Brutale Kriege, politische Komplotte und Revolutionen, die das Land auf den Kopf stellten: Russlands Geschichte ist schon für sich genommen schauderhaft spannend. Das Land erlebte im 20. Jahrhundert einen radikalen und blutigen Wandel vom Zarenreich hin zur kommunistisch geprägten Sowjetunion. Vor dieser Kulisse spielen unsere fesselnden historischen Kriminalromane und Thriller. Sie erzählen von Intrigen, dramatischen Verbrechensserien und Menschen, die in dieser stürmischen Zeit mutig ihren Weg gehen.
Exil, Glanz und verlorene Heimat: Historische Fiktion mit russischen Wurzeln
Ein Fabergé-Ei im Schnee verbindet die Schicksale zweier Welten. Als die junge Anyu Zhang dem russischen Juwelier Isaak Mandelburg ein unbezahlbares Kunstwerk zurückgibt, ahnt sie nicht, dass sie damit den Grundstein für ihre Zukunft legt. Mandelburg war einst Meisterjuwelier des Zaren, nun ist er nach der russischen Revolution auf der Flucht und Teil jener russischen Exilgemeinschaft, die in den 1920er-Jahren in Schanghai Zuflucht sucht.
Jahre später führt Anyus Weg sie genau dorthin. In der schillernden, gefährlichen Metropole trifft sie auf russische Emigranten und Emigrantinnen, verlorenen Reichtum, alte Handwerkskunst und die Schatten eines untergegangenen Zarenreichs. Zwischen Juwelen, Machtkämpfen und kriminellen Netzwerken kämpft sie um Selbstbestimmung und ihren Platz in einer Welt, die von Gier und Schönheit zugleich geprägt ist.
Mit Das Herz aus Gold verwebt Weina Dai Randel russische Geschichte, Exilerfahrung und asiatische Metropole zu einem opulenten historischen Roman. Eine Geschichte über Herkunft, Verlust und die Frage, was von einer Heimat bleibt, wenn sie nur noch in Erinnerungen und Kostbarkeiten weiterlebt.
Ein junger Mann erschießt sich am helllichten Tag im Mai 1876 in einem Moskauer Park. Kurz zuvor hatte er seiner Herzensdame seine Liebe gestanden – und war auf taube Ohren gestoßen. Für den Chef der Moskauer Kriminalpolizei ist die Sache klar: Selbstmord aus Liebeskummer. Sein Protokollant Erast Fandorin aber glaubt, dass mehr hinter dem Suizid des Studenten steckt. Als weitere Selbstmorde passieren, beginnt Fandorin auf eigene Faust zu ermitteln. Alle Opfer spendeten kurz vor ihrem Tod Geld an eine Waisen-Stiftung. Auch eine mysteriöse Dame namens Kleopatra begegnet der mutigen Spürnase immer wieder bei den Ermittlungen. Ehe Fandorin sich‘s versieht, ist er Teil eines Verschwörungsgeflechts und schwebt selbst in Gefahr.
In seinem historischen Kriminalroman Fandorin lässt Boris Akunin seinen Helden im Russland des 19. Jahrhunderts ermitteln. Elegant-charmant führt der Autor seinen mutigen Detektiv durch die dunklen Straßen Moskaus und blickt hinter die historischen Kulissen Russlands. Boris Akunins hochgelobter Erstling hat sich mittlerweile zu einer ganzen Reihe ausgewachsen – Scotland Yard wäre stolz auf Fandorin!
London, 1914. Die Verhandlungen zwischen Lord Walden und dem Abgesandten des russischen Zaren, Alex Orlow, laufen auf Hochtouren. Russland soll England im Kampf gegen Deutschland unterstützen. Felix Kschessinsky bekommt von dem Handel Wind und will ihn verhindern. Er plant, Orlow zu töten. Jahrelang war er in zaristischen Lagern gefangen, sein Hass auf den Zaren ist groß. Als er sich auf den Weg zu seinem Opfer macht, trifft er jedoch Lydia. Vor 19 Jahren war sie seine Geliebte in St. Petersburg. Wird Felix Kschessinsky weiter an seinem Mordplan festhalten und eine Revolution anzetteln? Oder entscheidet er sich für die Liebe?
