Schönheit & Verstand Titelbild

Schönheit & Verstand

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Von: Kunstforum der TU Darmstadt
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Podcast des Kunstforums der TU Darmstadt Kunst
  • Tagesdiagramme im Licht der Quantenphysik – Science & Art Talk
    Aug 24 2026
    58 Blätter, gezeichnet und geschrieben mit Filzstift, Aquarell und Schreibmaschine: 1977 beginnt Annegret Soltau (*1946 Lüneburg) während ihrer ersten Schwangerschaft, ihre Gedanken, Gefühle und Beziehungen in »Tagesdiagrammen« festzuhalten. Wie in einem visuellen Tagebuch untersucht sie darin die eigene Wahrnehmung und setzt sich mit einer für sie existenziellen Frage auseinander: Kann sie zugleich Künstlerin und Mutter sein? Die Serie gehört zu den intimsten Arbeiten Soltaus und wird in der Ausstellung »Annegret Soltau VATERSUCHE« im Kunstforum der TU Darmstadt erstmals öffentlich gezeigt. Gegenübergestellt ist ihr die seit 1988 entstandene Arbeit »Vatersuche«, in der Soltau ihrer jahrzehntelangen Suche nach dem Vater nachgeht, den sie nie kennengelernt hat. In dieser Folge von »Schönheit & Verstand« hören Sie einen Live-Mitschnitt des zweiten »Science & Art Talks«, der am 22. April 2026 im Kunstforum der TU Darmstadt stattgefunden hat. Zu Gast ist Prof. Dr. Enno Giese vom Fachgebiet Theoretische Quantenoptik des Fachbereichs Physik der TU Darmstadt. Gemeinsam mit Julia Reichelt, Leiterin des Kunstforums, betrachtet er Annegret Soltaus »Tagesdiagramme« aus einer ungewöhnlichen Perspektive: der Quantenphysik. Auch die Künstlerin selbst beteiligt sich an dem Gespräch. Was verbindet ein persönliches, intuitiv entstandenes Tagebuch mit einem wissenschaftlichen Diagramm? Welche Rolle spielen Perspektive und Beobachtung dabei, wie wir Wirklichkeit wahrnehmen? Und können vermeintliche Gegensätze gleichzeitig bestehen? Ausgehend von Soltaus Linien, Farben, Worten und Beziehungsgeflechten schlägt Enno Giese Bögen zu Phasenraum- und Feynman-Diagrammen, zur Relativitätstheorie, zu Schrödingers Katze und zur quantenmechanischen Verschränkung. Dabei geht es nicht darum, Soltaus Arbeiten physikalisch zu erklären, sondern durch wissenschaftliche Konzepte neue Assoziations- und Denkräume zu eröffnen. Zwischen Kunst und Quantenphysik entwickelt sich so ein Gespräch über Beziehungen und Wechselwirkungen, über unterschiedliche Blickwinkel, Gleichzeitigkeit und die Schwierigkeit, komplexe Wirklichkeiten in eine anschauliche Form zu bringen. Und schließlich führt der Blick auf die Quantenmechanik zurück zu einer zentralen Frage in Soltaus Werk: Muss es immer ein Entweder-oder geben – oder können Künstlerin und Mutter, unterschiedliche Gefühle und scheinbare Gegensätze zugleich ihren Platz haben? Weitere Informationen: • Webseite zur Ausstellung »Annegret Soltau VATERSUCHE« https://www.tu-darmstadt.de/kunstforum/exhibitions/past_exhibitions/year_2026/vatersuche/vatersuche.de.jsp • Webseite des Fachgebiets Theoretische Quantenoptik der TU Darmstadt https://www.iap.tu-darmstadt.de/tqo/ • Webseite von Annegret Soltau https://www.annegret-soltau.de/
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    1 Std. und 25 Min.
