ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal? Titelbild

ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

Von: DIE ZEIT
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Über diesen Titel

Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse? War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die Frauen in der Geschichte? Wir stellen Fragen an die Vergangenheit, beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das alles mit heute zu tun hat. Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen Hefts von ZEIT Geschichte. Die Hosts von "Wie war das noch mal?", Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur und Redakteurin bei ZEIT Geschichte. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-aboZEIT ONLINE Welt Wissenschaft
  • Die Hamas: Terror gegen Israel
    Jan 31 2026

    Beinahe hätte eine Coladose die Geschichte des Nahen Ostens verändert, auf jeden Fall die Geschichte der Hamas. Es passiert am 24. September 1997 in Amman, der Hauptstadt Jordaniens: Ein Kommando des israelischen Geheimdienstes Mossad versucht, Chalid Maschal zu töten, damals einer der Anführer der Terrororganisation. Zwei Agenten attackieren ihn mit Gift. Um den Angriff zu tarnen, spritzen sie mit einer geschüttelten Coladose umher. Aber Maschal bemerkt sie, die Angreifer fliehen, werden gefasst und verhaftet. Der Vorfall löst eine politische Krise aus, an deren Ende Israel Maschal mit einem Gegengift das Leben retten und den inhaftierten Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin freilassen muss. Der Angriff ist misslungen.

    In unserer neuen Sendung zeichnen wir den Aufstieg der Hamas nach, die seit ihrer Gründung 1987/88 zum gefährlichsten Gegner Israels aufgestiegen ist und zum Rivalen der Fatah-Bewegung des Palästinenserführers Jassir Arafat. Mit dem Historiker und Journalisten Joseph Croitoru sprechen wir darüber, wie aus einer ursprünglich religiösen Vereinigung, die als Ableger der Muslimbrüder entstand, während der ersten Intifada Anfang der Neunzigerjahre die bewaffnete Hamas wurde, die Israel seitdem mit Terror attackiert. In den Neunzigerjahren, als Jassir Arafat und Israels Regierungschef Izchak Rabin Frieden schlossen, waren es vor allem die Kassam-Brigaden der Hamas, ihr militärischer Arm, der mit Selbstmordattentaten den Friedensprozess beenden wollte.

    Wir rekapitulieren, wie und warum Israel die Gruppe anfangs in den Achtzigerjahren, gewähren ließ, welch ambivalenten Kurs vor allem der Langzeitpremier Benjamin Netanjahu, aber auch sein Parteikollege Ariel Scharon gegenüber der Gruppe einschlug – bis die Organisation seit 2007 im Gazastreifen ein islamistisches Regime errichtete. Seitdem kommt es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die 2023 im Terrorangriff auf Israel und dem anschließenden Gazakrieg eskalierten.

    Wir fragen zudem, wie stark die Hamas heute unter den Palästinensern ist; was sie von der Fatah unterscheidet, die Jassir Arafat lange anführte, bis Mahmud Abbas ihm nachfolgte. Wir wollen schließlich wissen: Gibt es einen Frieden nur ohne die Hamas? Oder nur mit ihr?

    Unser neues Heft "Israel und Palästina" bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen.

    Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de.

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    Für unsere Sendung haben wir folgende Literatur benutzt, die wir gerne empfehlen möchten:

    Joseph Croitoru – Die Hamas. Herrschaft über Gaza. Krieg gegen Israel, München 2024

    Michael Brenner – Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates, München 2023

    Moshe Zimmermann – Niemals Frieden? Israel am Scheideweg, Berlin 2025

    Ronen Bergman – Der Schattenkrieg. Israel und die geheimen Tötungskommandos des Mossad, München 2018

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    1 Std. und 16 Min.
  • Wie kam Jesus in den Koran?
    Dec 20 2025

    Es ist die Sure 19, die Maria, der Mutter Jesu, gewidmet ist. Sie erzählt, wie Maria ihren Sohn auf die Welt bringt – und sofort kann er sprechen. Ein Wunder. Doch wer ist dieser Jesus des Korans eigentlich und wie führte sein Weg in Mohammeds Offenbarung? Welche Rolle spielt seine Mutter Maria? Die neue Folge von Wie war das noch mal? begibt sich auf eine geschichtlich-theologische Suche in die Welt der Spätantike, nach Mekka und Medina, in die Lebenszeit Mohammeds zu Beginn des siebten Jahrhunderts.

