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Von: ORF
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Über diesen Titel

Begegnungen mit interessanten und berührenden Menschen und immer wieder neue Einsichten und Gedanken jenseits des Tagesjournalismus.© 2026 ORF / Ö1 Sozialwissenschaften Spiritualität Wissenschaft
  • Engin Çatik, Schulleiter Berlin
    Apr 3 2026

    Vor eineinhalb Jahren kam die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin als „schlimmste Schule Deutschlands“ in die Schlagzeilen. Gewalt, verbale Übergriffe, asoziales Verhalten der Schülerinnen und Schüler wurden beklagt. Ein Drittel des Lehrkörpers war regelmäßig krankgeschrieben, der benachbarte Supermarkt engagierte einen Wachdienst. Anfang 2025 bekam die Schule einen neuen Direktor: Engin Çatik. Der 40-Jährige führt seither mit Konsequenz, Vertrauen und „zugewandter Autorität“, wie er es nennt – und sein Erfolg als „Schul-Retter“ sorgt in ganz Deutschland für Aufmerksamkeit. Das Milieu und die Probleme seiner Schülerinnen und Schüler kennt der türkischstämmige Schulleiter aus seiner eigenen Biografie – als Sohn einer alleinerziehenden Mutter und eines Vaters, der viele Jahre im Gefängnis saß. Mit Beginn der Sommerferien wird er die Bergius-Schule verlassen, um in die Berliner Schulverwaltung zu wechseln. „Die Krise ist vorüber“, sagt er dazu im Gespräch mit Armin Wolf.

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  • Carmen Possnig, ESA-Ersatzastronautin und Medizinerin
    Mar 27 2026

    Carmen Possnig ist junge Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, als sie sich bei der ESA – der European Space Agency – um einen ziemlich unkonventionellen Job: Gesucht wird eine Forschungsärztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftliche zu arbeiten, davon neun Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon vier Monate ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre ärztliche Karriere grundlegend verändern. Carmen Possnig arbeitet danach als Forschungsärztin bei der ESA – und bewirbt sich abermals um einen speziellen Job bei der Europäischen Weltraumagentur. Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, erzählt sie im Gespräch mit Andreas Obrecht: 2022 wird sie offiziell in den ESA-Astronautenpool als Reserveastronautin aufgenommen.

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    54 Min.
  • Alice Vadrot - Langversion
    Mar 20 2026

    Fast die Hälfte der Erdoberfläche ist internationale Hochsee. Im Jänner 2026 ist ein historisches Abkommen zum Schutz dieser Regionen in Kraft getreten. Welche Wissenschaft, Diplomatie und Politik für dessen Zustandekommen nötig war, untersuchte die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot. Seit 2025 ist sie Professorin für Internationale Umweltpolitik an der Universität Wien. Als Mitglied des Österreichischen Biodiversitätsrats setzt sie sich für eine Stärkung der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein. Alice Vadrot, geboren 1985 in Saarburg in Deutschland, ist Tochter einer Österreicherin und eines Franzosen, hat Politikwissenschaft, Philosophie und Slawistik/Russistik an der Universität Wien studiert. Ursprünglich wollte sie Diplomatin werden, jetzt beforscht sie aber lieber mit ihrem Team die Diplomatie in der Umweltpolitik. Das Meer lässt sie auch in ihrer Freizeit nicht los: Derzeit arbeitet sie an einem Kinderbuch über Ozeane, das sie selbst illustriert.

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    1 Std. und 10 Min.
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