Der Soundtrack meines Lebens Titelbild

Der Soundtrack meines Lebens

Der Soundtrack meines Lebens

Von: VISIONS
Jetzt kostenlos hören, ohne Abo

VISIONS-Redakteur Jan Schwarzkamp nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch das musikalische Leben seiner Gäste. Die fällt mal nerdig, mal erhellend und immer persönlich aus. Ein Austausch zu Popkultur im Allgemeinen und ein Blick auf das Leben unserer Gäste durch die Linse der Musik im Speziellen.

Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

VISIONS / VISIONS Verlag GmbH
Musik Sozialwissenschaften
  • Suzi Quatro
    Jun 17 2026

    Eine Legende in "Der Soundtrack meines Lebens": die einzigartige Suzi Quatro. Auf dem Reeperbahn Festival 2025 hat sie in der Jury bei den Anchor Awards gesessen. Was insofern naheliegend ist, weil sie mit ihrem Mann und Manager immer wieder in Hamburg lebt, wenn sie nicht gerade in ihrer Wahlheimat England verweilt.

    Dabei kommt Quatro eigentlich aus dem Detroiter Vorort Grosse Point. Ihr Vater Arthur arbeitet bei General Motors und ist nebenbei semiprofessioneller Musiker. Damit schafft er für seine Töchter Arlene, Nancy, Patti und Suzi die Grundlage, selbst eine Band zu gründen. Als The Pleasure Seekers machen die Teenagerinnen in der Konzertszene von Detroit auf sich aufmerksam, covern sich quer durch das Motown-und R'n'B-Songbook, und nehmen bald auch eigene Songs auf. Die kleine Suzi mit dem großen Bass gilt als Geheimwaffe der Band.

    Der umtriebige Produzent und Label-Macher Mickie Most will ihr deshalb Ende der 60er zu einer Solokarriere verhelfen. Also geht Quatro allein nach London. Es dauert, aber mit ihrer zweiten Single "Can The Can" kommt der Durchbruch. Sie wird zum Rock'n'Roll-Star, ist essenzieller Teil der Glam-Rock-Welle um Sweet, Slade, Smokie. Tough sieht sie im schwarzledernen Jumpsuit aus. Punk-Queen Joan Jett guckt sich das bei ihr ab.

    Seitdem ist viel passiert. Aber Suzi steht, 75-jährig, immer noch mit dem großen Bass und ihrer No-Bullshit-Attitüde auf der Bühne. Im Podcast berichtet sie von der Band ihres Vaters, dem Art-Quatro-Trio, warum sie Elvis Presley so sehr schätzt, wie sie sich den Bass selbst beigebracht hat, wie das Konzert der Beatles am 6. September 1964 in Detroit war, wie sich die Pleasure Seekers die Bühne mit Scott Morgan, Bob Seger, Ted Nugent und Alice Cooper geteilt haben, wie es im Grande Ballroom war, wie sie in London Fuß gefasst hat und als Background-Sängerin mit Donovan und Jeff Beck im Studio gelandet ist, und selbstverständlich, wie es war, mit Max Giesinger "Stumblin' In" zu covern.

    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    1 Std. und 56 Min.
  • Alec Völkel
    Jun 3 2026

    Was als Schnapsidee in einer Berliner Bar begonnen hat, das bezahlt Alec Völkel heute die Miete: The BossHoss. 2004 notieren Völkel und sein Freund und Arbeitskollege Sascha Vollmer auf einem Bierdeckel, dass sie Pop- und Rock-Hits zu Country-Songs umbauen könnten. Der anfängliche Spaß ist längst zu einer gut geölten Live-Maschine mit zehn Studioalben (und selbstverständlich eigenen Songs) geworden.

    Dabei hat der 1972 in Ost-Berlin geborene und im Prenzlauer Berg aufgewachsene Völkel zum Zeitpunkt der Schnapsidee längst einige Bands hinter sich. Mit Sludgehat und Boon tobt er sich zwischen Grunge, Noise und Alternative-Metal aus, Teheran Taxi ist Emo/Indie auf Deutsch. Nur zum Erfolg reicht es nicht, aber immerhin zum Ausleben der Leidenschaft.

