Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren Titelbild

Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren

Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren

Von: Börsen-Zeitung
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Über diesen Titel

Der Sustainable-Finance-Podcast der Börsen-Zeitung Wer definiert, was nachhaltig ist? Wo beginnt Greenwashing? Und wie müssen sich Investoren, Finanziers, Unternehmen und Dienstleister positionieren, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein? Diese Fragen beleuchtet „Nachhaltiges Investieren“, der Podcast der Börsen-Zeitung rund um Sustainable Finance, ESG-Investments, Nachhaltigkeitstransformation & Co. Wir sprechen mit Expertinnen und Experten, die etwas zu sagen haben. Unsere Gäste sind Professionals aus Fondsgesellschaften, Banken und Unternehmen, andere bringen ihre Perspektive als Wissenschaftler, Regulierer oder Dienstleister ein. In jeder Episode nehmen wir im Interview ein aktuelles Thema oder eine besondere Herausforderung in den Blick und sprechen über professionelle und persönliche Einschätzungen. Zum Abschluss liefert unser Newsblock einen Überblick über die wichtigsten Meldungen aus der Sustainable-Finance-Community. Nachhaltiges Investieren erscheint jeden zweiten Donnerstag, Redaktion: Sabine Reifenberger. Feedback und Fragen sind willkommen: podcast[at]boersen-zeitung[dot]de Sie interessieren sich für ein Sponsoring des Podcasts oder für die weiteren ESG-Produkte der Börsen-Zeitung? Dann tretet gern in den Austausch mit unserem Sales-Team. Eva Kammler: E.Kammler[at]boersen-zeitung[dot]deBörsen-Zeitung © Musik: pøpsicle Management & Leadership Persönliche Finanzen Ökonomie
  • Nachhaltige Investments zwischen Rheinmetall-Effekt und KI-Boom | Episode 110
    Feb 19 2026
    Kostet Nachhaltigkeit im Portfolio Rendite? Die Fragen beschäftigt den Markt seit Jahren. „Was man grundsätzlich sagen kann ist: Das Versprechen, nachhaltiges Investieren kostet nichts, das ist intakt“, sagt Henrik Pontzen, Chief Sustainability Officer bei Union Investment, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Langfristig stifte nachhaltiges Investieren einen Vorteil, „weil eben langfristige Risiken besser und intensiver analysiert werden“ – auch wenn es kurzfristig zu Einbußen kommen kann. Für das zurückliegende Kapitalmarktjahr sieht er insbesondere in Deutschland einen Sondereffekt: „Die Dax-Performance im letzten Jahr war eine Rheinmetall-Performance, ganz überwiegend“, erklärt Pontzen. „Wer Reinmetall nicht im Portfolio hatte, weil er als nachhaltiger Investor beispielsweise Rüstungsaktien ausschließt, der hatte dann tatsächlich einen signifikanten Nachteil. Das mag um die 7 Prozentpunkte ausgemacht haben und das ist sehr, sehr viel.“ An den internationalen Kapitalmärkten hingegen war entscheidender, wie sich Investoren bei Themen wie Technologie, Software und Künstliche Intelligenz positioniert haben. Nachhaltige Fonds hätten „typischerweise ein Übergewicht in Tech-Werten“, konstatiert Pontzen. In der globalen Betrachtung schneide daher die nachhaltige Benchmark um gut 2 Prozentpunkte besser ab als die konventionelle. „Wenn im deutschen Investmentuniversum gilt: Nachhaltigkeit hat gekostet, und zwar viel, so gilt im viel relevanteren globalen Investmentuniversum: Nachhaltigkeit war förderlich, und zwar sehr.“ Chancen für nachhaltige Investments sieht er im Bereich Klima-Adaption. Dieser Sektor umfasst Technologien, die zur Anpassung an den Klimawandel benötigt werden – und deren Nutzen häufig individuell spürbar ist. Während es für einen einzelnen schwer erscheint, etwas gegen die globale Erwärmung auszurichten, ist der Erwerb einer Klimaanlage für heiße Tage einfach. „Es mag sein, dass wir keine Mehrheit finden, um die Welt zu retten“, sagt Pontzen. „Aber Menschenleben und sich selbst rettet man immer.“
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    30 Min.
  • Das Sustainable Finance Cluster will wieder lauter werden | Episode 109
    Feb 5 2026
