Chlorgesänge Titelbild

Chlorgesänge

Chlorgesänge

Von: Ute Zill Martina Schrey
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Über diesen Titel

Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe – und stellten fest: Berlin hat ja über 60 Schwimmbäder! Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Was uns beim Bahnen ziehen durch den Kopf geht und warum wir meinen, dass schwimmen nicht nur überlebenswichtig, sondern ein großartiges Abenteuer ist – darum geht es hier!Ute Zill, Martina Schrey Wassersport
  • Folge 139: Faszination Eisschwimmen
    Jan 7 2026

    Es ist ein Trend, ein Hype, ein Wahnsinn geradezu - das Eisschwimmen. Gerade fanden vom 1. bis zum 6. Januar bundesweit die Eisschwimmtage statt, seit 2025 ist Eisschwimmen eine offizielle Sportart im Deutschen Schwimmverband. Immer mehr Menschen hüpfen im Winter mal eben in den eiskalten See (obwohl man auf keinen Fall hinein „springen“ sollte!). Wir sprechen heute mit Anke Rubien, eine unserer Hörerinnen, aber vor allem - einer Eisschwimmexpertin. Denn sie ist nicht nur selber Eisschwimmerin seit 2016, sondern hat sich auch zum Ice-Instructor ausbilden lassen, quasi zu einer Eisschwimmlehrerin. Zur Zeit kann man diese Ausbildung nur beim bayerischen Schwimmverband machen, Anke kommt selber aus Hessen und lebt zur Zeit bei Hannover - aber das war es ihr wert.

    Denn so schön und aufregend Eisschwimmen auch sein kann - es ist nicht ungefährlich. Die beiden wichtigsten Regeln, sagt Anke: NIEMALS allein und - immer bedenken, dass man aus dem kalten Wasser auch wieder rauskommen muss! Wer sich beispielsweise ein Loch in die Eisfläche eines Sees schlägt, handelt grob fahrlässig. Denn da kommt man zwar sehr schnell rein, aber nur sehr schwer wieder raus. Und auch für Retter ist es sehr schwierig, jemanden aus einem Eisloch herauszuziehen.

    Wenn man im kalten See schwimmen geht, sollte man auf jeden Fall immer eine Boje dabei haben. Nicht nur, weil man sich im Zweifel daran festhalten kann, sondern weil man einfach besser gesehen wird. Ob mit oder ohne Neoprenanzug, -socken oder -handschuhe - das müsse jeder und jede für sich selber entscheiden, sagt Anke. Neoprensocken seien oft sehr hilfreich, weil man nie so genau wisse, wie der Untergrund im See gerade beschaffen ist. Und wenn man reingeht, so ihr Tipp, dann erstmal bis zum Bauchnabel - und dann langsam, aber zügig den Rest. Und dabei gaaaaanz ruhig atmen!

    Anke selbst ist eher durch Zufall zum Eisschwimmen gekommen. Als Kind hatten ihr ihre Eltern das Schwimmtraining verboten, weil sie Angst hatten, dass sie zu muskulös, zu wenig weiblich dadurch werden würde. Mit 40 hat sie dann aber mit den eigenen Kindern wieder angefangen, hat zahlreiche internationale Wettkämpfe mitgeschommen, diverse Trainerscheine gemacht, als Volunteer bei Wettkämpfen unterstützt und sich dann auch noch zum Total Immersion-Coach ausbilden lassen.

    Kurz und krumm - das Wasser war und ist ihr Element. Zunächst vor allem im Becken, später, wenn auch zögerlich, im See. 2016 war sie als Zuschauerin bei der Eisschwimm-WM in Burghausen dabei, plötzlich fehlte eine Starterin in der Staffel und Anke wurde gefragt, ob sie nicht vielleicht …? Sie wollte. 25 Meter in eiskaltem Wasser. Bei 1,5 Grad Wasser- und minus 13 Grad Außentemperatur. Danach gab es kein Zurück mehr.

