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  • Episode #149// Hoffnung Als Handwerk // mit Hans Rusinek
    Sep 15 2026

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    Hoffnung ist im Arbeitsleben oft das Wort, das niemand sagt und genau das macht es so brisant. Wir reden ständig über Engagement, Resilienz, Purpose und Change, aber viel zu selten über die Voraussetzung, die all das überhaupt erst möglich macht: das Gefühl, dass mein Zutun einen Unterschied macht. Zusammen mit Hans Rusinek, „Pacademic“ zwischen Forschung und Praxis und Autor von „Reclaim Work“, entstauben wir Hoffnung und holen sie raus aus der Ecke von Religion und Durchhalteparolen.

    Wir sortieren sauber, was Hoffnung von Optimismus und Pessimismus unterscheidet: Beide tun so, als wäre die Zukunft schon entschieden und machen uns damit passiv. Hoffnung bleibt in der Ungewissheit und wird praktisch. Daraus wird ein Handwerk: Mindset, Skillset und Toolset plus echte Ressourcen wie Zeit, Fokus und Freiraum. Wir sprechen über Sinnkrise, Entfremdung und typische Hoffnungskiller in Organisationen, von Macht über Leistungskultur bis zu Karrierepfaden, die nur noch Richtung Feierabend zeigen.

    Dann wird es konkret: Resonanzräume, Recent-Hire-Panels, Experimente statt Change-Folklore und die „Beta-Zone“, in der es eigentlich besser wäre, wenn es schlechter wäre, damit Bewegung entsteht. Zum Schluss nehmen wir den KI-Diskurs auseinander: KI als Werkzeug statt Heilsversprechen, die Idiotenfalle, Lernprozesse in Unternehmen und die Idee, KI als Mediator zu nutzen, um Konflikte besprechbar zu machen und besser zu streiten.

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    1 Std. und 27 Min.
  • Episode #148 // Weniger machen, mehr schaffen // mit Marina Schakarian
    Aug 25 2026

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    Wenn du das Gefühl hast, dass Arbeit immer voller wird, obwohl du längst effizient bist, dann ist das wahrscheinlich kein persönliches Problem, sondern ein organisationales. Genau darüber sprechen wir mit Marina Schakarian, Journalistin, Coach und Autorin von „Weniger machen, mehr schaffen“. Wir nehmen das Muster auseinander, das in so vielen Teams steckt: mehr Projekte, mehr Erwartungen, mehr Verdichtung und am Ende weniger Qualität, weniger Klarheit, weniger Luft.

    Wir schauen darauf, warum Organisationen Mangel so oft durch Addition bekämpfen, warum Mittelmaß zu gut zum Stoppen und zu schlecht zum Fliegen ist und wieso „Ihr müsst halt priorisieren“ häufig eine bequeme Delegation von Führung ist. Besonders wichtig: Aufhören ist nicht nur eine strategische Entscheidung, sondern auch ein emotionaler Prozess. Wenn Enden als Scheitern gelten, werden sie verschleppt, verschleiert oder halb entschieden und genau das erzeugt Widerstand, Zynismus und informelles Weiter-so. Wir sprechen darüber, wie man Übergänge bewusst gestaltet, Raum für Emotionen öffnet, Wertschätzung sichtbar macht und damit psychologische Sicherheit schafft.

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    1 Std. und 35 Min.
  • Episode #147 // Sprüche ändern keine Kultur // mit Dr. Philippe Merz
    Jul 2 2026

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    Kultur wird in Organisationen ständig beschworen und genau das ist das Problem: Als Schlagwort klebt sie auf Postern, taucht in Strategiepapieren auf und endet trotzdem oft in Schulterzucken. Wir wollen es genauer wissen und holen Organisationskultur aus der Wolke ins Konkrete, gemeinsam mit Philippe Merz, promovierter Philosoph und Mitgründer der Thales-Akademie für angewandte Philosophie in Freiburg.

