• Nähe und Distanz
    Apr 16 2026
    In dieser Episode diskutieren David und Barbara über ein Thema, das jede Lehrperson und jeden Coach täglich begleitet: das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Während David im schulischen Alltag eine Tendenz zu mehr Distanz wahrnimmt, zeigt Barbara auf, wie gezielte Nähe – bis hin zur Umarmung – die Atmosphäre in einer Gruppe radikal verändern kann. Es geht um die Frage, wie wir uns nahbar machen, ohne die professionelle Grenze zu überschreiten, und warum der Kontext dabei die entscheidende Rolle spielt. Wir beleuchten verschiedene Facetten der Nähe: von der körperlichen Geste im Judo-Training bis hin zur räumlichen Gestaltung im Workshop. David teilt ein praktisches Beispiel, wie er durch ein Schulter-an-Schulter-Gespräch im Treppenhaus eine Vertrauensbasis zu einem schwierigen Schüler schuf, anstatt ihn frontal zu konfrontieren. Zudem diskutieren wir, warum gerade im digitalen Zeitalter körperliche Präsenz und Geborgenheit wichtig sind, um das Nervensystem der Lernenden zu beruhigen. Die Folge regt dazu an, den eigenen Tanzbereich und den Umgang mit dem Cockpit – dem persönlichen Schutzraum der Lehrperson – zu reflektieren. Wir sprechen über Tabuzonen, den Mut zur Transparenz und die verbale Nähe durch das Du oder das Sie. Lassen Sie sich inspirieren, mit Distanzen zu spielen und Nähe als wertvolles Werkzeug für echte Berührung und Lernen einzusetzen.
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    26 Min.
  • Ist neu wirklich besser?
    Apr 9 2026
    In dieser Episode ergründen David und Barbara das Phänomen der Neomanie – der Gier nach ständig neuen Methoden und Heilsversprechen im Bildungs- und Pflegebereich. Sie diskutieren, ob das Neue automatisch gut ist oder ob wir vor lauter Begeisterung für das Unbekannte das stabilisierende Alte übersehen. Anhand des Paradoxons vom Schiff des Theseus gehen sie der Frage nach, wie viel Veränderung wir vertragen, ohne unsere Identität zu verlieren. Barbara teilt die radikale Erfahrung, wie sie ihre jahrelang genutzte Methode der Wäscheleine buchstäblich verbrannte, um Platz für neue Themen zu schaffen. David reflektiert über den Wert der Handschrift gegenüber der Digitalisierung und warum das Mühsame manchmal befreiend wirken kann. Erfahren Sie, warum ein Clown tausendmal dasselbe tun kann und dabei jeden Tag etwas Neues entdeckt und wie Sie Ihren eigenen Methoden-Einkaufswagen kritisch hinterfragen. Eine Folge über den Mut zur Zensur im eigenen Repertoire und die Kunst, das innere Feuer durch neue Zugänge zum Bewährten am Lodern zu halten.
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    32 Min.
  • Vertraue dem Prozess: Zwischen Loslassen und Beeinflussen
    Apr 2 2026
    In dieser Episode wagen David und Barbara ein Experiment: Sie starten ohne feste Vorbereitung und vertrauen ganz dem gemeinsamen Prozess. Dabei gehen sie der Frage nach, ob Vertrauen in Bildungskontexten eigentlich eine Form von Manipulation ist, da jede Handlung – auch das Schweigen – den Raum beeinflusst. Ein zentrales Thema ist die Macht der kleinen Kursänderungen, die langfristig zu völlig neuen Zielen führen können. Wir diskutieren den Unterschied zwischen dem Vertrauen in den Ablauf einer Veranstaltung und dem tiefen Glauben an das Potenzial eines einzelnen Menschen. David erzählt eine berührende Geschichte darüber, wie ein einziger Satz eine Kollegin dazu bewog, Schulleiterin zu werden. Zudem erfahren Sie, warum echtes Loslassen nur möglich ist, wenn man genug Asse im Ärmel hat, um im Notfall das Ruder wieder herumzureissen. Es geht um das Spiel mit dem Tempo, die Irritation durch die Wäscheleine und die wichtige Erkenntnis, dass wir manchmal auch unserem eigenen Misstrauen vertrauen müssen, wenn Dinge nicht stimmig sind. Eine Folge über die innere Haltung des Wohlwollens und die Fähigkeit, in schwierigen Momenten zu fragen: Wofür ist das gerade gut und was darf ich daraus lernen?
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    30 Min.
  • Interventionen für den Lern-Alltag
    Mar 26 2026
    Was tun, wenn es im Seminar oder Klassenzimmer nicht so läuft wie geplant? In dieser Folge definieren David und Barbara Intervention als ein bewusstes Dazwischentreten, das eine Situation retten oder verdeutlichen kann. Barbara demonstriert eindrücklich, wie man durch fiktive Anrufe bei Personen wie Albert Gruppenprozesse spiegelt, ohne Teilnehmende direkt anzugreifen. Wir tauchen ein in die Welt der ungewöhnlichen Methoden: Erfahren Sie, warum die Wäscheleine eine nachhaltigere Präsentationsform als PowerPoint ist und wie das rote Fach für magische Momente sorgt. Ein zentraler Punkt ist der Mut zur Lücke und die Kunst des Stehenlassens, um wichtigen Themen Raum zur Entfaltung zu geben . Zudem besprechen wir, wie Postulate als innerer Kompass helfen, selbst in brenzligen Momenten die Fassung zu bewahren und eine wohlwollende Haltung beizubehalten . Eine Episode voller praktischer Tipps für alle, die ihren pädagogischen Werkzeugkoffer um kreative und wirksame Eingriffe erweitern möchten.
