Thron des Blutes Titelbild

Thron des Blutes

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Über diesen Titel

Ein Mann. Sieben Könige. Der blutige Thron Englands.

England im 10. Jahrhundert: Das Land ist geteilt und gezeichnet von jahrelangen Machtkämpfen. König Æthelstan, ein Enkel Alfreds des Großen, hat geschworen, das Reich unter einer Krone zu vereinen. An seiner Seite steht Dunstan von Glastonbury – ein Mönch, Politiker, Visionär und, in den Augen vieler, ein Verräter. Sieben Königen dient Dunstan durch Krieg, Feuer und Wahnsinn, um Æthelstans Traum wahr werden zu lassen. Doch zu welchem Preis?

©2021 Conn Iggulden / Wilhelm Heyne Verlag München, ein Unternehmen der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Münche / Covergestaltung: by Nele Schütz Design unter Verwendung von Motiven von AdobeStock / Manuel Lacoste und Shutterstock / Dm_Cherry / Evannovostro / Stephen Barnes (P)2023 Ronin Hörverlag
Historische Romane
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Dies ist die Lebensgeschichte eines selbstgerechten und lügenden Mönches.
Er geht um seine Ziele zu erreichen über Leichen, alles im Deckmantel des Glaubens.
Mit dem Bau seines Gotteshauses, scheint es als wolle er sich ein Monument erschaffen. Leider gibt es sehr wenige spannende Momente.

Ohne jede Spannung

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Wie immer liefert Detlef Bierstedt eine absolute Meisterleistung – für mich einer der besten Hörbuchsprecher Deutschlands. Die Geschichte selbst ist großartig und fesselnd geschrieben. Aber: Selten habe ich eine Hauptfigur so unsympathisch erlebt – so ich-bezogen und von sich selbst überzeugt, dass es manchmal anstrengend wurde. Trotzdem lohnt sich das Hörbuch, allein wegen der Erzählkunst des Autors und der brillanten Umsetzung durch den Sprecher.

Großartige Geschichte, starker Sprecher – aber Hauptfigur schwer zu ertragen

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Ich bin großer Fan von historischen Büchern, aber hier gebe ich nach 10 Std. auf. Die Geschichte gefällt mir überhaupt nicht. Nur Detlev Bierstedt ist wieder super, sonst hätte ich schon früher aufgegeben. Schade.

Toller Sprecher, Geschichte leider uninteressant

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Mit dieser Epoche hatte ich mich bisher nur am Rande befasst. Die Lebensgeschichte dieser real existierenden Person im Kontext der Historie des frühen England ist nicht uninteressant, lässt mich aber etwas ratlos zurück. Vieles erscheint mir aus dem realen Zusammenhang gerissen oder wichtige Aspekte wurden vom Autor weggelassen. Der Sprecher macht einen guten Job.

Lässt mich etwas ratlos zurück

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Ich lese tatsächlich fast ausschließlich historische Romane, vorzugsweise mit mittelalterlicher Thematik. Rebecca Gablé, Rebecca Gablé, die Kingsbridge-Romane wie Die Säulen der Erde von Ken Follett, Bernard Cornwell, Martina André, Ulf Schiewe, Daniel Wolf – das ist meine literarische Heimat. In diesen Welten fühle ich mich zu Hause. Ich freue mich jedes Mal, wenn ein neues Werk erscheint, das mich wieder für viele Stunden ins Mittelalter entführt.

Von Conn Iggulden hatte ich bereits Sturmvogel gehört – und war wirklich begeistert. Umso größer war meine Freude, als nun Der Thron des Blutes auf Deutsch erschien. Endlich wieder ein Iggulden, endlich wieder eintauchen.

Vielleicht muss ich vorweg sagen: Ich höre meine Hörbücher grundsätzlich langsamer, meist auf 0,8 Geschwindigkeit. Ich genieße das sehr. Gerade bei historischen Stoffen darf Sprache wirken, dürfen Bilder entstehen, darf Atmosphäre atmen. Und mit Detlef Bierstedt am Mikrofon ist das ohnehin ein Genuss. Er hat auch hier großartig gelesen – ruhig, präzise, mit feinen Nuancen. Am Sprecher lag es ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Er war für mich der Grund, weshalb ich bis zum Ende durchgehalten habe.

Doch nach einigen Stunden begann ich mich ernsthaft zu fragen, wie ein Autor so lange und so ausführlich über die Klosterzeit eines Jungen und seines Bruders schreiben kann. Die Episoden wirkten für mich ausgedehnt, beinahe zäh. Natürlich darf ein Roman sich Zeit nehmen – ich liebe epische Breite. Aber hier hatte ich zunehmend das Gefühl, dass sich Szenen dehnen, ohne dass sich die Figuren wirklich vertiefen.

Was mich allerdings noch mehr irritierte, war der Protagonist selbst. Ich habe selten eine Hauptfigur erlebt, die mir so unsympathisch erschien – und das nicht nur punktuell, sondern mit wachsender Deutlichkeit. Je länger ich hörte, desto stärker verfestigte sich dieser Eindruck. Es ist durchaus legitim, gebrochene, schwierige oder moralisch ambivalente Figuren zu zeichnen. Aber hier fehlte mir jede emotionale Andockstelle. Ich konnte keine innere Nähe entwickeln, kein Mitgehen, kein Hoffen. Und wenn der Leser oder Hörer keinen Zugang zur Hauptfigur findet, wird selbst ein historisch spannender Rahmen unerquicklich.

Hinzu kamen für mich Momente, die ich schlicht unglaubwürdig fand. Besonders die Szene, in der eine Figur mit gebrochenen Fingerknochen an einer Klippe hängt – das erschien mir physisch schlicht unmöglich. Mit gebrochenen Fingern überhaupt Halt zu finden, geschweige denn noch aktiv zu handeln, widerspricht jeder körperlichen Logik. Dass dann auch noch ein weiterer Mensch mit in die Tiefe gerissen wird, ließ mich endgültig innerlich aussteigen. Solche Details reißen mich aus der Geschichte – und gerade im historischen Roman erwarte ich ein Mindestmaß an Plausibilität.

Trotz allem habe ich das Buch zu Ende gehört. Vielleicht aus Gewohnheit. Vielleicht aus Hoffnung, dass sich doch noch etwas wendet. Vielleicht auch, weil ich es schlicht nicht mag, ein Hörbuch abzubrechen – und noch weniger mag ich es, bei Audible anrufen zu müssen, um einen Titel zurückzugeben. Früher konnte man das unkompliziert in der App erledigen. Heute ist es umständlicher, und allein das hält mich manchmal vom Abbruch ab.

Am Ende blieb bei mir vor allem Enttäuschung. Nicht laut, nicht wütend – eher still und konsterniert. Ich war erstaunt über mich selbst, dass ich weitergehört habe. Und ich denke, es wird vermutlich das letzte Buch sein, das ich von diesem Autor höre.

Für mich persönlich kann ich Der Thron des Blutes nicht empfehlen. Wer allerdings mit unsympathischen Protagonisten gut umgehen kann und epische, ausführliche Entwicklungsphasen schätzt, mag es anders empfinden. Für mich fehlten Nähe, Glaubwürdigkeit und innere Spannung – trotz eines hervorragenden Sprechers.

Und das ist schade. Denn meine Vorfreude war groß.

Am Ende blieb bei mir vor allem Enttäuschung.

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