Pionierinnen der deutschen Wirtschaft Titelbild

Pionierinnen der deutschen Wirtschaft

Pionierinnen der deutschen Wirtschaft

Von: Ines Körner
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Willkommen zum Podcast „Pionierinnen der deutschen Wirtschaft“. Irgendwann entstand in mir der Gedanke und der Wunsch, etwas über meine beiden Großmütter, über interessante Frauenpersönlichkeiten aus ihrer Zeit, deren Leistungen, und das Vermächtnis, das sie hinterlassen haben, und eben auch über Dresden zu machen. Mein Ziel ist es, bekannte und unbekannte Geschichten über Persönlichkeiten des vorigen Jahrhunderts zu erzählen. Geschichten, die auch die Innovations- und Wirtschaftskraft sowie den Erfinderreichtum der damaligen Zeit wieder lebendig werden lassen. Und durch die Geschichten, die auch vom Mut und dem Pioniergeist der Menschen von damals erzählen, kann man sich ja inspirieren und begeistern lassen, beispielsweise für neue Ideen und eigene Projekte. Viel Freude beim Hören.Copyright by Ines Körner Sozialwissenschaften Welt Ökonomie
  • #26 Ida Bienert – Kunstsammlerin, Förderin und Visionärin der Dresdner Moderne
    Jul 1 2026

    Ida Bienert – Kunstsammlerin, Förderin und Visionärin der Dresdner Moderne

    Wie wurde aus der Tochter einer schlesischen Unternehmerfamilie eine der wichtigsten Förderinnen der modernen Kunst in Dresden

    Diese Folge erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die Bildung förderte, eine Volksbibliothek gründete und ihre Villa zu einem Treffpunkt der Dresdner Moderne machte. Hier begegneten sich Künstler, Architekten, Wissenschaftler, Hochschullehrer und viele weitere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens.

    Mit sicherem Gespür erkannte Ida Bienert früh die Bedeutung der Moderne. Sie sammelte Werke von Wassily Kandinsky, Paul Klee und Marc Chagall und beauftragte den niederländischen Maler Piet Mondrian, einen der wichtigsten Vertreter der abstrakten Kunst, mit der Gestaltung eines Raumes ihrer Villa.

    Doch die Geschichte endet nicht mit ihrer Kunstsammlung. Sie erzählt auch vom politischen Umbruch der 1930er Jahre, vom Verlust ihres Mannes, von Krieg und Zerstörung sowie von der Rettung einer der bedeutendsten privaten Sammlungen moderner Kunst ihrer Zeit.

    Heute erinnert die Villa Bienert noch immer an jene Jahre. Der Name ihrer Gastgeberin ist dagegen weitgehend in Vergessenheit geraten.

    Eine Geschichte über Kunst, Bildung, Mut und eine Frau, die der Moderne in Dresden ein Zuhause gab.

    Die Maßnahme wird durch den Stadtbezirksbeirat Plauen der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

    Quellen und weiterführende Literatur

    Für diese Podcastfolge wurden zeitgenössische Dokumente, wissenschaftliche Veröffentlichungen, Ausstellungskataloge und biografische Quellen zur Familie Bienert sowie zur Geschichte der Dresdner Moderne ausgewertet.

    Besonders berücksichtigt wurden:

    • Will Grohmann: Sammlung Ida Bienert, Dresden (1932)
    • Heike Biedermann: Veröffentlichungen zur Kunstsammlerin Ida Bienert und zur Geschichte der Sammlung Bienert
    • Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD): Forschungen und Publikationen zur Sammlung Bienert
    • Ausstellungskataloge und wissenschaftliche Beiträge zu Piet Mondrian, Paul Klee und der Dresdner Moderne
    • Veröffentlichungen zur Geschichte der Volksbibliothek Dresden-Plauen und zu Walter Hofmann
    • Zeitgenössische Erinnerungen, Briefe und Dokumente aus dem Umfeld der Familie Bienert

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    23 Min.
  • #25 Bedeutende Frauenbiografien vom Johannisfriedhof Dresden – im Gespräch mit Beatrice Teichmann
    May 18 2026

    Auf dem Johannisfriedhof Dresden werden derzeit zahlreiche Frauenbiografien neu sichtbar gemacht. Viele dieser Frauen prägten das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben ihrer Zeit – und sind heute dennoch kaum noch bekannt.