    Wir sprechen darüber, warum es keine Nicht-Kultur gibt und warum der Kulturbegriff trotzdem hilfreich sein kann, wenn wir ihn als Signal nehmen, tiefer zu bohren. Philipp erklärt Kultur als informale Seite von Organisationen: Routinen, Gewohnheiten, Trampelpfade, Tabus, Humor und das, was sozial geschützt oder sanktioniert wird. Wir greifen außerdem die systemtheoretische Perspektive auf, in der Kultur als unentscheidbare Entscheidungsprämissen wirkt, und fragen, was das für echte Veränderung bedeutet.

    Besonders praktisch wird es beim Blick auf das Ensemble aus drei Ebenen: Formalstruktur, Informalität und Schauseite. Wenn Außenbild und gelebte Praxis auseinanderlaufen, entsteht Sarkasmus bis hin zu organisationellem Zynismus, ein echter Veränderungskiller. Wir diskutieren, warum Kulturwandel weder per Ansage verordnet werden kann noch völlig unsteuerbar ist, und was stattdessen hilft: klare Mandate, stimmige Anreiz- und Vergütungslogiken, verantwortungsvolle Führung und vor allem geschützte Reflexionsräume, in denen Menschen ehrlich miteinander denken und Erwartungen klären können.

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    1 Std. und 31 Min.
  • Episode #146 // 1789 Project Insights: Wie WD-40 Ideen in Wirkung übersetzt // mit Daniel Kalisch
    Jun 24 2026

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    Eine Woche lang Post-its kleben und Leute aus dem Tagesgeschäft ziehen klingt nach Luxus. Für WD-40 DACH wird genau das zum Hebel, um Entscheidungen zu beschleunigen, Silos zu knacken und aus guten Ideen endlich umsetzbare Projekte zu machen. Wir nehmen dich mit hinter die Kulissen eines Innovationsframeworks, das nicht in der Schublade landet, sondern im Arbeitsalltag funktioniert.

    Gemeinsam mit Daniel Kalisch, General Manager WD-40 DACH, und unserer Kollegin Sarap erzählen wir, wie alles startet: von der lokalen Strategie nach Covid über strukturierte Interviews quer durch die Organisation bis zur Erkenntnis, dass „viel Energie“ auch chaotisch werden kann, wenn Prioritäten, Scoping und klare Wege fehlen. Daraus entsteht ein Framework, das Governance und Zusammenarbeit verbindet und den Übergang vom Reden ins Doing planbar macht.

    Dann wird es konkret: Ein Design Sprint pilotiert das Vorgehen an einem echten Business Case, inklusive Feldarbeit im Store mit Konsument:innen und Handelspartnern. Hypothesen kippen, weil die Realität anders ist als erwartet und genau darin liegt der Wert. Anschließend skalieren wir nicht über mehr externe Beratung, sondern über Befähigung: ein internes Facilitator-Programm mit passgenauen Modulen, offenem Bewerbungsprozess und dem markentypischen Namen „Ground Control Facilitators“. Wir sprechen auch über Reibungspunkte, Rollenfragen, Kommunikationsspannungen und darüber, warum Lernen über Erfahrung in Zeiten von KI noch wichtiger wird.

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    1 Std. und 21 Min.
  • Episode #145 // KI Und Arbeit // mit Wolfgang M. Schmitt
    May 19 2026

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    KI verspricht Entlastung, doch im Alltag fühlt es sich oft nach mehr Tempo an statt nach mehr Freiheit. Wir nehmen uns mit Wolfgang M. Schmidt die großen Erzählungen rund um Automatisierung, Produktivität und „Ende der Arbeit“ vor und schauen darauf, was in Unternehmen wirklich passiert, wenn Prozesse, Texte und Routineentscheidungen von Modellen übernommen werden.

