• Bundeswehr: Wie viel eigenes Denken ist erlaubt?
    Oct 29 2026

    „Als Soldat gibt man sein Gehirn an der Kasernenwache ab“, ist eines der am weitesten verbreiteten Vorurteile gegenüber der Bundeswehr. Soldaten seien „devot“ und würden „nicht selber denken“. Brisant wird dieser Vorwurf, wenn er auch von Veteranen geteilt und verbreitet wird. Denn die müssten es ja genau wissen.

    Ich nehme mir diesen Vorwurf vor: Sind Soldaten tatsächlich unterwürfig und fremdgesteuert? Liegt das an der Uniform oder zieht die Bundeswehr einfach nur die Falschen an? Die Antwort ist vielleicht nicht so einfach, wie du jetzt denken könntest. Sagt mir zumindest mein Bauchgefühl. Lass uns draufschauen.

    Ich bin Wolf Gregis, Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lade ich dich an meinen Esstisch ein, um mit dir die Fragen von Dienst und Einsatz zu besprechen – und was davon nach vielen Jahren übrigbleibt.

    Du bist herzlich eingeladen, dich an dem Gespräch zubeteiligen.


    Niemand sonst wird kommen, es liegt an uns.

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    GENANNTE QUELLEN

    Joshua J. Jackson et al. (2012): Military Training and Personality Trait Development: Does the Military Make the Man, or Does the Man Make the Military?

    ubc-emotionlab.ca/wp-content/uploads/2012/05/Jackson-et-al.-2012-Military-Training-and-Personality-Development.pdf

    Stephanie Klee und Karl-Heinz Renner (2016): Beyond pride and prejudices: An empirical investigation of German Armed Forces soldiers’ personality traits. Personality and Individual Differences

    doi.org/10.1016/j.paid.2015.09.020

    Martin Elbe (2023): Bewerberstudie 2022. Vom anfänglichen Interesse bis zur abgeschlossenen Bewerbung bei der Bundeswehr. ZMSBw-Forschungsbericht 134.

    zms.bundeswehr.de/resource/blob/5621972/c9563445e46f1c0ea5a42f1172230b16/zmsbw-forschungsbericht-134-bewerberstudie-2022-pdf-data.pdf

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    37 Min.
  • Prägung Bundeswehr: Leistung und Verantwortung
    Oct 22 2026

    Schon in jungen Jahren sich und andere auch unter besonderer Belastung zu führen, prägt einen Menschen. Die Bundeswehr stellt diese Ansprüche an alle Soldaten und insbesondere ihren Führungsnachwuchs: Leistung und Verantwortungsübernahme.

    Dieser Anspruch kann zu großen Leistungen befähigen und weit über die Dienstzeit hinaus Früchte tragen. Er hat aber auch seine Kehrseite, wenn äußerer Druck zu innerem wird. In dieser Folge erzähle ich von meinen Erfahrungen: Wie bin ich sowohl mit Leistungsanspruch als auch mit Verantwortungsübernahme konfrontiert worden und wie bestimmen diese auch als Veteran mein Leben in der zivilen Welt?

    Ich bin Wolf Gregis, Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lade ich dich an meinen Tisch ein, um mit mir die Fragen von Dienst und Einsatz zu besprechen und was davon danach für immer bleibt.

    Beteilige dich gern mit deinen Erfahrungen in den Kommentaren.


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    26 Min.
  • Soldaten und Veteranen - Täter oder Opfer?
    Oct 15 2026

    KORREKTUR: Wenn du an die Stelle kommst mit den 0,04 % kommst, es sind 0,4 %. Ich habe falsch abgelesen und es erst zu spät bemerkt. Die absolute Zahl von 740 Soldaten bleibt.


    Trennung.

    Rechtsextreme Täter oder kranke Opfer – das ist das Bild, was die deutschen Medien allzu oft von Soldaten und Veteranen der Bundeswehr zeichnen. Auch die Filmbranche springt gern auf: der Beschützer wird zur Bedrohung. Dazwischen gibt es selten etwas, wenn Medien berichten.

