• Unser Fenster nach Russland/Belarus
    Dec 31 2025
    Jour­na­lis­t:in­nen aus Odesa (Ukraine), Riga (Lettland) und Almaty (Kasachstan) erzählen über ihren Alltag, ihre Ängste und Hoffnungen zum Jahreswechsel. In dieser Folge der Podcastreihe „Unser Fenster nach Russland bzw. nach Belarus“ im Podcast „Freie Rede“ spricht Gemma Terés Arilla, Leiterin der taz Panter Stiftung, über journalistische Arbeit unter autoritären Bedingungen im postsowjetischen Raum. Thema ist der Umgang mit Stimmen aus Ländern, in denen Jour­na­lis­t:in­nen Repression, Haft oder Verfolgung ausgesetzt sind – und die Frage, wie ihre Berichte veröffentlicht werden können, ohne sie weiter zu gefährden. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit russischen Exilmedien: Jeden Mittwoch veröffentlicht die taz Panter Stiftung eine Auswahl aus dem russischen Exilmedium Meduza, basierend auf Recherchen unabhängiger russischer Jour­na­lis­t:in­nen im Exil. Ein weiteres Projekt ist die Kolumne „Krieg und Frieden – ein Tagebuch“, in der Jour­na­lis­t:in­nen aus der Ukraine, dem Baltikum, dem Südkaukasus und Zentralasien sowie aus dem Exil über Krieg, Alltag und gesellschaftliche Umbrüche schreiben. In dieser Podcast-Folge kommen Au­to­r:in­nen dieses Projekts selbst zu Wort. Jour­na­lis­t:in­nen aus Odesa, Riga und Almaty berichten von ihren Gedanken zum Jahreswechsel, von Ängsten, Hoffnungen und Momenten des Innehaltens. Ihre Berichte zeigen, wie tief politische Entwicklungen in den Alltag eingreifen: in Familienleben, Traditionen, Sprache und Erinnerungen. Unser Fenster nach Belarus/Russland erscheint am letzten Tag des Monats. Ab Januar 2026 wird das Fenster auf andere Länder im postsowjetischen Raum blicken.
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    38 Min.
  • Geschafft? Klarkommen in Deutschland – (wie) geht das?
    Dec 5 2025
    In der fünften Folge der Freie Rede-Reihe „Geschafft?“ geht es um die Herausforderungen, die nach dem Ankommen in Deutschland anstehen. Klarkommen in Deutschland - (wie) geht das? Zu Gast sind der geflüchtete syrische Journalist und heutige taz Nord-Kolumnist Hussam Al Zaher und Doris Akrap, Ressortleiterin bei taz zwei und medien, als jugoslawische Staatbürgerin in Deutschland geboren. Host der Folge ist Ruth Fuentes. Ein fremdes Land, eine fremde Sprache und ein anderer Umgang miteinander. Wer aus einem anderem kulturellem Hintergrund in Deutschland ankommt, sieht sich erstmal mit viel Neuem konfrontiert. Einige Fragen die auftauchen: Warum ist es in Deutschland eigentlich immer so still? Was hat die Religion damit zu tun? Warum tun sich Deutsche so schwer damit Emotionen zu zeigen? Welche Kulturclashs kann man in Deutschland erleben? Und inwieweit unterscheidet sich die deutsche Medienwelt von der syrischen? Denn zwischen Behördengängen und Sprachkursen fragen sich geflüchtete Journalisten zudem, ob sie ihren Beruf hier überhaupt noch weiter werden ausüben können. Die Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“ ist ein Projekt der taz Panter Stiftung. Parallel zu den sechs Podcastfolgen werden zehn Kolumnen von diesen und anderen Geflüchteten unter dem Titel „Ankommen“ im taz-Schwerpunkt zu 10 Jahren Flüchtlingssommer veröffentlicht.
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    51 Min.