    Wir reden darüber, warum Effizienzgewinne im Wettbewerb fast nie als Freizeit ankommen, sondern als Verdichtung, neue Standards und zusätzlicher Output. Dabei wird „Human-in-the-loop“ zur harten Praxisfrage: Wer liefert Kontext, wer prüft Qualität, wer haftet für Entscheidungen? Und warum wird plötzlich „Taste“ als Kernkompetenz gehandelt, obwohl Geschmack eher aus Erfahrung, Mut zur Auswahl und einer souveränen Haltung entsteht als aus Prompt-Rezepten?

    Dann ziehen wir den Rahmen größer: Wertschöpfung aus marxistischer Perspektive, die Illusion von Maschinen, die „selbst Wert produzieren“, und die oft übersehene Materialität der KI-Ökonomie. Hardware, Strom, Lieferketten, Clickworker und sogar ferngesteuerte Robotik zeigen, wie viel menschliche Arbeit weiterhin im System steckt und wie leicht sich Arbeit global dorthin verschiebt, wo sie billiger ist. Am Ende landet die entscheidende Frage bei Weiterbildung, Expertise und Vertrauen in Organisationen: Wie bauen wir Können auf, wenn KI viele Lernschleifen verkürzt?

    Wenn dir die Folge neue Gedanken gibt, abonnier den Podcast, teile ihn mit jemandem aus deiner Arbeitswelt und hinterlass uns eine Bewertung mit Kommentar. Welche KI-Anwendung hat deinen Job wirklich verändert?

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    1 Std. und 26 Min.
  • Episde # 144 // Is The Internet Already Dead // mit Marie Kilg
    May 5 2026

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    Das Internet fühlt sich plötzlich fremd an: zu glatt, zu voll, zu laut und manchmal so künstlich, dass wir selbst echten Menschen nicht mehr trauen. Wir nehmen die Dead Internet Theory ernst, ohne in Verschwörung abzurutschen, und schauen stattdessen auf die Resultate: KI-Slop, Content-Farmen, Bots, Propaganda und eine Aufmerksamkeitsökonomie, die Masse belohnt statt Sinn. Wenn Kommunikation ohne echte Intention entsteht, kippt der Diskursraum und es wird immer schwerer, „gute“ Informationen zwischen den Klatschblättern zu finden.

    Gleichzeitig verlagert sich Vertrauen ausgerechnet zu LLMs wie ChatGPT, Claude oder Perplexity, weil sie den Informationsdschungel scheinbar filtern. Wir sprechen darüber, warum das LLM damit zum Gatekeeper wird, wie sich SEO Richtung GEO verschiebt, und weshalb der Wettbewerb der KI-Firmen strukturell zu Monopolen drängt. Dual-Use, Government-Contracts und „too big to fail“ sind nicht nur Schlagworte, sondern echte Pfade, über die KI-Infrastruktur staatstragend werden kann. Hinter dem Hype liegt zudem viel menschliche Arbeit: RLHF, Clickworker und eine „polierte“ Oberfläche, die Desinformation genauso glattziehen kann wie hilfreiches Wissen.

    Wir bleiben nicht im Doom hängen, sondern suchen konkrete Gegenentwürfe: Transparenz, Open Source, Datensouveränität sowie EU-Regeln wie Digital Services Act und Digital Markets Act. Und wir zeigen, wie KI auch anders wirken kann, etwa als Moderations- und Auswertungswerkzeug für bessere Diskussionen, inklusive unserer kleinen Habermas-Maschine im Unternehmensalltag. Zum Schluss wird es praktisch: Welche neuen Kompetenzen brauchen wir, um Blackbox-Autorität zu widerstehen, Outputs einzuordnen und Ziele sauber zu setzen, ohne Lernarbeit und Urteilskraft zu verlieren?

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    1 Std. und 37 Min.
  • Episode #144 // Wirtschaft mit Werten // mit Prof. Dr. Markus Scholz
    Mar 19 2026

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    Was passiert, wenn „Ethik“ plötzlich teuer wird und Werte nicht mehr in stabilen Institutionen geparkt werden können? Genau an dieser Stelle setzen wir an und holen uns Markus Scholz dazu, Professor für Responsible Management an der TU Dresden und Autor von „Wirtschaft mit Werten“. Wir starten mit einem Fall, der geradezu nach Gegenwart schreit: Anthropic zieht beim US-Verteidigungsministerium eine rote Linie bei KI für autonome Waffensysteme und Massenüberwachung und wird dafür politisch angegriffen und gleichzeitig gefeiert.