    Gemeinsam mit dem islamischen Theologen und Religionspädagogen Mouhanad Khorchide aus Münster spüren wir der Frage nach, welche Rolle das Christentum der arabischen Halbinsel für die ersten Muslime spielte, was Mohammed von Jesus gehört hatte und welche Rolle Jesus in seiner Offenbarung spielte.

    Wir entdecken, dass Christentum und Islam nicht immer in Konkurrenz und Feindschaft zueinander standen, sondern dass Mohammed sich und seine Botschaft vielmehr in einer Tradition mit Jesus, aber auch mit den jüdischen Urvätern Abraham und Mose sieht. Und wir wollen wissen, was wir heute daraus lernen können, dass "Jesus, Sohn der Maria", eine prominente Figur im Koran ist.

    Unser neues Heft Christentum und Islam bekommen Sie online im ZEIT Shop oder im Handel.

    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de.

    Für unsere Sendung haben wir folgende Literatur benutzt, die wir gerne empfehlen möchten:

    • Mouhanad Khorchide: Der andere Prophet. Jesus im Koran, Herder Verlag
    • Martin Bauschke: Der Sohn Marias: Jesus im Koran, Lambert Schneider/WBG
    • Karl-Josef Kuschel: "Dass wir alle Kinder Abrahams sind ...": Helmut Schmidt begegnet Anwar as-Sadat, Herder Verlag
    • Gudrun Krämer: Geschichte des Islam, C.H. Beck Verlag
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    57 Min.
  • „Gott will es“: Die Kreuzzüge und die islamische Welt
    Nov 29 2025

    Im November 1095 ruft Papst Urban II. zum Kreuzzug auf. Auf dem Konzil von Clermont hält er eine Predigt vor fast 200 Erzbischöfen, Bischöfen und Äbten, immer wieder wird er von Rufen unterbrochen: „Deus lo vult!“, „Gott will es!“ In mehreren großen Gruppen finden sich Ritter, Bauern oder Tagelöhner zusammen, um Richtung Jerusalem zu ziehen. Rund dreieinhalb Jahre später erobert ein christliches Heer die Heilige Stadt von den muslimischen Fatimiden, verübt ein grausames Massaker an den muslimischen und jüdischen Einwohnern und errichtet einen Kreuzfahrerstaat: das Königreich Jerusalem.

    Immer wieder wird der Kreuzzug als tiefer Einschnitt in die Beziehung von Islam und Christentum gewertet, als blutiger Dreh- und Angelpunkt ihrer gemeinsamen Geschichte. Doch stimmt dieser Befund? Welches Echo fanden die Kreuzzüge damals in der islamischen Welt? In der neuen Folge von „Wie war das noch mal?“ gehen wir dieser Frage nach.

    Auch das aktuelle Heft von ZEIT Geschichte dreht sich um die Geschichte von Christentum und Islam, die oft zu einer Erzählung von ewiger Feindschaft stilisiert wird. Was ist echter Konflikt, was Mythos? Vom Leben Mohammeds bis in die Gegenwart spüren wir dieser Frage nach: Wieso büßte die muslimische Welt ihren zivilisatorischen Vorsprung ein? Was dachte Luther über den Islam? Und trug der europäische Kolonialismus zur Entstehung des Islamismus bei?

    Die Einspielung des Palästinalieds von Walther von der Vogelweide stammt von der Sängerin Korydwenn. Es ist hier zu finden.

    Sie bekommen das Heft online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen.

    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de.

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    1 Std. und 5 Min.
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Immer wieder spannende und gut aufbereitete Geschichten in Ergänzung zum Magazin Zeit Geschichte. Gerne häufiger…

Spannende Geschichten

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Ein sehr schöner Podcast, über historische Ereignisse und Themen, die in dem Zusammenspiel der Sprecher, sehr informativ und spannend wiedergegeben werden.

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