    Aber war das wirklich schon alles? Woher kommt dieses Bild und sind wir vielleicht sogar selbst daran schuld? Geht es in der Bundeswehr tatsächlich radikaler zu als im Rest der Gesellschaft?

    Ich habe in den letzten Jahren einiges an Erfahrungen mit den Medien gesammelt und sage, es wird Zeit für einen dritten Ansatz – einem der den Soldaten und Veteranen der Bundeswehr gerechter wird.

    Ich bin Wolf Gregis, Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lade ich dich an meinen Tisch ein, um mit mir die Fragen von Dienst und Einsatz zu besprechen. Und was davon danach für immer bleibt.


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    GENANNTE QUELLEN

    ZMSBw (2025): Armee in der Demokratie – Studie zu politischen Einstellungen in der Bundeswehr. Forschungsbericht 138: https://zms.bundeswehr.de/resource/blob/5927864/00d738c873b8bbeea8d3ac4e6a78b9f4/30-05-01-zmsbw-forschungsbericht-138-armee-in-der-demokratie-data.pdf

    Friedrich-Ebert-Stiftung (2025): Die angespannte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25: https://www.fes.de/mitte-studie

    MOTRA-Monitor 2024/25 (veröffentlicht 2026). Enthält die Ergebnisse der Studie Menschen in Deutschland: https://www.jura.uni-hamburg.de/media/die-fakultaet/aktuelles/motra-monitor-2024-25-buch-kemmesies-et-al-2026.pdf

    Anja Seiffert und Julius Heß (2020): Leben nach Afghanistan. Die Soldaten und Veteranen der Generation Einsatz der Bundeswehr: https://zms.bundeswehr.de/resource/blob/5323792/8ce75408d9ca64ce4784ab7b23bea0b8/studie-leben-nach-afghanistan-data.pdf

    Christian Weber (2018): Ist jeder Soldat ein Veteran? Einekritische Analyse der Veteranendefinition vom Volkstrauertag 2018. BAKS-Arbeitspapier 32/2018: https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/arbeitspapier_sicherheitspolitik_2018_32.pdf

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    27 Min.
  • Dienst und Krieg: Töten und Sterben
    Oct 8 2026

    Es ist die hässliche Seite von Dienst, Einsatz und Krieg und doch unvermeidlich für Streitkräfte – auch für die Bundeswehr: Das Töten und Sterben gehört zu den Pflichten eines Soldaten im Einsatz und Krieg. Und doch wird dieses Thema in Deutschland nur mit der Kneifzange angefasst.

    In dieser Folge frage ich mich, wann das Töten und Sterben in meiner Dienstzeit Thema war und wie Afghanistan meinen Blick darauf verändert hat? Wie haben das die Kameraden im Karfreitagsgefecht erlebt und warum muss man sich gerade als Veteran – mit und ohne Gefechtserfahrung – in diese weitgehend vermiedene Debatte einbringen?

    Wolf Gregis ist Bundeswehr- und Afghanistan-Veteran, SPIEGEL-Bestseller-Autor und Gastgeber von „Helm ab – Der Veteranencast“. Jeden Donnerstag lädt er dich an seinen Tisch ein, um mit ihm die Fragen von Dienst und Einsatz und was davon bleibt zu besprechen.

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    GENANNTE QUELLEN

    Regierungspressekonferenz vom 25. Juni 2025: bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/regierungspressekonferenz-vom-25-juni-2025-2358000

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    30 Min.
  • Veteranen: Sieg - Was nun?
    Oct 1 2026

    Afghanistan interessiert kein Schwein mehr. Das muss nichts Schlechtes sein. Für mich ist es eher ein gutes Zeichen: Der zwanzigjährige Kampf deutscher Veteranen um grundlegende Wahrnehmung, Anerkennung und Versorgung ist im Kern gewonnen.

    Ich prüfe das anhand von drei Feldern: Kultur, Gesellschaft und Politik. Es geht um Medien über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, das Verständnis des Veteranenbegriffs, das Engagement der Veteranenvereine, gesetzliche Verbesserungen, die parlamentarische Aufarbeitung Afghanistans und den Nationalen Veteranentag.

