• #80 Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan | Marc Hinzmann
    Jan 21 2026
    Am 30. Juni 2021 landet das letzte deutsche Kontingent aus Afghanistan in Wunstorf. Der Einsatz scheint vorbei. Doch nur wenige Wochen später sammeln sich wieder deutsche Soldaten: Rückkehr nach Afghanistan – nach Kabul, in eine Lage aus Chaos, Schüssen und Menschenmassen am Flughafen.Marc Hinzmann ist einer dieser Bundeswehr-Soldaten. Er ist Feldjäger und Zugführer. Als junger Offizier wird er alarmiert - und glaubt zunächst, er werde die Evakuierung „von außen“ unterstützen. Dann sieht er eine Flugliste. Ziel: Kabul. „Ins Auge des Hurricans“. Dieser Befehl verändert alles.Denn Marc landet nicht irgendwo im Hintergrund, sondern im Zentrum der Evakuierungsoperation auf dem Flughafen Kabul - an der Schleuse. Dort muss er schwere Entscheidungen fällen: An Bord oder nicht. Leben oder sterben lassen. Entscheidungen, die bis heute nachwirken – persönlich, militärisch und politisch. Marc hat seine Erinnerungen aufgeschrieben: „Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan“ (als Buch und Hörbuch). Und er spricht darüber, was viele diskutieren, aber nur wenige wirklich erlebt haben: Führen unter maximalem Druck, moralische Dilemmata, Verantwortung ohne echte Leitplanken - und die Frage, was Aufarbeitung leisten kann, wenn es um reale Menschen und Entscheidungen geht.Denn die Geschichte endet nicht 2021: 2024 wird Marc im Kontext der politischen Aufarbeitung vor den Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages geladen. Plötzlich sitzt er selbst „auf dem heißen Stuhl“ - und muss erklären, was es bedeutet, wenn Entscheidungen von damals im Rückspiegel verhandelt werden.Wir sprechen über:Kabul 2021: die Alarmierung, Einsatzrealität, erste Eindrücke - und warum diese Lage anders war.Die Schleuse: Kriterien, Zeitdruck, Teamführung - und der Moment, in dem aus Regeln Schicksal wird.Gefahr wissen versus Gefahr fühlen: Was Dauerbedrohung mit Führung, Moral und Handlungsfähigkeit macht.Rückkehr und Nachhall: Was bleibt, wenn der Auftrag endet - und wie man wieder Boden unter die Füße bekommt.Der Untersuchungsausschuss: Aufarbeitung, Verantwortung, politischer Blick - und die Reibung zwischen System und Individuum.Das Buch: Warum Marc schreibt, für wen er schreibt - und was beim Schreiben am schwersten war.„Leben und sterben lassen“ – ein Gespräch über Kabul, über Dienst und Gewissen, über Auftrag und Moral. Und über die Frage, was eine Gesellschaft ihren Soldaten zumuten darf - und was sie ihnen danach schuldet.---Bestelle das Buch jetzt vor, es erscheint am 29. Januar. Marc schließt damit einen Einsatz ab, der nach dem 11. September 2001 vor über zwanzig Jahren begann. Amazon: www.amazon.de/Leben-sterben-lassen-Afghanistan-ErlebnisberichtThalia: www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1077153523Hugendubel: www.hugendubel.de/de/buch_kartoniert/marc_hinzmann-leben_und_sterben_lassenWenn du jetzt mit Marc Hinzmann Verbindung aufnehmen möchtest, findest du ihn hier:Website: marc-hinzmann.com/ Instagram: instagram.com/marc_hinzmann/LinkedIn: linkedin.com/in/marchinzmann/---Mich erreichst du über meine Homepage: wolf-gregis.de Oder in den sozialen Medien:Instagram: instagram.com/wolf_gregis Facebook: facebook.com/Autor.Wolf.Gregis YouTube: youtube.com/@wolf_gregis LinkedIn: linkedin.com/in/wolf-gregis TikTok: tiktok.com/@wolf_gregis Teile, kommentiere und bewerte diesen Podcast gern, wenn du ihn für relevant oder interessant hältst. Marcs Geschichte ist einzigartig und doch mehr als nur ein Einzelschicksal. Mit ihm endet die Zeit der Generation Einsatz der Bundeswehr. Lass auch gern ein Abo da - dann hören wir uns beim nächsten Mal wieder.Niemand sonst wird kommen, es liegt an uns.Helm ab – Der Veteranencast.
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    1 Std. und 28 Min.
  • #79 Bundeswehr-Veteranen im Zivilleben – Warum Veteranen anecken und trotzdem führen | Thomas „Mo“ Apelt
    Jan 14 2026

