SINNERFÜLLT – Humanistische Lebensgeschichten Titelbild

SINNERFÜLLT – Humanistische Lebensgeschichten

SINNERFÜLLT – Humanistische Lebensgeschichten

Von: Susanne Bell
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Über diesen Titel

SINNERFÜLLT - Ein Interview-Podcast, der Humanismus persönlich macht. In authentischen Gesprächen teilen unsere Gäste Einblicke in ihre Lebensweise und Überzeugungen. Vom Menschenrechts-Aktivismus bis zur Religionskritik - hier kommen engagierte Stimmen zu Wort, die humanistische Werte in verschiedensten Bereichen leben, suchen oder verteidigen. Keine theoretischen Abhandlungen, sondern bewegte Biographien und allzu menschliche Erfahrungen. Für alle, die sich dem Humanismus verbunden fühlen oder auf der Suche nach Sinn und Orientierung sind.Susanne Bell Sozialwissenschaften
  • Die Klimakatastrophe war nie weg – mit Horst Marschall
    Jan 28 2026

    In dieser anekdotenreichen Folge von Sinnerfüllt erzählt Horst Marschall, Professor für Geowissenschaften, ausführlich von seiner Schul- und Studienzeit, wobei erstere alles andere als geradlinig verlaufen ist. Sein Beispiel zeigt, dass antiquierte Lehrmethoden selbst klugen und interessierten Kindern das Lernen schwer machen können. In starkem Kontrast dazu steht für ihn die intellektuelle Freiheit während seiner eigenen Studienzeit und späteren Berufslaufbahn.Inhaltlich rückt Marschall die drohende und zum Teil bereits eingetroffene Klimakatastrophe in den Fokus des Interviews und plädiert nachdrücklich dafür, trotz der aktuellen geopolitischen Konflikte in der Nähe Europas den Klimaschutz stärker voranzutreiben. Er betont, dass der Klimawandel nicht „nur“ die Vielfalt und Schönheit der biologischen Umwelt dezimiert, sondern auch das Überleben der menschlichen Zivilisation gefährdet. Kipppunkte wie das Aussetzen des Golfstroms werden allen Berechnungen zufolge bei zu hoher globaler Erwärmung weite Teile des Globus unbewohnbar machen. Dabei warnt Marschall jedoch auch vor Fatalismus angesichts der politischen Schwierigkeiten, das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. So wären 1,6 Grad globale Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zwar deutlich schlimmer als 1,5 Grad, aber immer noch deutlich besser als 1,7 Grad. Letztlich gilt: jedes bisschen CO2-Einsparung zählt!

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    1 Std. und 54 Min.
  • Unbeugsam und kompromissbereit im Bundestag – mit Ingrid Matthäus-Maier
    Dec 3 2025

    In dieser Folge von „Humanistische Lebensgeschichten“ ist die ehemalige Bundestagsabgeordnete und ehemalige Chefin der KfW-Bankengruppe Ingrid Matthäus-Maier zu Gast. Wer den Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ von 2020 gesehen hat, kennt die sozialliberale Vorkämpferin der 70er, 80er und 90erJahre bereits.

    Matthäus-Maier lässt in dem Gespräch prägende Etappen ihrer Biografie und politischen Arbeit Revue passieren: Von 1976 bis 1999 gehörte sie dem Bundestag an – zunächst für die FDP in der sozialliberalen Koalition unter Willy Brandt, ab 1983 dann für die SPD. Sie berichtet unter anderem von der Neugestaltung der gesetzlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruchs nach der Wiedervereinigung sowie von sexuellen Übergriffen im Bundestag, deren Zeugin sie wurde. Mit Blick auf die heutige Lage hebt sie die Bedeutung politischer Kompromisse hervor. Zugleich weiß Matthäus-Maier aus Erfahrung: Manchmal mussman ein Amt niederlegen, um integer zu bleiben. Vor diesem Hintergrund könne sie dem politischen Nachwuchs nur raten, stets über einen soliden Plan B außerhalb der Politik zu verfügen.

    Hinweis: Die Folge wurde am 30. September aufgezeichnet und bildet daher nicht den aktuellen Stand rund um die Grundsicherungsdebatte ab.

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    53 Min.
  • Demokratie braucht Streitkultur - mit Jacques Tilly
    Sep 24 2025

    In dieser Folge von „Sinnerfüllt – Humanistische Lebensgeschichten“ gibt Jacques Tilly Einblicke in seine jahrzehntelange Arbeit als Gestalter von satirischen Karnevalswagen, die weit über das Rheinland hinaus ihre Wirkung entfalten. Wenn an Rosenmontag ein Wagen durch die Straßen zieht, auf dem Trump und Putin einen schreienden Selenski zwischen ihren Händen zerquetschen, gehen die Bilder davon um die ganze Welt. Grund hierfür ist sicherlich der weltweit einmalige Härtegrad der satirischen Darstellungen, der vom Düsseldorfer Karnevalsverein als ausgelebte Narrenfreiheit verstanden und mit tiefer Überzeugung verteidigt wird.

    Anhand der Reaktionen der porträtierten Personen und Institutionen lässt sich bemessen, wer mit Kritik umgehen kann und wer nicht – ein wichtiges Merkmal demokratischer Gesinnung. Verschont wird dabei niemand. Von Weidel, Merz und Scholz bis hin zu Erzbischöfen und den Karnevalsvereinen höchst selbst – wer aus Tillys Sicht Kritik und Spott verdient, bekommt sie auch. „Was wir den Christen zumuten, müssen wir den Muslimen auch zumuten“, so Tillys klare Haltung zu Islamkritik, die nicht fälschlicherweise als Diskriminierung von Minderheiten verstanden werden sollte. Wichtig ist ihm dabei, dass seine Werke überparteilich sind. Tilly versucht, die zentralen gesellschaftspolitischen Konflikte herauszuarbeiten und gleichzeitig mit seiner Kritik einen gewissen Grundkonsens in der Bevölkerung zu finden. Diese Kritik in ein simples und ausdrucksstarkes Bild zu gießen, ist die hohe Kunst, die Tilly seit 40 Jahren wirksam auf die Straße bringt.

    Bitte entschuldigt das gelegentlich auftretende Klopfgeräusch. Die Folge wurde in einer unkontrollierten Umgebung aufgezeichnet.

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    1 Std. und 19 Min.
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