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Tim und die Picaros

Tim & Struppi 10

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Tim und die Picaros

Von: Ludger Billerbeck
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Über diesen Titel

Folge 10: Tim und die Picaros

Tim und seine Freunde geraten in einem südamerikanischen Land in eine Revolution. Tim verspricht General Alcazar, ihm zu helfen. Aber unter einer Bedingung: Die Revolution muss ohne Blutvergießen ablaufen. Wird General Alcaraz diese Bedingung erfüllen können?

©1999 Carlsen (P)1984 Sony Music Entertainment Germany GmbH
Action & Abenteuer
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auch die letzte vollendete Geschichte vom belgischen Zeichner Hergé.

Das Album wurde 1976 das erste Mal veröffentlicht.

Entstehung und Hintergrund Infos für Erwachsene:
Seit nunmehr 40 Jahren zeichnete Hergé Tim und seine „Familie“. Die Verantwortung für seinen Helden und Sohn – nichts anderes war Tim in dieser Zeit für ihn geworden, denn Kinder hatte Hergé keine – war immer eine große Last für ihn gewesen. Immer wurden von Hergé weitere und bessere Geschichten über seinen Helden erwartet. Dies belastete ihn schon lange und schlug sich direkt in der schlechter werdenden Gesundheit des Zeichners nieder. Während des vorhergehenden Bandes Flug 714 nach Sydney war er 60 geworden. Er hatte damit eigentlich keine Eile, Tim in ein neues Abenteuer stürzen zu lassen.

Eigentlich sollte dieses Abenteuer „Tim und die Bigotudos“ (spanisch für schnauzbärtig) heißen, da die Guerillakämpfer Kubas ihre Bärte nicht mehr stutzten. Das Emblem Borduriens ist hier mit Bärten ausgestattet.

Die Idee zur neuen Geschichte schwirrte ihm zwar schon lange vor, aber zunächst wollte er einmal selber eine Reise unternehmen, statt sie nur immer zu zeichnen. Er reiste in den amerikanischen Westen zu den Sioux (deren Zerfall durch Ausbeutung und Alkohol er feststellen musste) und nach Taiwan. Dazu bereiste er auch diverse Länder Europas: England, die Schweiz, Griechenland, Italien. Hergé ist vom Welten-Zeichner zum Weltreisenden geworden. Seinem Helden geht es umgekehrt: Anders als in Tim in Tibet ist es diesmal erstaunlicherweise Tim, der nicht schon wieder verreisen will.

Tim will sich auch etwas „jünger“ präsentieren und trägt jetzt lange braune Jeans statt der zeitlosen Knickerbocker der vorhergehenden Alben. Er praktiziert auch Yoga und trägt ein „Peace“-Symbol an seinem Mofahelm. Tim hat sich auch vom kämpferischen Idealisten zum Realisten gewandelt, denn er begreift, dass er nicht alles Unrecht der Welt besiegen kann. Der Band enthält diverse sozialkritische Andeutungen, etwa den Totalitarismus Borduriens oder die Machenschaften großer internationaler Konzerne.

Die „International Banana Company“ unterstützt Alcazar und die Whiskymarke Loch Lomond übernimmt die Schirmherrschaft über den Karneval, um die Picaros und die Arumbayas mit Alkohol außer Gefecht zu setzen – ähnlich wie es die Einwanderer mit den Indianern Amerikas getan hatten, wie Hergé zuvor selber erfahren hatte. Hergés Kritik an diesen Umständen ist offensichtlich.
-> vgl. Die Operation PBSUCCESS (auch Operation SUCCESS) war eine 1954 vom US-amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA durchgeführte Geheimdienstoperation mit dem Ziel, den demokratisch gewählten Präsidenten von Guatemala, Jacobo Árbenz Guzmán, zu stürzen.

Aktiv an der neuen Geschichte zu arbeiten begann Hergé erst 1973.
Zwischenzeitlich hatte er die Überarbeitung von Die schwarze Insel überwacht sowie die Entwicklung der beiden Zeichentrickfilme zu Der Sonnentempel und Tim und der Haifischsee begleitet. Die Umsetzung der Trickfilmprojekte war eher enttäuschend.

In dieser Geschichte kommen viele bekannte Personen zu neuen Ehren. Als Tims Gegenspieler figurieren General Tapioca und Oberst Sponsz alias Oberst Esponja. Eine wichtige Rolle spielt Ex-General Alcazar, den Tim schon vor langer Zeit kennengelernt hatte. Diesmal führt er eine Guerilla-Truppe an. Alcazar hat inzwischen geheiratet, praktischerweise die Tochter des Waffenhändlers Basil Bazaroff aus Der Arumbaya-Fetisch, was ihm angeblich die Beschaffung neuer Kriegsgeräte vereinfacht. Diese entpuppt sich jedoch als regelrechter Drachen; mit Lockenwicklern im Haar und einer großen Zigarre im Mund kommandiert sie ihren Mann herum und beschwert sich permanent. Immer mit der Mode hingegen geht Bianca Castafiore, die sogar nach der Entlassung aus dem Gefängnis perfekt frisiert und gekleidet erscheint. Auch an Schmuck geizt sie nie.

super toll als Hörspiel umgesetzt!!!

nicht nur die Comic-Serie ist Kult, auch die Hörspiel-Reihe :-)

ist der 23. Tim-und-Struppi-Band und

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