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  • Auf zwei Planeten

  • Von: Kurd Laßwitz
  • Gesprochen von: Peter Lontzek
  • Spieldauer: 23 Std. und 58 Min.
  • 4,2 out of 5 stars (463 Bewertungen)

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Auf zwei Planeten Titelbild

Auf zwei Planeten

Von: Kurd Laßwitz
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    Inhaltsangabe

    Indem ich den vorstehenden Beschluß der Marsstaaten zur allgemeinen Kenntnis bringe, übernehme ich mit dem heutigen Tage in ihrem Namen die Schutzherrschaft über alle Staaten der Erde und bestimme wie folgt: Alle Regierungen und Nationen werden bis auf weiteres in ihren verfassungsmäßigen Rechten bestätigt. Alle internationalen Verträge und Kundgebungen bedürfen zu ihrer Gültigkeit der durch mich zu vollziehenden Bestätigung der Marsstaaten. Alle Kriegsrüstungen sind verboten. Alle Regierungen werden eingeladen, bevollmächtigte Vertreter zu der Weltfriedenskonferenz zu entsenden.

    Von der Bevölkerung der Erde erwarte ich, daß sie die Bemühungen der Marsstaaten, ihr die vollen Segnungen des Friedens und der Kultur zu bringen, mit allen Kräften unterstützen wird. Gegeben am Nordpol der Erde, den 15. Mai Ill, Bevollmächtigter Protektor der Erde.

    >> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung genießt du exklusiv nur bei Audible.

    ©2013 Gemeinfrei (P)2013 Audible Studios

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    Sprecher
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    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Epochaler Scifi-Schinken

    Audible ist wieder mal sowas von bescheiden! Ich finde, diese Großtat muß gebührend mit einer Champagnerflasche gefeiert werden. Mit "Auf zwei Planeten" liegt nichts weniger als der erste Science-Fiction-Roman der Moderne ungekürzt und unverstümmelt als Hörbuch vor! 1897 kamen die Deutschen den Engländern durch dieses frühe interplanetarische Spektakel um nur wenige Wochen der Erfindung der Scifi-Gattung zuvor: Well's "Krieg der Welten" mit einem ähnlichen Thema erschien erst 1898!
    Natürlich hätte ich auch diesen Klassiker gern als Hörbuch. Aber der Vorteil hier:
    Dies Pionier-Werk kennt kaum einer! Und so kann man 24 Stunden nur staunen, wieviel durchgeknallte schöne Ideen Laßwitz schon vor über 100 Jahren hatte - unter andrem gilt er als Erfinder des kugelförmigen Raumschiffs. Nicht umsonst wird bis heute für besonders innovative Scifi-Werke der Laßwitz-Preis vergeben.
    Also wer wissen will, wie alles begann, der sollte sich das reinziehen. Von Peter Lontzek fantastisch gelesen. Klar, in manchen Teilen auch albern, bieder, etwas steifleinern philosophisch und zuweilen auch noch stark von Jules Verne beeinflusst, Aber was solls - es bleibt bester Steampunk aus der Original-Zeit!

    59 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      4 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Geht das eigentlich: "historische science fiction?

    Eins vorweg: Ich habe dieses Hörbuch mit großem Vergnügen gehört, wirklich toll!

    Man muss aber zu diesem Buch dringend bemerken, dass es 1897 veröffentlicht wurde, und das darf man nicht vegessen - zu keinem Zeitpunkt!
    Das Buch wurde geschrieben, als Autos und Flugzeuge kühne Phantasien waren, sowas wie Telefone gab's noch nicht, Telegrafie war hochmodern, in Deutschland regierte ein Kaiser und Bismarck, Renten- und Krankenversicherung waren sehr neue Erfindungen, es war noch nicht allgemein akzeptiert, dass Licht eine endliche Geschwindigkeit hat, die ersten bakteriellen Infektionen waren nachgewisen, aber noch kein allgemein akzeptiertes Konzept, Radioaktivität unbekannt. Kolonien wurden noch mit dem Verständnis erobert und unterdrückt, dass Europäer einfach überlegene Menschen sind, man sprach ungeniert von "zivilisierten" Ländern, wenn man England, Frankreich und Deutschland meinte, die USA eigentlich nicht.
    Panzer, Luftkrieg, Gaskrieg, Weltkriege - alles noch unbekannt, Nord- und Südpol noch lange nicht von Menschen besucht.
    Vor diesem Hintergrund eine "Space Opera" zu hören, ist phantastisch, und festzustellen, dass Kurd Laßwitz mit ganz ähnlichen Erzähltechniken arbeitet wie heutige Autoren der phantastischen Literatur ist beinahe schon unheimlich. Und ettliche "Phantastereien" aus dieser Geschichte haben wir heute in unserem Alltag als ganz normale Erfahrungen, ungalublich.
    Sehr empfehlenswert für Hörer, die nicht nur auf oberflächliche action aussind.