    Warum komme ich nicht klar? Was stimmt mit mir nicht? Warum ecke ich immer wieder an – im Beruf, in der Beziehung, im Alltag?

    Vielleicht kennst du das Gefühl als Soldat oder Veteran: Dubist noch derselbe Mensch – aber du bist „anders verdrahtet“. Dienstzeit, Ausbildung, Einsatz, Verantwortung: Das bleibt nicht folgenlos. Und manchmal merkt es die Welt um dich herum zuerst.

    In dieser Folge spreche ich mit Thomas „Mo“ Apelt über diesen Übergang: vom Soldaten zum Zivilisten – und darüber, warum Veteranen oft anecken, aber trotzdem (oder gerade deshalb?) führen.

    Mo war acht Jahre Soldat der Bundeswehr, zweimal mit SFOR im Einsatz und ist heute Reservist. Zivil ist er Werkstattleiter in Potsdam – und Vorsitzender der Guardians League Germany e.V.: einem Netzwerk aus aktiven und ehemaligen Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, das Familien und Angehörige in Krisen unbürokratisch unterstützt.

    Wir sprechen über:

    1. Das Anecken im Zivilleben: Wenn Klarheit, direkte Sprache und Struktur plötzlich „zu viel“ sind.
    2. Das Veteranen-Mindset im Job: Verantwortung übernehmen, Probleme lösen, Führung im Alltag.
    3. Beziehung und Familie: Warum „Wer macht was bis wann?“ nicht immer romantisch klingt.
    4. Soldatische Tugenden im Alltag: Kameradschaft, Disziplin, Tapferkeit – und wo sie ihre Grenzen finden.
    5. Unrechtsempfinden und Konflikte: Warum manche Veteranen Streit nicht meiden – sondern annehmen.

    Bundeswehr-Veteranen im Zivilleben – Was heißt das wirklich? Ein Gespräch mit Thomas „Mo“ Apelt von der Guardians League Germany.


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    Mo erreichst du direkt hier:

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    Facebook: facebook.com/thomas.apelt


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    59 Min.
  • #78 Ukrainische Kriegsveteranen in Deutschland – UA Veterans Germany | Mit Viktoria
    Dec 19 2025

    Was passiert, wenn der Krieg nicht „vorbei“ ist, nur weil manin Sicherheit ist – sondern erst dann richtig beginnt?


    In dieser Folge spreche ich mit Viktoria vom Bund ukrainischer Veteranen und Familien, den UA Veterans Germany: einem Netzwerk, das ukrainische Soldaten, Kriegsveteranen und ihreFamilien in Deutschland unterstützt – bei Behandlung, Reha, Integration und dem Leben mit Verwundung, Verlust und Trauma.

    Der russische Großangriff auf die Ukraine hat vieles verändert – auch den Blick auf die Veteranenarbeit in Deutschland. Beim Treffen mit ukrainischen Veteranen wurde mir klar: Nach dem Krieg stehen Veteranen überall vor denselben Kernfragen. Wie lebt man weiter? Wie gehen Familien mit PTBS, Verwundung und Tod um? Und welche Verantwortung hat eine Gesellschaft,die Unterstützung diskutiert, aber selten die Folgen trägt?