    Gemeinsam mit mehreren Ehrenamtlichen beschäftigt sich Beatrice Teichmann seit längerer Zeit mit historischen Grabstellen und den Geschichten dahinter. Dabei entstehen nach und nach neue Einblicke in Lebenswege, die über Jahrzehnte weitgehend unbeachtet geblieben sind.

    Die Recherchen führen zu Unternehmerinnen, Künstlerinnen, Mäzeninnen, engagierten Bürgerinnen und vielen weiteren Frauen, die das Dresdner Stadtleben ihrer Zeit mitprägten. Von manchen sind heute nur noch wenige Hinweise erhalten – etwa Namen auf Grabsteinen, einzelne Dokumente oder verstreute historische Spuren.

    Im Interview spricht Beatrice Teichmann über diese Recherchearbeit, über vergessene Namen und über die Frage, warum die Geschichten vieler Frauen bis heute oft nur bruchstückhaft überliefert sind. Gleichzeitig zeigt sie, wie historische Friedhöfe dabei helfen können, unbekannte Lebenswege wieder sichtbarer zu machen.

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  • #24 Paula Modersohn-Becker – Wegbereiterin des Expressionismus
    Feb 28 2026

    Paula Modersohn-Becker war eine Malerin, die ihrer Zeit voraus war. Geboren 1876 in Dresden, lebte sie nur 31 Jahre – und hinterließ doch ein Werk, das die Kunstgeschichte nachhaltig veränderte. Zwischen Worpswede und Paris fand sie zu einer Bildsprache, die klar, reduziert und von großer innerer Kraft geprägt ist.

    In einer Epoche, in der Frauen kaum eigenständig als Künstlerinnen auftreten konnten, ging sie unbeirrt ihren eigenen Weg. Sie stellte ihre Arbeit in den Mittelpunkt ihres Lebens, reiste allein nach Paris und vertraute ihrem künstlerischen Instinkt. Ihre Bilder zeigen Kinder, Frauen und Mütter nicht als idealisierte Figuren, sondern als stille, würdige Menschen. Ihre Formen sind vereinfacht, ihre Farben ruhig – und gerade darin liegt ihre besondere Kraft.

    Besonders bewegend sind ihre Selbstporträts. Mit offenem Blick und großer Ehrlichkeit malte sie sich selbst – als Frau, als Künstlerin, als fühlendes Wesen. Ihr „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ gilt heute als eines der ersten Selbstbildnisse einer Frau, die sich selbst nackt und selbstbewusst darstellt. Es ist ein Bild von Mut, innerer Gewissheit und schöpferischer Kraft.

    Paula Modersohn-Becker malte nicht nur – sie schrieb auch. In zahlreichen Briefen und Tagebuchblättern hielt sie ihre Gedanken, Zweifel und Hoffnungen fest. Diese Texte geben Einblick in ihr inneres Ringen, in ihren künstlerischen Anspruch und in ihr starkes Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Bild und Wort gehören bei ihr eng zusammen und machen ihr Werk bis heute lebendig.

    Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker rückt ihr Werk noch einmal besonders in den Blick. Wer sich auf sie einlässt, entdeckt nicht nur eine bedeutende Vertreterin der frühen Moderne, sondern eine Künstlerin von großer innerer Klarheit. Ihre Bilder und ihre Worte zeigen eine Frau, die ihrer Überzeugung treu blieb und unbeirrt ihren eigenen Weg ging. Gerade heute wirken diese Haltung und dieser Mut überraschend nah. Ihr Vermächtnis ist lebendig – in der Kraft ihrer Bilder und in der stillen Entschlossenheit, die aus ihnen spricht.

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