    Es sind keine einfachen Zeiten für Sustainable Finance. „Das Thema ESG-Backlash begegnet einem fast an jedem Tag, und ich glaube, man kann das auch nicht negieren“, sagt Matthias Hübner, seit Oktober 2024 Geschäftsführer des Sustainable Finance Clusters Germany, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. „Das Momentum hat sich ein bisschen verändert, was auch dazu führt, dass es teilweise schwieriger ist, Leute wirklich als Speaker für ein Event zu gewinnen oder auf ein Panel zu holen, weil viele etwas leiser geworden sind, wenn sie über Sustainable Finance sprechen.“ Zwar seien viele Unterstützer leiser geworden, eine Abkehr von Sustainable-Finance-Themen sieht Hübner aber nicht. Er sieht eine Diskrepanz „zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und dem, was tatsächlich in den Instituten passiert – nicht nur bei den Finanzinstituten, sondern genauso auch auf der Corporate-Seite“. Viele Initiativen liefen weiter. Das Cluster versteht er „als Brückenbauer zwischen der Finanzwelt und den Unternehmen“. Dabei gehe es nicht um Lobbyarbeit, sondern um den offenen Austausch. Für den Finanzplatz Frankfurt kann Sustainable Finance eine Chance sein, ist Hübner überzeugt. Das Thema ist daher auch einer der Schwerpunkte in der Charta für den Finanzplatz Frankfurt, die im Herbst verabschiedet wurde. „Das Thema stand von Anfang an auf der Agenda“, betont Hübner. Es gebe die Überzeugung, dass es ein entscheidender Faktor sei im internationalen Wettstreit der Finanzplätze, um Talente, um Assets und um die Ansiedlung von ausländischen Instituten. Hübner wünscht sich, dass die Mitstreiter wieder etwas lauter werden, wenn es um Sustainable Finance geht. Durch Regulierung oder durch intrinsische Motivation erreiche man vielleicht 10% der Wirtschaftsakteure, schätzt er. Um die breite Masse zu überzeugen, brauche es überzeugende Business Cases. „Wenn wir wirklich einen Durchbruch erzielen möchten bei dem Thema Sustainable Finance, dann muss sich das Ganze auch lohnen für alle Beteiligten“, sagt Hübner. Das bedeute aber auch: „Es müssen auch die Unternehmen und die Banken bereit sein, über ihre Erfolgsbeispiele zu sprechen.“
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    29 Min.
  • Wald als Assetklasse: Wo liegen die Risiken? | Episode 108
    Jan 22 2026
    Bereits seit 2009 beschäftigt sich die Münchener Meag mit Waldinvestments. Damit zählt sie zu den ersten Assetmanagern, die sich das Thema näher angeschaut haben, sagt Jasper Renk, Senior Investment Manager Illiquid Assets Natural Capital bei Meag, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. In der Meag konzentriert sich die Vermögensverwaltung von Munich Re und Ergo. Die Zugehörigkeit zur Versicherungsgruppe hat auch für die Risikobewertung Vorteile, sagt Renk: „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mit den Climate Experts von Munich Re ein Team haben, was uns regelmäßig zur Verfügung steht, für die Abschätzung und vor allen Dingen auch die Bezifferung der Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen Szenarien.“ Der erste Schritt bei der projektbezogenen Due Diligence ist bei Meag die geographische Auswahl. Dabei fokussiert sich der Assetmanager auf entwickelte Länder. Diese punkten mit einer stabilen Infrastruktur, mit Rechtssicherheit beim Erwerb von Flächen sowie mit politischer und ökonomischer Stabilität. Risikofaktoren werden bei der Prüfung bestmöglich beziffert und einkalkuliert. Schäden durch Stürme, Feuer oder Borkenkäfer, die medial besonders präsent sind, sind aus Investorensicht dabei eher zweitrangig. „Bei einem global diversifizierten Waldportfolio einer gewissen Größe spielen solche Naturrisiken eigentlich eine eher untergeordnete Rolle“, sagt Renk. Bei kaum einer anderen Assetklasse gebe es „eine so große Diskrepanz zwischen empfundenen Risiken und echten Risiken“. Mittlerweile hat Meag rund 2 Mrd. Euro in Waldinvestments gesteckt. Die Konkurrenz um attraktive Flächen nimmt allerdings zu. Vor 20 Jahren habe man „fast immer das gleiche Bieterkonsortium“ gesehen, erinnert er sich. Doch mittlerweile entdecken immer mehr Neulinge die Assetklasse Wald für sich.
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    27 Min.
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