Spannungs-Profi Ken Follett hat mit Der Mann aus St. Petersburg einen weiteren fesselnden Politthriller geschaffen. Follett nimmt dich mit auf eine rasante Fahrt durch das Großbritannien und Russland Anfang des 20. Jahrhunderts. Liebe, Mord und Verschwörungen begegnen dem Romanhelden Kschessinsky auf seiner Mission – alles, was ein guter Politthriller eben braucht!
Alles ist gepackt, die Koffer längst verstaut: Lady Jane und ihr Mann Captain Wescott freuen sich im Jahr 1861 auf ihre Schiffsreise nach Indien. Doch dann verschwinden in London die berühmten Orlow-Diamanten und ein russischer Attaché wird ermordet. Eigentlich kein Grund, die Reise sausen zu lassen, wäre da nicht Wescotts Diener Levi, den die Polizei als Verdächtigen verhaftet. Das Paar vertagt die Reise und versucht, die Unschuld ihres Dieners zu beweisen. Ihre Spur führt sie in die russischen Emigranten-Kreise Londons. Als dann noch Wescott selbst unter Mordverdacht gerät, hängt alles an der unkonventionellen Lady Jane, deren mutige Ermittlungen sie bis nach St. Petersburg führen.
Die Orlow-Diamanten von Annis Bell ist der dritte Teil der Lady-Jane-Reihe. Diesmal muss die ungewöhnliche Dame ihren Mann aus verhängnisvoller Lage retten. Auf der Suche nach der Wahrheit bekommt ihr geschichtsträchtige Einblicke in das Leben in Russland.
Die Nachricht ist ein Schock: Sein Zwillingsbruder Gabriel, ein enger Vertrauter des russischen Patriarchen Tichon II., ist in Moskau zu Tode geprügelt worden. Als Adam Lassen im fernen Dänemark die Nachricht erhält, ist er fassungslos. Besonders mysteriös: Auch der Patriarch Tichon II. starb – nur wenige Stunden vor Gabriel. Adam zögert nicht lang und packt seine Koffer. Gemeinsam mit seiner Mutter Anastasia, einer gebürtigen Russin, reist er nach Russland, um den Tod seines Zwillingsbruders aufzuklären. Doch eine Mauer aus Schweigen erschwert die Suche nach der Wahrheit. Je tiefer Adam in die Moskauer Welt eintaucht, umso klarer wird: Er ist einer riesigen Verschwörung von Kirche, Politik und Wirtschaft auf der Spur.
Leif Davidsen hat mit seinem historischen Roman Der Tod des Patriarchen einen spannenden Politthriller vor der Kulisse Moskaus geschrieben. Der historische Krimi liefert nicht nur viele geschichtliche und politische Hintergrundinformationen, sondern erzählt auch eine dramatische Familiengeschichte.
Graf Rostov lebt im Hotel - unfreiwillig. Im Moskau des Jahres 1922 ist der Lebemann wegen seines Lebensstils verhaftet und unter Hausarrest gestellt worden. Seine Freiheit ist futsch, jeden Tag muss er jetzt als Hilfskellner im Hotel schuften. Doch der optimistische Rostov lässt sich nicht unterkriegen. Er glaubt ganz fest daran, dass auch er wieder die Chance bekommt, seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Solange blickt er aus dem Fenster und träumt von guten Taten in einem Land im Ausnahmezustand. Eines Tages vertraut ihm eine Freundin ihre kleine Tochter an. Das kleine Mädchen stellt Rostovs beschränkte Welt gehörig auf den Kopf und gibt ihm das, wonach er sucht: Bestimmung!
Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles ist ein kleines Meisterstück der Erzählkunst. Mitreißend beschreibt der Roman die revolutionäre Welt Russlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein ganz besonderer Roman, der von der Suche nach sich selbst und nach der eigenen Bestimmung erzählt – und der dazu aufruft, niemals aufzugeben. Sprecher Hans Jürgen Stockerl verleiht der wunderbar zarten Geschichte mit seiner Stimme die passende Eleganz.
Überblick: Historische Romane, die in Russland spielen
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