    Völkel ist seit klein auf begeisterter Musikfan. Im Urlaub in Budapest sieht er zufällig vom Balkon aus Iron Maiden. Er liebt Hard Rock, Metal, Punk, Hardcore, aber hat auch ein Herz für Pop. Pünktlich zum Eintritt in die 90er wird er volljährig. Der Mauerfall beschert ihm ganz neue Möglichkeiten, sich in Berlin musikalisch auszuprobieren, Konzerte zu besuchen, Trends mitzumachen.

    Völkel erzählt von all dem leidenschaftlich und mit Selbstironie. Die Cowboy-Jokes in Sachen BossHoss sind alle gemacht. Nur: Die Band ist für ihn kein Witz, dafür steckt da zu viel Arbeit drin. Und prominente Fans wie Arnold Schwarzenegger, auf dessen Gartenparty sie gespielt haben, sprechen eh für sich.

    Im ausführlichen Gespräch erfahren wir, woher The BossHoss ihren Namen haben und wie das mit dem Gastbeitrag von Soul-Sängerin Dionne Warwick gelaufen ist. Es geht um das DDR-Label Amiga, um ältere Kumpels, die einem die Musikwelt erweitern und was er sich von seinem Begrüßungsgeld gekauft hat. Und um das Teamwork mit seinem besten Freund und Kreativpartner Vollmer als Jury-Kollegen in "The Voice Of Germany".

    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    1 Std. und 45 Min.
  • Dr. Pop
    May 20 2026

    Er ist der Sachverständige Nummer 1 in Sachen Popmusik. Ein brillanter Nerd, der mit wissenschaftlichem Eifer Kurioses, Wissenswertes und Erstaunliches sammelt, um davon zu berichten und damit zu unterhalten: Dr Pop.

    Der wird als Markus Henrik am 1. Juli 1982 in Essen geboren. Seinen Doktor macht er 2013 an der Humboldt-Uni in Berlin. Das Thema seiner Doktorarbeit: “Orientalismus in der Popmusik”.

    Zu dem Zeitpunkt hat er längst in Paderborn, Detmold, Manchester und Liverpool alles wegstudiert, was man in Sachen Populärmusik studieren kann. Von seinem Wissensfundus profitieren nicht nur seine Auftraggebenden wie etwa diverse Radiosender von 1Live über N-Joy bis Radioeins, sondern vor allem Dr. Pops Publikum.

    Mittlerweile bestreitet er bis zu 150 Auftritte im Jahr mit seinem musikalischen Stand-up-Comedy-Programm. In dem und seinen Büchern erklärt er uns die Musikwelt. Dabei lernen wir nicht nur dazu, er bereitet sein unendliches Wissen auch so auf, dass wir was zum Schmunzeln und Staunen haben.

    Anfang April hat er mit „Macht Musik! – Wie Musik uns ein Leben lang trägt und glücklich macht” (via Kiepenheuer & Witsch) ein weiteres Buch veröffentlicht. In dem widmet sich der Wahl-Berliner der Wunderwaffe Musik und deren positiver Wirkung auf den Menschen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse darin beschäftigen sich damit, dass es für jede Lebensphase den passenden Soundtrack gibt.

    Von seinem persönlichen Soundtrack klärt Dr. Pop im Gespräch zu “Der Soundtrack meines Lebens” auf. Er erläutert, dass er sich auf das Konzert von AOR-Rocker Christopher Cross im Admiralspalast freut. Oder dass sich seine Eltern über die Musik kennengelernt haben, dass er die Arbeit von Produzentenlegende Quincy Jones schätzt, und ein Herz hat für handgemachte Musik aus den 70ern. Außerdem erläutert er, wann die Popmusik-Zeitrechnung überhaupt einsetzt und was es mit dem Thema seiner Doktorarbeit auf sich hat.

    Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Mehr anzeigen Weniger anzeigen
    1 Std. und 34 Min.
adbl_web_anon_alc_button_suppression_t1
Noch keine Rezensionen vorhanden