    Wir sprechen über:

    • Viktorias Weg von Odessa und Kiew nach Deutschland und warum sie seit 2022 praktisch „im Dauer-Ehrenamt“ ist
    • was die UA Veterans Germany konkret leisten an Beratung, Begleitung, psychologische und sozialer Unterstützung, Integration, Klinik- und Behördengänge
    • warum deutsche Einsatzveteranen der Bundeswehr und ukrainische Kriegsveteranen mehr verbindet, als viele denken
    • wie man helfen kann: als Unterstützer, Freiwilliger oder über Spenden

    Wenn du dich für Ukrainehilfe, Veteranen, Bundeswehr, Traumafolgen, PTBS, Rehabilitation und Solidarität mit Soldatenfamilien interessierst, ist diese Folge Pflichtprogramm.

    Ukrainische Kriegsveteranen in Deutschland – Die UA Veterans Germany. Ein Gespräch mit der zweiten Vorsitzenden Viktoria.

    ---

    Wenn du Viktorias Arbeit und die versehrten ukrainischen Kameraden jetzt unterstützen willst, hier findest du die UA Veterans Germany:


    Website: ua-veteranen.de

    Freiwilliger Helfer werden: ua-veteranen.de/freiwillige

    Spenden: feineukraine.de/jetzt-spenden

    Instagram: instagram.com/ua_veterans_germany

    Facebook: facebook.com/p/UA-Veterans-Germany

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  • #77 Generation Einsatz und die Veteranenarbeit – Quo vadis?
    Nov 23 2025

    Drei Begebenheiten haben mich diese Woche stark beschäftigt: Die Abwahl von Marcel Bohnert aus dem Bundesvorstand des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, ein Gespräch mit dem alten Kameraden vom KSK, Markus Gaul, und eine Szene aus dem unerreichbaren Filmklassiker „Das Boot“.


    Eine persönliche Folge für diejenigen, die meine Arbeit schon länger begleiten. Wohin geht die Reise der Generation Einsatz? Was nehme ich wahr und wie geht es weiter?

    Helm ab – Der Veteranencast und die Frage: Wohin geht nicht nur meine Reise, sondern die der Generation Einsatz der Bundeswehr?

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  • #76 Spezial: Vom Dienst auf die Straße – Obdachlose Veteranen in Leipzig – Mit Basti Schauer
    Nov 19 2025

    Wenn wir Heiligabend unter den warmen Lichtern des Weihnachtsbaums zusammensitzen, ist er auf den kalten Straßen Leipzigs unterwegs: Basti Schauer.


    Seit fast zehn Jahren betreibt der Wildeshausener Fallschirmjäger die ehrenamtliche Obdachlosenhilfe in Leipzig. Mit seinem Kältebus verteilt er warme Suppen, Decken, Schlafsäcke und nimmt in den Arm, wen sonst niemand mehr anfasst.

    In seiner „zweiten Familie“ befinden sich auch ehemalige Bundeswehr-Soldaten, Einsatzveteranen, verlorene Kameraden. Basti „bestreift“ den Leipziger Hauptbahnhof, kennt alle Unterschlüpfe und kümmert sich als Veteran auch um diejenigen Kameraden, die nur von wenigen verstanden werden.

    Mit dem Fallschirmjäger Basti Schauer rede ich darüber, werund was ihm bei seinen Fahrten alles zu Augen kommt, wie er damit umgeht und was wir tun können, wenn Kameraden allen Halt verlieren.

    Vom Dienst auf die Straße – Obdachlose Veteranen in Leipzig. Ein Gespräch mit dem Bundeswehr-Veteranen Basti Schauer.

    ---

    Wenn du Bastis Arbeit und den Kältebus jetzt unterstützenwillst, das ist das Spendenkonto des Vereins Schulterschluss e.V.

