• #00 Küchenpsychologie: Meine Ziele & was dich hier erwartet
    Jan 24 2021
    In dieser Folge gebe ich dir einen kleinen Einblick, was dich in diesem Podcast erwartet und welche Ziele ich habe: 

    Hier dreht sich alles um Psychologie und Veganismus. Was hat denn das miteinander zu tun? Unglaublich viel! Denn die psychologische Forschung kann uns dabei helfen, ein besseres Verständnis für das menschliche Erleben und Verhalten zu entwickeln. Und genau das ist das Ziel dieses Podcasts: Ein gegenseitiges Verständnis in den Dialog zwischen Nicht-VeganerInnen und VeganerInnen zu bringen, indem wir uns gemeinsam psychologische Theorien anschauen und über das menschliche Erleben und Verhalten im Kontext der Ernährung reflektieren. Egal, wie viel du bisher mit Veganismus zu tun hattest und was deine bisherigen Berührungspunkte damit waren: du bist herzlich dazu eingeladen zuzuhören und vielleicht die eine oder andere neue Perspektive zu gewinnen! Denn die Frage, wie wir Gespräche zwischen Menschen mit verschiedenen Lebensstilen gewinnbringend und bereichernd gestalten können, betrifft uns schließlich alle.

    Du hast Fragen, Anmerkungen, möchtest deine eigene Erfahrung teilen oder mir Feedback geben?Du findest mich auf Instagram: www.instagram.com/kuechen_psychologie/oder schreib mir eine Mail: kuechen-psychologie@gmx.de

    Infos zu Datenschutz und Impressum: https://kuechen-psychologie.letscast.fm/

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    13 Min.
  • #01 Karnismus Teil 1: Warum wir mehr über Karnismus sprechen sollten
    Jan 25 2021
    Ruft die Vorstellung, Hundefleisch zu essen, Ekel in dir hervor? Wenn ja, geht es dir wie vermutlich den meisten Menschen in Deutschland, denn in unserer Kultur gelten Hunde als Haustiere und als nicht essbar. Aber wieso ist es gleichzeitig so normal, Fleisch von sogenannten Nutztieren wie Schweinen oder Rindern zu essen? Darum geht es in Podcast-Folge 1. Die Psychologin Dr. Melanie Joy vertritt die Theorie, dass hinter Fleischkonsum ein Glaubenssystem steht, das Menschen darauf konditioniert Fleisch von bestimmten Tieren zu essen. Dabei wird durch verschiedene Verteidigungsmechanismen dieses System (der Karnismus) aufrechterhalten und rechtfertigt, obwohl es sich um ein sehr grausames System handelt, das eigentlich keiner von uns mit seinen Werten vereinbaren kann. 

    Genauer erkläre ich den Karnismus und die Verteidigungsmechanismen in der Podcastfolge von heute und stelle mir die Frage, was das für unsere Wahrnehmung bedeutet. 

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    Bei allen genannten und empfohlenen Personen/Produkten/Büchern/Videos/Websites/… handelt es sich um unbezahlte Nennung/Werbung. 

    Quellen und Links:

    Buch von Dr. Melanie Joy über Karnismus: Joy, M. (2013). Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen. Karnismus–eine Einführung. Aus dem Amerikanischen von Achim Stammberger. Münster: compassion media.

    Kurzes Erklär-Video zum Karnismus auf Youtube von Melanie Joy:https://www.youtube.com/watch?v=ao2GL3NAWQU&t=938s
    Website von beyond carnism:https://carnism.org/

    Wie verhalten sich Tiere unter natürlichen Bedingungen?Land der Tiere: https://land-der-tiere.de/Albert-Schweitzer-Stiftung: https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung

    Unsichtbarkeit der Opfer beenden:Live Counter getötete Tiere weltweit: https://www.live-counter.com/weltweit-getoetete-tiere/Dokumentationsfilm Dominion auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=LQRAfJyEsko&t=220se

     

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    28 Min.
  • #02 Karnismus Teil 2: Von der emotionalen Taubheit zu mehr Empathie
    Jan 25 2021
    Wie gehen Menschen mit gewaltvollen Erfahrungen um und was hat das mit Ernährung zu tun?

