• "Unverdiente Ungleichheit" von Martyna Linartas. Das Sachbuch der Stunde?
    Jan 25 2026
    Unsere 60. Folge ist etwas anders, denn diesmal ist Nefeli nicht dabei. Während sie an der Amalfiküste neue Ideen sammelt und den Vesuv besteigt, spricht Anselm mit Piero Masztalerz, der sonst hinter den Kulissen für die Technik verantwortlich ist. Piero, der als Cartoonist und Comedian durch den deutschsprachigen Raum reist, hat einmal keinen literarischen Text sondern ein Sachbuch mitgebracht: In "Unverdiente Ungleichheit. Wege aus der Erbengesellschaft" erläutert die Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas eindrücklich, warum die große Verrmögensungleichheit in Deutschland und weltweit nicht nur ungerecht ist, sondern auch sozial und ökonomisch schädlich und eine große Bedrohung für Demokratie und Klima. Sie skizziert aber nicht nur den bedenklichen Ist-Zustand, sondern bietet auch einen überraschenden und lehrreichen historischen Blick auf die Ausgestaltung der Erbschaftssteuer in Deutschland, aktuelle Perspektiven aus der deutschen Wirtschaftselite und schließlich auch konstruktive Lösungsvorschläge. Piero und Anselm reden über sogenannte Superreiche, ökonomisches Desinteresse heutiger Linker und die immer gleichen Mythen beim Thema (Erbschafts-)Steuern.
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    58 Min.
  • "Gym" von Verena Kessler. Bärenstark?
    Dec 21 2025
    Diesmal haben wir die Autorin und Übersetzerin Isabel Bogdan zu Gast und sprechen mit ihr über "Gym", den dritten Roman von Verena Keßler. Unser Gespräch dreht sich um Ehrgeiz, Karriere und Körperkult, um unser Interesse an der Ich-Erzählerin, und um die Sprache, in der Keßler ihren schlanken Roman geschrieben hat. Auch reden wir über "Fitnessstudios" als literarische Orte und unsere eigenen Erfahrungen mit Gyms.
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    59 Min.
  • "Adlergestell" und "Bär". Starke Frauen?
    Nov 26 2025
    In dieser Folge sprechen wir über den recht aktuellen Roman "Adlergestell" von Laura Laabs, in dem wir vor allem drei Grundschülerinnen in einem Ost-Berliner Vorort kurz nach dem Fall der Mauer erleben. Und wir sprechen über "Bär", einen Roman, den die kanadische Schriftstellerin Marian Engel 1976 veröffentlicht hat. In "Bär" sichtet eine Bibliothekarin auf einer kleinen, einsamen Insel den Buchbestand eines Siedlers und beginnt ein intimes Verhältnis mit einem auf der Insel lebenden Bären. Wir sprechen über frühreife Kinder in der DDR, starke Frauenfiguren, über Fairy Ultra, Machtverhältnisse und radikale Gesellschaftskritik mit sanfter Haltung. Außerdem diskutieren wir die Frage, ob Kinder gute Protagonisten für literarische Werke sind und erörtern, warum Sex mit Tieren eklig sein könnte und wie man so darüber schreibt, dass es nicht peinlich ist.
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    1 Std. und 20 Min.
  • "Haus zur Sonne" und "Das automatische Reich". Nichts wie weg?
    Oct 21 2025
    Diesmal reden wir über "Haus zur Sonne" von Thomas Melle. Das autofiktionale Werk, dass an die "Die Welt im Rücken" anschließt, aber die depressive Phase der Bipolar 1 Störung im Zentrum hat, stand gerade auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Der Icherzähler beschließt darin, seinem Leben ein Ende zu setzen. Dazu sucht er eine fiktive Einrichtung auf. Im "Haus zur Sonne" kann man sich ein paar Wochen per Simulation alle Wünsche erfüllen lassen, bevor man auf eigenen Wunsch getötet wird. Nur, was soll man sich wünschen, wenn man wunschlos unglücklich ist? Außerdem reden wir über den SF-Roman "Das automatische Reich". Ralph Hammerthaler zeichnet darin einen zukünftigen totalitären Staat auf den Trümmern der EU. Trotz ausgeklügelter Überwachung und eines Spitzelsystems gibt es Menschen, die in Kommunen ein andere, nachhaltige Lebensweise praktizieren. Wir sprechen über Depression und Sexismus, über Humor und Lebensüberdruss, über Science Fiction und eine gut gekühlte Cola Zero.
