Wer waren die Germanen? Titelbild

Wer waren die Germanen?

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Über diesen Titel
Germany, Germania, Allemagne oder Alemania: So heißt Deutschland in vielen Teilen der Welt. Der Gründungsmythos lautet: Die Deutschen stammen von den Germanen ab. Hermann der Cherusker ist so etwas wie ein Nationalheld. Und die Niederlage der Römer in der legendären Varusschlacht im Jahr 9 n. Christus steht für Mut, Stärke und Tapferkeit der Germanen. Aber „die“ Germanen gab es gar nicht. Und dass wir Deutschen deren Nachfahren sein sollen, ist eine Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts. Hermann, oder Arminius, wie er eigentlich heißt, war zum Beispiel ein Cherusker. Nur eine von vielen verschiedenen germanischen Gruppen, die in der Antike jenseits des Römischen Reiches in Nord- und Mitteldeutschland lebten. Aber wer waren dann „die“ Germanen? Wer hat sie womöglich erfunden? Und warum beschwört ausgerechnet die extreme Rechte heute das angebliche Germanentum der Antike, das es so nie gegeben hat? Ein Podcast über Arminius, den Cherusker, über die Phantasie antiker Geschichtsschreiber und die Frage: Stimmt es, dass die Germanen gar keine nordische Götterwelt mit Odin, Thor und Freya kannten? Interviewpartner*innen: Stefan Burmeister Karl Banghard Nico Roymans Sabine Panzram Georg Schuppener Quellen: Banghard, Karl (2025): Die wahre Geschichte der Germanen. Berlin: Propyläen. Banghard, Karl / Raabe, Jan (2020): Das Germanenbild der extremen Rechten nach 1945. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Burmeister, Stefan / Rottmann, Joseph (Hg.) (2015): Ich Germanicus. Feldherr – Priester – Superstar. Stuttgart: Theiss (Archäologie in Deutschland, Sonderheft 8/2015). Caesar, Gaius Iulius: De bello Gallico / Der Gallische Krieg. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam. Cassius Dio: Römische Geschichte, Buch 56. Dt. Ausgabe z. B. übers. v. Otto Veh, Düsseldorf: Artemis & Winkler. Der Deutschbund: Was wir wollen! Werbebroschüre (o. J., frühe 1920er-Jahre). Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, R 1507/360. Zitiert nach Puschner, Uwe (2020). Goscinny, René / Uderzo, Albert (1963): Asterix und die Goten (frz. Original: Astérix et les Goths). Dt. Ausgabe: Berlin: Egmont Ehapa Media. Halle, Uta (2020): Archäologie, Germanen und Wikinger im Nationalsozialismus. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Herder, Johann Gottfried (1784–1791): Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. 4 Teile. Riga/Leipzig: Hartknoch (darin Buch 16, Kap. 3: „Deutsche Völker“). Hofmanová, Zuzana u. a. (2016): Early farmers from across Europe directly descended from Neolithic Aegeans. In: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 113 (25). DOI: 10.1073/pnas.1523951113. Langebach, Martin (Hg.) (2020): Germanenideologie. Einer völkischen Weltanschauung auf der Spur. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung (Schriftenreihe Bd. 10589). Lindenschmit, Wilhelm (1846): Die Räthsel der Vorwelt, oder: Sind die Deutschen eingewandert? Mainz. Meier, Mischa (2020): Caesar hat die Germanen erfunden – oder doch nicht? In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Panzram, Sabine / Pachá, Paulo (Hg.) (2020): The Visigothic Kingdom. The Negotiation of Power in Post-Roman Iberia. Amsterdam: Amsterdam University Press. Puschner, Uwe (2020): Die Germanen im völkischen Weltanschauungskosmos. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Roymans, Nico (2004): Ethnic Identity and Imperial Power. The Batavians in the Early Roman Empire. Amsterdam: Amsterdam University Press (Amsterdam Archaeological Studies 10). Schuppener, Georg (2017): Sprache und germanischer Mythos im Rechtsextremismus. Leipzig: Edition Hamouda. Schuppener, Georg (2022): The Germanic Tribes, the Gods and the German Far Right Today. London/New York: Routledge (Routledge Studies in Fascism and the Far Right). Strabon: Geographika, Buch 7. Dt. Ausgabe: Strabons Geographika, hg. u. übers. v. Stefan Radt. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Tacitus, Publius Cornelius: Germania. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam. Tacitus, Publius Cornelius: Historien. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam. Tacitus, Publius Cornelius: Annalen. Dt. Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam. Wagner, Moritz (1871): Ursprung und Heimat des Urmenschen. In: Das Ausland. Zitiert nach Wiwjorra, Ingo (2020). Wiwjorra, Ingo (2020): Der Germanenmythos in der deutschen Altertumsforschung des 19. Jahrhunderts. In: Langebach, Martin (Hg.): Germanenideologie. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. Podcast-Tipp: https://terra-x-history-der-podcast.blogs.audiorella.com/71-fussball-und-seine-geschichte Internetquellen: https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/35114 (Nico Roymans: Ethnic Identity and Imperial Power, Open Access) https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/52813 (Sabine Panzram / Paulo Pachá: The ...
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