• Dr. Robinavitch, das Pittsburgh Trauma Medical Center und eine 15-Stunden-Schicht
    Feb 6 2026

    Wenn man mich fragt, was ich beruflich mache, muss ich kurz innehalten. Offiziell bin ich schließlich kein Mediziner. Aber inoffiziell? Ich habe mehr Stunden in Operationssälen verbracht als so mancher Assistenzarzt im dritten Jahr. Mein Fachgebiet? Amerikanische Krankenhausserien. Mein Campus? Die heimische Couch.

    Alles begann ganz klassisch in den heiligen Hallen des County General Hospitals in Chicago. Unter der strengen, aber gerechten Aufsicht von Dr. Greene und dem damals noch blutjungen Dr. Doug Ross habe ich dort gelernt, was es heißt, ein Trauma-Team zu leiten. Für meine Spezialisierung wechselte ich später an das Princeton-Plainsboro Teaching Hospital, wo ich unter Dr. Gregory House lernte, dass es niemals Lupus ist (außer in der einen Folge, in der es dann doch Lupus war). Meine „Facharztausbildung“ schloss ich schließlich mit Bravour bei The Good Doctor ab. Dort lernte ich, dass man mit genügend räumlichem Vorstellungsvermögen und einer Prise Autismus fast jedes medizinische Rätsel lösen kann.

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  • Neue Freundin, archäologische Geheimorganisation und drei Detektive
    Feb 1 2026

    Wenn man in der DDR aufgewachsen ist, gehörten Justus, Peter und Bob nicht zum Standardrepertoire im Kinderzimmer. Während im Westen die Kassettenrekorder heiß liefen, waren meine Helden Hase und Wolf. Die extrem beliebte sowjetische Zeichentrickserie „Ну, погоди!” (Na, warte!) genoss Kultstatus.

    „Die drei ???“ aus Rocky Beach waren für mich lange Zeit eine Art Bildungslücke, die ich erst viel später geschlossen habe. Kinder in der Familie machen es möglich. Wir haben bereits die ersten beiden Filme der neuen Kinoreihe gesehen und nun begleiten sie uns also schon eine ganze Weile. Heute waren wir mit ihnen auf der Toteninsel.

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  • Ausgesucht, gescannt und ein nicht zu Ende gedachte Bezahlvorgang
    Jan 31 2026

    Lange Zeit war es ruhig an der Ecke, an der früher reges Treiben herrschte. Der Lidl in meiner Nachbarschaft ist im letzten Jahr komplett von der Bildfläche verschwunden. Zäune, Schutt und Baustellenlärm prägten das Bild, während das alte Gebäude einem modernen Neubau wich. Vor einigen Tagen war es endlich so weit. Die Türen öffneten sich wieder. Da Neugier bekanntlich ein treuer Begleiter ist, habe ich mich heute auf den Weg gemacht, um den neuen Nachbarn unter die Lupe zu nehmen.

    Der Unterschied ist sofort beim Betreten erkennbar. Alles wirkt deutlich moderner, heller und vor allem geräumiger als in der alten Filiale. Die Gänge sind breiter, die Decken scheinen höher und die Beleuchtung setzt die Waren bühnenreif in Szene. Besonders angetan bin ich von der Gestaltung der Obst- und Gemüseabteilung. Sie wirkt frisch, einladend und gut sortiert. Man bekommt fast das Gefühl, über einen Marktplatz zu schlendern statt durch einen klassischen Discounter.

    Mein eigentliches Interesse galt jedoch nicht nur dem neuen Design, sondern vor allem der Technik. Ich wollte wissen, wie Lidl das Thema Selbstscan umgesetzt hat. Hier geht das Unternehmen einen interessanten Weg. Im Gegensatz zum "großen Bruder" Kaufland, wo man oft auf eigene Handscanner im Eingangsbereich setzt, verzichtet Lidl hier komplett auf zusätzliche Hardware. Das Zauberwort heißt „Bring Your Own Device“. Als Kunde nutzt man einfach das eigene Smartphone, um den Einkauf zu organisieren.

