Autoren-Profil
Thomas Prünte, geb. 1958 in Unna/Westfalen. Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Paartherapeut. Seit mehr als 30 Jahren bin ich in eigener Praxis tätig ( www.thomas-pruente.de)
Als Autor habe ich mich mit zahlreichen Themen befasst, die Paar- Beziehungen und den Umgang mit Krisen und Gefühlen betreffen. Im Folgenden möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in meine bisherigen Veröffentlichungen geben:
Wie bedeutsam das Bedürfnis nach menschlicher Nähe ist, hat der Lockdown während der Corona-Pandemie gezeigt. Einem Menschen nah sein zu wollen und es nicht zu dürfen, ist schmerzhaft. Zugleich meldete sich der Wunsch nach Distanz bei all denen, die auf beengtem Raum mehr Zeit miteinanderverbringen mussten, als sie es gewohnt waren. Für viele Beziehungen waren und sind derartige Erfahrungen ein wahrer Prüfstein.
Doch unabhängig von solchen Extremsituationen ist die Beziehungswelt komplexer geworden und mit ihr die Beziehungsformen. Friends with benefits, Polyamouröse und Swinger experimentieren auf eigene Weise mit Nähe und Distanz. Auf dem Markt der Möglichkeiten wird vieles ausprobiert. Zugleich droht eine Beziehung zur Ware zur verkommen: „Ich trage doch auch nicht jeden Tag dieselben Schuhe“ wirbt ein Portal für Sexinteressierte.
Hinzu kommen Veränderungen in der Arbeitswelt. Agiles Arbeiten, Projekte und Jobs in einer anderen Stadt oder im Ausland führen dazu, als Paar ständig oder phasenweise getrennt zu leben. Dies führt zu einem emotionalen Zyklus, der darin besteht, sich wiederholt verabschieden, neu einlassen und wieder trennen zu müssen. Nähe in der Distanz zu halten, wird zu einer Herausforderung. Die gemeinsame Zeit nicht mit Erwartungen zu überfrachten wird zu einer anspruchsvollen Aufgabe.
Der Spagat zwischen dem Wunsch nach Nähe einerseits und dem Wunsch nach Freiheit andererseits, kann anstrengend sein und zu Spannungen führen. Bindungswünsche und die Sehnsucht nach Exklusivität sowie das Bedürfnis nach Freiräumen müssen ausgelotet und in Einklang gebracht werden.
Im Buch "Brücken bauen: Das Geheimnis von Nähe und Distanz in der Partnerschaft" stelle ich Paare vor, die um eine für sie stimmige Balance von Nähe und Distanz ringen. Die versuchen, Brücken zueinander zu bauen. Dabei gibt es zahlreiche Gründe, die die Umsetzung erschweren können. Sie werden erläutert und näher untersucht. Das hilft dabei, sich selbst und seinen Partner besser einzuschätzen. Dadurch ist man in der Lage, an seiner Beziehung zu arbeiten – auch an der Beziehung zu sich selbst!
In "Du bist mein Heimathafen" gebe ich Anregungen für Paare zum "Kurs halten" in schwierigen "emotionalen Gewässern".
Für Menschen in schwierigen Lebensphasen wurde die "Die Krisenbewältigungskiste" entwickelt. In einer Krise sind wir verletzlich. Patentrezepte verbieten sich. Eine sensible Begleitung und eine gewisse Demut werden meist als hilfreicher erlebt. Ermunternde Leitaussagen und Fragen laden zu einer Spurensuche für einen Ausweg ein. Vertiefende Infos im Booklet.
In "Wie geht es mir heute - 44 mögliche und unmögliche Arten, eine Therapiesitzung zu beginnen" finden sich prägnante und humorvolle Einblicke in inspirierende Möglichkeiten, eine Therapiesitzung zielorientiert und lebendig zu gestalten - zum Wohle der Patienten und zur Verlebendigung des eigenen professionellen Handelns. "Short Stories", auch für Patient*innen interessant.
Mein Credo "Gefühle sagen, was wirklich los ist", wird in "Das Gefühlsklavier - Vom stimmigen Umgang mit unseren Emotionen" anhand zahlreicher Fallbeispiele lebendig illustriert.
"Negative" Emotionenlassen sich als wertvolle Wegweiser, die auf vernachlässigte Bedürfnisse verweisen, besser verstehen. Ich werbe - natürlich mit einem Augenzwinkern - dafür, die vermeintlich "schlechten" Gefühle ins "emotionale Weltkulturerbe" aufzunehmen ("Vom Sinn schlechter Laune - Warum es gut tun kann, sich schlecht zu fühlen!").
Gemeinsam mit meinem Kollegen, dem Kommunikationswissenschaftler Jan-Rüdiger Vogler, habe ich "Eier zeigen - Männliche Stärken in der Partnerschaft" herausgebracht. Unser Anliegen ist es, Männer darin zu unterstützen, ihre ureigenen Kompetenzen in eine Beziehung einzubringen.
Darüber hinaus stelle ich die leicht zu erlernende Methode des "Fokussierten Selbst" vor, um Patienten und Therapeuten darin zu unterstützen, Wesentliches zu erfassen und Entwicklungsziele im Blick zu behalten
Und - last but not least - habe ich Freude daran, in meinen Seminaren und Vorträgen die Zuhörer fundiert und unterhaltsam mit psychologischen Themen vertraut zu machen.
Ich lebe und arbeitet in Schleswig-Holstein und Hamburg.
ps
Da ich seit meiner Jugend als Songwriter tätig bin, haben mich die zahlreichen Erfahrungsberichte Krisengeplagter dazu angeregt, das Lied „Du schaffst das!“ zu schreiben. Darin habe ich Beschreibungen von Betroffenen aufgegriffen. Vermutlich kennt jeder von uns zumindest einige Aspekte aus eigener Erfahrung. Das Lied will trösten und ermutigen. Die Hamburger Sängerin Johanna Hanf hat es sensibel interpretiert.
Für Paare ist mir während des Lockdwons "Du bist mein Heimathafen" zugeflogen, auch gecovert von "Feli" - "Du buest mien Heimathaaben"
Die Songs kann man auf Spotify, Youtube und www.song-momente.de hören.
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