    29 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    ein Menschenfreund

    Diese Geschichte habe ich des Preises wegen gekauft... und auf keinen Fall bereut! Laßwitz (den ich vorher nicht kannte) ist wohl ein deutscher Jules Verne, der hier einen interessanten Ansatz mit vielen Wendungen ausarbeitet. Im Großen besteht die Geschichte darin, daß hochkultivierte Marsianer die Erde erobern, um Rohstoffe (Luft, Sonne!) auszubeuten. Dabei will man die Menschheit mit der höheren Kultur beglücken (es gibt nur einen großen Marsbund, jeder hat ein Mindesteinkommen, die Technik ist um Jahrtausende weiter). Die Nationalstaaten wehren sich und die Marsianer (Martianer) müssen die Staaten unterjochen. Doch wie bei allen Eroberern wendet sich der gute Wille zum Bösen und sie werden zu "Herrenmenschen". Doch unter diesem Druck werden alle Menschen Brüder, sie lernen von den Marsianern und verjagen die Marsianer. Alle Erdenstaaten schließen Frieden, die Menschen werden verstehen sich als Menschen und nicht Nationen und man schließt Frieden mit dem Mars. Daß dieses alles ohne großes Pathos und mit großem Verständnis für Politik geschildert wird, ist das große Plus der Erzählung. Auch heute noch ist der Roman spannend, wenn man mal die eingesetzte Technik (Luftballone, Taubenpost...) übersieht. Es gibt überraschende Wendungen, die auch noch in der heutigen Politik einsichtig und logisch sind (der Verlierer bezahlt die Schulden des Krieges...). Auch gibt es spannende technische Erklärungen, die die Geschichte zur Science Fiction macht. Die Hauptpersonen der Geschichte sind Deutsche; nun ja, hätte die Geschichte ein Engländer geschrieben, wären es Engländer. Am Anfang werden viele technische Details erklärt. Laßwitz war sehr in Physik bewandert und mußte das wohl etwas herausstellen. Auch Humor fehlt nicht und eine deutsche Heraushebung ist meiner Meinung nach eher ironisch gemeint. Die Darstellung von unkultivierten Völkern und die unsympathische Darstellung der Briten, sowie der Mord an Christen von Türken ist nicht schön, entspricht aber wohl (leider) dem damaligen Zeitgeist. Zum Ende gibt es noch große ökologische Probleme. Die Erdrotation soll gestoppt werden, um die Rohstoffe besser ausnutzen zu können. Wie kann man das ohne Nachteile regeln oder gar stoppen (Kinoreif)? Die Marsianer werden in der Geschichte eigentlich wie bessere Menschen geschildert, sie haben die gleichen Politiksysteme (Parlament etc.), sodaß man am Schluß eigentlich nur an Politik zwischen verschiedenen Staaten denkt. Laßwitz ist kein Nationalist im eigentlichen Sinn, da er deutlich macht, daß Nationalstaaten keinen Sinn machen. Übrigens retten die US-Amerikaner letztendlich die Erde! Die Nazis haben, so habe ich gelesen, viele Schriften von Laßwitz wegen ihrer Humanität verboten.

    19 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      2 out of 5 stars
    • Sprecher
      2 out of 5 stars
    • Geschichte
      2 out of 5 stars

    Ein Kind seiner Zeit.

    Ich lese immer wieder gern SF Literatur, kannte den Autor aber bisher nicht und habe mich von den durchweg guten Kritiken verführen lassen. Naja, nach der Hälte des ersten Teils lege ich es erstmal weg. Schmunzeln kann ich, wenn ich mit der antiquierten Sprache des Schriftstellers Dinge beschrieben bekomme, die heute zu meinem Alltag gehören. (Scanner, Tablets..) Es ist immer erstaunlich, wenn Schriftsteller dieses Genres Dinge in der Phantasie vorwegnehmen.
    Absolut befremdlich ist für mich aber dieses penetrante Hohelied auf die Deutschen und deren überlegene Eigenschaften. Da werden die Eskimos als dumm und stinkend beschrieben, aber die Deutschen erscheinen den Marsbewohnern so dermaßen interessant, dass sich nur diese zu Erforschung lohnen. Und natürlich überlegt die Marsdame, ob sie sich in den Deutschen verlieben kann. Der übrigens auch in lebensgefährlichen Aktionen mit heiterem Text und Stimme ganz im Stil von Abenteuerurlaub für Pfadfinder daherkommt. Wenn man andere Bücher aus den Regalen seiner Großeltern liest, weiß man, dass diese Art zu schreiben, einfach der Zeit geschuldet ist. Der Schriftsteller war laut Wikipedia offensichtlich ein Großer seiner Zunft, der trotz hoher politischer Bildung in diesem Buch den Kolonialismus als gegeben vertritt. Diese langatmigen Überlegungen dazu haben mir das Buch erstmal vergällt. Da greife ich lieber zu Wells oder Lem.

    11 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      4 out of 5 stars
    • Sprecher
      4 out of 5 stars
    • Geschichte
      4 out of 5 stars

    Ein Sci-Fi Epos mit Weitblick

    Was Kurd Laßwitz im ausgehenden 19.Jhdt. hier abgeliefert hat, hat mich sehr begeistert. Die Story ist keine reinrassige Invasions-Geschichte von Marsmenschen (da dieser Bereich maximal 30 Prozent des Buches ausmacht), sondern eher ein klassischer Reise-Epos durch Weltraum, über die Erde und natürlich zum Mars.
    Was mir besonders gefiel waren die exakten Schilderungen von technischen Errungenschaften, die sich der Autor anno 1897 vorgestellt hat, teilweise musste ich schmunzeln, manche Dinge hat er überraschend exakt vorweggenommen.

