• Folge 33: Der Fall stinkt zum Himmel!
    Mar 1 2026
    Ein 24-jähriger Medizinstudent stellt sich mit arterieller Hypertonie vor. Vier Antihypertensiva sind notwendig, um Werte um 130/80 mmHg zu erreichen. Die Vordiagnostik an einer universitären Hochdruckambulanz ist beeindruckend umfangreich: Endokrinologie, Autoimmunserologie, Duplexsonographie, Speziallabor. Ergebnis: kein Hinweis auf sekundäre Ursachen – außer einer leichten Proteinurie, die als Hochdruckfolge aufgefasst wird. Und gerade deswegen: Irgendetwas an diesem Fall „stinkt zum Himmel“. Ingo und Andreas arbeiten sich durch den Fall – mit Heuristiken, mit der TANTE-PIAV-Liste und mit einem Blick auf Prätestwahrscheinlichkeiten. Sie diskutieren, warum „viel Diagnostik“ nicht automatisch „viel Erkenntnis“ bedeutet und wie man durch strukturiertes Denken Ungewissheit reduziert. Die entscheidende Wendung bringt am Ende kein High-End-Test! Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Link zum Amboss-Podcast mit Philip Winhart Folge mit Ingo zum Urinstix: https://amboss.podigee.io/133-nierenerkrankungen
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    44 Min.
  • Folge 32: Was können wir von Tierärzten lernen? - Wir sprechen mit Christiane Reichel-Saar
    Feb 15 2026
    Eine Katze verliert Gewicht, frisst wie verrückt und trinkt ungewöhnlich viel. Für Ingo klingt das nach Diabetes – doch der Urinstix bleibt negativ. Die Lösung bringt erst der Besuch bei der Tierärztin. Dieser Fall ist der Einstieg in eine Folge, die den Blick weitet: weg von der Humanmedizin, hin zur Tiermedizin. Ingo und Andreas sprechen mit der Tierärztin Christiane Reichel-Saar, die über viele Jahre eine große tierärztliche Praxis in Hamburg geführt hat. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Diagnostik funktioniert, wenn der Patient nichts erzählen kann. Taucht mit ein in die Welt der Tiermedizin und die Frage, wo es denn Ähnlichkeiten und wo Unterschiede zur Humanmedizin gibt. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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    1 Std.
  • Folge 31: Den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen
    Feb 1 2026
    Ein Blick ins Labor am Morgen – und ein einzelner Wert fällt auf: Ein Kalzium von 2,7 mmol/l bei einem 81-jährigen Patienten. Nicht dramatisch. Aber erklärungsbedürftig. Andreas stellt Ingo den Patienten vor: ein älterer Mann mit Typ-2-Diabetes, kardiovaskulären Vorerkrankungen und eingeschränkter Nierenfunktion. Gemeinsam mit Ingo beginnt eine strukturierte Differenzialdiagnose mit Hilfe von TANTE PIAV. Doch im Verlauf zeigt sich: Nicht fehlendes Wissen ist das Problem, sondern ein klassischer Denkfehler. Oder anders gesagt: Manchmal liegt die Lösung nicht im nächsten Speziallabor – sondern im genauen Hinschauen. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Link zum Amboss-Podcast mit Philipp Winghart: - Folge mit Ingo zu Hyperkalzämie: https://amboss.podigee.io/154-hyperkalzaemie - Folge mit Andreas zu oralen Antidiabetika: https://amboss.podigee.io/177-antidiabetika
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    35 Min.
  • Folge 30: Worte sind Biochemie – der Nocebo-Effekt
    Jan 15 2026
    Eine 33-jährige Frau kommt mit Flankenschmerzen in die Notaufnahme. Unter dem Verdacht einer Nephro- /Urolithiasis wird ein CT gemacht. Ein Stein findet sich nicht – aber Zysten in beiden Nieren. Der Urologe kommentiert: „Ich fürchte, mit 60 sind Sie an der Dialyse.“ Was dieser Satz im Körper und im Leben der Patientin anrichten kann, ist Thema dieser Folge. Ingo und Andreas sprechen über den Nocebo-Effekt – die Kehrseite des Placebo-Effektes. Sie zeigen, wie ärztliche Worte, Blicke und Aufklärungsbögen Symptome, Ängste und sogar Therapieabbrüche auslösen können. Anhand vieler Beispiele aus dem Praxisalltag diskutieren die beiden: - wie Nocebo körperliche und psychische Symptome erzeugt - warum Angst ein schlechter Motivator ist - wie Framing, Beipackzettel und Aufklärungsbögen wirken - und warum eine gute Arzt-Patient-Beziehung der beste Schutz vor Nocebo ist Am Ende geht es um ein großes ethisches Dilemma: Wie kann man ehrlich aufklären, ohne Schaden anzurichten? Jetzt reinhören – und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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    1 Std. und 2 Min.
  • Folge 29: Ingo hat ein Problem – Likelihood Ratios bringen die Lösung
    Jan 1 2026
    Ingo muss sich einer Hüft-TEP Op unterziehen. Da er schon eine Prothese hat, die gewechselt werden muss, werden bereits vor der OP einige Tests zum Ausschluss/Nachweis einer periprothetischen Infektion gemacht. Diese sind glücklicherweise zunächst alle negativ. Doch dann kommt ein positiver Befund zurück. Verändert dieser positive Befund die gesamte Sichtweise? Muss das gerade implantierte Material wieder entfernt werden? Andreas und Ingo zeigen euch, wie man in einer solchen komplexen Situation einen klaren Kopf behält. Sie stellen euch das Konzept der Likelihood Ratios vor, die eine (posttest) Berechnung der Wahrscheinlichkeit einer Infektion erlauben. Und dabei kommt erstaunliches heraus! Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Verlinkungen: - Link zum Rechenbogen: https://tinyurl.com/564yjjpv - Likelihood Ratio bei DocCheck Flexikon: https://tinyurl.com/3pt4veya - Fagan-Nomogramm bei Wikimedia-Commons: https://tinyurl.com/5x8p4vwu McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis 6. Auflage ISBN 978-0443250132
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    44 Min.