  • Unser Fenster nach Belarus: der vergessene Staat im Ukraine-Konflikt
    Nov 30 2025
    Im neuen Podcast „Freie Rede“ der taz Panter Stiftung begrüßt Gastgeber Tigran Petrosyan die belarussische Historikerin und Journalistin Kseniya Lutskina. Nach den Protesten von 2020 wurde sie in Belarus zu vier Jahren Haft verurteilt – heute lebt sie in Berlin und engagiert sich in verschiedenen Osteuropa-Projekten der Stiftung. Die Themen des Gesprächs sind brisant: der amerikanische und der europäische Friedensplan für die Ukraine, die Frage der territorialen Souveränität sowie die politische Lage zwischen Russland, der Ukraine und Belarus. Lutskina weist auf eine zentrale Unklarheit hin: „Innerhalb welcher Grenzen soll die Souveränität der Ukraine bestätigt werden?“ Russland werde, so erläutert sie, niemals zu den Grenzen von 1991 zurückkehren, und sowohl Donbass als auch Krim blieben ungeklärte Streitpunkte. Besonders eindrücklich beschreibt Lutskina das systematische, geiselnahmeähnliche Vorgehen des Regimes – von politischen Gefangenen bis zu Lkw-Fahrern an der EU-Grenze. „Lukaschenko will sagen: Ich lasse die Menschen frei, fangt bitte an, mit mir zu reden,“ erläutert sie. In Wahrheit handle es sich um „regelrechten Menschenhandel“, der seit 2024 wieder betrieben werde. Auch die aktuellen Grenzblockaden bewertet sie klar: „Lukaschenko hat litauische Lastwagen als Geiseln genommen. Er lässt sie einfach nicht raus.“ „Je länger der Krieg dauert, desto größer wird die wirtschaftliche Abhängigkeit von Belarus gegenüber Russland,“ fasst Lutskina zusammen.
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    28 Min.
  • Geschafft? Ankommen mit doppeltem Maß
    Nov 14 2025
    Als 2022 Hunderttausende aus der Ukraine nach Deutschland kamen, durften sie gratis mit dem Zug fahren, kamen oftmals privat unter, erhielten einen relativ gesicherten Aufenthaltsstatus, Bürgergeld und rasch auch eine Arbeitserlaubnis. Bei Menschen die aus 2015 und später aus Syrien kamen war die Flucht oftmals extrem gefährlich, das Ankommen und die Aufnahme komplizierter und langwieriger. Hat diese ungleiche Behandlung etwas mit Rassismus zu tun? Gibt es Solidarität zwischen den Communities? Und wie blicken sie auf Deutschland und die hier zunehmende Ausländerfeindlichkeit? Darum geht es in der vierten Folge von geschafft? mit Yahya Alaous, Darka Gorova und taz-Redakteurin Susanne Memarnia. Yayha Alaous ist 2015 selbst mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern aus Syrien nach Deutschland geflohen. Er hat in Syrien als Journalist kritisch über die Regierung berichtet und saß dafür zwei Jahre lang im Sednaya-Gefängnis. In Deutschland arbeitete er als Kolumnist für die Süddeutsche Zeitung und fürs Handelsblatt, schrieb zusammen mit einem deutschen Kollegen ein Buch über ihre deutsch-syrische Freundschaft und arbeitet heute in einer Organisation, die Geflüchtete unterstützt. Darka Gorova kommt aus Kyjiw und floh kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine mit ihrem Sohn nach Berlin. Auch sie arbeitete in ihrer Heimat als Journalistin. Heute schreibt sie für Amal Berlin, einem mehrsprachigen News-Portal für Geflüchtete, die in Deutschland leben. Susanne Memarnia ist Redakteurin im Berlin-Teil der taz und beschäftigt sich besonders mit Migration und Antirassimus. Die Moderation übernimmt Alice von Lenthe, Volontärin bei der taz. Die Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“ ist ein Projekt der taz Panter Stiftung. Parallel zu den sechs Podcastfolgen werden zehn Kolumnen von diesen und anderen Geflüchteten unter dem Titel „Ankommen“ im taz-Schwerpunkt zu 10 Jahren Flüchtlingssommer veröffentlicht.
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    54 Min.
