Kants Philosophie Titelbild

Kants Philosophie

Kants Philosophie

Von: Die Stimme der Vernunft
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Über diesen Titel

Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.Die Stimme der Vernunft Philosophie Sozialwissenschaften
  • Kants Philosophie - Was ist Weltbürgertum? (Und was ist deutsch?)
    Mar 21 2026

    Der Mensch soll Weltbürger sein: Er soll nicht nur die eingeschränkten Interessen seines Selbst, seines Standes, seiner Nation vertreten, er soll nicht nur aus der Enge seiner begrenzten Perspektive urteilen. Stattdessen soll er als Mensch Anteil an allen menschlichen Dingen, als Einwohner der Welt Interesse an der ganzen Welt nehmen und aus einer kosmopolitischen Gesinnung heraus stets auch auf das Weltbeste ausgerichtet sein. Das Gesamtbeste für die Menschheit ist aber der ewige Frieden und also allgemeine Gerechtigkeit. Der Weltbürger begrüßt daher den Fortschritt des Republikanismus und des Völkerrechts, auch wo er nicht unmittelbar betroffen ist. Mittelbar ist er es doch: denn das allgemeine Beste ist notwendig zugleich auch das Beste für die Einzelnen. Gerade die Deutschen aber sind für Kant besonders veranlagt und bestimmt, nicht dem Nationalwahn ergeben, sondern eltbürger zu sein.


    Zitat: 0:08

    Weltbürgertum: 1:40

    Vor allem Gelehrte und Herrscher sollen Weltbürger sein: 17:16

    Der Weltbürger nimmt Interesse am Ganzen und damit der Gerechtigkeit: 31:52

    Der Philosoph ist immer Weltbürger: 37:29

    Der deutsche Nationalcharakter: 56:23

    Dank: 1:18:18


    Zerstreute Bemerkungen über die weltbürgerliche bzw. kosmopolitische Gesinnung findet man vor allem in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/, diese Gesinnung spricht aber aus allen, vorzüglich den rechtsphilosophischen Schriften Kants.


    Zusammen mit diesem Vortrag veröffentliche ich eine weltbürgerliche Playlist mit Videos von Interesse für jeden weltbürgerlich gesinnten Menschen. Diese werde ich, wie meine anderen Playlisten, immer mal wieder ergänzen, wenn mir weitere passende Videos unterkommen.https://youtube.com/playlist?list=PLmUaT5M-ftkb33Z74UxZyRaeAstX7G1us&si=PhxVH2WNRUTVgWhc


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    1 Std. und 19 Min.
  • Kants Philosophie - Was ist Patriotismus?
    Mar 14 2026

    Vaterlandsliebe soll nicht sein wie die Liebe zum Rinderbraten, von dem sich jeder ein Stück abschneidet, sagt Kant. Der wahre Patriot betrachtet sein Gemeinwesen nicht als seine Beute, sondern er dient dem Ganzen. Dieser Dienst ist aber nur dann kein chimärischer Wahn, wenn es ein Dienst an der Gerechtigkeit ist: Der Patriot setzt sich für den Rechtsstaat und eine dauerhafte, diesen erhaltende Verfassung ein.


    Zitat: 0:08

    Die Regierung soll patriotisch sein: 1:28

    Patriotismus ist nicht Nationalismus: 16:32

    Der Patriot betrachtet den Staat nicht als seinen Besitz, sondern sich als Diener des Rechtsstaats: 21:00

    Faschismus und Ausklärung: 40:16

    Der unpatriotische Pöbel: 1:00:13

    Nationalwahn vs. patriotischer Dienst am Rechtsstaat: 1:26:36

    Dank: 1:36:58


    Die patriotische Denkungsart wird beschrieben im zweiten Teil von Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/289.html. Weitere verstreute Bemerkungen finden sich in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.


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    1 Std. und 37 Min.
  • Kants Philosophie - Warum es kein Recht auf Revolution gibt und Kant sie dennoch begrüßte
    Mar 7 2026

    Verbesserungen im Staat hin zu mehr Freiheit und Gerechtigkeit will Kant durch schrittweise Reform erreichen, die wiederum dadurch angestoßen wird, dass öffentlich Kritik geübt wird und Verbesserungen angeregt werden. Wo nicht einmal dies möglich ist und die Zensur herrscht, bleibt nur, auf bessere Zeiten zu hoffen und sich als guter und gesetzestreuer Bürger zu betragen, der höchstens passiven Widerstand leistet, wenn von ihm Dinge verlangt werden, die mit dem moralischen Gesetz unvereinbar sind. Aktiver Widerstand und Revolutionen aber sind notwendig Unrecht, weil sie das Recht selbst aufheben, bevor sie ein neues Recht etablieren. Wenn sie aber doch geschehen, soll man sie als Ruf der Natur zur Freiheit nehmen und das Beste aus ihnen machen. So war Kants Verhältnis zur Revolution ein sehr differenziertes: Nach Prinzipien hat er sie abgelehnt und wäre nie zum Revolutionär geworden, wo sie aber stattfanden, hat er sie enthusiastisch begrüßt.


    Zitat: 0:08

    Was soll der Mensch im despotischen Staat tun?: 0:41

    Ruhig auf bessere Zeiten warten: 7:53

    Menschen sind für die Revolution, nicht weil diese rechtmäßig ist, sondern weil sie Eudämonisten sind, die sich um Recht nicht scheren: 11:40

    Revolutionen sind immer Unrecht: 23:29

    Revolutionen heben den bürgerlichen Zustand auf und werfen Menschen in den Naturzustand zurück: 48:36

    Revolutionen führen kaum je zur Republikanisierung des Staates: 1:05:35

    Weshalb man Revolutionen nicht bekämpfen soll, obwohl sie Unrecht sind: 1:18:44

    Widersetzung ist rechtens, Widerstand nicht: 1:29:44

    Kants Kritik an Revolutionen ist als subtile Unterstützung der Französischen Revolution zu lesen: 1:47:58

    Kants eigenes Verhältnis zu Revolutionen: 1:54:41

    Wann Revolutionen und Widerstand kein Unrecht sind, ohne doch Recht zu sein: 2:05:31

    Dank: 2:29:29


    Auf das Thema der Revolution kommt Kant immer wieder in seinen rechtsphilosophischen Werken zu sprechen. So in Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html und auch in seiner Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/311.html und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html. Es empfiehlt sich, zur Frage, wie der Mensch sich im Despotismus verhalten soll, auch die entsprechenden Passagen seiner Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.


    Auch Hannah Arendt bemerkte den Zusammenhang von Revolution und Despotismus, insofern beide auf demselben Eudämonismus gründen: https://youtu.be/l1fyT8nAJOY?si=HfgeWHwoWX-y8pMt.


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    3 Std. und 3 Min.
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Man kann dem Autor und Sprecher in seinen Erläuterungen sehr gut folgen. Das macht den Podcast auch für Philosopie-Laien sehr interessant.
Das Kriterium „Geschichte“ kann ich hier nicht interpretieren bzw. finde ich dass es nicht zutrifft, daher dort nur 1 Punkt.
Es wäre schön, wenn die Audio-Qualität besser wäre. Ansonsten: toller Podcast !

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