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Lyrik im Dialog

Lyrik im Dialog

Von: Slata Roschal Christoph Georg Rohrbach und Dirk Uwe Hansen
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„Lyrik im Dialog“: Gedichte, die man unbedingt lesen und besprechen sollte! Ein Podcast für Lyrik und Lyrikkritik im Literaturportal Bayern; gefördert vom Kulturreferat der Stadt München. Slata Roschal, Christoph Georg Rohrbach und Dirk Uwe Hansen, alle drei selbst als Lyrikschreibende, Lyrikvermittelnde und Lyrikübersetzende tätig, empfehlen Gedichtbände, die man unbedingt lesen sollte, widerlegen so manche Vorurteile gegenüber Lyrik und machen Lust auf feine und kluge Texte. 2026 erscheinen insgesamt sieben Folgen. „Lyrik im Dialog“ setzt auch auf den Dialog mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern. Das Team freut sich auf Titelvorschläge! Bitte als PDF an: kontakt@lyrikimdialog.de Dieser Podcast wird für das Literaturportal Bayern (www.literaturportal-bayern.de) produziert.Slata Roschal Kunst
  • Folge 5: Lyrik als Performance und Widerstand
    Sep 25 2026
    In Folge 5 empfiehlt das Kritikerduo, dieses Mal bestehend aus Slata Roschal und Christoph Georg Rohrbach, wieder drei sehr unterschiedlich akzentuierte, anregende und wichtige Gedichtbände. Außerdem appellieren sie an unser aller Solidarität in punkto Bücherkauf. (00:07) Intro: Unterstützt die Lyrik. Kauft in den regionalen Buchläden! (02:59) Besprechung des Lyrikbands „handverlesen: Gebärdensprachpoesie in Lautsprache“, hg. von Franziska Winkler (hochroth 2023). Ausgezeichnet mit einer Verlagsprämie des Freistaats Bayern stellt dieses Werk unsere Lesegewohnheiten auf höchst produktive Weise auf den Kopf. Anders als die tradierten Lesegedichte ist die Gebärdensprachpoesie visuell, sinnlich und nutzt den dreidimensionalen Raum. Per eingespeistem QR-Code kann man die Originalgedichte neben der Lautsprache auch per Video erleben. (13:37) Besprechung des Gedichtbands „ich zeichne meinen Standort auf die haut“ von Jule Weber (Haymon Verlag 2025). Die versierte und preisgekrönte Slampoetin lotet in ihrem Gedichtband die Grenzen zwischen Lyrik und Performance aus und setzt sich mit ihren Versen, die zwischen reicher Bildersprache und prosaisch klug platzierten, prägnanten Provokationen changieren, mit der auch feministisch motivierten Frage auseinander: „Wie setze ich Grenzen?“ Dies ist ein Gedichtband, der lange nachhallt. (29:17) Besprechung des neuen Lyrikbands von Nancy Hünger, „4 Uhr kommt der Hund. Ein unglückliches Sprechen“ (edition AZUR 2020). Das Motto dieses überaus eindringlichen, bemerkenswerten Gedichtbands, die Losung Schibboleth, spielt auf elementare Grenzerfahrungen an – auf Ich-Verlust, Todesnähe, Depression: Es gibt Dinge, die sich dem Erzählen entziehen, die man nur über den „Herzmund“ aussprechen kann. Und nicht einmal mehr ein Wort entscheidet mitunter über Leben und Tod, sondern dessen richtige Aussprache. (47:21) Dankesworte und Ankündigung der kommenden Folge. Folge 6 wird am 30. Oktober 2026 zu hören sein. Slata Roschal, *1992 in Sankt Petersburg, ist eine deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt in München. Christoph Georg Rohrbach, *1992 in Blankenburg, ist ein deutscher Lehrer, Lyriker, Historiker und Literaturvermittler. Er lebt im Harz. Dirk Uwe Hansen, *1963 in Eckernförde, ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Altphilologe. Er lebt in Greifswald.
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    48 Min.