  • Green Panter Amazonien: vor der COP30 in Belém - Schmelztiegel Amazonien
    Nov 5 2025
    Amazonien ist ein Gebiet der Superlative. Es ist der größte tropische Regenwald und eines der artenreichsten Biome der Erde – und spielt darum eine wichtige Rolle bei der globalen Klimaregulierung. Noch ist Amazonien eine CO2-Senke, doch sollte die Abholzung weiter anhalten, könnte sich das künftig ändern, was schwerwiegende Folgen weit über Lateinamerika hinaus hätte. In unserem Podcast der Reihe „Freie Rede“ haben wir drei Jour­na­lis­t:in­nen aus dem brasilianischen Teil Amazoniens eingeladen: Fábia Sepêda ist Moderatorin und Reporterin bei TV Liberal in Belém, Cley Medeiros Reporter bei der Tageszeitung A Crítica in Manaus und Felipe Corona ein Journalist aus dem abgelegenen Porto Velho im Bundesstaat Rondônia nahe der Grenze zu Bolivien. Die drei Kol­le­g:in­nen gehören zu einer Gruppe von zehn Jour­na­lis­t:i­nen aus acht Ländern der Amazonas-Region, die im Vorfeld der UN-Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém für den Workshop Green Panter Amazonia der taz Panter Stiftung nach Berlin gekommen waren. Moderiert wird der Podcast vom Journalisten Niklas Franzen. Der teils in Brasilien lebende taz-Autor hat zusammen mit Ole Schulz von der taz Panter Stiftung den Workshop Green Panter Amazonia geleitet. Die Podcastreihe „Freie Rede“ ist ein Projekt der taz Panter Stiftung. Die im Workshop Green Panter Amazonia entstandenen Texte können auf dem taz-Schwerpunkt „Amazonien im Fokus“ gelesen werden. Ole Schulz und Niklas Franzen haben das Projekt geleitet.
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    46 Min.
  • Unser Fenster nach Belarus: Zuflucht für die Wahrheit
    Oct 31 2025
    In der neuen Folge des Podcasts „Freie Rede“ ist Glafira Zhuk zu Gast – eine junge belarussische Journalistin, die wegen ihrer Berichterstattung über Studierendenproteste in Minsk ins Gefängnis kam – und heute im Exil lebt. „Ich wurde an meinem 20. Geburtstag verurteilt – 30 Tage Haft, weil ich über einen Prozess berichtet hatte“, erzählt Zhuk. Nach ihrer Freilassung stand sie vor einer Entscheidung: bleiben und schweigen – oder fliehen und weitermachen. Ihr Weg führte sie von Minsk über Kyjiw und Polen nach Deutschland. In Berlin fand sie schließlich Zuflucht durch das „Refugium“-Programm der taz Panter Stiftung – ein Stipendium, das Journalist:innen im Exil unterstützt, die wegen ihrer Arbeit bedroht oder verfolgt werden. „Diese sechs Monate haben mir geholfen, meine psychische Gesundheit wiederzufinden – nach Jahren voller Repression, Krieg und Angst“, sagt Zhuk. Gleichzeitig zeigt das Gespräch, wie Programme wie „Refugium“ Freiräume schaffen – für journalistische Arbeit, Reflexion und Neubeginn. „Für mich ist es wichtig, dass weiterhin über Belarus berichtet wird – damit die Menschen wissen, dass es uns gibt“, sagt Zhuk. Zhuk war eine der drei Refugium-Aussteitstipendiatin im Jahr 2025. Nach ihrem Aufenthalt in Berlin zieht sie nach Litauen, von wo aus sie künftig für das Projekt der taz Panter Stiftung „Krieg und Frieden. Ein Tagebuch“ schreiben wird. Die Moderation übernimmt Tigran Petrosyan, Leiter der Osteuropa-Projekte der taz Panter Stiftung.
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    25 Min.
