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  • In Würde altern (1)
    Apr 23 2026

    Eine Frage der gesellschaftlichen Haltung.

    Das Älterwerden erfährt jeder Mensch individuell, am eigenen Körper. Doch die Veränderungen des Alltags, der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der notwendigen Sorgekultur betreffen nicht nur die Einzelnen, sondern reflektieren, wie eine Gesellschaft mit dem Alter umgeht. Wenn dieser Blick auf Jugendlichkeit, Vitalität und Funktionalität gerichtet ist, was bedeutet es dann in Würde zu altern?

    Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 20. 04. 2026.

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    22 Min.
  • In Würde altern (2)
    Apr 23 2026

    Der Jugend entwachsen?

    "Nichts sollte erwartungsgemäßer eintreten, aber nichts kommt unvorhergesehener als das Alter." Diese Worte hat Simone de Beauvoir 1970 in einem Essay über das Alter geschrieben. Darin zeigt sie jene ambivalenten Bilder, die mit dem Alter auch heute assoziiert werden. Öffentliche Debatten drehen sich um Krankheitsvorsorge, Altersabhängigkeit und Bedeutungsverlust. Anti-Aging-Werbekampagnen und ein auf Jugendlichkeit ausgerichteter Arbeitsmarkt verstärken diesen Eindruck noch. Was also heißt gutes Altern?

    Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 21. 04. 2026.

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    22 Min.
  • In Würde altern (3)
    Apr 23 2026

    Das Tempo reduzieren.

    Das Altwerden ist eine Frage des Tempos. Wenn Gespräche länger dauern, Wege bedächtiger werden oder digitale Abläufe Geduld verlangen, zeigt sich, wie rücksichtsvoll eine Gesellschaft ist. Auch im familiären Alltag finden sich die Spannungen des Älterwerdens. Nähe wird geplant, koordiniert, eingeschoben. Sie findet statt - aber sie konkurriert mit Zeitdruck, räumlicher Distanz und unterschiedlichen Lebensrhythmen.

    Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22. 04. 2026.

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    22 Min.
  • In Würde altern (4)
    Apr 23 2026

    Sorge tragen.

    Mit zunehmendem Alter rücken organisatorische und existenzielle Fragen der Sorge in den Mittelpunkt. Achtsamkeit bedeutet, Selbstständigkeit zu respektieren und zugleich Unterstützung anzubieten. Doch: Wie viel Eigenständigkeit ist möglich, wie viel Schutz nötig? Und wie wird das angesprochen?

    Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 24. 04. 2026.

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  • Frauen mit Courage: Liane Kleifel
    Apr 22 2026

    Gerechtigkeit schaffen: Österreichs erste Oberstaatsanwältin

    Juristinnen wurden in den 1960er Jahren in Tilgungsabteilungen oder Gerichten am Land versteckt, erinnert sich Liane Kleifel. Als sie von ihrem Mentor mit 23 Jahren in Verhandlungen geschickt wurde, hieß es: Der öffentliche Ankläger muss ein Mann sein, der Angeklagte wird sich doch zu Tode lachen bei dem Mäderl. Das "Mäderl" blieb beharrlich und wurde 1965 Österreichs erste Staatsanwältin. Oder, wie eine Zeitung damals die Sensation betitelte: "Premiere für einen Staatsanwalt". Überhaupt schrieben die Gazetten gerne über ihren Lippenstift oder die Stöckelschuhe, wenn sie bei schweren Fällen vor Gericht die Anklage vertrat. Was sie mit Humor nahm, eine hilfreiche Eigenschaft zwischen Fan-Kiebitzen und männlichen Kollegen. Bis heute hält die bald 88-Jährige Vorträge über ihre Arbeit am Institut für Rechtswissenschaft der Universität Wien.

    Gestaltung: Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 20. 04. 2026.

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    13 Min.
  • Frauen mit Courage: Therese Schlesinger
    Apr 22 2026

    Gerechtigkeit schaffen: Die erste Abgeordnete

    Am 4. März 1919 zogen erstmals acht Frauen bei der Konstituierenden Nationalversammlung ins Parlament ein: Eine der Abgeordneten war Therese Schlesinger. Sie war eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der Sozialdemokratie. Denn sie war bürgerlicher Herkunft und zugleich eine intellektuelle Frauenrechtlerin. Sie setzte sich für die Bildung von Mädchen aus dem Proletariat ein, für eine staatliche Mutterschaftsversicherung, sie wollte die Arbeitszeit für Mütter verringern und Zentralküchen und Wäschereien in Wohnhäusern einrichten, damit die Frauen mehr Zeit für Fortbildung hätten. Sie kämpfte für gleichen Lohn für gleiche Arbeit und setzte sich außerdem für die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs ein.

    Gestaltung: Ute Maurnböck, Ulrike Schmitzer: Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 23. 04. 2026.

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  • Frauen mit Courage: Ingrid Nikolay Leitner
    Apr 22 2026

    Gerechtigkeit schaffen: Österreichs erste Gleichbehandlungsanwältin

    1990 wurde Ingrid Nikolay-Leitner zur ersten Gleichbehandlungsbeauftragten. Die unsichtbare Diskriminierung, die Frauen so oft benachteilig(t)e, wollte sie in ihrer Position sichtbar machen und bekämpfen. Die Juristin arbeitete mit der damaligen Frauenstaatssekretärin Johanna Dohnal zusammen und trieb ihre Agenden als erste in der Gleichstellungspolitik voran. Die Themen sind auch über 35 Jahre später aktuell: Schlechterbezahlung und sexuelle Belästigung etwa. Ein großer Erfolg geht auf ihre Forderung zurück: die Regelung der obligatorischen Gehaltsinformationen in Stellenausschreibungen im Gleichbehandlungsgesetz. Und bis heute können sich Betroffene von Diskriminierung an die Gleichbehandlungsanwaltschaft wenden.

    Gestaltung: Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. gesendet in Ö1 am 22. 04. 2026.

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  • Frauen mit Courage: Alma S. Wittlin
    Apr 22 2026

    Gerechtigkeit schaffen: Mobile Museen für alle

    Die Kunsthistorikerin Alma S. Wittlin revolutionierte das Museum. Die Emigrantin aus Wien erfand 1956 das "mobile Museum" - in New Mexiko tourte ihr Museum der Naturwissenschaften unter dem Titel "Science Comes To You" - die Ausstellungen sollten niederschwellig zu den Menschen kommen - ob im Gemeindezentrum, in Schulen oder Krankenhäusern. Sie forderte die behäbigen Museen auf, ihre pädagogische Aufgabe ernst zu nehmen und die Exponate so zu präsentieren, dass Schüler:innen und weniger Gebildete davon profitieren könnten. In einer anregenden Lernumgebung könnte die Basis für den Dialog in einer liberalen Demokratie gelegt werden.

    Gestaltung: Ute Maurnböck, Ulrike Schmitzer: Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 23. 04. 2026.

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    13 Min.