Trummer & Gäste - Ir Brandig - Gespräche über Musik & Menschsein Titelbild

Trummer & Gäste - Ir Brandig - Gespräche über Musik & Menschsein

Trummer & Gäste - Ir Brandig - Gespräche über Musik & Menschsein

Von: Trummer
Jetzt kostenlos hören, ohne Abo

Über diesen Titel

Singer / Songwriter Trummer hat schon vor über 20 Jahren andere Musiker:innen zu öffentlichen Gesprächen eingeladen. Damals hiess das "Songwriters Lounge / Round". Nun kehrt er zu einem ähnlichen Format in Podcast-Form zurück. In der ersten Staffel von Ende Februar bis September 2025 erscheinen Begegnungen mit den Gästen von Trummers neuem Album, "Ir Brandig", das Song um Song, Podcast um Podcast veröffentlich wird. Die Gespräche drehen sich um die Prägungen der Herkunft, um das Menschsein - und Künstler:innen-Sein - an sich und genau in diesem Moment auf der Welt und natürlich um die gemeinsam gesungenen Songs.



© 2025 Trummer & Gäste - Ir Brandig - Gespräche über Musik & Menschsein
Kunst
  • #14 Andreas Gefe: "Die Frage nach dem Wieso des Lebens kann man fast nur beantworten, indem man es trotzdem macht" - Ein Gespräch
    Sep 5 2025

    Send us a text

    In der letzten Episode der ersten Staffel spreche ich mit Gefe, dem Maler, Illustrator und Comiczeichner, mit dem ich seit 2007 an fast all meinen Plattencovers gearbeitet habe, auch an den Büchern "Heldelieder" und "Familienalbum". Bekannt ist er auch für seine Illustrationen in vielen Publikationen vom "Magazin" über das "Strapazin" bis zum "Rolling Stone". Der in Zürich lebende Künstler stammt aus Küsnacht am Rigi und nennt die Musik als eine der wichtigsten Inspirationsquellen für seine Arbeit.
    Wir haben über seine Herkunft und den Werdegang als Comiczeichner und Illustrator gesprochen, notabene zu einer Zeit als es beide Berufe in der Schweiz noch kaum gab. Und bei der Frage danach, wie er das Dasein von aussen betrachtet, wurde es im Wortsinn "existentialistisch".
    Das Gespräch fand im August 2025 statt, im kleinen Atelier von Gefe in der Enge in Zürich. Der Raum ist akustisch nicht ideal, aber in der Videoversion sehr ihr wie sich ein geradezu poetisches Licht durch den Raum bewegt.
    Wir haben gesprochen über:

    Über alternative Musikräume als Orte, an denen er sich "richtig" fühlt.

    Über seine Jugend zwischen Küsnacht und Luzern.

    Über den Schmerz des Erwachsenwerdens, der ihn zum Künstler gemacht hat.

    Über einen Monat in Paris und die Entdeckung des Comics.

    Darüber "es geschafft zu haben" als Zeichner, was heisst Erfolg?

    Über die Arbeit an den Bilder zu "Ir Brandig"

    Über die ambivalenten Gefühle, als Künstler auf Social Media zu arbeiten.

    Über die Spuren des Weltgeschehens in seiner Arbeit.

    Über die Frage, ob seine Identität an seiner Tätigkeit hängt.

    Über Existenzialismus, den philosophischen Unterbau seines Weltbildes.

    Über die Arbeit mit Fragen statt Antworten.

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    1 Std. und 14 Min.
  • #13 Robert Aeberhard, Samuel Baur, Philipp Furrer - "Bis hier haben wir's doch schon mal geschafft" - Ein Gespräch
    Aug 22 2025

    Send us a text

    In der ersten Staffel dieses Podcasts waren bisher vor allem die Menschen zu Gast, mit denen ich die Lieder des "Ir Brandig"-Albums geteilt habe. Diesmal kommen die Musiker zu Wort.

    Mit Robert Aeberhard (Bass) spiele ich seit 2004 zusammen.
    Mit Samuel Baur (Drums) seit 2012.
    Philipp Furrer (Weissenborn Slide Gitarre) hat zum ersten Mal mitgespielt, wir kennen uns aber seit der Kindheit in Frutigen.

    Wir sprechen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Herkünfte und unserer Wege zur Musik: Wir sind alle zwischen 1975 und 1978 geboren, haben jung mit der Musik begonnen, aber Samuel in der Stadt Bern, Robert an der Grenze zum Ländlichen in Muri BE und Philipp und ich in Frutigen im Berner Oberland.

    Das Gespräch drehte sich weiter auch um

    den Blick auf die bisherige Biografie aus der Warte fast 50-jähriger
    die Bedeutung der Musik für uns
    die Bedeutung eines Glaubens-Weltbildes in unseren Leben
    Musik als "rituelles" Ereignis
    das Finden einer Sprache für spirituelle Erfahrungen und auch in der Musik
    die Frage nach "Erfolg" in der künstlerischen Arbeit.