    In Folge 1 habe ich euch bereits Karnismus (Joy, 2013) als ein gewaltvolles Glaubenssystem vorgestellt und wie Verteidigungsmechanismen bewirken, dass es aufrechterhalten wird. Die Verteidigungsmechanismen helfen uns dabei, eine emotionale Distanz zu der Gewalt aufzubauen. Heute soll es darum gehen, warum es meiner Meinung nach wichtig ist sie einmal bewusst außer Kraft zu setzen und wie man das machen kann. Es wird aber auch um die Frage gehen, ob Veganer*innen sich umgekehrt wieder die Abwehrmechanismen aneignen sollten, um besser mit ihren Erfahrungen umgehen zu können. 

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    Bei allen genannten und empfohlenen Personen/Produkten/Büchern/Videos/Websites/… handelt es sich um unbezahlte Nennung/Werbung. 

    Quellen und Links:

    Joy, M. (2013). Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen. Karnismus–eine Einführung. Aus dem Amerikanischen von Achim Stammberger. Münster: compassion media.

    Dokumentationsfilm Dominion auf Youtube: (Sichtbarkeit der Opfer):https://www.youtube.com/watch?v=LQRAfJyEsko&t=220se

    Buch über Tiere und ihre Empfindungen (Wahrnehmung von Tieren):Matignon, K. (2006). Was Tiere fühlen. Übersetzt von Ilse Rothfuß. München: Frederking & Thaler. 

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    22 Min.
  • #03 kognitive Dissonanz: unangenehmes Gefühl oder Chance zur Weiterentwicklung?
    Feb 8 2021
    Hast du auch schon mal bei anderen oder sogar bei dir selbst beobachtet, dass Verhalten und Werte nicht immer übereinstimmen? Z.B. dass jemand eigentlich gegen Tiermisshandlung ist, aber trotzdem Fleisch isst und Milch trinkt? 

    In der heutigen Folge geht es um die kognitive Dissonanz (Festinger, 1957). Die entsteht immer dann, wenn wir bei uns ein Verhalten beobachten, das gegen unsere eigentlichen Werte/Meinung/… spricht. Ein unangenehmes Gefühl, das wir natürlich möglichst vermeiden wollen. Daher haben wir 3 Strategien damit umzugehen: das Verhalten ändern, die Einstellung und Wahrnehmung ändern, oder Situationen meiden, in denen die kognitive Dissonanz stärker wird.  

    Ich spreche heute auch darüber, warum wir uns mit Strategien 2 und 3 dabei meiner Meinung nach eigentlich selbst am meisten betrügen und um eine großartige Chance der persönlichen Weiterentwicklung bringen. Denn wieso denn so viel Energie dafür investieren, sich das eigene Verhalten schön zu reden, sich permanent vor sich selbst zu rechtfertigen und dabei auch noch schlecht zu fühlen? 

    Und ich versuche zu erklären, 

    - warum es mir für Veganer*innen kontraproduktiv erscheint, in Menschen absichtlich dieses unangenehme Gefühl der kognitiven Dissonanz auszulösen, - ob wir das überhaupt vermeiden können, - und warum es sich zumindest lohnt darüber nachzudenken, dass man hier auf einem sensiblen Terrain unterwegs ist und wie man mit entsprechenden Gefühlen und Reaktionen des Gegenübers gut umgehen kann.


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    31 Min.
  • #04 Handeln Menschen nach Gründen oder suchen sie Gründe für ihr Handeln?
    Feb 22 2021
    Folge 4: Handeln Menschen nach Gründen oder suchen sie nach Gründen für ihr Handeln?

    Heute geht es um eine echte Henne-Ei-Frage (und Alien-Tiere)!

