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Corporate Therapy

Corporate Therapy

Von: Human Nagafi Mary-Jane Bolten Patrick Breitenbach
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Noch ein Business Podcast! Juhu! Wer braucht denn sowas?

Corporate Therapy ist ein kritischer Management Podcast – und der Name ist Programm: Wir legen darin „die Corporate” und gelegentlich auch uns selbst auf die sprichwörtliche Couch. Gemeinsam versuchen wir, Probleme und Phänomene rund um Arbeit und Organisation besser zu verstehen und vielleicht ab und an auch eine Lösungsstrategie zu entwickeln – jedoch ohne Garantie auf Genesung!

Wir sind Human Nagafi, Mary-Jane Bolten und Patrick Breitenbach.

Neben den Beiträgen unserer großartigen Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft freuen wir uns auch sehr über Fragen, Kritik und Anregungen von euch. Dazu könnt ihr uns entweder per Mail oder LinkedIn schreiben oder euch direkt zu einem unserer Live-Podcasts einschalten und mitdiskutieren. Viel Spaß und gute Erholung.

© 2026 Corporate Therapy
Sozialwissenschaften Wissenschaft Ökonomie
  • Episode #149// Hoffnung Als Handwerk // mit Hans Rusinek
    Sep 15 2026

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    Hoffnung ist im Arbeitsleben oft das Wort, das niemand sagt und genau das macht es so brisant. Wir reden ständig über Engagement, Resilienz, Purpose und Change, aber viel zu selten über die Voraussetzung, die all das überhaupt erst möglich macht: das Gefühl, dass mein Zutun einen Unterschied macht. Zusammen mit Hans Rusinek, „Pacademic“ zwischen Forschung und Praxis und Autor von „Reclaim Work“, entstauben wir Hoffnung und holen sie raus aus der Ecke von Religion und Durchhalteparolen.

    Wir sortieren sauber, was Hoffnung von Optimismus und Pessimismus unterscheidet: Beide tun so, als wäre die Zukunft schon entschieden und machen uns damit passiv. Hoffnung bleibt in der Ungewissheit und wird praktisch. Daraus wird ein Handwerk: Mindset, Skillset und Toolset plus echte Ressourcen wie Zeit, Fokus und Freiraum. Wir sprechen über Sinnkrise, Entfremdung und typische Hoffnungskiller in Organisationen, von Macht über Leistungskultur bis zu Karrierepfaden, die nur noch Richtung Feierabend zeigen.

    Dann wird es konkret: Resonanzräume, Recent-Hire-Panels, Experimente statt Change-Folklore und die „Beta-Zone“, in der es eigentlich besser wäre, wenn es schlechter wäre, damit Bewegung entsteht. Zum Schluss nehmen wir den KI-Diskurs auseinander: KI als Werkzeug statt Heilsversprechen, die Idiotenfalle, Lernprozesse in Unternehmen und die Idee, KI als Mediator zu nutzen, um Konflikte besprechbar zu machen und besser zu streiten.

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    1 Std. und 27 Min.
  • Episode #148 // Weniger machen, mehr schaffen // mit Marina Schakarian
    Aug 25 2026

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    Wenn du das Gefühl hast, dass Arbeit immer voller wird, obwohl du längst effizient bist, dann ist das wahrscheinlich kein persönliches Problem, sondern ein organisationales. Genau darüber sprechen wir mit Marina Schakarian, Journalistin, Coach und Autorin von „Weniger machen, mehr schaffen“. Wir nehmen das Muster auseinander, das in so vielen Teams steckt: mehr Projekte, mehr Erwartungen, mehr Verdichtung und am Ende weniger Qualität, weniger Klarheit, weniger Luft.

    Wir schauen darauf, warum Organisationen Mangel so oft durch Addition bekämpfen, warum Mittelmaß zu gut zum Stoppen und zu schlecht zum Fliegen ist und wieso „Ihr müsst halt priorisieren“ häufig eine bequeme Delegation von Führung ist. Besonders wichtig: Aufhören ist nicht nur eine strategische Entscheidung, sondern auch ein emotionaler Prozess. Wenn Enden als Scheitern gelten, werden sie verschleppt, verschleiert oder halb entschieden und genau das erzeugt Widerstand, Zynismus und informelles Weiter-so. Wir sprechen darüber, wie man Übergänge bewusst gestaltet, Raum für Emotionen öffnet, Wertschätzung sichtbar macht und damit psychologische Sicherheit schafft.

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    1 Std. und 35 Min.
  • Episode #147 // Sprüche ändern keine Kultur // mit Dr. Philippe Merz
    Jul 2 2026

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    Kultur wird in Organisationen ständig beschworen und genau das ist das Problem: Als Schlagwort klebt sie auf Postern, taucht in Strategiepapieren auf und endet trotzdem oft in Schulterzucken. Wir wollen es genauer wissen und holen Organisationskultur aus der Wolke ins Konkrete, gemeinsam mit Philippe Merz, promovierter Philosoph und Mitgründer der Thales-Akademie für angewandte Philosophie in Freiburg.

    Wir sprechen darüber, warum es keine Nicht-Kultur gibt und warum der Kulturbegriff trotzdem hilfreich sein kann, wenn wir ihn als Signal nehmen, tiefer zu bohren. Philipp erklärt Kultur als informale Seite von Organisationen: Routinen, Gewohnheiten, Trampelpfade, Tabus, Humor und das, was sozial geschützt oder sanktioniert wird. Wir greifen außerdem die systemtheoretische Perspektive auf, in der Kultur als unentscheidbare Entscheidungsprämissen wirkt, und fragen, was das für echte Veränderung bedeutet.

    Besonders praktisch wird es beim Blick auf das Ensemble aus drei Ebenen: Formalstruktur, Informalität und Schauseite. Wenn Außenbild und gelebte Praxis auseinanderlaufen, entsteht Sarkasmus bis hin zu organisationellem Zynismus, ein echter Veränderungskiller. Wir diskutieren, warum Kulturwandel weder per Ansage verordnet werden kann noch völlig unsteuerbar ist, und was stattdessen hilft: klare Mandate, stimmige Anreiz- und Vergütungslogiken, verantwortungsvolle Führung und vor allem geschützte Reflexionsräume, in denen Menschen ehrlich miteinander denken und Erwartungen klären können.

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    1 Std. und 31 Min.
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