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Inniger Schiffbruch

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Inniger Schiffbruch

Von: Frank Witzel
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Über diesen Titel

Die Beschäftigung mit dem Nachlass seines verstorbenen Vaters ruft im Erzähler von Frank Witzels autobiografischem Roman Erinnerungen an eine Kindheit wach, in der das Fernsehen den Vorabend erfindet. Eine Kindheit voller Disziplinierungsmaßnahmen wie Hausarrest, Tonband- und Fernsehverbot, in der die Eltern ihrem Kind unwissentlich den Schrecken der einst selbst erlittenen Trennung als unentwegte Drohung weitergeben. Eine Kindheit, in der ein Sonntag klar strukturiert, die Kittelschürze für die Hausfrau unabdingbar und die von Erwachsenen erdachte Mondfahrt Peterchens ein Horrorszenario ist wie das der Mainzer Fastnacht.

Wie sehr sich das individuell Erlebte und kollektiv Erfahrene gegenseitig durchdringen, zeigt sich, wenn Witzel gerade nicht die inszenierten Bilder aus dem Familienalbum "Unser Kind", sondern vielmehr die ausgesonderten Aufnahmen mit der Frage zur Hand nimmt, ob nicht sie es sind, die Auskunft darüber geben können, wie etwas wirklich gewesen ist. Im unentwegten Zweifel am Wahrheitsgehalt der eigenen Erinnerungen zeigt sich Frank Witzel einmal

mehr als ein so nahbarer wie begnadeter Erzähler, dem es gelingt, über das Persönliche die Verfasstheit einer Nachkriegsgesellschaft in der neuen BRD zu erfassen.

©2019 MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH (P)2019 MSB Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH
Belletristik Romanbiografien
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Vorteil hier: Witzel und ich sind fast der gleiche Jahrgang, zeitgeschichtlich hat der Text mich also durchaus angesprochen. Auch bietet er längst nicht nur Belanglosigkeiten à la Ferrante oder Knausgard, ist auch von Proustscher Tratschigkeit und Larmoyanz weit entfernt. Nein, der Schiffbruch enthält interessante intellektuelle und psychoanalytische Einsprengsel, bietet oft recht originelle bis lustig-komische Ansichten. Und dennoch, puuh, war ich sehr froh, als es endlich vorbei war. Der Text zieht unterm Strich richtig runter. Dazu trägt natürlich auch Witzels eigenwillige Lesart bei. Warum nur glauben immer wieder Autor*innen, zum Schaden ihres Textes, selbst lesen zu müssen? Nun ja, in diesem Fall habe ich eine Erklärung dafür. Ob ich damit richtig liege, weiß ich nicht.

Ach ja, die Autobiographen ...

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Der Autor sollte sein Buch nicht selbst lesen. Er liest sehr eintönig. Konnte nicht mehr zuhören und gebe auf.

Der Titel

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