Hyperion oder Der Eremit in Griechenland
Artikel konnten nicht hinzugefügt werden
Leider können wir den Artikel nicht hinzufügen, da Ihr Warenkorb bereits seine Kapazität erreicht hat.
Der Titel konnte nicht zum Warenkorb hinzugefügt werden.
Bitte versuchen Sie es später noch einmal
Der Titel konnte nicht zum Merkzettel hinzugefügt werden.
Bitte versuchen Sie es später noch einmal
„Von Wunschzettel entfernen“ fehlgeschlagen.
Bitte versuchen Sie es später noch einmal
„Podcast folgen“ fehlgeschlagen
„Podcast nicht mehr folgen“ fehlgeschlagen
3 Monate Audible Standard kostenlos testen
3 Monate Audible Standard kostenlos testen, danach 6,99 €/Monat. Monatlich kündbar.
Das Angebot endet am 15. Juli 2026 23:59 Uhr. Dieses Angebot sichern!
Für 12,62 € kaufen
-
Gesprochen von:
-
Reiner Unglaub
-
Von:
-
Friedrich Hölderlin
© 2002 Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen Marburg
adbl_web_anon_alc_button_suppression_t1
Reiner Unglaub brachte es durch seine empathische Behutsamkeit fertig, mir die allerhöchste Poesie und Philosophie des Dichters nahe zu bringen, denn Hölderlin muss man hören, nicht lesen.
Sachkundig erkenne ich zwar in den Briefen eine bipolare affektive Störung, die den Dichter mal verzweifeln liess, mal zu grössenwahnsinnigen Projekten trieb. Ich kann aber keine einzige Äusserung als krankhaft im Sinne einer Schizophrenie benennen, obwohl Hölderlins Biographie durchaus schauderhafte Verhältnisse" (nach M. Bleuler) aufwies, die eine solche hätten auslösen können. Nach jahrelanger Verarbeitung seiner Liebeskrankheit zu Suzette Gonthard in der Dichtung des Hyperion wurde er - das war mir neu - dank eines ärztlichen Gefälligkeitsgutachtens 1804 nicht als Revolutionär zwecks Sturz der Württembergischen Obrigkeit hingerichtet, sondern statt dessen als Wahnsinniger in einer psychiatrischen Anstalt nach allen Regeln der damaligen Kunst gefoltert und schliesslich in dauernden Zimmerarrest versetzt. Dort verblüffte er Besucher mit den von einem Irren erwarteten Merkwürdigkeiten. Einzig sein Freund Sinclair hat ihn als normal durchschaut.
Hölderlin war nach meiner heutigen Meinung ein hochintelligentes Ausnahmetalent von höchstem dichterischem Weltrang, den ich an die Spitze der deutschen Dichtkunst stelle. Er war auch der genialste Simulant einer Geisteskrankheit, was ihm das Leben rettete und ihn noch 37 Jahre lang zwar bescheiden und in Unfreiheit, aber dafür in Frieden leben liess.
Genie oder Irrsinn, aber wenig Ruhm
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.
es macht krank
Ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuche es in ein paar Minuten noch einmal.