    ACHTUNG MINI-SPOILER:
    Was aber das ganz Besonders an diesem Buch ist: Jahrzehnte vor dem Wahnsinn des ersten und 2ten Weltkriegs und ihrem Leiden und auch politischen Konsequenzen (Völkerbund als Terminus, die "Rassenideologien" der 30er Jahre und deren schrecklichen Folgen, etc.) hat Laßwitz hier eine militärisch überlegene Macht dargestellt, deren kulturelle Weiterentwicklung ihr schnell zu Kopfe steigt mit sehr radikalen Strömungen innerhalb ihrer eigenen politischen Struktur und der Machtergreifung derselben radikalen Strömungen; WEiters der "Menschenbund" als frühe Idee zum späteren Völkerbund, wenngleich aufgrund anderer Vorbedingungen.......und letztlich die spätere Hegemonialstellung der USA als "Nachfolger" Großbritanniens (für mich der feinste Weitblick in einem so alten Buch seit langemaber ihr wisst worauf ich hinaus möchte: Vor den historischen Hintergründen der Folgjahrzehnte ließt sich dieses Buch großartig, vor allem weil man stets merkt dass auch der Autor nur ein Kind seiner Zeit ist, einer Zeit aufkommender Nationalismen, einem Englischen Empire (dass noch 20 Jahre bis zu seiner größten Ausedhnung brauchen sollte, aber trotzdem DIE Macht war) mit großer Macht, etc.

    FAZIT: TOLL! Teilweise etwas kitischig und langatmig, aber alles in allem TOLL :-)

    9 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Absolut empfehlenswertes Stück

    Wer an realistischem, hervorragend eingeführten Sci-Fi, leicht philosophischen Auseinandersetzungen (allen voran rund um Kant‘s Vernuftgedanken) und ein wenig deutscher Kaiserszeitgeschichte interessiert ist wird hier sehr zufrieden auf seine Kosten kommen. Ein wirklich klasse Stück. Auch der Erzähler passt in jeder Hinsicht. Stimmvarianz, Geschwindigkeit etc. Einfach sehr gut.

    3 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    super toll und gut

    Ich hin echt begeistert gewesen
    von diesem Titel und empfehle ihn gerne weiter. Man kann sich gut rein hören und dem Sprecher gut folgen

    3 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Klasse Buch

    Höre das Buch immer wieder gern und muss nun doch mal ne Rezension schreiben, um mit dem Zaunpfahl zu winken. Denn Story und Sprecher sind durchaus sehr gut.

    Wer hier das Buch richtig schlecht bewertet, der sollte mal an folgende Punkte denken:

    1. Dieses Buch hat das Scifi Genre mehr oder weniger begonnen. Es kam bereits 1897 auf den Markt, also noch ein Jahr vor Krieg der Welten.
    2. Dementsprechend sind auch die Fakten in dieser Wissenschaftsfiktion ggf mal etwas überholt, auch wenn diese fast durchgehend immer noch korrekt sind.
    3. Das Buch hat keinen Rassismus, das Gegenteil ist der Fall, es regt sogar 2 Spezies zur Kooperation an. Ausserdem ist das Wort Eskimo kein rassistisches Wort, sondern eine offizielle Sammelbezeichung für indigene Völker im nördlichen Polargebiet. Etwa die Hälfte der Völker nutzt diese Bezeichnung sogar selbst. (Beispielsweise Yupik und Iñupiat) Nur weil ein Wort alt ist oder sich mal einer davon getriggert fühlt, wird es nicht automatisch rassistisch.
    4. Nicht zuletzt gibt es auch wegen diesem Buch den Kurd Laßwitz Preis.

    Internet lässt grüssen, meine nichtswissenden und vorurteilbehafteten Nörgler.

    Hab ja nichts gegen andere Meinungen, aber wenn sie auf BS beruhen und auf moralisch korrekt machen oder gar total verquer sind, muss ich dann doch mal meine Meinung zur Meinung abgeben.

    2 Leute fanden das hilfreich

    • Gesamt
      5 out of 5 stars
    • Sprecher
      5 out of 5 stars
    • Geschichte
      5 out of 5 stars

    Überraschend gut!!

    Dieses Hörbuch hat mich positiv überrascht. Tolle Geschichte und super gelesen. Empfehle ich gerne weiter.

    1 Person fand das hilfreich

    • Gesamt
      1 out of 5 stars
    • Sprecher
      4 out of 5 stars
    • Geschichte
      1 out of 5 stars

    Einfach viel zu lang

    Nach zehn Stunden habe ich begonnen Kapitel zu überspringen, weil sich die Handlung endlos zu ziehen schien.
    Die Story hat mich nicht angesprochen, wofür aber der Sprecher nichts kann.

    1 Person fand das hilfreich