    Oft denken wir ja, dass Menschen zuerst einen Grund haben und dann danach handeln. Heute spreche ich über eine Theorie, die auch einen umgekehrten Zusammenhang annimmt: 

    Die Selbstwahrnehmungstheorie (Bem, 1972) nimmt an, dass Menschen ihr eigenes Verhalten beobachten und danach auch auf ihre Einstellung zu einer Sache schließen. Beispielsweise wachsen wir alle in einer Gesellschaft auf, die Fleischkonsum von bestimmten Tieren als Normalität ansieht (siehe Karnismus). Wir können also bei uns selbst beobachten, dass wir z.B. Rinder-Fleisch essen. Haben wir uns schon einmal bewusst darüber Gedanken gemacht, warum? Selten. Haben wir trotzdem sofort eine Meinung dazu? Na klar!

    Um das zu verdeutlichen, stelle ich euch im Podcast eine Studie von Piazza & Loughnan (2016) vor, in der die intelligente Alien-Spezies Trablans kennenlernt.  

    Warum ist das alles für uns spannend? Ich finde, wir dürfen öfter mal unsere Meinung hinterfragen. Oft scheinen wir auf den ersten Blick viele Argumente dafür zu haben. Wir können Argumente jedoch sehr strategisch dazu einsetzen, um ebendiese Meinung zu rechtfertigen. Dass wir dabei logische Fehler machen und einen unschönen Zustand aufrechterhalten und rechtfertigen, fällt uns dann eventuell gar nicht so sehr auf. Und woher diese Meinung kommt, ist uns oft auch nicht bewusst. Wir stecken also in einer unbewussten Schleife der Selbstbestätigung drin. Umgekehrt finde ich es auch wertvoll mir bewusst zu machen, dass Menschen, die gegen den Veganismus argumentieren, nicht immer WIRKLICH dieser Überzeugung sind, die sie da vehement vertreten. 

    Viel Spaß beim Anhören!


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    22 Min.
  • #05 Wissensvermittlung in Gesprächen: Problemwissen
    Mar 8 2021

    In den nächsten zwei Folgen geht es um Problem- und Handlungswissen, eine Unterscheidung aus der Umweltpsychologie. Dafür nutze ich als Quelle das Buch „Psychologie im Umweltschutz - Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns“ von K. Hamann, A. Baumann und D. Löschinger (unbezahlte Werbung & Leseempfehlung! Der Link zum kostenlosen Download für alle Umweltschützer*innen unter euch ist unten bei den Links). 

    Die heutige Folge ist besonders für die Veganer*Innen unter euch spannend, denn es geht darum, wie wir Problemwissen gut vermitteln können, wie wir also besonders effektiv über die Missstände in der Tierindustrie aufklären können und was wir dabei bedenken sollten.

    In der nächsten Folge geht es dann darum, warum Problemwissen aber nicht alles ist: Warum es nicht reicht, Menschen zu sagen, WARUM sie ihr Verhalten ändern sollten. Genauso wichtig ist zu vermitteln, WIE das konkret geht. Da wird es dann auch für die Nicht-Veganer*innen für euch interessant, denn vielleicht habt ihr euch auch schon gefragt, wo ihr bei all den Problemen überhaupt anfangen könnt etwas zu verändern und ob das jemals genug sein wird. 

    Viel Spaß beim Anhören! 


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    oder schreib mir eine Mail: kuechen-psychologie@gmx.de

    Infos zu Datenschutz und Impressum: https://kuechen-psychologie.letscast.fm/

    Bei allen genannten und empfohlenen Personen/Produkten/Büchern/Websites/… handelt es sich um unbezahlte Nennung/Werbung. 

    Quellen und Links:

    Hamann, K., Baumann, A., & Löschinger, D. (2016). Psychologie im Umweltschutz. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns. München: Oekom.Kostenlose Online-Version: https://ipu-ev.de/umweltpsychologie/

    Erscheint im April 2021: Rittenau, N., Winters, E. & Schönfeld P. (2021): Vegan ist Unsinn! Populäre Argumente gegen den Veganismus im wissenschaftlichen Faktencheck.  Becker Joest Volk Verlag. 

    Vegan ist ungesund (Youtube-Kanal)

    Piazza, J., & Loughnan, S. (2016). When meat gets personal, animals’ minds matter less: Motivated use of intelligence information in judgments of moral standing. Social Psychological and Personality Science, 7(8), 867-874.

