Matrix
New York Times Bestseller und Lieblingsbuch von Barack Obama 2021
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Simone Kabst
Eine Geschichte von weiblicher Gemeinschaft und Macht. Ein Fest der Erzählfreude, der Erfindungskraft und des Intellekts. Das neue Meisterwerk von Lauren Groff.
Marie ist siebzehn Jahre alt, groß und ungelenk und nach allgemeiner Ansicht ungeeignet für die Ehe und das höfische Leben. Sie verehrt ihre Königin, Eleanore von Aquitanien, doch die verstößt sie mit einem Lächeln: Marie soll Priorin eines abgelegenen Klosters werden, irgendwo im Schlamme Englands, fern von den zärtlichen Zuwendungen ihrer Dienerin. Lebendig begraben in der Gemeinschaft verarmter, frierender, hungernder Nonnen – ausgerechnet sie, die aus einer Familie von Kriegerinnen stammt und alles andere als fromm ist. Doch in der Abgeschlossenheit des Klosters findet Marie für sich und ihre Schwestern ungeahnte Möglichkeiten von weltlichem Einfluss, Wohlstand und neuer Gemeinschaft.
»Matrix« erzählt die Geschichte einer fehlbaren Heldin: einer Frau – kriegerisch, imposant, machtbewusst, hingebungsvoll –, deren Visionen verlorengehen, wie so viele Stimmen starker Frauen im Lauf der Geschichte. Der neue, flirrend aufregende Roman von Lauren Groff erweckt sie zum Leben und beschwört die utopische Kraft weiblicher Kreativität in einer korrumpierten Welt.
Beglückend
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Sehr sehr schön
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Kraftvolle Weiblichkeit
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Gut gefallen hat mir neben der Anlage der Geschichte im frühen Mittelalter, dass hier eine starke Frau im Fokus steht. Es ist die Lebensgeschichte von Marie, der Stiefschwester der amtierenden Königin.
Die Charaktere aller Protagonisten sind gut - nicht kitschig - gezeichnet.
Sprachlich ist das Werk angenehm, teils auch anspruchsvoll geschrieben.
Was das Buch für mich so widersprüchlich macht ist, dass ich zur Protagonistin Marie keine Beziehung aufbauen konnte. Sie ist mir im Buch fremd, ja distanziert, geblieben. (Vielleicht war das sogar die Absicht der Autorin, weil dies zum Thema des Buches passen könnte.)
Ganz absurd fand ich die ausschweifenden Darstellungen der Visionen, die Marie hatte. Auch die Darstellungen der sexuellen Gelüste hat nichts zum Verständnis der Zeit oder der Personen beigetragen. Mich hat das gestört, weil es auch thematisch nicht in das Buch passte. Es hatte etwas Voyeuristisches und es trägt zu einem Stereotyp bei, dass Homosexualität zum Kloster gehört (ich hatte Fremdscham-Gefühle).
Grundsätzlich hatte ich den Eindruck, dass die Zeit mit seinen Anforderungen gut dargestellt wurde, dass historisch gut gearbeitet wurde. Und natürlich ist Marie eine Person, die ein Buch verdient hätte, wenn sie wirklich existiert hätte. Das hat Lauren Groff erreicht: Ich habe mir gewünscht, dass Marie wirklich gelebt hat.
Befriedigend bis Ausreichend
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Sehr langatmig
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