Der Totschläger
Rougon-Macquart Zyklus, Band 7
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Czyta:
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Thomas Schendel
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Autor:
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Emile Zola
Protagonistin des Romans ist die junge Wäscherin Gervaise Macquart, die zu Beginn der Handlung von ihrem Liebhaber Auguste Lantier verlassen wird. Er nimmt ihr ganzes Geld mit und hinterlässt als einziges Andenken die beiden gemeinsamen Söhne Claude und Etienne. Gervaise, eine tugendhafte und fleißige, aber nunmehr bettelarme Wäscherin, heiratet daraufhin den ehrbaren, aber recht lebenslustigen Zinkarbeiter Coupeau. Zunächst scheint sich daraufhin alles zum Guten zu wenden: Hart arbeitend verdienen die beiden Geld, mit dem Gervaise eine eigene Wäscherei erwerben möchte, und bekommen eine Tochter, die "Nana" genannt wird. Dann jedoch erleidet Coupeau einen Arbeitsunfall, der ihn für mehrere Monate ans Bett fesselt. Ein Teil des gesparten Geldes wird für seine Pflege aufgebraucht. Als seine Verletzung ausgeheilt ist, hat er sich bereits so sehr ans Nichtstun gewöhnt, dass er nicht zur Arbeit zurückfindet. Er wird zum Trinker.
Auch Gervaise beginnt zu trinken, und ihr Leben gerät, da sie ihre Ehrbarkeit verliert und immer mehr zum Lotterweib absinkt, allmählich aus den Fugen. Nana verlässt das Elternhaus und lässt sich von Männern aushalten; Coupeau, durch den Alkohol innerlich völlig zerfressen, ist längst nicht mehr zurechnungsfähig und stirbt, schwer geistesgestört, in einer Irrenanstalt an einem Delirium tremens. Gervaise selbst sinkt zuletzt auf den Status einer Straßendirne herab, und einige Zeit nach Coupeaus Tod verhungert sie in einem kalten Winter unter einem Treppenabsatz der Mietskaserne, in der sie früher ihren eigenen Laden hatte. (aus Wikipedia)
Aufstieg und Fall der Familie Rougon, ist eines der bedeutendsten Gesellschaftsdramen des 19. Jahrhunderts.
Fantastisch!
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Zola schreibt mit einer beeindruckenden Beobachtungsgabe und einer Ehrlichkeit, die manchmal schmerzt. Er urteilt nicht über seine Figuren, sondern zeigt ihre Sehnsüchte, Fehler und ihr Scheitern mit großer Menschlichkeit. Gerade diese schonungslose Darstellung macht den Roman so kraftvoll und zeitlos.
Die Hörbuchfassung gewinnt zusätzlich durch Thomas Schendels hervorragende Interpretation. Mit viel Gefühl für Atmosphäre und Charaktere verleiht er den Figuren Leben und trägt den Hörer sicher durch die fast zwanzig Stunden dieses intensiven Werkes. Seine ruhige und ausdrucksstarke Stimme passt hervorragend zu Zolas düsterer, aber zutiefst menschlicher Erzählung.
Der Totschläger ist keine leichte Kost und sicherlich kein Hörbuch für nebenbei. Es fordert Aufmerksamkeit und berührt durch seine tragische Entwicklung umso stärker. Für mich gehört dieser Roman zu den eindrucksvollsten Teilen des Rougon-Macquart-Zyklus.
Ein erschütterndes Meisterwerk der Literatur
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