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Panzerkreuzer Potjomkin

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Panzerkreuzer Potjomkin

Von: Reinhard Baumgart
Gesprochen von: Werner Kreindl
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Tine Abusch wird begraben, sie hat sich das Leben genommen, und einige männliche Freunde, darunter auch ihr geschiedener Mann, sind bei der Beerdigung. Sie hatte "die schönsten Schlüsselbeine südlich des Main". Vom Friedhof fahren sie in Tines Wohnung um eine Erklärung für Tines Selbstmord zu finden. Sie essen die restlichen Vorräte aus dem Kühlschrank und tauschen sich über Vermutungen, Erinnerungen und Tines Reisewut aus. Einen Hinweis finden sie: Vor ihrem Selbstmord schrieb Tine das Wort "Potjomkin" auf den Spiegel.

Die Männer hatten mit Tine über Eisensteins "Panzerkreuzer Potjomkin" diskutiert und nun fallen ihnen zwei Bemerkungen ein: Indem die Riesentreppe so mirakulös gefilmt worden sei, verliere sich das Grauen des Mordes, das schöne Bild schlucke die Mitteilung; einen der Männer hingegen hatte der Anfang des Films schockiert, er sehe unaufhörlich die von Maden zerfressenen Fleischbrocken, die widerwärtigen Kadaver, an denen die Matrosen zerren.

Bearbeiter: Walter Rosengarten.

©1967 SWR (Manuskript) (P)1967 SWR
Belletristik Zeitgenössische Literatur
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