HeidelNerd - der Heidelberg-Podcast der RNZ Titelbild

HeidelNerd - der Heidelberg-Podcast der RNZ

HeidelNerd - der Heidelberg-Podcast der RNZ

Von: Götz Münstermann
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Über diesen Titel
Wer sich für das Besondere und das Spezielle an Heidelberg interessiert, der ist bei HeidelNerd richtig. Götz Münstermann, Onlineredakteur der Rhein-Neckar-Zeitung, präsentiert den Podcast mit Themen für alle, die diese Stadt lieben. Und noch mehr über Heidelberg wissen wollen.Götz Münstermann Welt
  • Unterdrückung, Verfolgung, Gleichberechtigung - eine queere Spurensuche in Heidelberg
    Nov 1 2026

    In dieser Folge gehen wir auf Spurensuche nach schwulen, lesbischen und queeren Heidelbergern - mit Steffen Schmid.

    Das Jahr 1969 war in Heidelberg in vielerlei Hinsicht ein Jahr des Aufbruchs. Auch für die schwule Szene in der Stadt. Erstmals gab es für sie eine Lokalität, eine Anlaufstelle in der Stadt. Das "Whisky a Go-Go" eröffnete in der Altstadt an der Ecke von Ingrimstraße und Oberbadgasse als erster Gay-Club.

    Für die Emanzipation von Homosexuellen in Heidelberg und der Region war das "Whisky" ein Meilenstein auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Leben - aber nur einer von vielen in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Auch das ist Thema der neuen Folge von HeidelNerd, dem RNZ-Podcast für Heidelberg. Podcast-Host Götz Münstermann geht gemeinsam mit Steffen Schmid auf eine queere Spurensuche in der Stadt. Schmid bietet seit 2021 mit Queertour Stadtführungen zu queerem Leben in Heidelberg an.

    Während die fürstliche Herrschaft und die Kirche im Mittelalter und der frühen Neuzeit homosexuelle Menschen verfolgen und töten ließen, durften Privilegierte oftmals ihre Persönlichkeit ausleben. Menschen, die nicht heterosexuell waren, erlebten hingegen Unterdrückung, Folter und auch den Tod. Vor allem seit der Paragraph 175 ins Strafgesetzbuch aufgenommen worden war. Der untersagte nämlich sexuelle Handlungen zwischen Männern und brachte bis zu seiner Abschaffung im Jahre 1994 zehntausende Männer vor Gericht, ins Gefängnis und auch in Konzentrationslager.

    Bei dieser queeren Spurensuche geht es auch um frauenliebende Frauen, wie die Ärztin Dr. Marie Clauß, die sich in der Nazi-Herrschaft mutig um Jüdinnen und Juden in der Stadt kümmerte. Lesbische Frauen und ihre Schicksale sind weitaus schlechter dokumentiert, erklärt Steffen Schmid im Podcast, auch weil sie nicht Opfer der Verfolgung wegen des Paragraphen 175 wurden. Dessen von den Nazis verschärfte Fassung galt auch nach der Befreiung 1945 weiter und brachte zehntausende Männer hinter Gitter. Erst durch eine Veränderung im Jahr 1969 kam es zur ersten Liberalisierung.

    Der gesellschaftliche Aufbruch seither brachte auch queeren Menschen in Heidelberg mehr Freiheit. Im Podcast sprechen Götz Münstermann und Steffen Schmid auch über Meilensteine der Emanzipation in Heidelberg - etwa den ersten CSD auf dem Uniplatz, die Gründung der Aids-Hilfe und das Engagement dafür von dem in diesem Jahr verstorbenen Kalle Riegler. Auch ein Thema der neuen Folge von HeidelNerd: Steffen Schmids Suche nach der heute 103-jährigen Hildegard S., die sich nach einem schweren Schicksalsschlag jahrelang für Schwule einsetzte.

    Link zur Queertour: https://www.queertour-heidelberg.de/

    Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    HeidelNerd ist ein Podcast der Rhein-Neckar-Zeitung aus dem Jahr 2026.

    Redaktion und Produktion: Götz Münstermann

    Foto: Götz Münstermann

    Grafik: Lisa Hellmuth

    Musik: Next Step by Half cool (Royalty free)

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    58 Min.
  • Die Geschichte der Schlossbeleuchtung und die Kunstfeuerwerker-Dynastie der Kesselbachs
    Aug 30 2026

    In der Folge geht es um die Geschichte der Schlossbeleuchtung, den Einfluss der Kesselbachs und im Gespräch blicken wir mit Joe Schwarz hinter die Kulissen.

    Wie oft geht man an diesem Schriftzug vorbei, ohne ihn wahrzunehmen? "Kunstfeuerwerkerei seit 1800" steht an der Fassade des Häuschens in der Unteren Straße 29. Dort ist heute die Bar "La Fee". Zuvor lebten und arbeiteten hier die Kesselbachs.

    Sechs Generationen dieser Familie waren Kunstfeuerwerker, die die Schlossruine illuminierten und den Himmel über der Alten Brücke erleuchteten. Und der erste von ihnen, Nikolaus Kesselbach, legte mit seiner Liebe für Feuer und Feuerwerk im Jahr 1800 den Grundstein für die Kunstfeuerwerkerei.