    Die Lage deutscher Veteranen hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, wenn auch nicht zwangsläufig für jeden Einzelnen. Damit beginnt aus meiner Sicht trotzdem eine neue Phase der Veteranenarbeit: Wir müssen nicht mehr fordern, wir können wieder geben. Und zwar aus einer Position der Stärke heraus – oder nicht?

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    ZMSBw – Bevölkerungsbefragung 2024:
    zms.bundeswehr.de/resource/blob/5855536/3afdc801d2623b20679b4a44eacfd1d2/zmsbw-forschungsbericht-137-bevbefragung-2024-data.pdf

    Soldatenentschädigungsgesetz: gesetze-im-internet.de/seg

    Soldatenversorgungsgesetz:
    gesetze-im-internet.de/svg_2025

    Einsatz-Weiterverwendungsgesetz: gesetze-im-internet.de/einsatzwvg

    Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Lehren ausAfghanistan“: bundestag.de/webarchiv/Ausschuesse/ausschuesse20/weitere_gremien/enquete_afghanistan/Berichte

    Abschlussbericht des UntersuchungsausschussesAfghanistan:
    bundestag.de/webarchiv/Ausschuesse/ausschuesse20/untersuchungsausschuesse/ua01

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    Neue Folgen von „Helm ab – Der Veteranencast“ gibt es jedenDonnerstag.


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  • Wolf Gregis - Bruch und Brücke
    Oct 1 2026

    Die Rückkehr aus dem Auslandseinsatz in Afghanistan und der Wechsel von der Bundeswehr in die zivile Welt war für mich ein Bruch. Zur Brücke wurden – erst Jahre später – das Schreiben, der Austausch mit anderen Veteranen und schließlich „Helm ab“.

    In dieser Vorfolge der neuen Staffel blicke ich auf meinen Weg und die Entwicklung der deutschen Veteranenkultur: vom Afghanistan-Einsatz und dem schwierigen Ankommen in der zivilen Welt über „Sandseele“, Wunstorf und Kabul 2021 bis zur Entstehung des Veteranencasts und zur Aufarbeitung des Karfreitagsgefechts.

    „Helm ab“ geht künftig als Solo-Podcast weiter, die Fragen aber bleiben: Wie geht man mit Dienst und Einsatz um? Wie mit Erinnerung und einer neuen Veteranenkultur in Deutschland? Wie lebt man mit militärischer Prägung in einer zivilen Welt?

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  • #85 Quo vadis, Veteran? Unliebsame Antworten | Wolf Gregis
    Apr 1 2026

    Was bleibt dem deutschen Veteranen? Stell dir vor, alle großen Ziele der deutschen Veteranenschaft wären erreicht: mehr Anerkennung, mehr Wertschätzung, eine bessere Betreuung und nachhaltige Fürsorge. Was wäre, wenn das längst erreicht ist?


    Was bleibt dem Veteranen dann noch? Die Kameradschaft und Tradition oder nur Identitätskrise und schwarzes Loch?


    In dieser Folge rede ich über den Stand der Veteranenarbeit in Deutschland im Jahr 2026, über die neuen Aufgaben der Bundeswehr und was das für alte Kameraden bedeutet. Ich lege den Finger in die Wunde, wo wir uns als Veteranenschaft neu orientieren müssen, wenn wir nicht zu verschrobenen Nörglern werden wollen. Ich gebe meine (unliebsamen) Antworten auf die Frage: Wohin gehst du, Veteran?


    Das ist die letzte Folge vor meiner Veröffentlichungspause. Im Frühsommer wird „Das Karfreitagsgefecht“ unter dem Titel „The Good Friday Battle“ in den USA auf Englisch veröffentlicht. Das geht leider nicht ohne Vorbereitung und nicht ohne den Autor.


    Falls du dich zum Karfreitagsgefecht vom 2. April 2010 bei Isa Khel, Kunduz, Afghanistan, informieren möchtest, hier die versprochenen Links:

    Kurzvideo (Bundeswehr): Die Bundeswehr hat das Video leider mittlerweile offline genommen.