  • Folge 4: „zerstückelt – verwoben – verdichtet.“
    Jun 26 2026
    In Folge 4 geht das Kritikerduo, dieses Mal bestehend aus Slata Roschal und Dirk Uwe Hansen, so manch spannender Frage nach. Sie diskutieren über späte Debüts, den Sinn und Unsinn von Nachworten und Verrissen, Krypto-Zitate und fragen sich, wie man am besten mit Intertextualität und Fremdstimmen in Lyrik-Bänden umgeht. Ihr Anti-Verriss-Plädoyer lautet: Lasst uns auf das Gute konzentrieren! (00:07) Reflektion über Verrisse und Empfehlungen. (03:38) Besprechung des Lyrikbands „Moos und Trompeten“ von Theresa Klesper (Ginsterpress 2025). Ein bestechender Wechsel aus lauten und leisen Tönen, die in origineller Weise den Spaß am Gedichtelesen fördern. Wichtige gesellschaftliche Themen wie Care-Arbeit und Fürsorge (Roschal) werden poetisch gekonnt reflektiert. Dies sind Gedichte, mit denen man im besten Sinne „etwas anfangen kann“ (Hansen), die in „wunderbarer Weise die Wörter auseinandernehmen“. (18:06) Besprechung des Gedichtbands „Verschlissenes Idyll“ von Marit Heuß (poetenladen Verlag 2025). Naturbeobachtungen verdichten sich in einem höchst gelungenen künstlerischen Prozess zur sprachlichen Form. Die Gedichte entfalten ihre „Sogwirkung“ (Roschal/Hansen) dadurch, dass sie in „zugänglicher und unaufdringlicher Sprache“ ihren Klang und ihre Struktur entfalten. Aufgelöste Grenzen erzeugen eine Suggestionskraft und den Wunsch, diese Gedichte immer wieder neu zu lesen. (33:20) Besprechung des neuen Lyrikbands „wille zur machec von Dagmara Kraus (Engeler Verlage 2026). Experimentelle Texte, die sich dem Mainstream entziehen. Am Anfang steht die Sprache, die explodiert und mit großer Freude aufgelesen wird. Dagmara Kraus spielt mit allem, was die Sprache zur Verfügung stellt: Kurz-, Technik- und Kunstsprachen, Mehrsprachigkeit, Sinn- und Sinnlosigkeit. Es schwirren einem die Sinne beim Lesen, das macht Spaß! Eine anspruchsvolle Kost für Lyrikfans und all diejenigen, die gerne laut lesen. (44:46) Dankesworte und Ankündigung der Sommerpause. Folge 5 wird Ende September 2026 zu hören sein. Slata Roschal, *1992 in Sankt Petersburg, ist eine deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt in München. Christoph Georg Rohrbach, *1992 in Blankenburg, ist ein deutscher Lehrer, Lyriker, Historiker und Literaturvermittler. Er lebt im Harz. Dirk Uwe Hansen, *1963 in Eckernförde, ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Altphilologe. Er lebt in Greifswald.
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    45 Min.
  • Folge 3: Wanderungen und Totentänze
    Apr 23 2026
    In Folge 3 geht es auf poetische Wanderschaft. Gipfelkreuze werden gefällt, es wird höchst vielschichtig „gewettert“, und Totentänze als Metaphernreigen einer kulturellen Krise hörend erfahrbar gemacht. (00:06) Plädoyer und Anlaufstellen für die Lyrikvermittlung an Schulen (04:56) Besprechung des Lyrikbands „Kreuzfällen. Epyllion“ von Daniel Bayerstorfer und Tobias Roth (Verlagshaus Berlin 2025) In diesem vielschichtigen Langgedicht über das Fällen von Gipfelkreuzen wird aus dem empirisch-humoristischen und multidimensionalen Unterwegssein in der Natur (nicht nur des Alpenraums) eine ebenso poetische wie geistreiche Auseinandersetzung mit dem religiösen Symbol des Kreuzes „in der Pupille des Winters.“ (19:33) Besprechung des Lyrikbands „Gewetter“ von Jakob Leiner (Quintus Verlag 2022) Bereits der assoziationsreiche Titel lädt die Lesenden auf lakonisch-unaufgeregte wie vielstimmig-kluge Weise dazu ein, gemeinsam spazieren zu gehen und dabei der Poesie, die sich im „natürlichen Raum“ verbirgt, auf die Spur zu kommen. (32:22) Besprechung der lyrischen Texte „Totentanz“ von Andreas Unterweger (2025, bestellbar bei der Galerie Marenzi) Die mittelalterliche Motivik wird in diesen explizit politischen Gedichten anschaulich und poetisch pointiert fruchtbar gemacht. „Der Tod“, so Unterweger, „führt keine Koalitionsgespräche.“ (45:53) Dankesworte an die Förderer des Podcasts Folge 4 wird ab 26. Juni 2026 zu hören sein. Slata Roschal, *1992 in Sankt Petersburg, ist eine deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt in München. Christoph Georg Rohrbach, *1992 in Blankenburg, ist ein deutscher Lehrer, Lyriker, Historiker und Literaturvermittler. Er lebt im Harz. Dirk Uwe Hansen, *1963 in Eckernförde, ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Altphilologe. Er lebt in Greifswald.
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    46 Min.
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