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404

404

Von: Arno Selhorst Maximilian Göß
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404 ist kein Fehler. 404 ist ein Zustand - und manchmal der ehrlichste Einstieg in ein Gespräch.In diesem Podcast treffen Arno Selhorst, AI Innovations- und Transformationsmanager bei der Deutschen Telekom, und Max, Führungskraft und Mentor im Konzern, aufeinander – mit unterschiedlichen Blickwinkeln, aber einem gemeinsamen Anspruch: Komplexe Themen nicht vereinfachen, sondern verständlich machen. Arno und Max reden daher nicht nur Tech, sondern auch Talk und Tacheles. 404 richtet sich an alle, die spüren: Die alten Antworten tragen nicht mehr. Und genau deshalb lohnt es sich, neue zu suchen.Arno Selhorst, Maximilian Göß Sozialwissenschaften
  • Lernen Not Found
    Jul 10 2026
    In dieser Folge sprechen wir über Führung, Lernen und die Frage, ob Unternehmen ihren Mitarbeitenden genug Zeit für Entwicklung geben. Wir unterscheiden dabei zwischen Führungskräften, die befähigen und begleiten, und Vorgesetzten, die vor allem auf Vorgaben und Tagesgeschäft schauen.

    Wir diskutieren, dass sich die Arbeitswelt durch KI und andere Technologien schnell verändert und Weiterbildung deshalb nicht als Freizeitaufgabe behandelt werden sollte. Wir beschreiben, dass Lernen, Entwicklung und Führung in den Arbeitsalltag integriert werden müssen, statt nur nebenbei oder nach Feierabend stattzufinden.

    Anhand von Erfahrungen aus einem Hotline-Team wird gezeigt, wie strukturierte Schulungen über längere Zeit zu einer tiefen fachlichen Basis führen können. Wir betonen, dass klare Regeln, Erwartungshaltungen und kontinuierliche Kompetenzentwicklung helfen, Belastung und Chaos zu vermeiden.

    Außerdem sprechen wir über unterschiedliche Haltungen von Führungskräften gegenüber Fortbildung, über Budgetdruck und über Fälle, in denen Mitarbeitenden die Teilnahme an Lernformaten erschwert wird. Wir halten fest, dass solche Entscheidungen offen vertreten werden sollten, wenn sie getroffen werden.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von KI im Unternehmen. Wir erklären, dass es nicht um bunte Experimente geht, sondern darum, konkrete Probleme systematisch zu lösen und KI-Einsatz von Automatisierung zu unterscheiden.

    Zum Schluss geht es um ein mögliches Modell für Lernzeit: individuelles Lernen, gemeinsames Lernen und Führungslernen. Wir kommen zu dem Punkt, dass Führung, Lernen und Entwicklung zusammengehören und dass Unternehmen langfristig nur dann gut bleiben, wenn sie dafür im Alltag Raum schaffen.
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    42 Min.
  • Blase not Found
    Jun 19 2026
    In dieser Folge sprechen wir über die aktuelle KI-Blase und darüber, wie stark sich rund um Unternehmen wie Nvidia, OpenAI, Oracle, Microsoft, AMD, Mistral, XAI und Tesla finanzielle und technologische Verflechtungen aufgebaut haben. Wir beschreiben diese Beziehungen als ein dichtes Netz aus Investitionen, Cloud-Deals, Rechenzentrumsverträgen und Chip-Lieferungen, das schwer zu überblicken ist.

    Wir ordnen diese Entwicklung als Mischung aus Hype und realem Fortschritt ein. Dabei vergleichen wir den Verlauf mit dem Gartner-Hype-Cycle: frühe Euphorie, überhöhte Erwartungen und danach ein Tal der Ernüchterung. Gleichzeitig sagen wir, dass KI in vielen Bereichen bereits konkrete Anwendungen findet und sich in immer mehr Themenfelder hineinbewegt.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einfluss auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Wir sprechen darüber, dass KI-Unternehmen hohe Summen für Lobbying bewegen und dass KI als strategisches Thema geopolitisch aufgeladen ist. Dabei geht es auch um die enge Verbindung zwischen wirtschaftlichen Interessen, öffentlichen Aussagen und der Wahrnehmung von KI in der Öffentlichkeit.

    Außerdem thematisieren wir den Arbeitsmarkt. Wir kritisieren die Aussage, KI könne pauschal menschliche Jobs ersetzen, und unterscheiden zwischen echter Automatisierung und der bloßen Ersetzung schlechter Prozesse. Besonders problematisch sehen wir, dass junge Berufseinsteiger bereits aus manchen Einstiegspositionen gedrängt werden, obwohl ihnen an der Hochschule oft die Nutzung von KI untersagt wurde.

    Zum Schluss sprechen wir über den Umgang mit dem Thema insgesamt. Wir warnen vor überteuerten KI-Kursen und vor Menschen, die das Thema nur für eigene Ziele nutzen. Unser Fazit ist, dass ein realistischer Blick auf den tatsächlichen Nutzen wichtiger ist als weiterer Hype.
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    25 Min.
  • Deepfake not Found
    Jun 5 2026
    In dieser Folge sprechen wir über Deepfakes und darüber, warum das Thema gerade so viel Aufmerksamkeit bekommt. Wir greifen den Fall um Ulmen Fernandes auf, ohne eine Schuldfrage zu klären, und ordnen ein, warum solche Fälle einen Nerv treffen: Sie berühren Identität, Stimme, Gesicht, Körper und damit auch Vertrauen.

    Wir erklären, was Deepfakes sind und wie sich die Technik verändert hat. Früher waren dafür viel Rechenleistung, technisches Wissen und lange Trainingszeiten nötig. Heute reichen oft wenige Sekunden Audiomaterial, um Stimmen lokal auf einem normalen Rechner zu klonen. Dadurch werden Deepfakes einfacher, schneller und im Alltag deutlich zugänglicher.

    Ein Schwerpunkt liegt auf den Risiken. Wir sprechen über sexualisierte Deepfakes, Betrug, Erpressung, Social Engineering und den Einsatz in Unternehmensbetrug. Als Beispiel nennen wir einen Fall, in dem Mitarbeitende in einer Videokonferenz von mehreren gefälschten Personen und einem Fake-CEO getäuscht wurden. Auch politische Manipulation, gefälschte Nachrichten und Propaganda werden als Beispiele genannt.

    Wir thematisieren außerdem, wie man sich schützen kann. Wichtig sei es, ruhig zu bleiben, nicht sofort emotional zu reagieren und Inhalte kritisch zu prüfen. Dazu gehören Fragen nach Perspektive, Schatten, Synchronität von Stimme und Mundbewegungen oder auffälligen Details im Bild und Video. Entscheidend sei, nicht alles unbesehen weiterzuleiten.

    Zum Schluss sprechen wir über positive Anwendungen. Genannt werden historische und künstlerische Formate wie „Chloe vs. History“, Museumsinstallationen, Sprachübersetzungen mit derselben Stimme, Aufklärungskampagnen und der Einsatz verstorbener Sprecher mit Zustimmung der Angehörigen. Wir halten fest, dass es vor allem eine neue Kultur der Verifikation braucht: kritisch bleiben, mehrere Quellen prüfen und nicht jedem Medium sofort glauben.
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    41 Min.
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