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Prof. Dr. Christian Rieck

Prof. Dr. Christian Rieck

Von: Prof. Dr. Christian Rieck
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Über diesen Titel

Hier finden Sie die Tonspuren, zu meinen wöchentlich auf YouTube erscheinenden spieltheoretischen Analysen. Oft kontrovers, aber immer gut begründet. Wenn Sie keine Podcast-Folge verpassen wollen, abonnieren Sie gern diesen Kanal. Zudem würde ich mich freuen, wenn Sie auch meinen YouTube Kanal "Prof. Dr. Christian Rieck" abonnieren, falls Sie dies nicht schon gemacht haben. Wenn Ihnen mein Content gefällt, so zeigen Sie dies der Welt und mir gerne mit einer entsprechenden Sterne Bewertung. Viel Spaß mit meinem Content! Impressum: http://www.spieltheorie.de/impressum/(c) Copyright: Prof. Dr. Christian Rieck Wissenschaft Ökonomie
  • 355. So hat uns Frankreich ausgetrickst: Ukraine Kredit über 90 Milliarden (Verhandlungstechniken) - Prof Rieck
    Dec 27 2025

    Anmeldung zum Gratis-Webinar über spieltheoretisches Verhandeln:
    ► https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo

    Informatives Buch zu strategischem Handeln:
    Die 36 Strategeme der Krise
    Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21
    Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl

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    / @profrieck

    WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

    Die Transformation der Haftungsarchitektur – Eurobonds und Moral Hazard
    Aus spieltheoretischer Sicht verändert die schleichende Einführung von Gemeinschaftsschulden (Eurobonds) die Anreizstrukturen der EU grundlegend. In nationalen Anleihensystemen fungieren Zinssätze als Preissignale für fiskalische Disziplin. Sie zwingen Staaten, die Kosten eigener Risikoentscheidungen selbst zu tragen.

    Mit gesamtschuldnerischer Haftung wird dieses Signal verzerrt. Es entsteht ein Common-Pool-Problem: Die Kreditwürdigkeit stabiler Länder wird als kollektives Gut genutzt, wodurch für andere der Anreiz zur Haushaltsdisziplin sinkt. Die Kosten expansiver Fiskalpolitik werden sozialisiert, während politische Gewinne lokal verbleiben. Deutschland gibt damit ein zentrales Stabilitätsinstrument auf und akzeptiert faktisch eine Transferunion, was langfristig zu Kapitalfehlallokation führt.

    Institutionelle Integrität und Reputation als strategisches Kapital
    Die Debatte um die Nutzung russischer Vermögenswerte bei Institutionen wie Euroclear berührt die Grundlagen internationaler Kooperation. In wiederholten Spielen ist Reputation das entscheidende Kapital, um kooperative Gleichgewichte zu sichern. Clearingstellen fungieren als neutrale Knotenpunkte globalen Vertrauens, basierend auf dem Schutz von Eigentumsrechten – unabhängig von politischen Konflikten.

    Die politische Verwertung dieser Vermögenswerte markiert einen Wechsel von Kooperation zu Defektion. Kurzfristige Vorteile stehen langfristigem Vertrauensverlust gegenüber. Globale Akteure wie China oder Indien antizipieren höhere politische Risiken und werden Reserven in alternative Systeme verlagern. Damit fördert die EU finanzielle Fragmentierung und schwächt den Euroraum als sicheren Hafen.

    Zeitinkonsistenz und steigende politische Risiko-Prämien
    Die Erosion der Rechtssicherheit ist ein klassischer Fall von Zeitinkonsistenz. Was heute opportun erscheint, untergräbt die Glaubwürdigkeit künftiger Zusagen. Für Investoren bedeutet das höhere politische Risiko-Prämien. Investitionen in Europa werden teurer, da Unsicherheit über die Stabilität der Spielregeln eingepreist wird.

