• Im Aufzug mit Sabine Vitua
    Sep 23 2026
    Wie viel von einem Menschen bleibt, wenn alle nur noch eine Rolle in ihm sehen? Sabine Vitua ist Schauspielerin, vielen bekannt als Regine Holl aus „Pastewka", die nur einen Bruchteil ihrer vier Jahrzehnte auf Bühne und Kamera zeigt. Vom Schauspielhaus Zürich bis zur Telenovela „Rote Rosen" hat sie sich ein ganzes Schauspielerinnenleben erarbeitet. Wir sprechen über ihren Weg: von den klammen Anfangsjahren in Zürich bis zur Frage, ob eine ikonische Rolle zum Avatar wird, der einen verfolgt. Sabine erzählt, wie Awareness-Teams und MeToo die Dreharbeiten verändert haben, und wie unfair die Branche mit alternden Schauspielerinnen umgeht. Ganz persönlich wird es bei ihrer Kindheit: aufgewachsen bei einer Mutter, die ein Kinderheim leitete. Sabine erzählt, wie sie ihre Mutter durch eine schwere Alzheimer-Erkrankung begleitet hat und warum sie seit 2023 Botschafterin der DZNE-Stiftung ist. Dazwischen: ihr eigener Aufzugmoment – 13 Stockwerke Angst in einem hässlichen Kreuzberger Hochhaus. Eine Frau, die gelernt hat, dass man ein Leben nicht nur verdichten, sondern auch vervielfältigen kann. Aufzugtür auf für Sabine Vitua!
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    2 Std. und 2 Min.
  • Im Aufzug mit Dr. Stephan Marks
    Sep 9 2026
    Diese Woche spreche ich mit Dr. Stephan Marks, einem der führenden Schamforscher im deutschsprachigen Raum. Er ist Politik- und Sozialwissenschaftler und Autor, aber vor allem eines: ein Mensch, der sich unerschrocken einem unserer schmerzhaftesten, verdrängtesten und zugleich politischsten Gefühle widmet. Wir sprechen darüber, wie ihn die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zur Schamforschung führte und welche zentrale Rolle unbewusste Beschämung beim Aufstieg rechter Bewegungen und gesellschaftlicher Spaltung spielt. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Warum macht uns unbewusste Scham narzisstisch und einsam? Wie unterscheiden sich die vier menschlichen Grundbedürfnisse – von Anerkennung über Intimität und Zugehörigkeit bis hin zur eigenen Integrität? Und warum ist Schamlosigkeit oft nur der verzweifelte Versuch, eigene Entwürdigung zu überspielen? Stephan erklärt, wie wir in der Erziehung und Pflege Räume der Würde schaffen können, beleuchtet das Phänomen der mitgefühlten Scham und zeigt auf, warum echtes Hinsehen der Schlüssel für ein verständnisvolles Miteinander ist. Gemeinsam blicken wir auf das feine Netz zwischenmenschlicher Beziehungen, diskutieren gesellschaftliche Sündenböcke und hinterfragen den Umgang mit Leistung, Armut und Alter. Stephan erforscht die Scham nicht nur theoretisch, sondern hilft uns aktiv dabei, sie aus der Schmutzecke zu holen und ihr mit Würde zu begegnen. Aufzugtür auf für Dr. Stephan Marks!
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    1 Std. und 39 Min.
  • Im Aufzug mit Shai Hoffmann
    Aug 26 2026
    Diese Woche spreche ich mit Shai Hoffmann, einem Mann, der sich unermüdlich dort engagiert, wo Diskurse festgefahren sind. Als Sozialunternehmer und Aktivist schafft er Räume für echte Begegnung und fordert uns heraus, Widersprüche und andere Perspektiven überhaupt erst auszuhalten. Im Gespräch mit mir ist er vor allem eines: Schonungslos ehrlich – mit sich selbst und unserer Gesellschaft. Wir sprechen über seine familiären Wurzeln in Israel und die Zerrissenheit zwischen Alltagsrealität und dem Nahostkonflikt seit dem 7. Oktober 2023. Shai ordnet den Diskurs rund um Antisemitismus und deutsche Staatsräson ein und warnt vor einer gefährlichen Begriffsverwässerung. Er berichtet von seinen „Trialogen“ an Schulen, mit denen er Feindbilder abbaut, wo Lehrkräfte oft aus Unsicherheit schweigen. Doch wir blicken auch hinter die Kulissen des Aktivismus: Shai spricht offen über seine Schwerbehinderung nach einer Nierentransplantation, die körperlichen Grenzen des Engagements und warum Binsenweisheiten keine echten Begegnungen ersetzen. Ein Gespräch über Haltung, Scham und die Kunst, im Dialog zu bleiben. Aufzugtür auf für Shai Hoffmann!
