchen vom Zaren Saltan
    Sep 20 2026
    Es war einmal… eine Geschichte, die beginnt, mit einem hohen Herren, der seine Dame find’. Eine von dreien ist sie, die träumen am Spinnerädchen, mehr zu sein als gewöhnliche Mädchen. Und weil wir in Rossija sind, im fernen Land, würden sie Zarin genannt. Doch nur eine von dreien kann’s sein, wenn auch jede ihrer Absichten ist fein. Die Erste denkt an Feiern und Feste, die Zweite würde nähen das Beste, doch nur die Dritte weiß: Viel wicht’ger als Feste und Fleiß, Was das Höchste für Zar und Thron, ist ein rechter Heldensohn. Der Zar ist entzückt und nimmt sie zur Frau, doch was folgen? Neid und Missgunst, genau. Denn während Saltan in den Kriege zieht, seine Frau in den Wehen liegt. Ein Sohn wird geboren, Gwidon genannt, doch fernab vom eigenen Land, Saltan die böse Nachricht erhält, sein Sohn sei ein Ungeheuer und entstellt. Damit ist das Unheil gesät, für Mutter und Sohn ist es zu spät. Beide werden in ein Fass gesteckt und wären bestimmt auf dem Meere verreckt, wenn wir nicht im Märchen wären, in denen sich Probleme klären. Denn das Meer ist nicht nur Gefahr und Tod, es macht eine Tugend aus der Not und führt Gwidon in ein neues Leben, das ihm hat eine Menge zu geben. Auf der Insel Bujan geschehen seltsame Sachen: Ein Eichhörnchen bringt goldne Nüsse zum Knacken. Dreiunddreißig Recken steigen aus den Wogen empor, und die geheimnisvolle Schwanhilde tritt schließlich hervor. Doch während sein Reich prächtiger wird und gedeiht, lauern weiter Missgunst und Neid. Da ist noch ein Zar, der von all dem nichts weiß und ihr ahnt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis Vater und Sohn sich wiedersehen. Was bis dahin wird noch alles geschehen, hört euch in Puschkins Märchen an: “Das Märchen vom Zaren Saltan”.
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    38 Min.
  • Folge 129 – Märchenkunde: Von Biedermeier, Struwwelpeter und zwei Schwestern
    Sep 6 2026
    Es war einmal... zwei Brüder, die die Idee verfolgten, altes Volksgut zu bewahren. Dazu wollten sie durchs Land ziehen und sich diese Geschichten direkt von den Menschen selbst erzählen lassen. Heute wissen: Dieser Plan der Brüder Grimm hat nicht funktioniert. Und auch sonst sah es erstmal gar nicht danach aus, dass die Kinder- und Hausmärchen ein weltweiter Erfolg werden würden. Ganz im Gegenteil: Die erste Ausgabe des Grimmschen Märchenbuchs war sogar ein ziemlicher Flop. Die Brüder machten sich an die Überarbeitung und passten die Märchen dem Zeitgeist an. Das bedeutete: Sie schnitten die Geschichten auf ein kindlichen Publikum zu und stellten die pädagogische Aussage der Märchen besonders heraus. Und damit trafen sie einen Nerv, denn zur Zeit des Biedermeier entwickelte sich eine Kinder- und Jugendliteratur, die Kinder bilden und erziehen sollte. Obwohl Märchen ursprünglich nicht für Kinder gedacht waren, vollzieht sich hier also die Verknüpfung zwischen Märchen, Kindheit und Erziehung. Bis heute haben Märchen einen Platz in vielen Kinderzimmern, allerdings nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Denn Märchen sind umstritten, vor allem wegen veralteter Geschlechterrollen und ihrer Grausamkeit. Aber haben Märchen deswegen wirklich keinen bildenden Wert mehr? Und ist die Pädagogik, die Märchen wirklich so schwarz, wie oft dargestellt? Diesen Fragen gehen wir in der heutigen Folge nach. Dazu schauen wir uns den zeitgeschichtlichen Kontext genauer an und tauchen ein in die Zeit des Biedermeier, der auch für unser heutiges Verständnis von Kindheit von Bedeutung ist. Außerdem analysieren und interpretieren wir das wohl pädagogischste und zugleich biedermeiserlichste Märchen in der Sammlung der Grimms: "Schneeweißchen und Rosenrot." Zum Vergleich zu der im Märchen dargestellten Tugendhaftigkeit und Harmonie ziehen wir das Paradewerk der Schwarzen Pädagogik heran: "Der Struwwelpeter". Und wir zeigen, wie Märchen in der NS-Zeit missbraucht werden, um Kindern die nationalsozialistische Ideologie einzuimpfen.
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    1 Std. und 51 Min.
  • Folge 128 – Märchenstunde: Schneeweißchen und Rosenrot
    Aug 23 2026
    Es war einmal... Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen, und vor dem Hüttchen war ein Garten, darin standen zwei Rosenbäumchen, davon trug das eine weiße, das andere rote Rosen; und sie hatte zwei Kinder, die glichen den beiden Rosenbäumchen, und das eine hieß Schneeweißchen, das andere Rosenrot. Sie waren aber so fromm und gut, so arbeitsam und unverdrossen, als je zwei Kinder auf der Welt gewesen sind – ein Vorbild an Tugendhaftigkeit, Frömmigkeit und Liebreiz eben. Bedroht werden die guten Mädchen durch einen raffgierigen Zwerg, der ihre Hilfbereitschaft nicht zu schätzen weiß. Der gute Bär dafür umso mehr... Viel Spaß bei Hören!
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    13 Min.
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Am relevantesten
Ein toller Podcast in dem Märchen vorgelesen werden und anschließend über die Motive und den Themen gesprochen und philosophiert werden. Es werden Verbindungen zu ähnlichen Märchen hergestellt und auch über die Zeitgeschichte bzw auch welche Motive auch heute noch passen.
Es werden nicht nur klassische Märchen oder Märchen der Brüder Grimm besprochen auch Randmärchen, Märchen anderer Autoren oder Länder.
Die Stimmen der Podcaster sind angenehm und man merkt beim Zuhören die harmonische Atmosphäre.
Dies ist ein Podcast der Spaß macht und nebenbei noch etwas lernt.

Märchen mal anders

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