    Kontoinhaber: Schulterschluss e.V. (www.schulterschlussverein.de)

    IBAN: DE68 8607 0024 0234 4430 00

    oder
    PAYPAL: street-mobil-leipzig@web.de

    Basti erreichst du über seine Profile in den sozialen Medien:

    Instagram: www.instagram.com/bastischauer

    Facebook: www.facebook.com/ba.sti.790

    Den Kältebus findest du hier bei Facebook: www.facebook.com/KaeltebusLeipzig

    Und falls du selbst Kamerad in Not bist: Die Green Devils haben als Veteranenclub immer ein Ohr für Kameraden. Rund um die Uhr, jeden Tag. Ruf an, sie verstehen dich.


    Kameradentelefon: 0152 5439 0303

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    53 Min.
  • #75 Versöhnung mit deutscher Geschichte? – Der Volkstrauertag
    Nov 16 2025

    Kein anderer Gedenktag legt den Finger so tief in die deutsche Wunde wie der Volkstrauertag. Zwischen „Rentner-Ritual“ undpolitischer Bühne bleibt eine Frage offen: Mit wem müssen wir Deutschen uns eigentlich versöhnen – und was hat das mit uns als Soldaten und Veteranen zu tun?


    Ich erzähle von einem Moment am Ehrenhain, weichen Knien vor einem Stein, der mehr Frieden ausstrahlt, als ich in mir selbst gefunden hatte – und davon, wie daraus diese Folge entstanden ist.


    Helm ab – Der Veteranencast und die Frage: Versöhnung mitwem? Der Volkstrauertag.

    Mehr zu meinen Erfahrungen in Afghanistan findest du im Roman „Sandseele“: www.amazon.de/Sandseele-Roman-Wolf-Gregis


    Die Folge zum Volkstrauertag vom letzten Jahr findest duhier: open.spotify.com/episode/volkstrauertag

    Und hier die letzte zu meinem Einsatz in Afghanistan: open.spotify.com/episode/einsatz_afghanistan


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  • #74 Mein Einsatz in Afghanistan – Was bleibt?
    Nov 9 2025

    Kein Tag hat mein Leben so sehr verändert wie der 9. November 2008 – der Tag, an dem ich afghanischen Boden betrat. Als Bundeswehr-Soldat in Wüstenuniform, zusammen mit dem 18. Deutschen Einsatzkontingent. Heute bin ich Einsatzveteran, einer von 400.000 Kameraden, die Ähnliches erlebt haben. Zeit innezuhalten und einen Blick zurückzuwerfen.


    Der November ist für mich der Monat des Erinnerns und Gedenkens. Was bleibt von Afghanistan? Was hat mich geprägt? Woran denke ich heute noch – nach 17 Jahren? Ich nehme dich mit auf eine sehr persönliche, sehr freie Erinnerungsreise an den Hindukusch.

    Mehr zu meinen Erfahrungen in Afghanistan findest du im Roman „Sandseele“: Link zum Buch

    Mehr zum „Karfreitagsgefecht“ hier: Link zum Buch

    Helm ab – Der Veteranencast und die Frage: Was bleibt von deinem und meinem Auslandseinsatz?

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    37 Min.
  • #73 Das Verwundetenabzeichen – Ehre für Veteranen?
    Nov 2 2025

    In Deutschland nimmt die Debatte Fahrt auf: Brauchen wir ein neues Verwundetenabzeichen für Soldaten der Bundeswehr? Wenn ja, für wen genau und wofür: körperliche Wunden oder auch seelische? Nur für einsatzbedingte Schädigungen oder gilt auch der Heimatdienst?

    Vom Veteranenkongress im September bis zur Bundeswehrverbands-Tagung mit Einsatzveteranen und Verwundeten Anfang Dezember in Berlin – die Frage nach dem Verwundetenabzeichen wird zunehmend klar gestellt. Noch lassen sich Weichen stellen, aber wie?

    Ich schaue auf die Historie des Verwundetenabzeichens in Deutschland, arbeite den aktuellen Stand auf und klopfe ab, welche Fragen jetzt gestellt werden müssen.

    Helm ab – Der Veteranencast und die Frage: Brauchen wir ein Verwundetenabzeichen in Deutschland?

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    19 Min.