    In dieser neuen Folge erzählt Götz Münstermann die Geschichte der Heidelberger Schlossbeleuchtung.

    Wie ihr internationaler Durchbruch eng mit dem Krieg gegen Napoleon zusammenhängt. Wie sie die Romantik und ihre Sicht auf die Stadt verstärkt hat.

    Und im Mittelpunkt steht eigentlich eine Handwerkerfamilie aus der Altstadt: die Kesselbachs, die über Generationen eine zentrale Rolle spielten.

    In dieser Folge erfahrt ihr außerdem, was man nach über 200 Jahren Schlossbeleuchtung wirklich wissen muss. Danach blicken wir mit Joe Schwarz von Heidelberg-Marketing hinter die Kulissen des Spektakels. Er ist für die Organisation verantwortlich. Könnten wie früher auch solvente Privatiers sich und der Öffentlichkeit eine Schlossbeleuchtung spendieren? Und warum ist eine Drohnen-Show kein Ersatz für ein Feuerwerk rund um die Alte Brücke?

    Darüber sprechen er und Onlineredakteur Götz Münstermann in der neuen Folge von HeidelNerd, dem Podcast für gepflegtes Besserwissen, wenn es um Heidelberg geht.

    Hier der Link zum Podcast "Sagenhafter Odenwald", Staffel 6, Folge 2: "Wurde das Elisabethentor in nur einer Nacht erbaut?": Link zum Text

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    HeidelNerd ist ein Podcast der Rhein-Neckar-Zeitung aus dem Jahr 2026.

    Redaktion und Produktion: Götz Münstermann

    Foto: Götz Münstermann

    Grafik: Lisa Hellmuth

    Musik: Next Step by Half cool (Royalty free)

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    49 Min.
  • 1968, die Revolte und was von Highdelberg bleibt
    Jul 5 2026

    1968. Was steckt hinter dem Mythos in Heidelberg? Was ist damals in der Stadtgesellschaft passiert? Mit Volker von Offenberg.

    Sie wollten die Revolution – es wurde eine Revolte. Dann spaltete sich die Szene auf und am Ende war es wie ein Niedergang. Es gab Straßenschlachten in der Altstadt, besetzte Räume und Häuser, ideologische Keimzellen und Inseln einer neuen Freiheit. Für die einen wurde es ein Aufbruch, für andere ging es in den Terrorismus und in den Tod.

    1968. Was steckt hinter dem Mythos in Heidelberg? Was ist damals in der Stadtgesellschaft passiert? Was gab es da noch außer K-Gruppen und revolutionärer Rhetorik? Die neue Folge von HeidelNerd widmet sich den Jahren 1968 bis 1978. Gemeinsam mit dem Buchautor Volker von Offenberg werden zehn bewegte und bewegende Jahre in der Stadt beschrieben.

    Die Podcast-Folge funktioniert wie ein Stadtspaziergang zu den Hotspots dieser Jahre: etwa das Collegium Academicum, das SDS-Büro in der Sandgasse, die Rote-Punkt-Aktion am Bismarckplatz oder die Drogen- und Hippie-Szene zwischen Unterer Straße und Heiliggeistkirche.

    Es geht auch um den kulturellen und gesellschaftlichen Aufbruch in der Stadt. Heidelberg wurde Anfang der 1970er Jahre zum Magneten der Hippie-Kultur, der neuen Musik, der Künste und eines alternativen Lebensstils. Auch die Verbreitung von Drogen sorgte dafür, dass viele Menschen in die Stadt kamen und sich hier mit Haschisch, LSD und dann auch mit "Spritzgiften" wie Heroin versorgten. Die Kehrseite des alternativen Lebensstils bereitete auch Probleme.

    1978 kam dann eine Art Schlusspunkt für zehn turbulente Jahre. Die Staatsmacht griff durch.

    In dieser Folge geht es auch um das Verhältnis zwischen den gebürtigen Heidelbergern und den "Revoluzzern" aus dem akademischen Milieu. Und wie sie dann doch bei den Erhöhungen der Bus- und Straßenbahntickets einmal Seite an Seite gegen die HSB protestierten.

    Was bleibt von diesen zehn bewegten Jahren? Darüber sprechen Volker von Offenberg, der über die Heidelberger Jahre 1968 bis 1978 das Buch "Wege zum Paradies" geschrieben hat, und Onlineredakteur Götz Münstermann in der neuen Folge von HeidelNerd, dem Podcast für gepflegtes Besserwissen, wenn es um Heidelberg geht.

    Ihr habt Tipps, Anregungen und Kritik? Dann schreibt uns an podcast@rnz.de!

    HeidelNerd ist ein Podcast der Rhein-Neckar-Zeitung aus dem Jahr 2026.

    Redaktion und Produktion: Götz Münstermann

    Fotos: Kehl

    Musikzitate: Elster Silberflug (bei Youtube) und Guru Guru (bei Youtube)

    Grafik: Lisa Hellmuth

    Musik: Next Step by Half cool (Royalty free)

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    1 Std. und 5 Min.
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