Folgen

  • #265 (Droht die KI-Apokalypse?)
    Oct 1 2026
    Elon Musk, Bill Gates, Sam Altman, Dario Amodei, sogar der Papst – alle warnen vor der Künstlichen Intelligenz. KI könnte „zu einem Risiko für die gesamte Menschheit werden“, sagte Dario Amodei, CEO von Anthropic, im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Könnten sich KI-Agenten selbstständig machen, wie im Fall des Hacks der Plattform „Hugging Face“? Wie realistisch ist eine KI-Apokalypse? Ist die Angst berechtigt oder wollen Amodei, Altman und Co. bewusst Angst machen, um für ihre Produkte zu werben? Markus Lanz meint: „Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Angst offensichtlich auch ein Marketing-Instrument ist. All diese Firmen sind hochdefizitär. Die verdienen kein Geld. OpenAI möchte aber demnächst an die Börse.“ Geht es vielleicht darum, einen Hype zu entfachen und so den Aktienkurs nach oben zu treiben? Richard David Precht ergänzt, dass die führenden KI-Firmen einen enormen Vorteil davon hätten „jetzt auch noch als Regulatoren aufzutreten“ und die „verbindlichen Spielregeln für die anderen festzulegen“. In jedem Fall scheint der Mensch sehr anfällig für apokalyptische Geschichten zu sein. Wie sollte die Menschheit sich verhalten, damit der Weltuntergang ausbleibt?
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    51 Min.
  • #264 (PISA: Ein Desaster mit Ansage)
    Sep 24 2026
    Lehrermangel, kaputte Schulen, Migration, Smartphones: Die Herausforderungen für unsere Schulen sind groß. Dass das Lernen darunter leidet, zeigen die kürzlich veröffentlichten PISA-Ergebnisse, in denen deutsche Schüler so schlecht abschneiden wie nie zuvor. Trotzdem bleibt der Aufschrei in Politik und Öffentlichkeit aus, beobachtet Markus. Er findet: „Das war ein Desaster mit Ansage“. Wieso ist Deutschland so abgerutscht? Was machen andere Länder besser? Richard David Precht hat sich schon viel mit dem Bildungssystem auseinandergesetzt. Er würde ganz grundsätzliche Veränderungen in den Schulen vornehmen. Lehrer, zum Beispiel, sollte man casten. Ein Lehrer brauche kein langes Studium. „Was du als Lehrer später wirklich brauchst, passt am Ende auf eine DIN-A4-Seite“, meint Richard David Precht. Wie sollte eine Schule der Zukunft aufgebaut sein? Was lohnt sich überhaupt noch zu lernen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz?
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    1 Std. und 2 Min.
  • #263 (Wohnungsnot - hilft das Vergesellschaften?)
    Sep 17 2026
    Wohnungsnot ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit. Das wird besonders deutlich im aktuellen Berliner Wahlkampf. Markus Lanz und Richard David Precht haben Wohnungsnot selbst erlebt. Sie erzählen von ihren ersten Buden, streitsüchtigen Vermietern und niedlichen After-Skorpionen. Was kann und was sollte die Politik jetzt tun? Markus Lanz meint, dass hier zwei Denkschulen aufeinandertreffen. Die Linke meint, wir müssten verstaatlichen, und andere glauben, das regelt der Markt schon selbst. Precht befürwortet ganz deutlich die Vergesellschaftung. Aber hilft das? Schafft das wirklich neuen Wohnraum? Bei allem darf man nicht vergessen, so Precht, dass wir von „waldlichtungsbewohnenden Schimpansen“ abstammen. Das erklärt natürlich einiges.
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  • #262 (Wenn die Mitte ihre Mehrheit verliert)
    Sep 10 2026
    In Sachsen-Anhalt bekommt die AfD bei der Landtagswahl 43,8 Prozent und verpasst nur knapp die absolute Mehrheit. Die CDU dagegen verliert mehr als die Hälfte ihrer Sitze im Landtag – ein Wahlbeben, dessen Auswirkungen auf ganz Deutschland überschwappen. Die Bundesregierung steht unter mächtigem Druck. Warum wählen so viele Menschen die AfD? Für Richard David Precht ist der Wahlausgang „ein Symptom dafür, dass die Dinge in unseren liberalen Demokratien dysfunktional geworden sind und nicht mehr so funktionieren, wie wir uns das bisher vorgestellt haben“. Kanzler Friedrich Merz zeigte sich vor allem selbstkritisch, was seine politische Kommunikation angeht. Markus Lanz bezeichnet das als „paternalistischen Ausfallschritt“. Es klinge in etwa so, als wollte der Kanzler zur Bevölkerung sagen: „Pass auf, ihr Dummerchen, wir müssen es euch einfach nur ein bisschen besser erklären“. Zeugt dieses Zitat von einer gefährlichen Überheblichkeit, gegen die sich dieses Wahlergebnis richtet? Ist die Macht des Volkes nicht der Wesenskern der Demokratie und eine Wahlbeteiligung von 79 Prozent damit ein Grund zur Freude? Oder zeigt die Geschichte, dass der Wille der Mehrheit in einer Demokratie eingeschränkt werden muss?