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    1 Std. und 43 Min.
  • Im Aufzug mit Marina Weisband
    Aug 12 2026
    Diese Woche spreche ich mit Marina Weisband, einer der profiliertesten politischen Stimmen unseres Landes. Sie ist Psychologin, Autorin und Aktivistin, aber vor allem eines: eine Person, die unerschrocken für eine lebendige, digitale und gerechte Demokratie kämpft. Wir sprechen über ihren Weg: von ihrer Herkunft und der prägenden Erfahrung, als Kind aus der Ukraine nach Deutschland zu kommen, bis hin zu ihrem plötzlichen Aufstieg in der Piratenpartei. Marina teilt mit mir ganz persönliche Einblicke in ihr Leben mit ADHS und der chronischen Erkrankung ME/CFS. Wir tauchen tief ein in die großen Fragen unserer Zeit: Passen Glaube und Psychologie zusammen? Wie begreifen wir, dass alle Menschen Menschen der Geschichte sind, und welche Verantwortung ist daran geknüpft? Und warum sehnen wir uns alle nach Gemeinschaft? Marina erklärt, wie wir junge Menschen beim Umgang mit Social Media begleiten können, stellt ihr Herzensprojekt Aula vor, das Schülern echte demokratische Mitbestimmung ermöglicht, und zeigt auf, was konstruktiven Aktivismus ausmacht. Gemeinsam blicken wir auf die Zukunft der Demokratie, diskutieren das Konzept von „Change by Catastrophe“ und den Begriff der Macht. Marina hinterfragt das System nicht nur, sondern gestaltet es aktiv mit. Aufzugtür auf für Marina Weisband!
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    1 Std. und 46 Min.
  • Im Aufzug mit Chan-jo Jun
    Jul 29 2026
    Diese Woche spreche ich mit Chan-jo Jun, einem der bekanntesten IT-Anwälte Deutschlands. Seit Jahren legt er sich mit Tech-Konzernen wie Meta an und kämpft gegen Hasskriminalität und Rechtsverstöße im digitalen Raum. Dort, wo das Internet oft noch wie der Wilde Westen wirkt, setzt er sich für Rechtsstaatlichkeit und digitale Bürgerrechte ein. Im Gespräch zeigt er sich technisch versiert, juristisch präzise und von einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein geprägt. Wir sprechen über seinen Weg: Wie er überhaupt dazu kam, Anwalt zu werden, wie viel die Realität eigentlich mit bekannten Anwalt-Serien zu tun hat und ob er sich selbst als Aktivist sieht. Wir legen den Finger in die Wunde der digitalen Welt: Vom verstaubten IT-Verständnis in Deutschland über den Umgang mit KI bis hin zu der Frage, warum das Internet immer noch viel zu oft ein rechtsverfolgungsfreier Raum ist. Wir diskutieren das Verhalten der Tech-Konzerne im Spannungsfeld zwischen Profit und Menschenrechten, die nötige Höhe von Schadensersatz und die Frage, wie zeitgemäß unser Grundgesetz noch ist. Auch die harten Fälle kommen auf den Tisch: Der Facebook-Prozess, die Causa Renate Künast und die Gefahr von geschlechtsspezifischen Deepfakes. Außerdem spricht er über seinen ganz persönlichen Umgang mit Hass im Netz. Zum Ende schauen wir nach vorn: Chan-jo teilt seine konkreten Visionen, wie er das Rechtssystem reformieren würde, um digitale Grundrechte endlich wirksam zu schützen. Ein Mann, der digitale Räume sicherer macht und Haltung beweist. Aufzugtür auf für Chan-jo Jun!
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    1 Std. und 53 Min.
