Die Gestirne
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Gesprochen von:
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Sascha Rotermund
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Von:
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Eleanor Catton
Über diesen Titel
Neuseeland zur Zeit des Goldrausches 1866: Als der Schotte Walter Moody nach schwerer Überfahrt nachts in der Hafenstadt Hokitika anlandet, trifft er im Rauchzimmer des örtlichen Hotels auf eine Versammlung von zwölf Männern, die einer Serie ungelöster Verbrechen nachgehen: Ein reicher Mann ist verschwunden, eine opiumsüchtige Hure hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und eine ungeheuerliche Summe Geld wurde im Haus eines stadtbekannten Säufers gefunden.
Mit der Stimme von Sascha Rotermund wird der Hörer hineingezogen in ein Geheimnis, wie mit Goldstaub bestreut und in Opium getränkt.©2015 btb Verlag, München. Übersetzung von Melanie Walz (P)2015 der Hörverlag
Kritikerstimmen
Der perfekte literarische Page-Turner.
-- The Guardian
Viele Worte um nicht ganz so viel Geschichte ...
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Eine kleine neuseeländische Goldgräberstadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, ein seltsamer Todesfall und eine nicht unbeträchtliche Zahl unterschiedlichster Protagonisten bilden die spannenden Zutaten dieser Geschichte. Das klingt zunächst vielversprechend. Beeindruckend auch, dass der Roman komplett in der Sprache des 19. Jahrhunderts gehalten ist, auch der Übersetzer hat hier ganze Arbeit geleistet.
Negativ fiel auf, dass das Hörbuch etwas nachlässig geschnitten ist, manche Sätze werden nicht beendet, andere Sätze dagegen doppelt gelesen. Da müsste mal jemand Korrektur hören.
Ich habe mich gefragt, warum ich nicht richtig in das Hörbuch "hineinkomme" und zunehmend enttäuscht war von der Geschichte. Dafür gibt es m.E. verschiedene Gründe:
– Die Handlung wirkt insgesamt extrem konstruiert, es stellt sich nach und nach heraus, dass fast alle Protagonisten, egal woher sie kommen, oft schon seit Jahrzehnten miteinander irgendwie in Verbindung stehen, natürlich nicht alle miteinander, doch ist das Netz so verwoben, dass es für mich nicht mehr glaubwürdig wirkt.
– Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch die Details und Hintergründe nach und nach enthüllt werden. Während die Vergangenheit zunächst im Rahmen einer geheimen Versammlung ausgebreitet wird, gibt es im weiteren Verlauf zunehmend unvermittelt Rückblenden, die zeitlich nicht immer gleich einzuordnen sind.
– Es gibt keine Hauptperson in dieser Geschichte, niemanden, mit dem man sich identifizieren könnte. Die meisten Personen sind von eher fragwürdigem Charakter und so war ich insgesamt wenig berührt von den Ereignissen, blieb außenstehender Beobachter und distanziert.
Das Ambiente und viele Details sind offensichtlich sehr gut recherchiert und man kann sich so ein gutes Bild von den Gegebenheiten in einem Goldgräberstädtchen des 19. Jahrhunderts machen. Trotz aller Kunstfertigkeit kann ich das Hörbuch nur eingeschränkt empfehlen. Es fehlt an Emotionen, die Geschichte ist zu lang und zu verworren.
sprachlich beeindruckend, inhaltlich konstruiert
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Das Szenario wäre eigentlich sehr interessant, aber mir wird nicht klar, wo die Geschichte hinführen soll. Da ist eine Art Kriminalfall, der aus vielen Perspektiven beleuchtet wird und immer verstrickter wird, ohne das ein Funke auf mich über springt. Ich bekomme keinen rechten Eindruck von dem Milieu und dem Zeitgeist.Spannend ist die Sache für mich auch nicht.
Vielleicht bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe.
Sascha Rotermund ist als Sprecher natürlich gut und macht einen prima Job.
Worauf läuft die Geschichte nur hinaus?
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Lieblingshörbuch
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Das ähnelt einer Kriminalgeschichte, ist durchaus spannend, obgleich mir die Anwesenheit so vieler Hobby-Sherlocks manchmal etwas unglaubwürdig erschien. Wer jedoch aufmerksam zuhört, wird mit einem komplexen Geflecht aus Intrigen, Geldgier, Hass und Mordlust - und ein wenig Liebe- belohnt. Jede Person wird liebevoll charakterisiert, wobei es mir manchmal lieber gewesen wäre, wenn sich ihr Charakter aus ihrem Verhalten erschlossen hätte anstatt aus den ausführlichen Beschreibungen der Autorin.
Ab der Mitte des Buches, nach Beendigung des Berichtes, bei Fortspinnung der Handlung in der Gegenwart, verzettelt sich das Buch ein wenig in Nebenhandlungen, bis die Autorin im letzten Viertel in die Vergangenheit abtaucht und die letzten Puzzleteilchen nachreicht, die man sich aber mittlerweile schon denken konnte.
Eleanor Catton sagte in einem Interview, dass man den Roman auch verstehen würde, wenn man nichts von Astrologie versteht. Zum Glück ist das wirklich so, obgleich man als Leser nur ahnen kann, welche Bereicherung es bedeuten würde, wenn man all die Bezüge zu den Sternen und deren Konstellationen verstehen würde. Letztendlich ist es gerade die kunstvolle Konstruktion des Romans, die der Autorin den bedeutenden Booker-Preis eingebracht hat. Aus diesem Grund ist dieser Roman eigentlich als Hörbuch nur bedingt tauglich, Audible hätte vielleicht die zahlreichen, sich im Buch befindlichen Sternkarten als pdf-Datei hinzufügen können.
Dennoch habe ich das Hörbuch genossen, was nicht zuletzt an der überzeugenden Lesung von Sascha Rotermund liegt, der zwar seine Stimme wenig den Personen anpasst, aber trotzdem immer den richtigen Tonfall trifft.
Mord, Intrigen und Liebe im Goldrausch Neuseelands
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