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Kants Philosophie

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Von: Die Stimme der Vernunft
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Über diesen Titel

Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.Die Stimme der Vernunft Philosophie Sozialwissenschaften
  • Kants Philosophie - Was ist Gerechtigkeit?
    Dec 13 2025

    Der Gegenstand des Rechts ist das Mein und Dein, sei es, im Falle angeborener Rechte, das von Geburt her Meine, oder, im Falle erworbener Rechte, das, was zu irgendeinem Zeitpunkt das Meine geworden ist. Im Naturzustand, wenn es keinen Staat und kein Gesetz gibt, lautet der Rechtsgrundsatz: neminem leadere, verletze niemanden, d. h. lasse jedem das Seine, und dies ist der Grundsatz einer kommutativen Gerechtigkeit. Aber es herrscht hier keine Einigkeit darüber, was Mein, was Dein ist, daher ist der Naturzustand ein beständiger Kriegszustand. Ewigen Frieden kann nur das öffentliche Recht bringen: Ein Vertrag, der jedem das Seine als das Seine zuweist und zusichert. Dies ist eine distributive Gerechtigkeit, die nach dem Grundsatz verfährt: suum cuique tribue, gib jedem das Seine. Gerecht kann demnach nur sein, was in einem solchen Gesellschaftsvertrag, dem jeder zustimmen könnte, vorkommen könnte. Und dies kann durch ein Experiment der Vernunft ermittelt werden, nämlich durch die Frage, ob es die Öffentlichkeit vertrage.


    Zitat: 0:08

    Gerechtigkeit und damit Frieden sind nur durch ein öffentliches Recht möglich: 0:33

    Der Staat braucht Gesetz, Gewalt und Freiheit: 6:38

    Die Zustände, darin wenigstens ein wesenliches Element des Staates fehlt: 12:53

    Die Analogie mit der Ethik: 24:47

    Wilde Freiheit und Freiheit unter dem Gesetz: 33:52

    Barbarei: 41:44

    Gerechte Gesetze sind solche, denen in einem ursprünglichen Gesellschaftsvertrag jeder hätte zugestimmt haben können: 1:06:03

    Die Maxime der Publizität im Recht: 1:39:13

    Die Maxime der Publizität in der Ethik: 1:59:04

    Dank: 2:24:55


    Das Zusammenspiel von Freiheit, Gesetz und Gewalt behandelt Kant in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/330.html, seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/.

    Die Maxime der Publizität taucht in seinen Schriften Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html, Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/381.html sowie in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/ vor.


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    2 Std. und 25 Min.
  • Kants Philosophie - Warum es einen Staat geben muss und wann Krieg gerecht ist
    Dec 6 2025

    Im Naturzustand, also ohne gemeinsame Gesetze, leben die Menschen in einem beständigen enigstens potenziellen Krieg miteinander. In diesem Zustand ist schon die bloße Anwesenheit eines anderen enschen eine Bedrohung, mehr als es die irgendeines wilden Tieres je sein könnte. Deshalb ist es Pflicht, aus dem Naturzustand in einen bürgerlichen Zustand zu treten, also durch Vertrag ein gemeinsames Gesetz zu errichten, das jedem das Seine zuweist und garantiert. Hierdurch schafft das öffentliche Recht einen ewigen Frieden zwischen den Menschen.


    Zitat: 0:08

    Der Naturzustand: 0:32

    Der Naturzustand ist ein Kriegszustand, weshalb wir in den bürgerlichen Zustand übertreten müssen: 0:38

    Das öffentliche Recht soll Gerechtigkeit und damit ewigen Frieden bringen: 23:29

    Der Gesellschaftsvertrag setzt Wahrhaftigkeit voraus: 31:13

    Die drei Grundsätze des Ulpian: 40:13

    Honeste vive (lebe ehrbar): 45:00

    Neminem leadere (niemandem schaden) & suum cuique tribue (gib jedem das Seine): 51:49Kants Lesemethode: 1:03:16

    Der gerechte Krieg ist ein Krieg, um unter das Recht zu zwingen: 1:07:23

    Austritt aus dem Gesellschaftsvertrag ist Unrecht: 1:34:52

    Dank: 2:01:45


    Ulpians Rechtsgrundsätze behandelt Kant an verschiedenen Stellen seiner Vorlesungen über Moralphilosophie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes271imma/page/n5/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma/page/n5/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/page/n5/mode/2up sowie seines handschriftlichen Nachlasses zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/. Vom öffentlichen Recht und dem Übergang in dieses handelt vor allem die Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/305.html. Auch ein Blick in die Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten ist lohnend: https://korpora.org/kant/aa23/207.html.


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    2 Std. und 2 Min.
  • Kants Philosophie - Die ursprüngliche Erwerbung: Theorie des Bodens und des rechtmäßigen Eigentums
    Nov 29 2025

    Eines der wichtigsten Probleme, das die Rechtsphilosophie zu lösen hat, ist das der ursprünglichen Erwerbung: Wie kann eine herrenlose Sache der rechtmäßige Besitz eines bestimmten Menschen werden, von dessen Gebrauch er alle anderen ausschließen darf? Kant beantwortet dies durch seine Theorie des Bodens, die seiner gesamten Rechtsphilosophie zu Grunde liegt: Jeder hat ein ursprüngliches Recht auf ein Stück der Erde. Diese Theorie ist zwar unzureichend, aber dennoch fruchtbar.


    Zitat: 0:08

    Das Problem der ursprünglichen Erwerbung: 0:42

    Jeder Mensch hat ein angeborenes äußeres Recht am Boden: 15:54

    Alle Menschen befinden sich gemeinsam im ursprünglichen Gesamtbesitz des Bodens: 23:46

    Alles andere Eigentum ist vom Eigentum an dem Stück Boden abzuleiten, auf dem es ursprünglich ergriffen wird: 36:45

    Jeder kann so viel Boden rechtmäßig besitzen, wie er im Naturzustand verteidigen könnte: 42:25

    Das Eigentum am Boden und die ursprüngliche Erwerbung bedürfen eines Rechtszustandes: 56:03

    Kant als Anti-Malthus: 1:12:20

    Kants Theorie schließt riesige Vermögensungleichheit aus: 1:34:41

    Warum Kants Lösung des Problems der ursprünglichen Erwerbung unzureichend ist: 1:39:00

    Die Theorie der ursprünglichen Erwerbung leitet vom Privatrecht zum öffentlichen Recht über: 1:51:53

    Dank: 1:53:06


    Die ursprüngliche Erwerbung und die Theorie des Bodens werden in der Rechtslehre in Kants Metaphysik der Sitten behandelt: https://www.korpora.org/Kant/aa06/203.html. Um sie vollends zu verstehen, empfiehlt sich aber, auch die Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten zu studieren: https://www.korpora.org/Kant/aa23/207.html.


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    1 Std. und 54 Min.
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Man kann dem Autor und Sprecher in seinen Erläuterungen sehr gut folgen. Das macht den Podcast auch für Philosopie-Laien sehr interessant.
Das Kriterium „Geschichte“ kann ich hier nicht interpretieren bzw. finde ich dass es nicht zutrifft, daher dort nur 1 Punkt.
Es wäre schön, wenn die Audio-Qualität besser wäre. Ansonsten: toller Podcast !

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