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EinBlick – Der Podcast

EinBlick – Der Podcast

Von: meko factory Redaktionsbüro für Berlin-Chemie AG
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»Einblick – Der Podcast«, der Podcast für den tieferen aber dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement der Berlin-Chemie. »EinBlick – nachgefragt« präsentiert Praktiker:innen im Gesundheitswesen die wichtigen Nachrichten in einer knappen Viertelstunde im Dialogformat. Immer freitags um 12 Uhr auf den bekannten Podcast-Kanälen.Berlin-Chemie AG Hygiene & gesundes Leben Politik & Regierungen
  • Zuckersteuer: Kabinett beschließt 26 oder 32 Cent pro Liter PLUS Zusatzbeitrag, Pflegereform sowie Nobelpreise
    Oct 16 2026
    Der Medizin-Nobelpreis geht auch an zwei Deutsche, das Kabinett beschließt die Zuckersteuer, der Schätzerkreis hält 2,9 Prozent Zusatzbeitrag für ausreichend – die Woche im Gesundheitswesen. Dazu: Pflegekommission und Landarztquote. »Einblick – Der Podcast«, der Podcast für den tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement der Berlin-Chemie. Immer freitags um 12 Uhr. In dieser Ausgabe: - Der Chemie-Nobelpreis ehrt mit Henri Kagan und Kenso Soai Grundlagen der Arzneimittelherstellung, der Medizin-Nobelpreis für die Optogenetik geht an die Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel sowie den US-Forscher Karl Deisseroth. - Ab Juli 2027 werden je nach Zuckergehalt 26 oder 32 Cent pro Liter fällig: Das Kabinett beschließt die Zuckersteuer, die niedriger ausfällt als im ersten Entwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Im Startjahr rechnet der Bund mit rund 690 Millionen Euro. - Laut Schätzerkreis reichen 2027 durchschnittlich 2,9 Prozent Zusatzbeitrag, tatsächlich verlangen die Kassen im Schnitt schon gut 3,1 Prozent. Nicht eingepreist ist die Standortklausel – die Kassen rechnen mit 1,3 Milliarden Euro, die Industrie mit rund 800 Millionen. - Für Mitgliederwerbung über Vermittler und Vergleichsportale gaben die Kassen im vergangenen Jahr gut 94 Millionen Euro aus, nach knapp 62 Millionen im Vorjahr – ab 2027 müssen sie ihre Werbebudgets halbieren. - Statistisches Bundesamt: Krankheiten verursachten 2024 rund 530 Milliarden Euro Kosten, knapp 8 Prozent mehr als im Jahr davor – am teuersten waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Störungen. - Der Bosch Health Campus will das Gesundheitssystem am Gesundheitsgewinn messen – Deutschland liege bei den gesunden Lebensjahren trotz knapp 580 Milliarden Euro Gesundheitsausgaben im vergangenen Jahr unter dem EU-Durchschnitt. - Notfallreform: Praxen sollen strenger verpflichtet werden, Termine an die Terminservicestellen zu melden – der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands SpiFa protestiert. Aus dem Sparpaket streicht die Koalition apothekenbezogene Ausschreibungen für Krebsmedikamente. - Eine Kommission soll bis Ende Januar Vorschläge für die Pflegereform vorlegen und prüft auch einen Deckel für die Eigenanteile im Pflegeheim, den Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann Ende September noch »hochgradig gefährlich« nannte. Zusätzlich soll die Pflegeversicherung ein Darlehen von bis zu 700 Millionen Euro erhalten. - Digitalgesetz GeDIG: Der Bundestag soll es Mitte November verabschieden. Die Bundesregierung will prüfen, ob Kassen, die Fristen bei der elektronischen Patientenakte ePA versäumen, mehrfach sanktioniert werden können. - Die Landarztquote in Nordrhein-Westfalen besteht im Kern eine erste gerichtliche Prüfung: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hält 250.000 Euro Vertragsstrafe für rechtens, wenn Quotenstudierende nicht mindestens 10 Jahre als Hausärzt:innen in einer unterversorgten Region arbeiten. - Zu Wochenbeginn verloren Konnektoren zweier Hersteller die Verbindung zur Telematikinfrastruktur TI – in vielen Praxen, Apotheken und Kliniken fielen E-Rezept, ePA und elektronische Krankschreibung ganz oder teilweise aus. - Wie digitale Gesundheitsanwendungen DiGA in die Behandlung passen, zeigt die Neurologin Alexandra Widmer in einem Leitfaden mit 77 Impulsen: Ärzt:innen sollten die App vorher selbst testen und gleich einen Folgetermin vereinbaren. - Gesundheitspolitik sei heute fester Bestandteil der Sicherheitspolitik, sagte Linnemann beim Weltgesundheitsgipfel – nötig sei mehr Unabhängigkeit von wenigen Lieferketten im Pharmabereich. - Ausblick: Ab dem 30. Oktober informiert die AOK in ihrer ePA-App über die Datenweitergabe an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit – wer das nicht will, muss widersprechen. Die EUDI-Wallet startet am 2. Januar 2027 und soll einen neuen Zugang zur ePA bringen.