     

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    32 Min.
  • #06 Wissensvermittlung in Gesprächen: Handlungswissen
    Mar 22 2021
     So viele Probleme  - wo fange ich denn da an etwas zu verändern? Und was kann ich kleiner Mensch denn schon bewirken? 

    Vorab: Eine ganze Menge! 

    Trotzdem kennt wohl jeder von uns solche Gedanken und das damit verbundene unangenehme Gefühl von Resignation. Wenn wir kein Gefühl von Selbstwirksamkeit haben (Bandura, 1977), dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns engagieren und unser Verhalten ändern (Haman et al., 2016 für einen Studienüberblick). 

    Diese Podcastfolge knüpft daher an die vorherige zum Thema Wissensvermittlung an. Heute geht es darum, wie wir Problemwissen mit Handlungswissen gut kombiniert vermitteln können, um Menschen nicht nur mit Problemen zu konfrontieren, sondern ihnen dabei auch zu helfen, diese zu lösen. 

    Besonders diese Folge zum Thema Handlungswissen dürfte auch für die Nicht-Veganer*innen unter euch spannend sein. Denn dort sammle ich auch ein paar Vorschläge, wie ihr einen motivierenden und selbstwirksamen Einstieg in Richtung vegane Lebensweise gestalten könntet. 

     

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    Quellen und Links: 

    Bandura, A. (1977). Self-efficacy: toward a unifying theory of behavioral change. Psychological review, 84(2), 191. 

    Hamann, K., Baumann, A., & Löschinger, D. (2016). Psychologie im Umweltschutz. Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns. München: Oekom. 

    Kostenlose Online-Version: https://ipu-ev.de/umweltpsychologie/ 

    Vegan Buddy: https://www.vheft.de/veganbuddy/ 

    Facebook Gruppen, zum Beispiel: vegan für Anfänger 

    Veganuary: https://veganuary.com/de/

     

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    37 Min.
  • #07 Emotionsarbeit
    Apr 6 2021
    Wie viel von meiner Trauer, Wut und Hilflosigkeit kann und darf ich zeigen? 

    Heute erkläre ich euch den Begriff der Emotionsarbeit (Hochschild, 1983). Darunter versteht man, wenn man in einer sozialer Situation seine Gefühle nicht ausdrückt, sondern ein bewusst anderes Verhalten entgegensetzt. 

    Wieso es so wichtig ist, dass wir authentisch mit unseren Gefühlen bleiben und diesen Ausdruck verleihen und wieso das nicht im Widerspruch damit steht, verständnisvoll auf andere einzugehen, ergibt sich aus der Unterscheidung zwischen zwei Arten von Emotionsarbeit: 

    Deep acting: Man „arbeitet“ mit seinen Emotionen, indem man sich in andere hineinversetzt und dadurch andere Emotionen der Situation gegenüber entwickelt. Dadurch muss man beispielsweise seine Wut nicht ausdrücken und kann trotzdem authentisch bleiben . 

    Surface acting: Man unterdrückt seine Emotionen und überspielt die Wut/Trauer/… Dadurch bleiben diese ja aber trotzdem erhalten, d.h. man befindet sich in einer Stress-Situation und erhält das negative Gefühl aufrecht. 

    Ich hoffe, dass durch  diese Folge auch nochmals klarer wird, welche Ziele ich mit diesem Podcast verfolge! 

    Viel Spaß beim Anhören! 

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    Quellen

    Semmer, N. K., & Zapf, D. (2018). Theorien der Stressentstehung und -bewältigung. In R. Fuchs & M. Gerber (Hrsg.): Handbuch Stressregulation und Sport (pp. 23-50). Springer: Berlin, Heidelberg. 

    Hochschild, A. R. (1983). The managed heart. Berkeley. CA: University of California Press. 

    Barnow, S., Reinelt, E., & Sauer, C. (2016). Emotionsregulation. Springer: Berlin, Heidelberg. 

    Rosenberg, M. B. (2016). Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens. Junfermann Verlag: Paderborn. 

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    30 Min.