02 - Dialektik: Negation, aber richtig
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Über diesen Titel
In Folge 2 dreht sich bei Maelstrom – Dissonante Diskurse alles um Dialektik: Was ist das überhaupt – Methode, Weltbewegung, oder beides zugleich?
André und Mark tasten sich vom historischen Hintergrund (Antike/Aristoteles als Stichwort, dann vor allem Kant → Hegel → Marx → Adorno) zu den zentralen Motiven vor: Bewegung/Entwicklung, Negation und „Negation der Negation“, der Umschlag von Quantität in Qualität (Samen–Baum–Wald / Knospe–Blüte), sowie die Unterscheidung von Erscheinung und Wesen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Dialektik sich zu „klassischer“ Wissenschaft verhält: Während Naturwissenschaft über Empirie/Experimente arbeitet, ist Dialektik zunächst eine Denkbewegung – und zugleich gefährdet durch ihren Hang zu Teleologie (alles „muss“ auf ein Ziel hinauslaufen). Das wird politisch brisant: Hegels „Weltgeist zu Pferde“ (Napoleon) führt zur Debatte, wie leicht Fortschrittserzählungen Gewalt nachträglich vernünftig erscheinen lassen können – und wie der Faschismus diese Logik sprengt.
Darum kommt Adorno als Wendepunkt: negative Dialektik, „das Ganze ist das Unwahre“, das Nicht-Identische als Rest, der sich nicht in Begriffe einfangen lässt. Von dort aus wird Dialektik als reflexive Methode greifbar: Geschichte verändert die Methode selbst (anders als beim kritischen Rationalismus).
Praktisch wird das u. a. am Beispiel Arno Dübel/Bürgergeld-Hass gezeigt: das Einzelphänomen als Fenster in die gesellschaftliche Totalität (Leid an Arbeit, „zweite Natur“, Bullshit-Jobs).
Am Ende landen wir überraschend bei Ethik: Dialektik löst Dilemmata (Trolley-Problem) nicht durch saubere Rechenregeln, sondern fragt nach den Bedingungen, die das Dilemma erzeugen – mit dem Ziel, Freiheit so zu denken, dass sie die eigene Unfreiheit erkennt.
Und vor Allem: Haltet euch von Sekten fern.