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    13 Min.
  • Blutdruck senken, Lebensjahre gewinnen: Was Smartwatches dazu beitragen – Prof. Christina Magnussen (UKE Hamburg)
    Oct 9 2026
    Etwa jede dritte erwachsene Person in Deutschland hat Bluthochdruck, viele wissen nichts davon, denn er verursacht lange keine Beschwerden. Smartwatches werten inzwischen die Daten ihres optischen Sensors aus und warnen bei Hinweisen auf Bluthochdruck. Was taugen diese Warnungen – und wer soll künftig den Blutdruck messen? Darüber spricht EinBlick-Redakteur Christoph Nitz mit Prof. Christina Magnussen. Sie ist Professorin und stellvertretende Direktorin der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UKE. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie DGK im April 2026 hat sie eingeordnet, was Smartwatches bei der Früherkennung von Bluthochdruck leisten. Die Themen der Folge: – Gesunde Jahre durch Blutdruckkontrolle: Eine bessere Blutdruckkontrolle in der Lebensmitte bringt laut Magnussens Studie im New England Journal of Medicine rechnerisch 2,4 Jahre ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung bei Frauen und 1,2 bei Männern. Die Werte beruhen auf Bevölkerungsdaten und zeigen, dass sich ein besserer Blutdruck auch in der Lebensmitte noch erheblich lohnt. – Frauen in Studien: In klinischen Herz-Kreislauf-Studien sind Frauen unterrepräsentiert. Weil die daraus abgeleiteten Therapieempfehlungen für beide Geschlechter gelten, muss sich das ändern. – Was die Warnung der Uhr leistet: Als Screening-Instrument kann die Smartwatch Menschen finden, bei denen eine konventionelle Messung sinnvoll ist. Ein Hinweis der Uhr ist aber keine Diagnose, und ein fehlender Hinweis schließt Bluthochdruck nicht aus. Standard bleibt die validierte Messung mit der Oberarmmanschette. – Was neue Geräte nachweisen müssen: Jede neue Technologie braucht Validierungsstudien gegen die Oberarmmessung, und zwar unter Alltagsbedingungen. »Auch eine CE-Zertifizierung eines Devices reicht da nicht aus.« – Blutdruckmessen im Finanzamt? Hausarztpraxen fehlen Zeit und Personal, um alle Gesunden zum Messen zu empfangen. Magnussen sieht das Screening nicht primär als ärztliche Aufgabe und nennt Apotheken, vielleicht sogar Drogeriemärkte oder Behörden wie das Finanzamt. Alle Menschen ab 30 einmal im Jahr zum Blutdruckmessen in die Praxis zu schicken, hält sie für utopisch. – Nach der Diagnose: Ist ein Wert über 140 zu 90 bestätigt, auch in der 24-Stunden-Messung, steht zuerst eine Änderung des Lebensstils an, mit mediterraner, ballaststoffreicher Ernährung und ausreichend Bewegung. Bei Werten um 170 bis 180 beginnt die Behandlung mit Medikamenten je nach Herz-Kreislauf-Risiko früher, etwa bei chronischer Nierenschwäche oder nach einem Herzinfarkt. – Kein Wundermittel: Wer nur Medikamente nimmt und sonst nichts ändert, senkt sein Risiko nach Magnussens Worten nicht relevant. Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall empfiehlt sie moderates Ausdauertraining mit Pulsuhr; Kraftsport und Ausdauertraining sollten sich die Waage halten. – Prävention über das Herz hinaus: Dieselben Risikofaktoren erhöhen auch das Risiko für Demenz, das Rauchen etwa für Lungenkrebs. Aus dem EU Safe Hearts Plan, den die EU-Kommission im Dezember 2025 vorgestellt hat, sollen nationale Herz-Kreislauf-Pläne folgen – die DGK arbeitet daran. Christina Magnussen: »Wir wissen, wie man den Blutdruck misst, und wir wissen, wie man den Blutdruck behandelt. Aber offenbar schaffen wir es trotzdem nicht.« Von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann wünscht sich Magnussen ein systematisches, niederschwelliges Blutdruckscreening ab dem jungen Erwachsenenalter, risikoadaptiert etwa bei Vorbelastung in der Familie. Würde Bluthochdruck weltweit beseitigt, ließe sich nach ihren Worten jede dritte Herz-Kreislauf-Erkrankung vermeiden. Das habe die Studie des Global Cardiovascular Risk Consortium GCVRC gezeigt, die 2023 im New England Journal of Medicine erschien.