  • Green Panter MENA - Zwischen Krieg und Klimakrise
    Oct 24 2025
    „Ich denke, wenn der Krieg im Sudan nicht genug Aufmerksamkeit durch die Politik bekommt, dann hilft vielleicht die Umweltperspektive dabei, dass diese Geschichten aus dem Sudan die Welt erreichen“, sagt die sudanesische Journalistin Reham Abbas. Trotz des blutigen Machtkampfs, der seit 2023 zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) herrscht, versucht sie, die Zusammenhänge zwischen Krieg, Klimakrise und Umweltzerstörung in ihrer Berichterstattung sichtbar zu machen. Doch wie erzählt man von Umwelt und Klima in einem Land, das mitten in einer der schlimmsten humanitären Katastrophen unserer Zeit steckt – mit mehr als 14 Millionen Menschen auf der Flucht und einer hungernden Bevölkerung? Auch die Journalistin Rawan Ezzedine aus dem Libanon möchte zeigen, dass Klimageschichten auch in Kriegs- und Krisenzeiten erzählt werden müssen. Seit dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 hat sich der Konflikt im Süden des Libanons verschärft. Gleichzeitig steckt das Land in einer tiefen Wirtschaftskrise und politischer Lähmung, die es in einen dauerhaften Ausnahmezustand versetzen. Aber nicht trotz dieser Bedingungen, sondern gerade deshalb meint Ezzedine: „Es ist keine Option, aufzuhören. Wir müssen weitermachen.“ Wie schaffen die beiden Journalistinnen es trotz dieser Umstände weiter, über die Klimakrise und ihre Folgen zu berichten? Darüber spricht die freie Journalistin Céline Weimar-Dittmar in dieser Folge von Freie Rede mit Ezzedine und Abbas. Beide sind Teil des Green Panter MENA-Projekts der taz Panter Stiftung, das seit Ende 2024 25 Journalistinnen aus 16 arabischsprachigen Ländern zu Klimathemen vernetzt und weiterbildet. Am 3. November erscheint eine 8-seitige Beilage des Projekts Green Panter MENA zusammen mit der wochentaz. Weitere Informationen: https://taz.de/Klimajournalismus-in-der-MENA-Region/!vn6040930/ https://taz.de/stiftung stiftung@taz.de
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    30 Min.
  • Geschafft? - Die EU schottet sich weiter ab – was passiert im Mittelmeer?
    Oct 17 2025
    In der dritten Folge der Podcastreihe „Geschafft?“ zu 10 Jahren „Summer of Migration“ geht es um zivile Seenotrettung auf dem Mittelmeer und die Abschottungspolitik der EU. Sprache ist Deutsch und Englisch. Noch heute versuchen regelmäßig Menschen über verschiedene Mittelmeerrouten Europa zu erreichen. Viele kommen dabei in überfüllten Schlauchbooten, und ohne genügend Verpflegung und Treibstoff. Die Gefahr zu Kentern oder die europäische Küste gar nicht zu erreichen, ist hoch. Insgesamt schätzt man die Anzahl der seit dem Jahr 2014 im Mittelmeer ertrunkene Geflüchteten auf knapp 32.000. Was bewegt Menschen, das Risiko auf sich zu nehmen, mit einem einfachen Boot über das Mittelmeer nach Europa kommen? Wie hat sich die Lage für Geflüchtete und Seenotrettungsorganisationen in den letzten 10 Jahren verändert? Welche Rolle spielen EU-Gelder vor der libyschen Küste? Und was muss unbedingt anders werden? Zu Gast sind der geflüchtete Journalist Osamah Ali Hamad und taz Auslandsredakteur Fabian Schroer. Osamah Ali Hamad ist selbst 2015 zum Teil über das Mittelmeer nach Europa migriert: in einem Boot über die Ägäis von der Türkei nach Griechenland. Er stammt aus einer syrischen Oppositionsfamilie und hat schon immer im Exil gelebt. Fabian Schroer war vor Kurzem fast zwei Wochen mit der Seawatch5 auf dem Mittelmeer unterwegs und hat von dort aus für die taz berichtet. Am Mikro: Ruth Fuentes. #migration #2015 #syrien #syria #flucht #journalism #journalismus #taz #tazpanterstiftung #mittelmeer
    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    53 Min.