Muscheln am Strand von Gaza
Erinnerungen an ein zerstörtes Land
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Gesprochen von:
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Camill Jammal
Eine Geschichte von Verlust, Mut und der ungebrochenen Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten.
»Manchmal fühle ich mich wie der einsamste Palästinenser auf der Welt.«
Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er-Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt war. Jahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen.
Ein sehr persönliches Hörbuch, das Hoffnung und Plädoyer zugleich für eine demokratische und friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist.
Mitautorin: Judith Popp.
Das Hörbuch wird gelesen von Camill Jammal.
©2026 S.Fischer Verlag GmbH (P)2026 Argon Verlag AVE GmbH; Die Nutzung unserer Werke für Texte und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG behalten wir uns explizit vor.Hamza Abu Howidy nimmt uns hinein in seine eigene Geschichte und gewährt uns so Einblick in seine Kindheit und Jugend in Gaza. Dabei bringt er uns nicht nur die vielschichtigen Realitäten in diesem kleinen Küstenstreifen vor Augen, sondern lässt uns auch teilhaben an seiner Bildungsgeschichte, die ihn vom Schüler einer von der Hamas geführten Schule - und in der Auseinandersetzung mit sich und anderen - zu einem freien Geist macht, der dafür einen sehr, sehr hohen Preis bezahlt.
Hamza Abu Howidy lässt die Lesenden erleben, wie es ist, unter Umständen aufzuwachsen, die einem oft nur die Wahl zwischen schlechten und noch schlechteren Alternativen lassen und durch welche Umstände (sein mutiger aber immer wieder gewalttätiger Vater, seine stille aber im Herzen rebellische Mutter, der Einfluss von Büchern und der Austausch mit liberalen israelischen Menschen) er in der Lagen war, die einseitigen Erzählungen über Israel als den Feind zu hinterfragen und schließlich hinter sich zu lassen.
In keiner Sekunde lässt das Buch einen Zweifel dran aufkommen, das die Hamas kein Zusammenschluss von Freiheitskämpfern ist, die zum Wohle ihres Volkes kämpft, sondern zeigt sie als eine straff organisierte, radikale, gelegentlich vielgesichtige und immer wieder korrupte, letztendlich totalitäre Organisation, die nur ein Ziel hat: Dir rücksichtslose Durchsetzung ihres Weltbildes. Und geleichzeitig gelingt es Hamza Abu Howidy aufzuzeigen, dass Gaza soviel mehr ist als die Hamas und wie sehr sich die israelische Regierung, aber auch die Weltgemeinschaft am Ergehen der dort lebenden Menschen mitschuldig macht.
Besonders der Satz (sinngemäß zitiert): "Was sind die Rechte eines palästinensischen Menschen wert, wenn sie nicht von einem Israeli verletzt werden?" legt den Finger in die Wunde der Doppelmoral, mit der viel zu viele Menschen den Konflikt betrachten und aus ihren bequemen Sesseln kommentieren, als ginge es um ein Fußballspiel. Und leider schreien nicht selten am lautesten diejenigen, die einen Grund für ihre Ablehnung Israels suchen. Dabei wäre vor allem eines Not und längst überfällig: Die Unterstützung der Weltgemeinschaft bei der Entwicklung einer friedlichen Zukunftsperspektive im Hinblick auf die Koexistenz für die Menschen in Israel und Palästina.
Das Hamza Abu Howidy nicht nur ganz deutlich Position bezieht gegen das Terror-Massaker der Hamas am 7. Oktober und auch gegen die Geiselnahmen erht ihn für mich genau so wie die Liebe zu seinem Land und zu den Menschen, für die er schreibt (sinngemäß zitiert): "Ich wusste, dass ich die Stimme für sie sein muss." In meinen Augen ist ihm das voll und ganz gelungen und ich würde dieses Buch jedem und jeder empfehlen, der sich eingehender mit dem Nahostkonflikt beschäftigen will.
Danke, lieber Hamza Abu Howidy!
Zwei Anmerkungen noch: Als gläubiger Mensch schmerzt es mich, wenn ein anderer Mensch davon berichtet, wie er seinen Glauben verliert, - auch wenn dieser Glaube nicht der meine ist. Gleichzeitig freue ich mich für jeden Menschen der sich aus der ideologischen Engführung einer Weltanschauung befreien kann - denn leider gibt es auch in "meiner" Religion genügend Fundamentalismus / Das Lektorat hätte wirklich darauf achten können dass es nicht heißt "Sinn machen" sondern "Sinn ergeben" / und freilich sind die "Muscheln", in denen man das Meer rauschen hört (ein Bild, das im Buch ganz wunderbar ausgeführt wird!) natürlich keine Schalen von Muscheln, sondern die Gehäuse von Schnecken.
Wichtig und im allerbesten Sinne ausgewogen!
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absolutes muss !!
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