    Wer Eigentumsrechte im laufenden Spiel relativiert, zerstört Berechenbarkeit. Dies beschleunigt den Aufstieg alternativer Abrechnungssysteme (z. B. BRICS-Initiativen). Langfristig riskieren europäische Entscheidungsträger, für kurzfristige fiskalische Entlastung geopolitische Relevanz und institutionelle Stärke zu opfern – ein klassischer Fall strategischer Kurzsichtigkeit, bei dem die Kosten im „Schatten der Zukunft“ die heutigen Gewinne übersteigen.

    WEITERES VON CHRISTIAN RIECK:
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    #profrieck #europe #ukraine

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    18 Min.
  • 354. Warum Jaguar & Tesla ihre Kunden jetzt verraten! (Strategie der Positionierung) - Prof Rieck
    Dec 21 2025

    Wie ruiniert man ein Unternehmen – oder ein ganzes Land? Durch eisernes Festhalten an einer offensichtlich unsinnigen Strategie, die sich von der Realität abkoppelt. Kommt der Verbesserungsprozess nicht von innen, kommt er von außen: als Pleite.

    Zur Webinar-Vormerkung:

    https://www.rieck-verl…

    Die erwähnten Bücher:

    Sapiens: https://www.amazon.de/…

    Nexus: https://www.amazon.de/…

    [1] https://de.wikipedia.o…

    [2] Colgate-Lasagne: https://www.reddit.com… (Möglicherweise gab es Konzepte oder Testmärkte; eventuell handelt es sich um ein frühes Meme.)

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    Ein gutes Weihnachtsgeschenk für Strategen: Die 36 Strategeme der Krise

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    Hörbuch: https://payhip.com/b/4…

    ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

    Die Ökonomie der Haltung – Strategie im Hyper-Commodity-Wettbewerb

    In der klassischen Mikroökonomie bedeutet vollständige Commoditisierung reinen Preiswettbewerb: Sind Produkte perfekt substituierbar, konvergiert der Preis gegen die Grenzkosten, die Marge verschwindet im „Red Ocean“ der Austauschbarkeit.

    Aus spieltheoretischer Sicht ist politische oder moralische Positionierung weniger ein Werteimpuls als ein rationaler Versuch horizontaler Differenzierung. Wenn vertikale Differenzierung („besser“ oder „billiger“) ausgeschöpft ist, bleibt nur die Neukartierung des Präferenzraums der Konsumenten.

    1. Signalökonomie der Identität

    Konsumgüter fungieren zunehmend als soziale Signale. Der Käufer erwirbt nicht nur einen Gebrauchswert, sondern sendet ein kostspieliges Signal (Costly Signaling) seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten In-Group. Die Marke liefert dafür das Narrativ.

    2. Der Trade-off: Nische statt Masse

    Haltung ist ein kalkulierter Spielzug im Nicht-Nullsummenspiel. Unternehmen akzeptieren bewusst Verluste bei der Out-Group, um die Auszahlung innerhalb der Zielgruppe zu erhöhen. Polarisierung steigert die Wechselkosten: Ein Markenwechsel wird zum Identitätsbruch – psychologisch teuer und damit unwahrscheinlicher.

    3. Clustering im gesättigten Markt

    Provokation kann der einzige Weg sein, neue Clustering-Effekte zu erzeugen. Unternehmen schaffen ein künstliches Monopol innerhalb einer sozialen Blase. Der Verlust der Gegenseite ist dabei kein Kollateralschaden, sondern Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Nur ein Signal, das Widerstand auslöst, besitzt spieltheoretische Trennschärfe.

    Merksatz:

    In gesättigten Märkten wird Haltung zum Produktmerkmal – oft zum letzten verbleibenden Instrument, um die Preiselastizität der Nachfrage bei totaler Substituierbarkeit zu senken.