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    56 Min.
  • #261 (AfD: Auf dem Weg zur blauen Hegemonie?)
    Sep 3 2026
    Der Trend geht aktuell zur AfD – nicht nur in Sachsen-Anhalt. Markus Lanz und Richard David Precht analysieren in dieser Folge diesen Trend und sprechen über den Sozialtheoretiker Antonio Gramsci. Der italienische Sozialist saß unter Mussolini im Gefängnis und entwickelte dort seine berühmte Theorie der „kulturellen Hegemonie“. Precht meint, Gramsci sei der Linke mit dem wärmsten Herzen, der erkannt habe, dass „vor dem Herrschen das Führen kommt und dazu muss man die Menschen dort abholen, wo sie gerade stehen.“ Gramscis Konzept der kulturellen Hegemonie hat sich heute ausgerechnet die Neue Rechte auf die Fahne geschrieben, ergänzt Markus Lanz.
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    53 Min.
  • #260 (Friedrich Merz: Ein Denken von gestern?)
    Aug 27 2026
    „Die gute alte CDU steckt in Schwierigkeiten“, stellt Markus Lanz gleich zu Beginn dieser Folge fest. Woran liegt das? Warum ist Friedrich Merz so unbeliebt? Ist er zu unempathisch? Oder einfach zu ungeschickt? Hat die CDU das Regieren verlernt? Für Richard David Precht liegen die Probleme tiefer. „Die Parteien der Mitte sind komplett visionslos“, sagt Richard David Precht und davon profitiere die AfD als „Motzpartei“. Bei den vielen Problemen der Wirtschaft, dem Zustand der Sozialsysteme und dem Klimawandel gebe es eine „riesen Verdrängerei“ bei der bürgerlichen Mitte. In vielen Punkten sei Merz „ein von gestern“ so Richard David Precht. Was muss sich ändern, damit die Politik wieder aktuelle Antworten auf die Fragen unserer Zeit findet?
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    53 Min.
  • #259 (Das AfD-Versprechen: Zurück in die Vergangenheit?)
    Aug 20 2026
    Ulrich Siegmund, der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, möchte zurück in ein „altes sicheres Deutschland.“ Wie sieht diese Reise rückwärts aus? Markus Lanz und Richard David Precht schauen in das umfangreiche AfD-Regierungsprogramm und besprechen die Lockerung der Schulpflicht und des Waffenrechts, sowie die verschärfte Migrationspolitik. Außerdem blicken beide auf das Umfeld des AfD Kandidaten. Zum Beispiel auf den AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider. Er gilt als ideologischer Vordenker der Partei und spricht von einem Ethnopluralismus. Andere Vertraute Siegmunds waren Mitglieder in der Heimattreuen Deutschen Jugend. Einer Organisation, die wegen ihrer Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus verboten wurde. Lanz und Precht wollen auch zurück in altes Deutschland. Aber sie wollen zurück in ein Land, indem Argumente friedlich ausgetauscht werden und alle Menschen angstfrei leben können.
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    57 Min.
  • #258 (Sommergespräch mit Jan Josef Liefers)
    Aug 13 2026
    Was genau erwartet uns, wenn die AfD die Wahl in Sachsen-Anhalt gewinnen sollte? Diese Frage besprechen Markus Lanz und Richard David Precht mit dem Schauspieler Jan Josef Liefers. Liefers glaubt, dass die Demokratie viel stärker und resilienter ist, als wir es uns gerade vorstellen. Precht meint, er könne die AfD nicht wirklich verstehen. Wie passen deren libertäre Ideen und das national-autoritäre Programm zusammen? Für Jan Josef Liefers bedient die AfD einen Protestknopf, den viele glauben drücken zu müssen. Markus Lanz betont in diesem Zusammenhang, dass bei Weitem nicht alle AfD-Sympathisanten auch rechtsradikal sind. Vielleicht stellen wir die falschen Fragen und verkennen, dass das AfD-Wählen vor allem ein Gefühl ist? Für Precht geht es um ein großes Unbehagen. „Die deutsche Eiche“ ist schon lange morsch, und die AfD wächst darauf, ist aber nicht deren Ursache.
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    1 Std. und 8 Min.