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    1 Std. und 17 Min.
  • "Der Gott des Waldes" von Liz Moore. Ein literarischer Thriller?
    Sep 21 2025
    Diesmal sprechen wir mit dem Autor und Übersetzer Cornelius Hartz. Er stellt "Der Gott des Waldes" von Liz Moore zur Diskussion, einen Roman, den er selbst aus dem amerikanischen Englisch ins Deutsche übersetzt hat. "Der Gott des Waldes" war in den USA ein riesiger Erfolg und hat auch in Deutschland schon mehr als 100.000 Exemplare verkauft. Ist das Buch wirklich so gut? Was macht seinen Reiz aus? Und wie läuft eigentlich so eine Übersetzung ab? Wir sprechen über Klassenunterschiede und Sexismus, Gesellschaftspanoramen und Figurenpsychologie, starke Frauenfiguren und die Faszination von Sommer-Camps. Und natürlich über die Herausforderung, einen Text aus der einen Sprache in die andere zu übertragen.
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    1 Std. und 9 Min.
  • "Der Tod in Venedig" und "Ahmadjan und der Wiedehopf". Zuckersüß?
    Jul 24 2025
    Diesmal sprechen wir über die 1913 veröffentlichte Novelle "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann und über den 2024 publizierten Comic "Ahmadjan und der Wiedehopf" von Maren und Ahmadjan Amini. Wir reden über künstlerischen Narzissmus, den Niedergang des Großbürgertums, Sufi-Mystik und die Liebe, die durch schlichte Comiczeichnungen übertragen werden kann. Außerdem erzählen wir uns, was wir von Manns Sprache und Attitüde in seiner "Tragödie einer Entwürdigung" halten und erklärem, warum AfD-Wählerinnen, den Comic von Maren und Ahmadajan Amini lesen sollten.
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    1 Std. und 17 Min.
  • Wohnt der Kaiser der Freude im Tokyo Sympathy Tower?
    Jun 15 2025
    Diesmal sprechen wir über zwei aktuell auf Deutsch erschienene Romane: "Der Kaiser der Freude" von Ocean Vuong und "Tokyo Sympathy Tower" von Rie Qudan. In dem Podcast geht es um die Frage, wann große Gefühle kitschig sind, wieviele Themen in einem Roman verhandelt werden sollten und ob "Künstliche Intelligenz" die Literatur bereichert oder beschädigt. Wir sprechen über das Arbeiten in der Gastronomie und die Opioid-Krise, die Auswirkungen politisch korrekter Sprache, den gesellschaftlich besten Umgang mit Verbrechern und die Strahlkraft der Architektur. Dabei wissen wir manchmal selbst nicht mehr, wo hinten und vorne ist, und aus wessen Perspektive hier eigentlich gerade erzählt wird.
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    1 Std. und 18 Min.
  • "Blutsschwestern" von Ana Wetherall-Grujić.Gewalt als Utopie?
    May 18 2025
    Dieses Mal redet Nefeli mit dem Hamburger Autor Till Raether über den Debütroman „Blutsschwestern" von Ana Wetherall-Grujić, während sich Anselm in einem Residenzstipendium aufhält. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, inwiefern sich Literatur anders lesen lässt, wenn sie eine Genre-Klammer erhält. Dabei versuchen wir zu klären, ob Ana Wetherall-Grujićs Debütroman ein Krimi ist, und welche anderen Genres sich vielleicht in ihm finden lassen. Wir sprechen über Geschwisterdynamiken, über die Darstellung physischer und psychischer Gewalt in Romanen und was für oder gegen Triggerwarnungen spricht.
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    1 Std. und 25 Min.