    Mittlerweile schwimmt sie auf Wettkämpfen 500 oder auch 1000 Meter. Brust oder Kraul, wobei sie betont, dass Kraulschwimmen im kalten Wasser nochmal eine ganz andere Überwindung ist. Rollwenden sind bei Eisschwimmwettkämpfen übrigens verboten. Und spätestens nach fünf Metern muss der Kopf wieder aufgetaucht sein - „sonst wird man disqualifiziert“.

    Das Eisschwimmen war auch eine gute Vorbereitung für eine ganz andere Idee, die Anke mit drei anderen Frauen im Jahr 2023 in die Tat umsetzte: Staffelschwimmen durch den Ärmelkanal und dabei Spenden sammeln für die „German Doctors“, die damit ein Dorf in Indien unterstützen wollten. 4.000 Euro sollten zusammenkommen. Am Ende waren es 32.000.

    Am 10. und 11. Januar 2026 wird Anke am vEItSbad Cup teilnehmen, der der Station beim aktuellen Deutschland Ice Cup. Wir wünschen ihr gutes Gelingen und viel Erfolg!





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    49 Min.
  • Folge 138: Happy New Year!
    Dec 31 2025

    An diesem letzten Tag des Jahres 2025 schauen wir zurück auf all das, was dieses Jahr für uns und hoffentlich auch unsere Hörerinnen und Hörerinnen besonders gemacht hat - allerdings erst, nachdem wir gemeinsam die Päckchen für die Gewinner:innen unseres Adventskalenders gepackt hatten. Allein der war schon wirklich speziell, nicht nur wegen der Fragen, sondern auch wegen der Entstehungsgeschichte: Immerhin durften wir für einige Szenen eine Stunde ganz allein in einem Berliner Schwimmbad drehen und dabei feststellen, was für ein unglaublicher Aufwand betrieben werden muss, um so ein Bad sauber zu halten.

    Richtig glücklich sind wir, dass wir nach drei Jahren jetzt auch endlich den angemessenen Windschutz für unsere Mikrophone haben: Dunkelwasserblau und natürlich mit dem Schriftzug „Chlorgesänge“! Regelmäßig kommen auch unsere Schwimmponchos mit dem gleichnamigen Schriftzug zum Einsatz - im Moment ganz allein unser Privateigentum, aber wenn wir es irgendwann tatsächlich mal schaffen, ein Gewerbe anzumelden, dann bieten wir sie womöglich auch zum Verkauf an. Genauso wie unsere Badekappen, die es mittlerweile immerhin schon in acht Farben gibt.

    2025 haben wir aber auch erstmals eine Tombola gemacht, und das erste Mal Werbung für Schwimmbrillen (mit dem Code CHLOR20 gibt es 20 Prozent Rabatt), von denen wir aber auch wirklich immer noch total überzeugt sind. Und von den neuen Badeanzügen, die sich zumindest eine von uns gegönnt hat, wollen wir gar nicht reden …

    Aber natürlich haben wir auch für 2026 schon Pläne - zum Beispiel endlich mal nach Lippstadt zu fahren, wo es deutschlandweit das erste KI-Überwachungssystem gibt, was das Badpersonal unterstützen soll. Mindestens genauso neugierig sind wir auf „Wischael“ im Moselbad in Koblenz, ebenfall eine KI, die bei der Reinigung in Schwimmbädern unterstützen kann. Ein Bad mit einer 100-Meter-Bahn wollen wir unbedingt besuchen, bei einem 24-Stunden-Schwimmen teilnehmen, beim Aqua-Cycling mitmachen … und da geht bestimmt auch noch mehr. Wenn Ihr Anregungen für uns habt, worüber wir unbedingt mal berichten und wohin wir dringend mal fahren müssen - meldet Euch bei uns!

    Aber jetzt erstmal für alle: Wir wünschen Euch ein wunderbares Jahr 2026, auf dass ihr bei jeder Gelegenheit und immer freudig ins Wasser gehen könnt und vor allem - ganz viel Spaß habt!