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  • Mimì, Rodolfo und die unerreichbaren allerersten Küsse des Frühlings
    Jan 27 2026

    Was für ein wunderbarer Abend! Wenn sich in der Staatsoperette der Vorhang zu Giacomo Puccinis „La Bohème” hebt, vergisst man den Alltag sofort. Neben der packenden Leistung von Orchester und Ensemble hat mich vor allem das Bühnenbild tief beeindruckt. Es ist jedes Mal eine große Kunst, was das Team dort „zusammenbaut“. Einziger kleiner Wermutstropfen: Es wäre hilfreich, wenn bei den Übertiteln durch Namen oder Farben klarer erkennbar wäre, wer gerade singt. Das würde das Eintauchen in die Geschichte noch erleichtern.

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  • Hilfssheriffs in Minneapolis, Angst und die Midterms
    Jan 25 2026

    Wenn wir heute in Deutschland aus dem Fenster schauen, wirkt die Welt vielleicht grau, aber stabil. Blicken wir jedoch über den Atlantik nach Minneapolis, sieht die Welt ganz anders aus. Eine Stadt, die eigentlich für ihre Seen und ihre Lebensqualität bekannt ist, wird derzeit zum Schauplatz einer neuen dunklen Ära der amerikanischen „Sicherheitspolitik“.

    Es geht um mehr als nur Abschiebungen. Es geht um die Demontage der Menschlichkeit als politisches Kalkül. Was wir derzeit in den Straßen der Twin Cities erleben, hat wenig mit professioneller Polizeiarbeit zu tun, sondern erinnert eher an die dunkelsten Kapitel von Bürgerkriegsszenarien. Es handelt sich nicht um gut ausgebildete Beamte, die nach rechtsstaatlichen Prinzipien handeln. Es wirkt eher, als sei eine Truppe schießwütiger Hilfssheriffs nach einem zweiwöchigen Crashkurs auf die Menschheit losgelassen worden.

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  • Kofi Amoako, Thomas Keller und drei wichtige Punkte aus dem Ostderby
    Jan 24 2026

    Die SG Dynamo Dresden trat beim Spiel gegen den 1. FC Magdeburg in einem ganz besonderen Look an. Die Mannschaft lief komplett in Schwarz auf. Das Sondertrikot wurde zu Ehren der Vereinslegende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner entworfen. Am 25. Januar hätte das Idol des DDR-Fußballs seinen 75. Geburtstag gefeiert. Die schlichte schwarze Spielkleidung, bei der selbst die Sponsorenlogos farblich zurücktraten, war ein hochemotionales Zeichen des Respekts und wurde von den rund 3.000 mitgereisten Fans, die ebenfalls in Schwarz erschienen waren, eindrucksvoll begleitet.

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  • Dummheit, Instinktlosigkeit und das links-grüne Foulspiel rechts der Brandmauer
    Jan 24 2026

    Während in Davos einmal mehr mit dem üblichen lauten Getöse eine weitere Folge der Daily Soap „Präsident DJT“ aufgeführt wurde, ging eine Entscheidung des EU-Parlaments fast vollständig unter. Diese Entscheidung sollte viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, da sie schmerzhaft verdeutlicht, dass Europa derzeit die strategische Kraft fehlt, um auf der Weltbühne als ernstzunehmender Akteur aufzutreten. Eine unheimlich anmutende Allianz rechts der Brandmauer – bestehend aus der Fraktion der Patrioten für Europa (PfE), dem Europa der Souveränen Nationen (ESN) mit der AfD als deutscher Speerspitze sowie, ironischerweise, den Grünen, der Linken und dem BSW – hat den Europäischen Gerichtshof (EuGH) angerufen. Sie will die Rechtmäßigkeit des Mercosur-Vertrags prüfen lassen. Was nach einem rechtsstaatlichen Routinevorgang klingt, ist in Wahrheit ein politisches Foulspiel, das uns teuer zu stehen kommen könnte.

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  • Duncan, Egg und die Ashford-Wiese
    Jan 19 2026

    Es ist heute ein ganz besonderer Tag für alle Fans von Westeros. Wer hätte gedacht, dass wir nach dem epischen (und manchmal etwas anstrengenden) Drachentanz in House of the Dragon so schnell wieder zurückkehren? Aber heute ist es so weit: Heute startet bei HBO die neue Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber nach den gewaltigen Schlachten und den komplizierten Familienstammbäumen der Targaryens habe ich mich nach etwas... ja, fast schon Bodenständigem gesehnt. Und genau das scheint uns heute zu erwarten. Packt die Rüstung aus und schärft die Schwerter! Wir schauen uns an, was dieser neue Ableger taugt.

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