    Von dort aus gehen wir tiefer in die großen Fragen, die viele Führungskräfte gerade im Bauch spüren: Warum werden Rechtsstaat, Medienfreiheit und unabhängige Gerichte zu harten Standortfaktoren? Was unterscheidet normales politisches Risiko von der Willkür, die Populisten durch Aushöhlung von Institutionen erzeugen? Markus erklärt, weshalb liberale Demokratie und soziale Marktwirtschaft interdependent sind und warum Corporate America mit seinem schnellen Rückzug bei DEI und Klimabündnissen ein Lehrstück über „Woke Capitalism“ liefert.

    Wir bleiben nicht im Abstrakten hängen, sondern sortieren Kompetenz, Legitimität und konkrete Taktiken. Wann ist Corporate Political Engagement sinnvoll, wann parteipolitisch riskant und wann ist Schweigen schon „silent complicity“? Was ist legitimes Lobbying als Expertise-Input und wo kippt es in Manipulation, etwa im Uber-Beispiel? Zum Schluss wird es praktisch: Wie muss Business Ethics Training aussehen, damit Menschen im Boardroom tatsächlich bessere Entscheidungen treffen können, inklusive Moral Muscle und Giving Voice to Values. Abonniere Corporate Therapy, teile die Folge und hinterlasse uns eine Bewertung: Wo sollte für Unternehmen deine rote Linie verlaufen?

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    1 Std. und 19 Min.
  • Episode #142 // Das Internet: Utopie, Infrastruktur, Schlachtfeld // mit Marie Kilg
    Feb 24 2026

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    Was passiert, wenn ein Netzwerk zur Lebensader wird? Das Internet war mal eine utopische Idee – ein Versprechen von grenzenlosem Wissen und demokratischer Teilhabe. Mittlerweile ist es selbstverständliche Infrastruktur. Und leider eben auch ein hart umkämpftes Schlachtfeld.

    In dieser Folge haben sich Mary-Jane und Patrick die Tech-Journalistin und Co-Host des ARD-Podcasts „Der KI Podcast", Marie Kilg, eingeladen – und zusammen schauen wir uns an, was da gerade schiefläuft, aber auch, wo echte Chancen liegen.

    Wir ziehen die Linie von Brockhaus zu Wikipedia und von dort zu algorithmischen Feeds, die Aufmerksamkeit belohnen und Wut verstärken, während Konsens leise verschwindet. Wir reden über Medien zwischen Rendite und Aufklärung, über Selbstzensur, Machtdrift und polarisierende Anreize, die Debatten verformen, bis niemand mehr fragt, was stimmt – sondern nur noch, was klickt.

    Dann drehen wir die Perspektive: Kann dieselbe KI, die das anheizt, uns auch helfen? Offene Modelle, Datensouveränität, transparente Trainingsdaten – das klingt nach Nerd-Hobby, ist aber die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen, Verwaltungen und Zivilgesellschaft Kontrolle und Werte zurückgewinnen. Wir schauen auch dahin, wo KI ganz praktisch einen Unterschied machen kann – etwa in Verwaltungen, die mit wachsender Komplexität und knappen Ressourcen umgehen müssen. Gleichzeitig reden wir Klartext über Grenzen: Energie, Chips, reale Kosten und die Frage, ob agentische Systeme echte Wertschöpfung liefern – oder nur neue Abhängigkeiten.

    Die Zukunft ist nicht determiniert. Zwischen Plattformmacht und Gemeinwohl entscheidet sich gerade, was wir heute bauen, regulieren und fördern. Es liegt an uns.

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    1 Std. und 40 Min.