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  • Volume 54: Deutschlands Brücken altern schneller als ihr Image
    Feb 2 2026

    Zahlreiche Brücken in Deutschland sind alt, aber funktionieren noch im Alltag. Genau darin liegt die Gefahr. Denn die Belastung hat sich längst verschoben. Lastwagen sind heute deutlich schwerer, die Zahl der Überfahrten ist stark gestiegen. Der Verschleiß wächst, auch wenn er für Nutzer kaum sichtbar ist.

    Heike Schmitz weiß: Schäden entstehen nicht plötzlich. Sie werden früh erkannt, in Prüfungen dokumentiert, lange bevor es zu Sperrungen kommt. Doch mit der Feststellung allein ist nichts gewonnen. Danach beginnt der Teil, der in Deutschland am meisten Zeit kostet: Entscheidungen, Genehmigungen, Beauftragungen. Während diese Prozesse laufen, arbeitet der Verschleiß weiter.

    Was reparierbar wäre, wird dadurch zu einem Sanierungsfall und damit teurer, aufwendiger und schwerer planbar. Die Carolabrücke in Dresden hat vielen vor Augen geführt, was passiert, wenn Vertrauen in Routine zur Gewohnheit wird.

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  • Volume 53: Zu feige für Haltung? Das B2B-Markenproblem
    Jan 26 2026

    Nick Hughes arbeitet dort, wo B2B-Marken unter Druck geraten. Seine Erfahrung ist eindeutig: Klare Positionen werden vermieden, weil sie intern unbequem sind. Aussagen werden weich formuliert, Begriffe verklausuliert und Texte so lange abgestimmt, bis es keinen Widerspruch mehr gibt. Übrig bleibt Kommunikation, die beschreibt, aber nichts aussagt.

    Die Folge davon ist banal und gravierend zugleich. Kunden orientieren sich nicht an der Marke selbst, sondern an Preis oder Bekanntheit. Solange alles läuft, fällt das kaum auf. Doch sobald sich etwas ändert, fehlt die Richtung. Dann zeigt sich, dass eine Marke ohne klare Sprache nicht funktioniert. Das Problem entsteht nicht mit dem Text, sondern davor. Marken werden dort wirksam, wo Unternehmen den Mut haben, eine Haltung festzulegen und ihr eine Sprache zu geben.

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  • Volume 52: Warum gute Projekte schlechte Standorte werden
    Jan 19 2026

    In der Projektentwicklung wird viel entschieden, ohne genau zu wissen, was ein Ort später mit Menschen macht. Es wird über Nutzungsmischung gesprochen und über Aufenthaltsqualität. Am Ende stützt sich vieles auf Erfahrung und Bauchgefühl.

    Kevin Meyer stellt diese Logik infrage. Sein Punkt ist unbequem. Viele Immobilien sind wirtschaftlich schlüssig geplant, funktionieren aber im täglichen Gebrauch einfach nicht. Menschen gehen vorbei, bleiben nicht stehen und kommen nicht zurück. Lange ließ sich kaum erklären, woran das liegt.

    Heute gibt es dafür Daten. Bewegungsmuster lassen sich auswerten und vergleichen. Dadurch wird sichtbar, dass Vermietung allein wenig über die Wirkung eines Ortes aussagt. Denn entscheidend ist am Ende, wie ein Standort genutzt wird und nicht, wie er geplant wurde.

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  • Volume 51: Wer breit streut, rutscht nicht aus
    Jan 12 2026

    Der perfekte Moment zum Kaufen ist eine Erfindung. Vermögen entsteht, wenn man anfängt und den nächsten Schritt nicht aufschiebt. Laura Schick hat mit 23 ihre erste Einzimmerwohnung gekauft und ihr Portfolio über Jahre aufgebaut. Keine Traumimmobilie, sondern eine kleine, vermietete Wohnung, die sich gerechnet hat.

    Genau so beginnt Vermögensaufbau auch heute noch. Nicht am Höhepunkt des Marktes, sondern in Phasen, in denen Unsicherheit herrscht und Entscheidungen unbequem sind. Wer dann handelt, baut Substanz auf. Wer wartet, bleibt Zuschauer.