  • Im Aufzug mit Angelina Boerger
    Jul 15 2026
    In dieser Folge begrüße ich Angelina Boerger, Journalistin, Bestseller-Autorin und Content-Creatorin, die vielen besser bekannt ist unter ihrem Instagram-Namen „Kirmes im Kopf“. Wir haben diese ganz besondere Folge live beim Sommerblut Kulturfestival in Köln aufgezeichnet. Im Gespräch mit mir ist Angelina genau so, wie ihre Community sie schätzt: Blitzschnell, schlagfertig und ungemein reflektiert, aber gleichzeitig mit einer erfrischenden Leichtigkeit, die das Leben nicht zu bitterernst nimmt. Wir sprechen über ihre ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter , über das Phänomen des „Masking“ und die Frage, warum ADHS keine Modeerscheinung, sondern ein tief verankerter Teil ihrer Identität ist. Angelina erklärt mir, was sich hinter dem Konzept des „Body Doubling“ verbirgt und warum der inflationäre Begriff der Neurodiversität eigentlich viel weiter gefasst werden müsste. Dabei scheut sie sich nicht, auch über Tabuthemen wie die Einflüsse von ADHS auf die eigene Sexualität oder ihren offenen Umgang mit Medikation zu sprechen. Am Ende blicken wir politisch auf unser Bildungssystem und Angelina verrät, warum ihr neues Buch „Normal war nie der Plan“ heißt – eine Einladung, starre gesellschaftliche Normen endlich zu hinterfragen. Eine Frau, die Aufklärung mit echter Authentizität verbindet. Aufzugtür auf für Angelina Boerger!
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    1 Std. und 18 Min.
  • Im Aufzug mit Jürgen Linnemann & Soraia Da Costa Batista
    Jul 1 2026
    Diese Woche spreche ich mit Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann, zwei Menschen, die das deutsche Rechtssystem gerade ordentlich durchschütteln: Soraia ist Juristin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte, Jürgen arbeitet seit fast 40 Jahren in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam ziehen sie gerade vor Gericht – mit dem Ziel, bis vor das Bundesverfassungsgericht zu kommen und dort den gesetzlichen Mindestlohn für Werkstattbeschäftigte einzuklagen. Wir sprechen über den echten Alltag hinter den Werkstatttüren und warum das ableistische Bild der „Bastelstube” nie zu traf– denn dort wird heute hochprofessionelle Arbeit geleistet, die im Schnitt aber mit gerade einmal 233 Euro im Monat abgespeist wird. Kennengelernt haben wir uns alle über Jan Böhmermann und das ZDF Magazin Royale: Die haben ihre Actionfigur Grundi in einer Werkstatt fertigen lassen. Darüber sind wir mit den Sozialhelden ins Gespräch gekommen, haben gemeinsam eine Sendung zum Thema gemacht – und jetzt steht eine Klage, mit dem Potential wirklich was zu bewirken. Aufzugtür auf für Soraia Da Costa Batista und Jürgen Linnemann.
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    1 Std. und 5 Min.
  • Im Aufzug mit Anne Brorhilker
    Jun 17 2026
    Diese Woche spreche ich mit Anne Brorhilker, der Frau, die den mächtigsten Finanzbossen des Landes das Fürchten gelehrt hat. Als ehemalige Staatsanwältin zog sie die Fäden im Cum-Ex-Skandal. Im Gespräch mit mir ist sie genau das: Unbeirrbar im Kampf für Gerechtigkeit, analytisch scharf, aber absolut nahbar. Wir sprechen über ihren Weg: von der Spontanentscheidung fürs Jurastudium über die Verpflichtungen von Staatsanwaltschaften bis hin zu Begegnungen im Aufzug mit Verteidigern und Beschuldigten. Anne erzählt von ihren Erfahrungen als Frau bei Gericht, von absurden Durchsuchungen, Verhörtaktiken und was dieser Job mit ihr als Mensch gemacht hat. Wir legen den Finger in die Wunde, warum Cum-Ex ein eiskaltes Geschäftsmodell war, wie Lobbyismus unsere Verwaltung schwächt und wo der Rechtsstaat mit zweierlei Maß misst. Zum Ende sprechen wir über die Gründe, warum sie ihren Posten letztlich verlassen hat – und schauen nach vorn auf konkrete Lösungen, wie Verfahren in Zukunft schneller und besser bearbeitet werden können und wie sowas wie Cum-Ex nicht mehr passiert sollte. Eine Frau, die das System hinterfragt und Haltung beweist. Aufzugtür auf für Anne Brorhilker!
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    1 Std. und 54 Min.