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Der Pragmaticus Podcast

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Von: Der Pragmaticus
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  • Neutralität zieht Spione an
    Oct 6 2026
    Die österreichische Neutralität ist Mythos und Sicherheitsrisiko in einem, sagt „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak und wünscht sich eine öffentliche Debatte. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    In geopolitischen Umbruchsphasen, wie sie jetzt gerade stattfinden, werden die Karten neu gemischt. Neue Aggressionen, neue Allianzen und neue Strategien. Österreichs Neutralität ist, so sagt das Rainer Nowak, der Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“, keine Errungenschaft mehr, sondern im Gegenteil, Mythos und Sicherheitsrisiko. Warum das so ist, argumentiert er konzise in einem eben veröffentlichten Buch. „Nato statt Neutralität“ (Molden Verlag) so der Titel des schmalen Bandes, in dem Nowak die vermeintliche Unparteilichkeit Österreichs nach Strich und Faden demontiert.

    Historisch, weil die Neutralität nur scheinbar ein friedensstiftendes Werkzeug war und vor allem den Russen nutzte. Geopolitisch, weil sie spätestens seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ohnehin eine Illusion ist. Und strategisch fatal, denn wenn Russland sich entschließen würde, weiter nach Europa einzudringen, liegt Österreich an zentralen Routen.

    Schweden und Finnland, so Nowak, schätzen die geopolitische Lage richtig sein, weil sie bald nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine der NATO beigetreten sind, ein weiser Entschluss, den Österreich eindeutig verabsäumt habe.

    Doch noch interessanter als all das ist, dass die Neutralität ein maßgeblicher Grund ist, warum Wien seit dem Ende des 2. Weltkrieges bis heute die Stadt der Spione ist. Es sind die vielen internationalen Institutionen wie UNO, OPEC oder die Atomenergiebehörde, die Menschen aus allen Ländern nach Wien bringen und die Kaffeehäuser zum Umschlagplatz für Informationen aller Art machen.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Rainer Nowak ist preisgekrönter Journalist, war von 2012 bis 2022 Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, seit 2014 auch deren Herausgeber und in diesen Funktionen bei sämtlichen wichtigen innenpolitischen Ereignissen dieser Periode berichterstattend dabei. Nach einem Intermezzo bei der Kronen Zeitung kehrte Nowak 2025 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur „Presse“ zurück.

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    25 Min.
  • Neustart für Österreich: Aus klein mach groß
    Sep 29 2026
    Auf der Suche nach Einsparungspotenzial ließe sich durch das Zusammenlegen von Gemeinden nicht nur Geld sparen, sondern auf Expertise bündeln, eine neue Folge aus der Reihe „Neustart für Österreich“. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Der Staat ist schwerfällig, oft kommt er mit den gesellschaftlichen Veränderungen nicht mit. Die Demographie ist im Wandel, in Familien arbeiten beide Elternteile, Kinder müssen versorgt werden. Aus Engpässen werden oft Notlösungen gebaut, Notlösungen werden zu Dauereinrichtungen und Gemeinden müssen mit Provisorien umgehen, um auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren zu können. Auf diese Weise ist ein unüberschaubares Flickwerk an Bestimmungen entstanden.

    Intransparenz ist das Stichwort, sagt der ehemalige Bürgermeister von Lustenau, der auch in der Zusammenlegung von Gemeinden einen Weg für Einsparungen sieht. Denn auf diese Weise würde nicht nur gespart werden, es ließen sich auch Expertisen bündeln. In Zeiten von komplexen legistischen Bestimmungen und Vorgaben wäre das sogar eine qualitative Verbesserung für all jene, die damit konfrontiert sind, Abläufe ließen sich effizienter gestalten.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Kurt Fischer, geboren 1963 in Lustenau, war von 2010 bis 2025 Bürgermeister von Lustenau für die ÖVP. Er hat eine Karriere mit vielen unterschiedlichen Stationen hinter sich. Aufgewachsen in Lustenau, ging er in Dornbirn zur Schule und studierte danach Anglistik und Philosophie in Innsbruck. Von 1986 bis 2000 arbeitete er als Gymnasiallehrer, übernahm dann den väterlichen Betrieb und wurde Unternehmer im Digitaldruckbereich. 2010 stieg er aus und widmete sich seiner politischen Karriere. Kurt Fischer ist seit 2000 Gemeinderat in Lustenau für die ÖVP, war ab 2004 als Landtagsabgeordneter in vielen unterschiedlichen Ausschüssen tätig und war von 2008 bis 2014 Stv.-Klubobmann der ÖVP-Landtagsfraktion.

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    20 Min.
  • Brennpunkt Klassenzimmer
    Sep 22 2026
    Kinder ohne Deutschkenntnisse, Familien mit anderem kulturellen Hintergrund und überfordertes Lehrpersonal. Ein Reality-Check aus einer österreichischen Schule. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:

    Die Lehrerin Susanne Wiesinger ist seit 40 Jahren Lehrerin und hat viele Generationen von Schülern und Schülerinnen unterrichtet. Kinder mit Migrationshintergrund gab es immer, sagt sie, doch in die Volksschule, in der sie heute in Wien Favoriten arbeitet, gehen ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund. Das macht ihre Arbeit schwierig, sagt sie, weil Integration nur dann möglich ist, wenn sich Kulturen vermischen.

    Doch genau das ist nicht mehr der Fall und auf diesen Umstand will sie aufmerksam machen. Es entstehen Parallelwelten, sagt sie, die sie für gefährlich hält. Und sie kritisiert das österreichische Bildungssystem, das immer stärker mit sich selbst und seinen Ränken befasst ist, statt langfristig stabile Modelle für die Lösung der vielen Probleme auf den Weg bringt. Susanne Wiesinger hat dazu auch ein Buch geschrieben. „Gebt unseren Kindern eine Chance“ in der Edition Pragmaticus im Ecowing Verlag. Im Podcast spricht sie über ihren Alltag, die Missstände und den dringenden Reformbedarf.

    Unser Gast in dieser Folge:

    Susanne Wiesinger ist Lehrerin und unterrichtet seit mehr als 30 Jahren sowohl an Volksschulen als auch an Mittelschulen. Sie war Personalvertreterin in der Gewerkschaft und hat 2018 mit ihrem Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer“ auf die Integrationsprobleme in Österreichs Schulen aufmerksam gemacht. Anfang 2019 wurde sie als Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte ans Bildungsministerium berufen und kehrte danach als Lehrerin in eine Volksschule in Wien Favoriten zurück. Sie schreibt wöchentlich eine Kolumne mit dem Titel „Harte Schule“ in der „Kronen Zeitung“.

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    26 Min.
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