  • Folge 28: Die verlorene Kunst des Heilens
    Dec 15 2025
    In ihrer diesjährigen Folge zu Weihnachten und Chanukka stellen Ingo und Andreas wieder ein Buch vor. Dieses Jahr ist es „Die verlorene Kunst des Heilens“ von Bernard Lown. Auch dies Buch hat die beiden tief bewegt und ihren Umgang mit Patientinnen und Patienten nachhaltig verändert. Bernard Lown war ein berühmter Kardiologe aus Boston. Er hat den Gleichstrom-Defibrillator entwickelt, den wir noch heute nutzen, der mittlerweile an zahlreichen Stellen auch im öffentlichen Raum zu finden ist, und der die modernen, implantierbaren Defis erst möglich gemacht hat. Neben diesem sehr somatischen Arbeit als Rhythmologe hat sich Lown aber auch sehr mit dem Verhältnis zwischen Ärztinnen und Patientinnen beschäftigt. Viele seiner Gedanken haben bei Ingo und Andreas Eingang in die Art ihrer täglichen Arbeit gefunden. Wenn ihr Interesse an diesem Buch habt, hört doch einfach mal rein. Vielleicht lasst ihr auch von dem einen oder anderen Gedanken auch anstecken. Am 1. Januar 2026 folgt dann die nächste Folge mit einer diesmal sehr persönlichen Patientengeschichte. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Bernard Lown Die verlorene Kunst des Heilens – Anleitung zum Umdenken Suhrkamp Verlag ISBN 978-3518455746
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    54 Min.
  • Folge 27: Wie würden Sie entscheiden?
    Dec 1 2025
    Andreas lernt einen Patienten kennen, bei dem plötzlich ein schmerzloser Ikterus aufgetreten ist. Sowohl Ingo als auch Andreas können eigentlich nur an ein Malignom als Ursache denken. Aber mit einer TANTE PIAV-Liste kommen noch weitere Differenzialdiagnosen zum Vorschein. Die richtige Diagnose war bei Andreas Patienten rasch gestellt und dann folgten mehrere Operationen. Ingo und Andreas diskutieren die Frage, ob das denn sinnvoll war, und ob man in ähnlichen Situationen nicht mit mehr Zeit und Ruhe, zu einer anderen Entscheidung gekommen wäre. Ein Fall von Action-Bias? Jetzt reinhören und mitdenken. Und überlegen: wie hättet ihr entschieden? Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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    43 Min.
  • Folge 26: Diagnose: Denkfehler! Wir sprechen mit Matthias Janneck über ärztliches Denken.
    Nov 15 2025
    Schon häufig haben Ingo und Andreas über ärztliche Denkfehler gesprochen. Diese kognitiven Fehlleistungen sind nicht auf Ärztinnen und Ärzte beschränkt. Eigentlich jeder Mensch unterliegt diesem Problem fast täglich. Im medizinischen Kontext sind die Folgen im Zweifel aber sehr viel relevanter als im täglichen Leben. Für diesen Folge haben Ingo und Andreas zum ersten Mal einen Gast eingeladen. Dr. Matthias Janneck ist Internist und Nephrologen. Er war lange Oberarzt im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und leitet seit einigen Jahren die Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie am Albertinen-Krankenhaus in Hamburg. Matthias beschäftigt sich schon viele Jahre mit dem ärztlichen Denken und den Denkfehlern. Mit ihm als Spezialisten sprechen Ingo und Andreas nicht nur über Denkfehler, sondern auch, wie man ihnen möglichst wenig aufsitzt. Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Leseliste Ärztliche Denkfehler: 1. J. Kassirer, J. Wong, R. Kopelmann: Learning Clinical Reasoning , Wolters Kluwer 2010 (Lehrbuchklassiker des Clinical Reasonings in Englisch. Es werden die einzelnen Schritte auf dem Weg zur Diagnose beschrieben und mit Fällen illustriert.) 2. Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens, Hanser Verlag 2011 (Beschreibung von menschlichen Denkfehlern, die sich häufig auf das ärztliche Denken übertragen lassen in einer leicht lesbaren Form) 3. N. Donner-Banzhoff: Die ärztliche Diagnose – Erfahrung-Evidenz-Ritual Hogrefe Verlag 2022 (Kommentar: Umfassendes Buch zur ärztlichen Diagnose, nicht immer leicht zu lesen, kritische Auseinandersetzung mit Denkfehlern.) 4. U. Frey, J. Frey: Fallstricke – Die häufigsten Denkfehler in Alltag und Wissenschaft, Verlag C.H. Beck 3. Auflage 2011 (Kurzweilige Beschreibung von menschlichen Denkfehlern aus Medizin, Technik und Physik) 5. D. Kahnemann: Schnelles Denken, langsames Denken, Penguin Verlag 2012 (englisches Original 2011) 6. J. Howard: Cognitive Errors and Diagnostic Mistakes: A Case-Based Guide to Critical Thinking in Medicine, Springer Verlag 2018 (Beschreibung von Denkfehlern anhand vieler Fälle, spannend und leicht (auf englisch) zu lesen)
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    1 Std. und 9 Min.