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    28 Min.
  • Volume 50: Netzwerken ohne FOMO
    Jan 7 2026

    Netzwerken ist kein Selbstläufer mehr. Heute entscheidet nicht mehr die Größe eines Formats über seinen Wert, sondern die Qualität der Begegnungen.

    Jutta Heusel beobachtet seit Jahren, wie sich Branchentreffen verändern. Viele klassische Formate verlieren an Wirkung, weil sie an Routinen festhalten, die nicht mehr zeitgemäß sind. Sichtbarkeit ersetzt kein Gespräch und Präsenz keine Relevanz. Stattdessen entstehen neue Dynamiken dort, wo Menschen bereit sind, sich aus bekannten Kreisen herauszubewegen.

    Besonders deutlich zeigt sich das im Generationenvergleich. Jüngere Teilnehmer kommen mit klaren Erwartungen, nutzen Netzwerke gezielt und gehen, wenn der Mehrwert ausbleibt. Auch regional unterscheiden sich die Kulturen spürbar, mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Verbindlichkeit und Beteiligung.

    Netzwerken wird damit selektiver. Wer darauf wartet, dass sich die passenden Verbindungen von selbst ergeben, verpasst oft den richtigen Moment.

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    29 Min.
  • Volume 49: ESG trifft die Realität – Zwischen KI-Sprech und Aktenkeller
    Dec 15 2025

    ESG war der Goldrausch der Immobilienbranche. Jetzt ist es Kostenblock mit Image-Risiko und knallharten Prüfungen. Im Gespräch zerlegt Manuel Schröder den Mythos vom „nice to have“ in Echtzeit: BaFin-Prüfungen, Dealbreaker in der Due Diligence und die Frage, wer sich Nachhaltigkeit wirklich „leisten“ kann.

    Diese Folge ist ein Rundumschlag durch die Immobilienbranche. Während alle laut über KI fantasieren, laufen im Hintergrund noch immer Excel-Tabellen und im Keller türmen sich die Aktenordner. Manuel Schröder zeigt, wie aus diesem Chaos Ordnung entsteht. Und warum eine einzige offene Zahl reicht, um Verhandlungen ins Stocken zu bringen.

    Am Ende steht ein Blick auf eine Branche, die lange geglaubt hat, sie könne ESG nebenbei erledigen. Nach dieser halben Stunde ist klar: Der Nebenschauplatz ist zum Hauptfeld geworden. Und wer das ignoriert, spielt nicht mehr mit.

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  • Volume 48: Approved by AI: Wie Sie in den Suchergebnissen von ChatGPT und Co. erscheinen
    Dec 8 2025

    Die alten SEO-Tricks ziehen nicht mehr. Laut zu sein reicht schon lange nicht mehr, denn die KI sortiert alles aus, was nach aufgeblasenem Content klingt. Wer nur Slogans liefert, verschwindet. Wer jedoch Expertise, Mehrwert und Fakten liefert, landet dort, wo alle hinwollen: in den KI-Ergebnissen, die über den klassischen Google-Treffern stehen und immer häufiger zuerst geklickt werden.

    Im Gespräch zeigt Paul Vetter, warum Qualität heute mehr Wirkung hat als jede Keyword-Liste und warum Social Proof für die KI stärker zählt als frühere Ranking-Signale. Und wir landen bei dem Punkt, der das ganze Gespräch zusammenhält: Die KI braucht Menschen, um entscheiden zu können, wem sie vertraut.

    Genau da beginnt die Arbeit und genau da wird es spannend.

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  • Volume 47: Warum die Umkleide zum Umsatzkiller wird
    Nov 24 2025

    Viele Läden in den Innenstädten sind gut sortiert – und trotzdem leer. Ayca Arici weiß, woran das liegt: Räume wirken. Und sie wirken oft falsch. Kabinen schrecken ab, Stores fühlen sich leer an und Konzepte passen nicht zum Viertel.

    Im Podcast erzählt die Retail-Designerin, wie Gestaltung unsere Entscheidungen lenkt, unbewusst, aber wirksam. Sie spricht über Flagship-Stores in London, über Malls in Dubai, die wie kleine Städte funktionieren, und über Straßen, die erst dann leben, wenn Gastronomie, Service und Handel zusammen gedacht werden.

    Wer verstehen will, wie sehr der Raum unsere Entscheidungen lenkt – und was das für die Zukunft der Innenstädte heißt – sollte diese Folge hören.

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