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Marnie

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Marnie

Von: Winston Graham
Gesprochen von: Jens Wawrczeck
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"Marnie" erschien 1961 und portraitiert eine kluge, attraktive, berufstätige Frau, die auf ihre Weise unabhängig ist: Marnie lügt, wenn sie den Mund aufmacht, sie erleichtert ihre Arbeitgeber um hohe Geldbeträge und wechselt ihre Namen wie andere Leute ihre Wäsche. Tatsächlich kleidet sie sich bei jedem Identitätswechsel neu ein und beginnt ihr Spiel von vorn. Bis sie eines Tages den Falschen bestiehlt - Mark Rutand entlarvt sie. Gleichzeitig ist er in sie verliebt und ersetzt die gestohlene Summe, aber Marnie soll ihn dafür heiraten.

Ein hoher Preis, denn sie mag Menschen nicht besonders, insbesondere männliche und insbesondere solche, die sie dominieren wollen. Eigentlich fühlt sie sich nur in Gesellschaft ihres Pferdes Forio wohl. Mark beginnt zu ahnen, dass ihre Aversion gegen jede Form von Nähe nicht nur mit ihm zu tun hat. Mittels eines Psychiaters soll sie ihren Neurosen auf die Spur kommen. Als Marks Geschäftskonkurrent ihren Machenschaften auf die Spur kommt, wird sie mit dem Geheimnis konfrontiert, das der Auslöser ihrer Handlungen ist.

©1961 Winston Graham (P)2019 Goldbek Rekords
Psychothriller Thriller
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Bisher kannte ich weder Buch noch Film, habe also keinen Vergleich. die Sprecherstimme ist ein Genuss, immer wieder toll.

wunderbar wandelbar Stimme vom Sprecher

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Der Roman an sich schwankt zwischen leicht "schmuddelig" und "psychologisch", ist teilweise recht langatmig, voller literarischer Fehlgriffe, die Ich-Erzählerin ist mal ein bisschen rührend und mal ein bisschen konstruiert. ABER das Ganze wird durchströmt von Jens Wawrczecks Lesekunst, die -weit jenseits von den "Drei ???"- einen vergessen lässt, dass hier ein Mann der Ich-ErzählerIN die Stimme leiht. Und nicht nur das: ALLE Figuren bekommen von ihm ihre eigene Stimme, alle bekommen durch ihn ihr eigenes Leben beim Zuhören.
Der Hitchcock-Film ist ein strahlendes Gesamtkunstwerk- diese Lesung strahlt allein durch den Vorleser! Ich war nie dem "Drei ???"-Kult verfallen, aber von Jens Wawrczeck möchte ich definitiv mehr hören...

Genial gelesen

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