    #profrieck #jaguar #tesla

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    29 Min.
  • 353. Bärbel Bas: Hält Steuern für Freibier - Prof Rieck
    Dec 13 2025

    Bundesministerin Bas erklärt stolz, ihre Maßnahmen würden die Beitragszahler nicht belasten. Das Publikum lacht, Frau Bas verweigert die inhaltliche Diskussion und wendet stattdessen Strategem 21 an, um sich aus der Situation zu lösen. Ich nenne u. a. die Argumente, die sie hätte vorbringen können – offenbar aber nicht kannte.

    [1] Robert Habeck sagte in der Weihnachtsansprache 2023: „Zum Beispiel, dass wir als Staat die EEG-Umlage bezahlen und nicht die Bürgerinnen und Bürger.“ Es ist derselbe Denkfehler wie bei Bas: Eine Finanzierung aus Steuergeldern wird fälschlich als „keine Belastung“ dargestellt.

    Voranmeldung für das Webinar zu spieltheoretischem Verhandeln:
    https://www.rieck-verlag.de/verhandlu...

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    Die 36 Strategeme der Krise:
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    ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK:

    Ökonomische Inkonsistenz der Rentenfinanzierung
    Kern der Kritik ist die Finanzierung der Renten-Haltelinie, die Rentenniveau (48 %) und Beitragssatz (20 %) stabilisieren soll. Die Behauptung, dies geschehe „aus Steuermitteln“ und belaste Beitragszahler nicht, ist ökonomisch falsch.
    In einem nationalen Finanzsystem existieren nur zwei Einnahmequellen: Beiträge und Steuern. Eine Subventionierung der Rentenkasse aus Steuern stellt keine Entlastung dar, sondern lediglich eine Verlagerung der Belastung von einer Säule zur anderen. Da nahezu jeder Beitragszahler auch Steuerzahler ist, findet sehr wohl eine Belastung statt. Eine gegenteilige Darstellung verkennt die staatliche Budgetrestriktion und wirkt fachlich unhaltbar.

    Kritisch ist zudem die stärkere Besteuerung von Kapitaleinkünften zur Stabilisierung des Umlagesystems. Angesichts des demografischen Wandels ist private, kapitalgedeckte Vorsorge eine notwendige Ergänzung. Ihre steuerliche Schwächung untergräbt die langfristig erforderliche Diversifikation der Altersvorsorge.

    Strategem 21 – Die Haut der Zikade abwerfen
    Die politische Reaktion lässt sich mit Strategem Nr. 21 erklären: In einer ausweglosen Situation wird eine leere „Hülle“ zurückgelassen, um sich der Verantwortung zu entziehen.
    Statt über ökonomische Argumente zu sprechen, wurde die Debatte auf Nebenschauplätze verlagert: angebliches Auslachen der Person, Geschlechterfragen, Klassenkampfparolen. Die Ministerin stilisiert sich zur Opferfigur und delegitimiert Kritiker moralisch.
    Dieses Ablenkungsmanöver entspricht dem von Harry G. Frankfurt beschriebenen Bullshit-Argument: Es ist gleichgültig, ob die Behauptung wahr ist – entscheidend ist allein ihre propagandistische Wirkung.

    Implikationen für Verhandlungen
    Statt Interessen von Arbeitgebern und Beitragszahlern zu analysieren, wurde eine starre Positionsverteidigung betrieben. Eine kompetente Verhandlungsführung hätte die steuerpolitischen Motive offen benannt und Interessen integriert, statt mittels Strategem die inhaltliche Verantwortung zu verlassen.

    #profrieck #bas

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Besser kann man derlei Themen nicht erklären, einfach aber nicht simpel. Inspirierend, knackig, kompetent und mit charmanter Präsentation.

Bin begeistert von Christian Rieck

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👍👍Ich bin ein großer Fan von Professor Rieck, weil er mit verständlichen Worten und einem Schuss Humor die spieltheoretischen Zusammenhänge zu aktuellen Themen auf den Punkt bringt. Zwei ganz dicke Daumen hoch für meinen Lieblingsprof👍👍

Interessante Analysen prima erklärt!

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