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Jüdische Geschichte Kompakt

Jüdische Geschichte Kompakt

Von: Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg (Björn Siegel) und Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien Potsdam (Miriam Rürup)
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Herzlich Willkommen bei Jüdische Geschichte Kompakt. Auf unserem neuen Kanal können Sie einzelne Forschungsprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte und Gegenwart genauer kennenlernen und neue Perspektiven auf vermeintlich Alt-Bekanntes erhalten. In unterschiedlichen Staffeln können Sie so wie durch ein Schlüsselloch einen Blick auf das weite Feld der Forschung zur deutsch-jüdischen Geschichte werfen und dabei gleichzeitig ganz bequem von zu Hause aus Neues und Interessantes über unser Land und unsere Geschichte erfahren. Die Staffeln werden mal gemeinsam, mal abwechselnd vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden (www.igdj-hh.de) in Hamburg und dem Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien (www.mmz-potsdam.de) in Potsdam bespielt. An jedem ersten Freitag im Monat wird eine neue Folge des Podcasts online geschaltet und damit ein neuer Blick auf die jüdische Geschichte und Gegenwart freigegeben. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Reinhören. Bleiben Sie interessiert und gesund! Ihr Jüdische-Geschichte-Kompakt-Team Sozialwissenschaften Welt Wissenschaft
  • #95 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.4 Zwischen Jerusalem, London und New York
    Aug 7 2026
    In der letzten Folge unserer Staffel, die Sie ab heute hören können, durften wir Ruth Nattermann begrüßen, mit der wir über die Geschichte des Leo Baeck Instituts (LBI) gesprochen haben, also jenem weltweit wichtigsten Dokumentations- und Forschungszentrum zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums, das aus der deutsch-jüdischen Diaspora heraus entstanden ist und das im vergangenen Jahr sein 70jähriges Bestehen feierte. Von der ikonischen Fotografie aus der Gründungszeit des LBI ausgehend, die Shmuel Hugo Bergman und Ernst Simon gemeinsam mit Martin Buber auf der Terrasse seines Hauses im Jerusalem des Jahres 1955 abbildet, haben wir mit Ruth Nattermann aber nicht nur über die Entstehungsgeschichte des LBI gesprochen. Über die Geschichtserfahrungen und Motive seiner Gründerinnen und Gründer hinaus, die selbst dem deutschsprachigen Judentum der Zwischenkriegszeit erwachsen waren, haben wir zugleich auf die generationellen Veränderungen des LBI und deren Auswirkungen auf das jeweilige Profil an seinen drei Standorten in Jerusalem, London und New York geblickt.
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    43 Min.
  • #94 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.3 Flucht nach Shanghai
    Jul 2 2026
    Nachdem wir in der letzten Folge mit Liliana Feierstein und David Jünger über die Bedeutung der beiden Amerikas als zentralen Orten der deutsch-jüdischen Diaspora gesprochen haben, nehmen wir Sie in dieser Folge mit nach Shanghai, New Jersey und Heidelberg. Unser Gast ist der Autor und promovierte Jurist Steven Less, der ein sehr persönliches Buch über die Geschichte seines Vaters geschrieben hat. Sein Vater, der Künstler John Hans Less, konnte als Sechzehnjähriger aus Berlin vor dem Nationalsozialismus fliehen. Zusammen mit seiner Familie gelangte er 1940 nach Shanghai. Die chinesische Hafenstadt war damals einer der letzten Orte, in denen Jüdinnen und Juden aus Europa Zuflucht finden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte John Hans Less in die USA, wo er später zahlreiche Werke in Erinnerung an Shanghai schuf. Während er eine Rückkehr nach Deutschland ausschloss, zog sein Sohn 1981 nach Heidelberg. John Hans Less empfand diese Entscheidung als Affront. Gemeinsam mit Steven Less wollen wir darüber sprechen, wie sich die Fluchterfahrungen der Eltern auf die zweite Generation auswirkten. Welche Rolle Shanghai im Leben und in der Kunst seines Vaters spielte und inwieweit die deutsch-jüdische Herkunft seiner Eltern seine eigene Biografie prägte.
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    44 Min.
  • #93 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.2 Zweierlei Amerika - Deutsch-jüdische Diaspora in den USA und Lateinamerika
    Jun 5 2026
    Nachdem wir in der ersten Folge dieser Staffel unter der Überschrift „Remapping Survival“ mit Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen zwischen Iran und Indien gesprochen haben, richten wir den Blick in unserem nächsten Gespräch auf Amerika – oder genauer gesagt auf die beiden Amerikas: Wir wollen in vergleichender Perspektive über die deutsch-jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und in den Staaten Lateinamerikas andererseits diskutieren. Mit unserem Kollegen David Jünger vom MMZ, der gerade eine umfassende Habilitationsschrift über das Leben des deutsch-jüdischen Rabbiners Joachim Prinz vorgelegt hat, wollen wir über dessen Bedeutung während der Weimarer Republik und den ersten Jahren des Nationalsozialismus sprechen, bevor er schließlich in die Vereinigten Staaten floh und in den 60er Jahren ikonisch für die jüdische Unterstützung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung geworden ist. Erweitern werden wir diese amerikanische Erfahrung durch einen Blick nach Süden. Im Gespräch mit Liliana R. Feierstein, die als Professorin an der Humboldt-Universität lehrt und forscht, werden wir an die unterschiedlichen Versuche deutschsprachiger Jüdinnen und Juden erinnern, zwischen Mexiko und Argentinien an die vergangene deutschsprachig-jüdischen Kultur fernab der verlorenen Heimat anzuknüpfen.
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    46 Min.
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