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    19 Min.
  • Merz und die Privatversicherung: Kürzungen auch in der Beihilfe PLUS Pflegereform, Standortklausel sowie GeDIG
    Oct 2 2026
    Das Kabinett beschließt die Pflegereform, der Kanzler stößt eine Debatte über die Privatversicherung an, Pharmafirmen sollen bis zu 8,5 Prozentpunkte weniger Herstellerabschlag zahlen – die Woche im Gesundheitswesen. Dazu: Organspende und Beihilfe. »Einblick – Der Podcast«, der Podcast für den tieferen und dennoch knackigen Einblick in die relevanten Ereignisse des Gesundheitswesens der vergangenen Woche vom Gesundheitsmanagement der Berlin-Chemie. Immer freitags um 12 Uhr. In dieser Ausgabe: - Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann fordert, dass die Krankenkassen ihre Mitglieder wieder über steigende Beiträge informieren – die Koalition hatte die Mitteilungspflicht erst kürzlich gestrichen. Die Information ist entscheidend für das Sonderkündigungsrecht: Wer wechseln will, muss bis zum Ende des Monats kündigen, in dem der höhere Beitrag erstmals gilt. - Der Orientierungswert für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen steigt 2027 um 2,2 Prozent und bleibt damit deutlich unter der vom Sparpaket gedeckelten Obergrenze von rund 3,4 Prozent. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV: »Das ist wahrlich kein Jubelergebnis.« - Nach den Wahlniederlagen der CDU in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sieht Bundeskanzler Friedrich Merz ein Gerechtigkeitsproblem zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Linnemann hält eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung für verfassungsrechtlich schwierig – die Kürzungen aus dem Sparpaket sollen aber auch für die Beihilfe der Bundesbeamt:innen gelten. - Die Lücke im Sparpaket schließt die Koalition unter anderem mit dem Ende der zusätzlichen Kinderkrankentage aus der Pandemie, das 100 Millionen Euro bringt. Brechen Versicherte eine digitale Gesundheitsanwendung DiGA in den ersten 4 Wochen ab, sollen die Kassen 20 Prozent weniger zahlen – der Bundestag stimmt Mitte Oktober ab. - Krankenhausgipfel: Die zugesagten 550 Millionen Euro des Bundes für die Kliniken sollen über die Notfallreform fließen. Bei Kliniken mit mindestens 90 Prozent fehlerfreien Abrechnungen soll der Medizinische Dienst nur noch 1 Prozent der Rechnungen prüfen dürfen. - Das Bundeskabinett beschließt das Pflegeneuordnungsgesetz PNOG: Der Zuschlag für Kinderlose steigt ab Januar von 0,6 auf 0,9 Prozent, im Pflegegrad 1 entfällt die Leistung vollständig. Über zwei Forderungen der SPD -– einen Deckel für die Eigenanteile im Pflegeheim und einen Finanzausgleich mit der privaten Pflegeversicherung – berät eine Kommission bis Ende Januar. - Bis zu 8,5 Prozentpunkte weniger Herstellerabschlag sollen Pharmaunternehmen zahlen, die in Deutschland forschen, investieren und produzieren – das Fachgremium zur Standortklausel hält sein Modell selbst europarechtlich nicht für vollständig abgesichert. Die Krankenkassen warnen vor Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. - Mehr als 250 Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken unterstützen die Widerspruchslösung bei der Organspende, rund 60 setzen in einem Gegenantrag auf mehr Aufklärung. Im vergangenen Jahr spendeten knapp 1.000 Menschen nach ihrem Tod Organe, rund 8.200 standen Ende des Jahres auf den Wartelisten. - Digitalgesetz GeDIG: Der Bundesrat fordert kürzere Fristen für die elektronische Heilmittelverordnung und die elektronische Überweisung; die gematik soll zu einer »echten Digitalagentur« werden. Die Ausschüsse empfehlen, die geplante Strafe von 50 Cent je Mitglied für Kassen zu streichen, die Anwendungen der elektronischen Patientenakte ePA nicht fristgerecht umsetzen. - Ausblick: Das Gesetz für die Gesundheitsversorgung in Krisen steht laut Linnemann kurz vor dem Abschluss – das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung Zi fordert, die Praxen einzubeziehen: Gut 4 von 5 haben keinen Notfallplan für einen Stromausfall. Zudem tritt eine Verordnung der Europäischen Kommission zum europäischen Gesundheitsdatenraum in Kraft.
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    13 Min.
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