    Langvideo (Casus Belli): youtube.com/watch?v=Y2gNaOWlFJQ


    Hier findest du die ganze Geschichte des Karfreitagsgefechts aus Sicht der Beteiligten:

    Als Buch: amazon.de/Das-Karfreitagsgefecht-Deutsche-Bundeswehr-Afghanistan/dp/3430211174


    Als Hörbuch bei Audible: amazon.de/Das-Karfreitagsgefecht-Deutsche-Soldaten-Taliban/dp/B0DYDQM5T4


    Als Hörbuch bei Spotify: https://open.spotify.com/intl-de/album/6Q0YnLi2YY8uGTsYK7DWWK


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  • #84 Robert Müller: Verwundetenabzeichen – Anerkennung oder Stigma?
    Mar 18 2026
    Kabul am 6. März 2002. Eine russische SA-3-Rakete detoniert. Zwei deutsche und drei dänische Soldaten sterben. Robert Müller und sein Kamerad Lancer werden verwundet und traumatisiert. Ein halbes Jahr später ist Robert wieder in Afghanistan. Statt Therapie gibt es eine Re-Traumatisierung.Bis heute liegt keine belastbare Zahl über die tatsächliche Anzahl der körperlich und psychisch verwundeten deutschen Soldaten in Auslandseinsätzen vor. Auch eine besondere Anerkennung dieses Opfers im Dienst für Deutschland gibt es nicht. Daher häufen sich zuletzt die Forderungen nach einem deutschen Verwundetenabzeichen. Sie erreichen mittlerweile den Bundestag. Aber braucht Deutschland tatsächlich eine Medaille für Verwundete? Und für welche?Darüber rede ich mit dem ehemaligen Hauptfeldwebel Robert Müller, einem der bekanntesten deutschen Veteranen und selbst mehrfach Verwundeter. Mit vier Einsätzen auf dem Balkan und am Hindukusch hat er eine klare Haltung und viel politische Erfahrung. Seit über fünfzehn Jahren kämpft er für eine bessere Versorgung von einsatzgeschädigten Soldaten der Bundeswehr.Anerkennung oder Stigma? – Ein Gespräch mit Robert Müller über seine Einsätze und ihre Folgen, über das Für und Wider eines Verwundetenabzeichens und wer sie als Medaille verliehen bekommen sollte.---Das Buch „Soldatenglück.Mein Leben nach dem Überleben“ findest du hier: www.amazon.de/Soldatenglück-Mein-Leben-nach-Überleben Hier kannst du dir die Doku über Robert und den „Lauf des Lebens“ ansehen: youtu.be/jzk9LwywLZo?si=Z1vo9zIeWRV8mc9X Das erste Gespräch mit Robert kannst du dir hier noch einmal anhören: open.spotify.com/episode/0T1c8NUUzGme22TSg3CvJ4?si=NEDuO2rVTg674vBeevFq_Q Und hier findest du meine Solo- und Hintergrundfolge zum Verwundetenabzeichen: open.spotify.com/episode/5ANrrHFqkeSBYkAQVZ0qTd?si=IKh4mALcQdSvoDXuoaHLrw Wenn du jetzt mit Robert Müller Verbindung aufnehmen möchtest, findest du ihn hier:Instagram: www.instagram.com/robert__overlevde/Facebook: www.facebook.com/robert.sedlatzekmuller---Mich erreichst du über meine Homepage: www.wolf-gregis.de Oder in den sozialen Medien:Instagram: www.instagram.com/wolf_gregis Facebook: www.facebook.com/Autor.Wolf.Gregis YouTube: www.youtube.com/@wolf_gregis LinkedIn: www.linkedin.com/in/wolf-gregis TikTok: www.tiktok.com/@wolf_gregis Teile, kommentiere und bewerte diesen Podcast gern, wenn du ihn für relevant oder interessant hältst. Was hältst du von der Einführung eines Verwundetenabzeichens respektive einer Medaille? Für wen?Lass auch gern ein Abo da – dann hören wir uns beim nächstenMal wieder.Niemand sonst wird kommen, es liegt an uns.Helm ab – Der Veteranencast.
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    48 Min.