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    33 Min.
  • Folge 137: Beschlagene Waschbäraugen
    Dec 17 2025
    Diesmal reden wir über etwas, was wir unbedingt brauchen und was trotzdem immer wieder ein Ärgernis ist: Die Schwimmbrille. Wobei sie natürlich auch ein Modeaccessoire sein kann - findet jedenfalls eine von uns (die mittlerweile zu jedem Badeanzug mindestens eine farblich passende Schwimmbrille hat).Aber die Schwimmbrille ist eben nur so lange cool, wie sie wirklich klare Sicht gewährt und nicht dauernd beschlägt. Im Moment schwören wir da ja gerade auf die OZEAN von buddyswim (kriegt ihr mit dem Code CHLOR20 übrigens immer noch 20 Prozent günstiger) - aber wir haben schon gemerkt, auch die fängt irgendwann an zu schwächeln. Der aktuelle Vergleichstest von vergleich.org sieht übrigens gerade die Cressi Clear Eyes ganz weit vorn - lohnt sich sicher mal auszuprobieren. Oder hat die vielleicht schon jemand getestet? Auch immer gern weit vorn ist die Arena The ONE, eine von uns hat damit auch schon sehr gute Erfahrungen gemacht.Grundsätzlich kommt es ohnehin auf die richtige Pflege an: Also nach dem Schwimmen mit kaltem (!) klaren Wasser abspülen, an der Luft trocknen lassen und auf jeden Fall in einem schützenden Behältnis oder Beutel aufbewahren. Und niemals (!) innen mit den Fingern an den Gläsern rumwischen! Die meisten Schwimmer und Schwimmerinnen sagen ja, dass die Antibeschlag-Beschichtung eben mit der Zeit abnutzt. Dann kann man sich Anti-Fog-Spray kaufen - oder man greift zu Hausmitteln, besser gesagt: zu Spucke. Aber nicht etwa reinspucken und den Schleim dann mit dem Finger verteilen - am besten die Gläser von innen ablecken. Ablecken? Ganz genau! Die Zunge beschädigt die Gläser nicht (außer ihr habt ein Zungenpiercing) und die Spucke enthält Nucine, also Schleim, der sich wie ein Schutzfilm über die Gläser legt. Danach einmal kurz ins Wasser tauchen - fertig.Aber wieso beschlägt die Brille überhaupt? Die Luft ist in der Regel wärmer als das Wasser, in dem wir schwimmen und unsere Körpertemperatur sowieso. Die warme Luft in der Brille schlägt sich dann in den (von außen gekühlten) Gläsern der Brille nieder. Deshalb ist zusätzlich zum Anlecken ein guter Tipp: Erst einmal untertauchen und dann erst die Brille aufsetzen - seitdem sie das weiß, war bei einer von uns die Brille nicht mehr beschlagen!Ein weiteres Schwimmbrillen-Phänomen: Die Waschbäraugen. Weil die Brille zu fest sitzt oder sich zu sehr ansaugt. Am Kopf festzurren soll man die Schwimmbrille ohnehin nicht, die Bänder müssen gar nicht so eng sitzen. Stattdessen die Glässer an den Augen leicht andrücken, dann saugt sich das Silikon im besten Fall von selber an. Aber ganz ohne Abdrücke wird es wohl nicht geht - Hauptsache, sie verschwinden nach dem Schwimmen schnell wieder.Eine gute Erfindung der letzten Jahre: dioptrische Schwimmbrillen. Vorbei die Zeiten, in denen sehbeeinträchtigte Menschen die Orientierung verloren, sobald sie im Wasser sind, diese Schwimmbrillen kann man an seine Kurz- oder Weitsichtigkeit individuell anpassen Für viele Schwimmer:innen ein Quantensprung. Ebenfalls eine gute Errungenschaft: Photochromatische Brillen, bei denen spezielle Filter die Lichteinstrahlung polarisieren und somit verhindern, dass sie direkt ins Auge geht - vor allem draußen im Sommer ein echter Gewinn. Grundsätzlich ist draußen auf jeden Fall ein UV-Schutz wichtig. Den gibt es übrigens bei getönten und klaren Gläsern. Welche Schwimmbrille die beste ist, muss am Ende jeder und jede selber ausprobieren. Manche schwören auch auf verstellbare Nasenstege oder die so genannten Schwedenbrillen, die so puristisch sind, dass die Augenschalen gar keine Dichtung haben. Allerdings beschlagen die auch ziemlich schnell. Außer … genau!
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    32 Min.
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