    Robert spielt in mehreren Bands, ist musikalischer Mastermind des Postrock-Spoken Word-Ensembles "Fitzgerald & Rimini" udn arbeitet viel für Theaterproduktionen und klingende Kunst.
    www.dadaad.ch
    www.fitzgeraldrimini.ch

    Samuel spielt Schlagzeug bei verschiedenen Formationen und betreibt ein Tonstudio am Rand von Bern:
    www.audiokonzept.ch
    www.veronikastalder.ch/ndiigo

    Philipp hat nach einem Berufsweg als Start-Up-Unternehmer und Jahren in verschiedenen Bands nun sein erstes eigenes Ensemble lanciert und arbeitet gerade am Debutalbum. Transatlantica spielen Instrumentale Musik zwischen Folk- udn Volksmusik, akustisch udn arrangiert um Philipps Weissenborn Slide Gitarre herum.
    ww.philippfurrer.ch

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    1 Std. und 43 Min.
  • #12 Hendrix Ackle: "Man nimm sich halt einfach mit und mit" - Ein Gespräch
    Aug 8 2025

    Send us a text

    Als ich Anfang 20 meine ersten Aufnahmen vorbereitete, war Hendrix Ackle für mich der Schweizer "Tastengott". Ich kannte seine Aufnahmen mit Cyrano und Hendrix Cousins, und ich hörte Geschichten über ihn mit ähnlicher Faszination, wie wenn mir jemand von einem Treffen mit Emmylou Harris erzählt hätte. Entsprechend aufgeregt war ich, als mein damaliger Produzent Reto Burrell ihn gebucht hat für mein erstes Album. An einem Februarmorgen im Jahr 2003 habe ich ihn in Basel am Bahnhof abgeholt und das war der Anfang einer anhaltenden Freundschaft, die immer wieder auch gemeinsam gemachte Musik brachte, sei es als er mich als unbekannten Jungspund zusammen mit ungefähr der Hälfte der Schweizer Musikszene zu einer Carte Blanche in Wetzikon einlud, oder als Gast seines Song Circles in Baden mit Adi Stern. Auch ich habe ihn immer wieder eingeladen, von den englischen Alben über "Fürne Königin" bis zu all meinen Talk-Anlässen, die ich über die Jahre als Gastgeber begleiten durfte.

    Ein Highlight unserer Freundschaft abseits der Bühne war eine zufällige Begegnung auf dem Fussgängerstreifen am untersten Winkel der zweitkleinsten kanarischen Insel - und anschliessend viele geteilte Ferienstunden dort.

    Viele Leute kennen Hendrix als langjährigen Mitmusiker von Philipp Fankhauser, Duettpartner von Sina und gefragten Sideman bei vielen Bandprojekten. Aber wer es nicht gehört hat: Sein 2013 erschienenes Album "Logbook" ist eine der schönsten Schweizer Platten überhaupt.

    Wir haben uns im Dezember 24 bei mir im Musikraum getroffen, für Hendrix zwischen zwei Gigs im Emmental und deshalb mit etwas knapper Zeit, und in den Themen, die diesen Podcast immer prägen, war das gewichtigste hier der Blick zurück, auch anhand unseres geteilten Songs "Junge Tubel". Dabei haben wir festgestellt, dass wir sehr verschiedene Arten haben, unser bisheriges Leben zu reflektieren und uns darin zu verorten.

    Ab und zu erwähnt Hendrix seine Tochter "Etta", somit wisst ihr nun auch schon, wer das dann jeweils ist.

    Wir haben gesprochen über:

    Über die "Seerose" und andere Beizen, in denen er gearbeitet und auch gelebt hat, und warum das sein Wesen geprägt hat.

    Über die Unbrauchbarkeit des Konzeptes "Work-Life-Balance", sowohl in der Musikarbeit wie in der Gastro.

    Über Baden als Ort seiner Kindheit und Jugend, als Ort, wo die Milieus noch einigermassen durchmischt waren. Als das gallische Dorf im römischen Aargau.

    Über seinen Blick auf seine Biografie mit seinem "schlechten Gedächtnis".

    Über die Frage, ob und wie man etwas lernen kann aus vergangenen Erfahrungen.

    Darüber, was einen weiterentwickelt, über die Vaterschaft.

    Über die Rolle, die das Weltgeschehen im Alltag spielt.

    Über das Unbehagen als Väter, die den aktuellen Entwicklungen politischer Mentalität zusehen.

    Darüber, wofür man auch sein Leben auf's Spiel setzen würde.

    Über die meist nur indirekte Betroffenheit der Schweiz bei internationalen Krisen.

    Über die Herausforderung, sich zwar als Alliierter des gesellschaftlichen Fortschritts zu fühlen, aber auch überfordert zu sein davon manchmal.

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    1 Std. und 5 Min.
Noch keine Rezensionen vorhanden