  • Räume der Erinnerung – Science & Art Talk
    Sep 8 2025
    Die diesmalige Folge von »Schönheit & Verstand« hören Sie einen Live-Mitschnitt unseres ersten »Science & Art Talks«, der am 5. Juni 2025 im Kunstforum der TU Darmstadt stattgefunden hat. Ausgangspunkt war die aktuelle Ausstellung »Paula Doepfner ›I heard the sound of a thunder, it roared out a warnin‘‹«. Wie lassen sich Schmerz und Erinnerung erfassen – im Gehirn, in der Sprache, im Bild? Welche Rolle spielt Intuition in der Forschung? Und wo begegnen sich Kunst und Wissenschaft in ihrer Suche nach dem Unbekannten? Diese Fragen stehen im Zentrum des ersten »Science & Art Talk« – und der Sonderfolge von »Schönheit & Verstand«. Es diskutierten Ralf Galuske, Professor für Neurophysiologie, und Constantin Rothkopf, Professor für Kognitionswissenschaft am Center for Cognitive Science an der TU Darmstadt, gemeinsam mit Julia Reichelt, Leiterin des TU Kunstforums, über Wahrnehmung, neuronale Prozesse und die Sprache der Kunst. Damit eröffnet das Kunstforum ein neues Format, das Kunst und Wissenschaft in einen lebendigen Dialog bringt. Die Künstlerin Paula Doepfner (*1980 Berlin) war Meisterschülerin von Rebecca Horn und Trägerin des Hans-Platschek-Preises für Kunst und Schrift. Sie verbindet in ihren Arbeiten medizinische Skizzen aus neurochirurgischen Operationen mit literarischen Texten von Paul Celan, Anne Carson oder Bob Dylan. So entstehen Schriftbilder und Glasarbeiten, die zwischen Fragilität und Widerstand changieren. Im Dialog mit den Neurowissenschaften wird deutlich, wie ihre Strukturen an mikroskopische Aufnahmen erinnern, wie Wahrnehmungstäuschungen unser Sehen prägen und wie Unsicherheit und Intuition sowohl künstlerische als auch wissenschaftliche Arbeit antreiben. Zwischen Neurophysiologie, Kognitionsforschung und zeitgenössischer Kunst entfaltet sich ein intensiver Austausch über die Grenzen des Messbaren und die Fragilität menschlicher Erfahrung. Weitere Informationen: • Webseite des Kunstforums der TU Darmstadt mit Informationen zur Ausstellung https://www.tu-darmstadt.de/kunstforum • Webseite der Künstlerin Paula Doepfner https://www.pauladoepfner.com • Webseite des Centres for Cognitive Science https://www.tu-darmstadt.de/cogsci/ • Webseite des Fachgebiets Systems Neurophysiology https://www.bio.tu-darmstadt.de/forschung/research_groups/Galuske_Start.en.jsp
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    1 Std. und 6 Min.
  • Räume der Erinnerung – Paula Doepfner
    Jun 30 2025
    Sie schreibt mit 0,1 Millimeter feiner Schrift auf hauchdünnem Papier. Sie arbeitet mit Hirnscans, Panzerglas und Zitaten von Paul Celan, Bob Dylan oder Anne Carson. Die Berliner Künstlerin Paula Doepfner (*1980, Berlin) verbindet medizinische Präzision mit literarischer Tiefe und einer vielschichtigen Bildsprache. In der Ausstellung »Paula Doepfner ›I heard the sound of a thunder, it roared out a warnin‘‹«, die das Kunstforum der TU Darmstadt noch bis zum 29. Juni 2025 zeigt, entfaltet sich ihr Werk zwischen fragilen Schriftbildern und monumentaler Rauminstallation. Dabei bilden die medizinische Skizzen, die die Künstlerin während Hirn-Operationen in der Charité Berlin anfertigte, poetische Texte und das Istanbulprotokoll der Vereinten Nationen einen Ausgangspunkt ihrer komplexen Arbeiten. In der ersten Folge der zweiten Staffel von »Schönheit & Verstand« sprechen wir mit Paula Doepfner über ihre künstlerische Praxis, ihre Recherchen zur Dokumentation von Folter, ihre Faszination für neuronale Strukturen und die Rolle der Literatur in ihrem Werk. Gemeinsam mit Julia Reichelt, der Leiterin des Kunstforums, führt Ute Hochhuth durch das Gespräch. Wie geht Paula Doepfner mit den Themen Leid, Gewalt und Vergänglichkeit um? Wie bringt sie medizinische Inhalte in eine künstlerische Form? Und kann Kunst trotz aller Schwere Hoffnung geben? Diese Fragen begleiten uns durch ein intensives Gespräch über Innenwelten, Verletzbarkeit und die Schönheit der Sprache. Weitere Informationen: Webseite des Kunstforums der TU Darmstadt mit Informationen zur Ausstellung https://www.tu-darmstadt.de/kunstforum Webseite der Künstlerin Paula Doepfner https://www.pauladoepfner.com
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    30 Min.
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