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Chemie kennt keine Liga

Chemie kennt keine Liga

Von: Mitteldeutsche Zeitung
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Über diesen Titel

"Chemie kennt keine Liga" ist der Podcast der Mitteldeutschen Zeitung über den Halleschen FC. Alle zwei Wochen sprechen die MZ-Sportreporter mit Host Julius Lukas über Siege und Niederlagen des HFC, über Top-Transfers und Flop-Transfers, über Fußballkultur auf und abseits des Rasens - ganz egal, in welcher Klasse der HFC gerade spielt. Denn: Chemie kennt keine Liga." Fußball
  • Marien vor dem Aus? Es rumort beim HFC!
    Feb 17 2026
    In der 39. Folge des Podcasts „Chemie kennt keine Liga“ der Mitteldeutsche Zeitung sprechen Julius Lukas, Fabian Wölfling und Tobias Grosse über sportliche Lichtblicke, strukturelle Probleme und erhebliche interne Spannungen beim Hallescher FC. Sportlich steht zunächst der 1:0-Heimsieg gegen Rot-Weiß Erfurt im Fokus, den Wölfling als „eine mit der besten Saisonleistungen, ein absolut verdienter Sieg“ einordnet. Trotz Personalsorgen und einer improvisierten Defensive habe der HFC stabil gespielt, das entscheidende Tor erzielte Malik Fakhro. Gleichzeitig bleibt das alte Manko bestehen: „Viel Aufwand, wenig Ertrag“, wie Wölfling betont. Im anschließenden Testspiel gegen Eilenburg (2:2) sorgten mögliche Verletzungen von Fakhro und Fatlum Elezi für Unruhe – „das wäre extrem bitter“, sagt Grosse mit Blick auf Fakhros Form. Breiten Raum nimmt die Diskussion um Spielabsagen und die Reaktion des Nordostdeutscher Fußballverband ein. Künftig soll die Regionalliga zwei Wochen später starten und dafür mehr englische Wochen absolvieren. Wölfling sieht darin zumindest etwas Planungssicherheit, auch wenn der Winter damit nicht komplett entschärft werde. Hoffnungsvoll klingt der Blick auf die bundesweite Aufstiegsreform: Eine Arbeitsgruppe empfiehlt vier statt fünf Regionalligen und den direkten Aufstieg aller Meister. „Das ist ein sehr kluges Modell“, meint Wölfling, nun liege der Ball beim Deutscher Fußball-Bund. Am brisantesten ist jedoch das interne Beben um den kaufmännischen Leiter Robert Marin. Grosse schildert, Marin sei mit großen Erwartungen gekommen, stehe nun aber offenbar vor dem Aus, während sich der Verwaltungsrat querstelle. „Das ist eine explosive Situation“, warnt Wölfling, zumal eine klare Auflösung bislang fehle. Abschließend richten die Hosts den Blick nach vorn: auf ein mögliches Heimspiel gegen Greifswald und das emotional aufgeladene Duell bei BSG Chemie Leipzig, das laut Wölfling „auf jeden Fall ein Hochsicherheitsspiel“ werde
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    32 Min.
  • Transfer-Flaute, Spiel-Absage und riesengroßer Schwachsinn
    Feb 4 2026
    Folge 38 von Chemie kennt keine Liga startet ohne Spielanalyse. Denn wetterbedingt musste der Auftakt 2026 abgesagt werden. Dennoch: Die Themen gehen nicht aus, denn der HFC verzichtete auf einen Transfer. Und in Frankfurt brannte ein Bus des HFC.
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    35 Min.
  • 60 Jahre HFC - Zwischen Tragödie, Treue und der ewigen Hoffnung auf mehr
    Jan 26 2026
    Am 26. Januar 1966 wurde der Hallesche FC offiziell gegründet – im damaligen Interhotel „Stadthalle“. Die verspätete Gründung im Vergleich zu anderen DDR-Klubs hatte organisatorische Gründe, wie Historiker Wolfram Bahn erklärt. Aus Vorgängervereinen wie Chemie Halle und Halle Leuna entstand ein Fußballclub, der schnell in der Oberliga Fuß fasste. Zeitzeugen wie Dieter Ilgner erinnern sich an eine Ära, in der Spieler noch „delegiert“ wurden – nicht von Beratern, sondern von der Partei. Trotzdem wuchs eine starke Mannschaft heran. Namen wie Bernd Bransch oder Klaus Urbanczyk prägten eine Generation, die Halle sportlich auf Augenhöhe mit den Großen brachte. Der sportliche Aufschwung fand ein jähes Ende im Europapokal 1971. Vor dem Rückspiel bei PSV Eindhoven brannte das Teamhotel. Nachwuchsspieler Wolfgang Hoffmann kam ums Leben, mehrere Spieler wurden schwer verletzt. Zeitzeugen schildern bis heute erschütternde Szenen. Diese Tragödie wurde zur Zäsur. Viele Beteiligte sprechen rückblickend von mangelnder Aufarbeitung. Die Mannschaft zerfiel, der HFC stieg später ab – die „goldene Generation“ war Geschichte. In den folgenden Jahren blieb Halle meist Mittelmaß – aber mit legendären Ausreißern. Das 5:1 gegen den 1. FC Magdeburg mit drei Toren von Holger Krostitz ist bis heute Kult. Solche Siege gegen Favoriten prägten das Selbstbild des Vereins: selten Titel, aber unvergessliche Tage. Nach der Wende folgte der tiefe Fall bis in die Fünftklassigkeit. Spieler wie Dieter Strozniak hielten den Verein mit Improvisation und Herzblut am Leben. Busfahrten wurden selbst bezahlt, Profistrukturen existierten kaum. Auch eine geplante Fusion mit dem VfL Halle 96 scheiterte am Widerstand der Fans. Erst unter Trainer Sven Köhler kehrte Stabilität zurück. Zwei Aufstiege führten den HFC zurück in den Profifußball. Spätere Highlights wie die starke Drittligasaison unter Torsten Ziegner nährten erneut Träume. Ob frühere Stars, Funktionäre oder Fans – ein Wort fällt immer wieder: Zusammenhalt. Trotz Tragödien, Abstiegen und Enttäuschungen blieb der HFC eine emotionale Konstante für viele Hallenser. Der größte Wunsch zum 60.? Erstmal zurück in die 3. Liga. Und irgendwann vielleicht mehr. Denn, wie es Klublegende Holger Krostitz sagt: „Warum soll das in Halle nicht möglich sein?“
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    39 Min.
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