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    29 Min.
  • Die Hausmeisterfolge: Ein Blick hinter die Kulissen von Blackbox Lernen
    Mar 19 2026
    In dieser ungeplanten Hausmeisterfolge sprechen David und Barbara über die Metaebene ihres gemeinsamen Projekts. Sie beleuchten, warum der Podcast Blackbox Lernen heisst und wie sie Licht in die oft verborgenen Abläufe von Schulen und Weiterbildungen bringen wollen. Ein zentrales Thema ist die Bedeutung des physischen Raums: Barbara und David berichten von ihren Erfahrungen mit ungeeigneten Trainingsräumen, schlechter Akustik und fensterlosen Sinnsälen. Zudem diskutieren sie die Notwendigkeit von Transparenz und den Abbau von Informationsmonopolen im Bildungswesen. Die Folge ist eine Einladung an alle Hörerinnen und Hörer, den Dialog durch eigene Berichte über Highlights oder den alltäglichen Wahnsinn zu bereichern. Es geht um das Spannungsfeld zwischen Schule und Weiterbildung und die Passion, die beide Bereiche verbindet.
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    31 Min.
  • Mut zum Regelbruch bei Störungen
    Mar 12 2026
    Störungen im Unterricht sind für viele Lehrpersonen zum Belastungstest Nummer eins geworden. In dieser Folge diskutieren David und Barbara, warum das blosse Aushalten nicht reicht und warum es radikalen Mut braucht, um die Kinder heute noch zu erreichen. Wir sprechen darüber, warum es manchmal ethisch sinnvoller ist, den Lehrplan links liegen zu lassen, um die Gruppe überhaupt erst wieder auf ein arbeitsfähiges Level zu bringen. Erfahren Sie, wie Sie den Unterrichtsraum in eine Casting-Show, eine Radiostation oder ein Museum verwandeln und dadurch den Rahmen so verändern, dass Schüler ihre übliche Schülermentalität ablegen. Barbara und David plädieren für mehr Naturzeit und echte, sinnliche Erlebnisse anstelle von passivem Konsum. Eine Folge für alle, die sich trauen wollen, den gewohnten Pfad zu verlassen, um die Freude am Lernen bei sich und den Kindern zurückzugewinnen.
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    31 Min.
  • Leidenschaft im Bildungsbereich - ein Widerspruch?
    Mar 5 2026
    Ist Leidenschaft ein süsser Schmerz? In dieser Episode ergründen David und Barbara die tiefe Bedeutung von Passion im Kontext von Schule und Training. Leidenschaft hat viel mit «Leiden» und «Schaffen» zu tun – sie ist kein dauerhafter Zustand, sondern ein wellenförmiger Prozess, vergleichbar mit einer Alpenüberquerung, die sowohl Momente der Euphorie als auch Täler der Anstrengung kennt. Wir diskutieren, warum Leidenschaft gerade im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) zur unverzichtbaren Kernkompetenz für Lehrende wird. Während die KI unermüdlich motivieren kann, fehlt ihr die menschliche Beseeltheit und die Fähigkeit, einen Raum im «3D-Format» energetisch zu füllen. David und Barbara räumen zudem mit dem Vorurteil auf, Leidenschaft sei nur etwas für Extrovertierte – auch in der Stille und Introvertiertheit kann ein tiefes Feuer für ein Thema brennen.
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    30 Min.
  • Psychohygiene in der Bildung
    Feb 26 2026
    In dieser Episode lüften David und Barbara ein Geheimnis, das für die langfristige Gesundheit im Lehrberuf entscheidend ist: die Psychohygiene. Barbara gesteht offen, dass sie die Mittagspausen in Trainings oft alleine verbringt, um in der Stille zu reflektieren und ihr System für den Nachmittag zu klären. Was auf den ersten Blick arrogant wirken könnte, ist in Wahrheit eine notwendige «Minikur», um die eigene Präsenz und Beziehungsqualität hochzuhalten. David teilt seine Erfahrungen als Schulleiter und beschreibt, wie er seine Pausenzeiten radikal anpassen musste, um dem ständigen Druck im Teamzimmer zu entgehen. Wir diskutieren, warum das Teamzimmer oft ein Ort des ungefilterten «Abladens» von Frust ist und welche Strategien helfen, sich bewusst abzugrenzen, ohne den Kontakt zum Team zu verlieren. Die Episode ist ein Plädoyer für mehr Selbstfürsorge im Bildungswesen. Es geht darum, das Kind hinter dem Schüler zu sehen und gleichzeitig die eigene «beste Version» zu bewahren, um belastbar und wirksam zu bleiben.
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    29 Min.